Every winter semester
10 Credit points
For information on the duration of the modul, refer to the courses of study in which the module is used.
Die Studierenden verfügen über vertiefte Kenntnisse über die Wissensdimensionen und -produktionen der Sozialpädagogik und haben deren jeweiligen gesellschaftlichen Funktionen reflektiert. Sie sind in der Lage, die Historie und Gegenwart sozialpädagogischen Denkens zu begreifen und entsprechende Theorien und Diskurse einzuordnen und nachzuvollziehen. Die Studierenden können sozialpädagogische Denk- und Handlungsformen zu gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Ordnungen in Beziehung setzen. Ihnen sind zentrale Begriffe, Konzepte und Diskurse der Sozialpädagogik bekannt und sie sind in der Lage, ihr Wissen reflexiv in der Analyse von sozialen Strukturen, Habitus, Geschlecht, Kultur, migrationsgesellschaftlicher Differenz etc. einzusetzen, Kategorisierungen zu dekonstruieren sowie sich in fachlichen Diskursen argumentativ zu positionieren. Darüber hinaus können Studierende wissenschaftlich fundierte Entscheidungen treffen und haben eine kritische Urteilfähigkeit hinsichtlich der praktischen Folgen der Entscheidung entwickelt. Damit sind sie in der Lage, unter Einbezug wissenschaftlicher und methodischer Überlegungen und unter Zuhilfenahme dieser Abwägungen praxisrelevante und wissenschaftliche Probleme angemessen zu bearbeiten sowie eine wissenschaftliche und professionell-ethische Position einzunehmen.
Element 1: Wissensdimensionen und -Produktionen der Sozialpädagogik
In den Seminaren in Element 1 („Wissensdimensionen und -Produktionen der Sozialpädagogik“) werden Theorietraditionen, Besonderheiten, disziplinäre Verortungen und Erkenntnismethoden sozialpädagogischen Denkens sowie deren Grenzen erörtert und reflektiert. Dies dient als Grundlage für die Entwicklung und Fundierung einer eigenen Position auf dem gegenwärtigen Stand des Wissens. Vor dem Hintergrund einer kritischen Auseinandersetzung mit der Historie und Gegenwart sozialpädagogischen Denkens auf dem Fundament einer Befragung von Machthierarchien in der Wissensproduktion (inklusive der Stellung der Perspektiven und Erfahrungen der Betroffenen und Adressat*innen in dieser Hierarchie) werden die Studierenden in die Lage versetzt, eigene Schlussfolgerungen wissenschaftlich zu begründen.
Element 2: Sozialpädagogik als Denk- und Handlungsform in gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Ordnungen
Thematisch werden in den Veranstaltungen in Element 2 („Sozialpädagogik als Denk- und Handlungsform in gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Ordnungen“) Zusammenhänge zwischen gesellschaftlichen, ökonomischen, institutionellen Ordnungen und der Genese sowie den Modi sozialpädagogischen Denkens und Handelns verhandelt. Ein besonderer Fokus liegt auf der Analyse von sozialen Strukturen, Recht(en), Habitus, Geschlecht, Kultur, Migration, Rassismus etc., die es erlaubt, Kategorisierungen zu befragen und ggf. zu dekonstruieren, um sich so in wissenschaftlichen und professionellen Diskursen positionieren zu können.
Im Einzelnen werden dabei Aspekte der gesellschaftlichen Funktion von Sozialpädagogik, ihrer rechtlichen Regelungen, den Organisationsstrukturen, ihren ökonomischen und ökologischen Kontexten sowie Fragen von Gerechtigkeit und Ethik, Emanzipation/ Unterdrückung und Ungleichwertigkeitsideologien (wie Rassismus, Sexismus, Antisemitismus, sozialdarwinistisches Denken) bearbeitet.
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Es müssen beide Modulelemente E1 und E2 studiert werden. In einer Veranstaltung ist eine Studienleistung, in der anderen die Prüfungsleistung zu erbringen. In der Veranstaltung, in der die Modulprüfung abgelegt wird, ist keine Studienleistung zu erbringen.
Die Themenbezogenen Module können nur gemeinsam studiert werden. Wird das Modul I gewählt, muss auch das Modul II studiert werden.
Im Rahmen des gesamten Profilstudiums muss eine Prüfungsleistung in Form einer Hausarbeit und eine in Form einer mündlichen Leistung erbracht werden.
Module structure: 1 SL, 1 bPr 1
| Allocated examiner | Workload | LP2 |
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Teaching staff of the course
E1: Wissensdimensionen und -produktionen der Sozialpädagogik
(seminar)
Die Studienleistung dient der Auseinandersetzung mit der Logik des wissenschaftlichen Diskurses und der Einübung einer reflexiven Haltung und der Fähigkeit zu Schlussfolgerungen. Die Studienleistung kann auch in Form von Kooperationen bzw. gemeinschaftlichem Arbeiten erbracht werden. Studienleistungen können beispielsweise sein: Teilnahme an einer begleitenden studentischen Diskussionsgruppe, die Vorbereitung und Durchführung einer mündlichen Präsentation oder Seminargestaltung in Einzel- oder Gruppenarbeit, Erstellung kurzer Texte zu Seminarinhalten. Für alle Studienleistungen gilt, dass schriftliche Beiträge im Gesamtumfang von höchstens 2000 Wörtern und mündliche Beiträge im Gesamtumfang von höchstens 30 Minuten verlangt werden. Für alternative Erbringungsformen gilt, dass diese den gängigen mündlichen oder schriftlichen Formen der Leistungserbringung in ihrem Umfang entsprechen müssen. |
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Teaching staff of the course
E2: Sozialpädagogik als Denk- und Handlungsform in gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Ordnungen
(seminar)
Siehe Beschreibung bei Element 1 |
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Die Modulprüfung wird im Rahmen eines der Elemente 1 oder 2 erbracht. In der Prüfung werden über die Veranstaltung hinausweisende Aspekte und die modulspezifischen Kompetenzen aufgegriffen. Sie kann auf einer zuvor im Rahmen einer Modulveranstaltung erbrachten Studienleistung aufbauen, wobei auch hier Bezüge zu veranstaltungsübergreifenden Aspekten hergestellt werden müssen.
Die prüfende Person informiert über die möglichen Prüfungsmodalitäten.
Mögliche Erbringungsformen sind:
Die Modulprüfung wird im Rahmen des Elemente 1 oder 2 erbracht.
Beschreibung siehe E1.
| Degree programme | Recommended start 3 | Duration | Mandatory option 4 |
|---|---|---|---|
| Educational Science / Master of Arts [FsB vom 18.03.2026, gültig ab Wintersemester 2026/27] | 1. o. 2. o. 3. | 1 or 2 semesters | Compulsory optional subject |
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