Modul 25-MEW-4 Erkenntnisgewinnung in Erziehungswissenschaft und pädagogischen Professionsfeldern

Fakultät

Modulverantwortliche*r

Turnus (Beginn)

Jedes Wintersemester

Leistungspunkte und Dauer

10 Leistungspunkte

Die Angaben zur Moduldauer finden Sie bei den Studiengängen, in denen das Modul verwendet wird.

Kompetenzen

Die Studierenden sind in der Lage, methodologische und methodische Kenntnisse an aktuelle Forschungsfelder, z. B. bezogen auf die gewählten Professionsfelder, und -ansätze heranzutragen und diese kritisch im Hinblick auf die Erkenntnisgewinnung in der Erziehungswissenschaft zu reflektieren.
Sie können zwischen Grundlagen- und anwendungsbezogener Forschung unterscheiden und kennen spezifische Perspektiven auf Forschungsanliegen, Gütekriterien, Forschungsethik und Transfer. Sie reflektieren darüber hinaus Fragen nach der ethischen und politischen Verantwortung von Forschung auf den Ebenen des Entdeckungs-, Begründung- und Verwertungszusammenhangs sowie Fragen zu dem Verhältnis von gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen, pädagogischen Professionsfeldern sowie Wissenschaft und Forschung.
Die Studierenden können ausgewählte Detailfragen von Forschungsprozessen durchdenken, exemplarische Forschungsschritte in den jeweiligen Forschungsfeldern durchführen und die Erkenntnisgewinnung an den jeweiligen Forschungs- und Fachdiskurs der diskutierten Forschungsfelder anschließen.

Lehrinhalte

Element 1: Methodologische und methodische Perspektiven auf ausgewählte Forschungsfelder und -Ansätze
Es werden aktuelle grundlagentheoretische Forschungsfelder, -Strategien und -Zugänge exemplarisch vertieft (z. B. rekonstruktive Forschung, Sekundärdatenanalysen, Wirkungsforschung, Institutional Ethnography, geschlechter- und rassismuskritische Forschung, historisch- oder international vergleichende Forschung, biografieanalytische Forschung u.a.).
Innerhalb dieser werden der jeweilige Entdeckungs-, Begründungs- und Verwertungszusammenhang von konkreten Forschungsfragen und -Projekten erörtert und ausgewählte methodologische Hintergründe und methodische Vorgehensweisen diskutiert und erprobt. Thematisiert werden beispielsweise das Verhältnis von Theorie und Empirie, die Übertragbarkeit und Verallgemeinerbarkeit von Erkenntnissen, die Standortgebundenheit von Forschung oder Fragen von Wissenschaftskommunikation und -Transfer.
In den Veranstaltungen können Schwerpunktsetzungen auf einzelne der genannten Inhalte erfolgen.

Element 2: Methodologische und methodische Perspektiven auf die forschungsbasierte Weiterentwicklung von pädagogischer Praxis
Es werden Forschungsfelder, -Strategien und -Zugänge anwendungsbezogener Forschung (z. B. Praxisforschung, Partizipative Forschung, gestaltungsorientierte Bildungsforschung, Evaluationsforschung, datengestützte Organisationsentwicklung u.a.) erörtert.
Innerhalb dieser werden der jeweilige Entdeckungs-, Begründungs- und Verwertungszusammenhang von konkreten Forschungsfragen und -Projekten erörtert und ausgewählte methodologische Fragen und methodische Vorgehensweisen diskutiert und erprobt. Thematisiert werden beispielsweise das Verhältnis von Praxis, Theorie und Empirie, die Übertragbarkeit und Verallgemeinerbarkeit von Erkenntnissen, die Standortgebundenheit von Forschung oder Fragen von Ergebnistransfer und Implementation.
In den Veranstaltungen können Schwerpunktsetzungen auf einzelne Themen erfolgen.

Empfohlene Vorkenntnisse

Notwendige Voraussetzungen

Erläuterung zu den Modulelementen

Es müssen beide Modulelemente E1 und E2 studiert werden. In einer Veranstaltung ist eine Studienleistung, in der anderen die Prüfungsleistung zu erbringen. In der Veranstaltung, in der die Modulprüfung abgelegt wird, ist keine Studienleistung zu erbringen.

Modulstruktur: 1 SL, 1 bPr 1

Veranstaltungen

E1: Methodologische und methodische Perspektiven auf ausgewählte Forschungsfelder und -ansätze
Art Seminar
Turnus WiSe
Workload5 90 h (30 + 60)
E2: Methodologische und methodische Perspektiven auf die forschungsbasierte Weiterentwicklung von pädagogischer Praxis
Art Seminar
Turnus WiSe
Workload5 90 h (30 + 60)

Studienleistungen

Zuordnung Prüfende Workload LP2
Lehrende der Veranstaltung E1: Methodologische und methodische Perspektiven auf ausgewählte Forschungsfelder und -ansätze (Seminar)

Die Studienleistung dient der Einübung einer reflexiven und diskursiven Haltung zu den in der Veranstaltung behandelten Themen und hat im Hinblick auf die im Modul verankerten Kompetenzen einübenden und vertiefenden Charakter. Eine Studienleistung beinhaltet das Anfertigen von Aufgaben zu Übungszwecken. Übungsaufgaben können beispielsweise sein: Die Vorbereitung und Durchführung einer Gruppenarbeit, die Vorbereitung und Durchführung einer mündlichen Präsentation, schriftliche Reflexionen methodologischer und methodischer Fragestellungen, exemplarische Auswertung von Daten, Aktivitäten in internetgestützten Lernplattformen etc.

Für alle Studienleistungen gilt, dass schriftliche Beiträge im Umfang von höchstens 2000 Wörtern und mündliche Beiträge im Umfang von höchstens 30 Minuten verlangt werden.

Für alternative Erbringungsformen gilt, dass diese den gängigen mündlichen oder schriftlichen Formen der Leistungserbringung in ihrem Umfang entsprechen müssen.

siehe oben siehe oben
Lehrende der Veranstaltung E2: Methodologische und methodische Perspektiven auf die forschungsbasierte Weiterentwicklung von pädagogischer Praxis (Seminar)

siehe Beschreibung bei Element 1

siehe oben siehe oben

Prüfungen

e-Klausur o. e-Open-Book o. Hausarbeit o. Klausur o. mündliche e-Prüfung o. mündliche Prüfung o. Open-Book o. Portfolio o. Präsentation o. Referat mit Ausarbeitung
Gewichtung 1
Workload 120h
LP2 4

Die Modulprüfung wird im Rahmen eines der Elemente 1 oder 2 erbracht. In der Prüfung werden über die Veranstaltung hinausweisende Aspekte und die modulspezifischen Kompetenzen aufgegriffen. Sie kann auf einer zuvor im Rahmen einer Modulveranstaltung erbrachten Studienleistung aufbauen, wobei auch hier Bezüge zu veranstaltungsübergreifenden Aspekten hergestellt werden müssen.
Die prüfende Person informiert über die möglichen Prüfungsmodalitäten.

Mögliche Erbringungsformen sind:

  • Hausarbeit im Umfang von höchstens 6.000 Wörtern
  • Mündliche Prüfung oder elektronische mündliche Prüfung auf Distanz im Umfang von höchstens 40 Minuten
  • Referat/ mündliche Präsentation (max. 30 Minuten) mit einer schriftlichen Ausarbeitung im Umfang von höchstens 2.500 Wörtern
  • Klausur im Umfang von höchstens 90 Minuten
  • e-Klausur in Präsenz oder auf Distanz im Umfang von max. 90 Minuten
  • Open-Book-Klausur oder e-Open-Book-Klausur im Umfang von max. 120 Minuten
  • Portfolio, das verschiedene mediale Formen zusammenführt. Das Portfolio bezeichnet eine Zusammenstellung von Dokumenten, die den Lernverlauf eines Individuums beschreiben bzw. dokumentieren. Portfolios dienen dazu, Lernerfahrungen und -erfolge zu erfassen und Lernstrategien zu planen. Mit Hilfe des Portfolios sollen die Arbeitsergebnisse eines Studierenden aus einer Veranstaltung/einem Modul dokumentiert werden. Ein Portfolio kann verschiedene Arbeiten von Exzerpten und Literaturrecherchen bis zu Lerntagebüchern oder Referaten enthalten. Die Dozent*innen entscheiden jeweils, welche Leistungen für das Portfolio zu erbringen sind, dies kann je nach didaktischem Konzept der Veranstaltung/des Moduls für alle Studierenden gleich sein, es kann aber auch individuell vereinbart werden. Die Bewertung des Portfolios erfolgt abschließend aufgrund einer Gesamtbetrachtung der Sammlung.
e-Klausur o. e-Open-Book o. Hausarbeit o. Klausur o. mündliche e-Prüfung o. mündliche Prüfung o. Open-Book o. Portfolio o. Präsentation o. Referat mit Ausarbeitung

Die Modulprüfung wird im Rahmen des Elemente 1 oder 2 erbracht.
Beschreibung siehe E1.

In diesen Studiengängen wird das Modul verwendet:

Studiengang Empf. Beginn 3 Dauer Bindung 4
Erziehungswissenschaft / Master of Arts [FsB vom 18.03.2026, gültig ab Wintersemester 2026/27] 3. 1 oder 2 Semes­ter Pflicht

Automatische Vollständigkeitsprüfung

In diesem Modul kann eine automatische Vollständigkeitsprüfung vom System durchgeführt werden.


Legende

1
Die Modulstruktur beschreibt die zur Erbringung des Moduls notwendigen Prüfungen und Studienleistungen.
2
LP ist die Abkürzung für Leistungspunkte.
3
Die Zahlen in dieser Spalte sind die Fachsemester, in denen der Beginn des Moduls empfohlen wird. Je nach individueller Studienplanung sind gänzlich andere Studienverläufe möglich und sinnvoll.
4
Erläuterungen zur Bindung: "Pflicht" bedeutet: Dieses Modul muss im Laufe des Studiums verpflichtend absolviert werden; "Wahlpflicht" bedeutet: Dieses Modul gehört einer Anzahl von Modulen an, aus denen unter bestimmten Bedingungen ausgewählt werden kann. Genaueres regeln die "Fächerspezifischen Bestimmungen" (siehe Navigation).
5
Workload (Kontaktzeit + Selbststudium)
SoSe
Sommersemester
WiSe
Wintersemester
SL
Studienleistung
Pr
Prüfung
bPr
Anzahl benotete Modul(teil)prüfungen
uPr
Anzahl unbenotete Modul(teil)prüfungen
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.