Modul 25-MEW-6 Professionalisierungsprojekt

Fakultät

Modulverantwortliche*r

Turnus (Beginn)

Jedes Semester

Leistungspunkte und Dauer

20 Leistungspunkte

Die Angaben zur Moduldauer finden Sie bei den Studiengängen, in denen das Modul verwendet wird.

Kompetenzen

Das Professionalisierungsprojekt stellt mit seiner semesterübergreifenden Konzeption und der Möglichkeit zur individuellen Profilierung, neben den Professionalisierungsschwerpunkten im Profilbereich und der Abschlussarbeit, einen der zentralen Bezugspunkte des Studiums dar. Die Studierenden haben die Möglichkeit, sich mit Blick auf zukünftige Berufsfelder in der pädagogischen Praxis und/ oder im Wissenschaftsbereich, in politischer und/oder Steuerungsverantwortung theoretisch wie methodologisch reflektiert aus erziehungswissenschaftlicher Perspektive mit dort relevanten Fragen auseinanderzusetzen und zu professionalisieren. Im Rahmen des Professionalisierungsprojekts sind darüber hinaus Praxiseinsätze in den unterschiedlichen Berufsfeldern möglich, so dass Studierende auch außerhalb der Universität die Relationierung von wissenschaftlichem Wissen und praktischen Kompetenzen erproben, reflektieren und anwenden können. Konkret haben die Studierenden die Gelegenheit im Rahmen des Moduls ein eigenständiges Projekt zu entwickeln, umzusetzen und zu reflektieren.

Die Studierenden erwerben im Einzelnen Kompetenzen im Hinblick auf:

  • Theorie und Praxis verknüpfen: Sie lernen, theoretische Konzepte und erziehungswissenschaftliche Modelle im Hinblick auf die fallbezogenen Anforderungen in der Praxis zu kontextualisieren und reflektieren. Dabei entwickeln sie die Kompetenz, komplexe Probleme fallbezogen zu analysieren und in projektförmigen Formaten nachhaltige Lösungen zu erarbeiten. Studierende werden damit insgesamt darauf vorbereitet, in professionellen Kontexten theoretisches Wissen zu nutzen, um praktische Herausforderungen zu bewältigen und den organisatorischen Alltag in Praxisfeldern aktiv mitzugestalten.
  • Fachliche und disziplinäre Kompetenzen entwickeln und anwenden: Sie können eigenständige Forschungsfragen und Entwicklungsaufgaben formulieren und vertiefen methodische und inhaltliche Kenntnisse, z.B. durch qualitative und quantitative Forschung, systematische/historische Theoriereflexion, Analyse pädagogischer Prozesse, Projektmanagement und Evaluation. Diese befähigen die Studierenden zur fachlich reflektierten Betrachtung und Deutung von wissenschaftlichen oder praxisbezogenen Herausforderungen mit dem Ziel der Perspektiveneröffnung bzw. einer fachlichen Entscheidungsbegründung unter Ungewissheitsbedingungen.
  • Selbstorganisation und Eigenverantwortung stärken: Die Studierenden erwerben Erfahrungen in der selbstständigen Definition, Planung und Umsetzung von Projektzielen, auch in Zusammenarbeit mit anderen. Sie lernen, eigenverantwortlich Entscheidungen zu treffen und Verantwortung für die Ergebnisse ihrer Arbeit zu übernehmen. Zusätzlich werden kommunikative Fähigkeiten gefördert, die es ihnen ermöglichen, ihre Projektfortschritte klar zu präsentieren und im Team konstruktiv zu arbeiten. Wissenschaftlich fundiertes Denken und praktische Problemlösungsfähigkeiten werden gestärkt, um Herausforderungen proaktiv zu begegnen. Die Studierenden lernen, Feedback zu reflektieren und in ihre Projekte zu integrieren, um kontinuierlich an ihrer persönlichen und fachlichen Weiterentwicklung zu arbeiten. Diese Kompetenzen bereiten sie darauf vor, in komplexen und dynamischen beruflichen Handlungsfeldern erfolgreich zu agieren.

Insgesamt soll durch das Modul erreicht werden, dass die Studierenden ihre spätere berufliche Praxis theoriegeleitet und fachlich-angemessen reflektieren, wissenschaftliche Erkenntnisse selbstständig rezipieren und in die eigene Handlungspraxis integrieren können.

Lehrinhalte

Das Professionalisierungsprojekt soll den Studierenden die Möglichkeit geben, empirische und theoretische Forschungserfahrungen zu sammeln und/oder einen Theorie-Praxis-Bezug herzustellen. Das Professionalisierungsprojekt ist semesterübergreifend konzipiert (d.h. dauert i.d.R. zwei Semester an) und wird von zwei Projektwerkstätten gerahmt, in denen die Begleitung und Reflexion des Professionalisierungsprojekts durch Lehrende der Fakultät erfolgt. Die Projektwerkstätten sind zudem Orte des Austauschs mit anderen Studierenden und der darin angelegten Möglichkeit der Bildung von Projektteams zur gemeinsamen Bearbeitung von wissenschaftlichen Fragestellungen und/oder praktischen Handlungsproblemen.
Das Professionsprojekt selbst eröffnet den Studierenden die Möglichkeit, sich inner- oder außerhalb der Universität auf eine pädagogische oder wissenschaftliche Berufstätigkeit vorzubereiten und ihre fachlichen, methodischen und sozialen Kompetenzen in einem realen Projekt zu erweitern und zu reflektieren. Gegebenenfalls bietet sich je nach gewähltem inhaltlichem Bezugspunkt und Format die Zusammenarbeit mit Institutionen der pädagogischen Praxis (Bildungsinstitutionen, Beratungsstellen etc.) an.
Der schriftliche Bericht zum Abschluss des Professionalisierungsprojekts dient der theoriebasierten Reflexion der im Projekt bearbeiteten Problemlagen oder Fragestellungen. Er soll vor allem deutlich machen, inwieweit im Projekt eine sinnvolle Auswahl und Anwendung von wissenschaftlichem Wissen und methodischen Können für die Lösung von Praxisproblemen oder die Beantwortung von forschungsbezogenen Fragestellungen erfolgt ist.

Es werden verschiedene Varianten des Professionalisierungsprojektes angeboten. Folgende Varianten sollen dabei möglich werden:

  • ein kleines empirisches Forschungsprojekt,
  • eine kasuistische Fallreflexion,
  • eine theoriebasierte Reflexion eines in der Praxis durchgeführten pädagogischen Projektes

oder

  • eine systematische und/oder historische erziehungswissenschaftliche Theoriereflexion.

In Element 1 (Projektwerkstatt I) wird das individuelle Professionalisierungsprojekt vorbereitet. Je nach Format, in dem die Studierenden ihr Professionalisierungsprojekt durchführen, ist eine unterschiedliche Fokussierung im Rahmen der Projektwerkstätten möglich.

Element 2 umfasst das individuell oder im Team zu bearbeitende Professionalisierungsprojekt im Umfang von 300 Stunden, dessen Ergebnisse in einem Projektbericht schriftlich dargestellt werden.

Element 3 umfasst die „Projektwerkstatt II“, die parallel zum Abschluss des individuellen Professionalisierungsprojekts und im Semester nach dem Besuch der Projektwerkstatt I besucht wird. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Reflexion der Prozessschritte sowie die Darstellung und Diskussion der Ergebnisse der individuellen Professionalisierungsprojekte.

Empfohlene Vorkenntnisse

Notwendige Voraussetzungen

Erläuterung zu den Modulelementen

Es müssen alle Modulelemente studiert werden. Es sind insgesamt 2 Studienleistungen und eine Prüfungsleistung (Projektbericht) zu erbringen. Die Prüfungsleistung wird in der Projektwerkstatt II erbracht.

Modulstruktur: 2 SL, 1 uPr 1

Veranstaltungen

E1: Projektwerkstatt I
Art Seminar
Turnus WiSe&SoSe
Workload5 90 h (30 + 60)
LP 3 [SL]
E2: Professionalisierungsprojekt
Art Projekt
Turnus WiSe&SoSe
Workload5 300 h (0 + 300)
LP 10
E3: Projektwerkstatt II
Art Seminar
Turnus WiSe&SoSe
Workload5 90 h (30 + 60)

Studienleistungen

Zuordnung Prüfende Workload LP2
Lehrende der Veranstaltung E1: Projektwerkstatt I (Seminar)

Die Studienleistung dient der Einübung einer reflexiven und inhaltlich begründeten Haltung zu den in den im Professionalisierungsprojekt behandelten Themen. Sie hat im Hinblick auf die im Modul verankerten Kompetenzen einen einübenden und vertiefenden Charakter. Eine Studienleistung ist das Anfertigen einer oder mehrerer veranstaltungsbegleitender (Teil)Aufgabe(n) zur Förderung der Reflexionsfähigkeit im Rahmen der angezielten Relationierung von wissenschaftlichem Wissen und praktischen Handlungskompetenzen. Übungsaufgaben können sein: Die Erstellung eines Exposés oder medialer Produkte, in denen die Frage- und Zielstellungen des Professionalisierungsprojektes dargelegt werden; die Vorbereitung und Durchführung einer mündlichen Präsentation der Frage- und Zielstellungen des Professionalisierungsprojektes oder die Vorbereitung und Durchführung einer Gruppenarbeit zur Festlegung und Präsentation der Frage- und Zielstellungen des Professionalisierungsprojektes.
Für alle Studienleistungen gilt, dass schriftliche Beiträge im Gesamtumfang von höchstens 2000 Wörtern und mündliche Beiträge im Gesamtumfang von höchstens 30 Minuten verlangt werden. Für alternative Erbringungsformen gilt, dass diese den gängigen mündlichen oder schriftlichen Formen der Leistungserbringung in ihrem Umfang entsprechen müssen.

siehe oben siehe oben
Lehrende der Veranstaltung E3: Projektwerkstatt II (Seminar)

Siehe Beschreibung bei Element 1

siehe oben siehe oben

Prüfungen

Bericht o. Präsentation
Zuordnung Prüfende Lehrende der Veranstaltung E3: Projektwerkstatt II (Seminar)
Gewichtung unbenotet
Workload 120h
LP2 4

Die prüfende Person informiert über die möglichen Prüfungsmodalitäten.

Mögliche Erbringungsformen sind:

  • Bericht im Umfang von 10 bis 15 Seiten pro Person mit Präsentation
  • Forschungsposter mit Ausarbeitung im Umfang von 5-8 Seiten pro Person
  • mediale Projektdokumentation mit Ausarbeitung von 5-8 Seiten pro Person

In diesen Studiengängen wird das Modul verwendet:

Studiengang Empf. Beginn 3 Dauer Bindung 4
Erziehungswissenschaft / Master of Arts [FsB vom 18.03.2026, gültig ab Wintersemester 2026/27] 2. 2 Semes­ter Pflicht

Automatische Vollständigkeitsprüfung

In diesem Modul kann eine automatische Vollständigkeitsprüfung vom System durchgeführt werden.


Legende

1
Die Modulstruktur beschreibt die zur Erbringung des Moduls notwendigen Prüfungen und Studienleistungen.
2
LP ist die Abkürzung für Leistungspunkte.
3
Die Zahlen in dieser Spalte sind die Fachsemester, in denen der Beginn des Moduls empfohlen wird. Je nach individueller Studienplanung sind gänzlich andere Studienverläufe möglich und sinnvoll.
4
Erläuterungen zur Bindung: "Pflicht" bedeutet: Dieses Modul muss im Laufe des Studiums verpflichtend absolviert werden; "Wahlpflicht" bedeutet: Dieses Modul gehört einer Anzahl von Modulen an, aus denen unter bestimmten Bedingungen ausgewählt werden kann. Genaueres regeln die "Fächerspezifischen Bestimmungen" (siehe Navigation).
5
Workload (Kontaktzeit + Selbststudium)
SoSe
Sommersemester
WiSe
Wintersemester
SL
Studienleistung
Pr
Prüfung
bPr
Anzahl benotete Modul(teil)prüfungen
uPr
Anzahl unbenotete Modul(teil)prüfungen
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.