Modul 25-MEW-5-SP1 Produktionsverhältnisse sozialpädagogischen Wissens

Fakultät

Modulverantwortliche*r

Turnus (Beginn)

Jedes Wintersemester

Leistungspunkte und Dauer

10 Leistungspunkte

Die Angaben zur Moduldauer finden Sie bei den Studiengängen, in denen das Modul verwendet wird.

Kompetenzen

Die Studierenden verfügen über vertiefte Kenntnisse über die Wissensdimensionen und -produktionen der Sozialpädagogik und haben deren jeweiligen gesellschaftlichen Funktionen reflektiert. Sie sind in der Lage, die Historie und Gegenwart sozialpädagogischen Denkens zu begreifen und entsprechende Theorien und Diskurse einzuordnen und nachzuvollziehen. Die Studierenden können sozialpädagogische Denk- und Handlungsformen zu gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Ordnungen in Beziehung setzen. Ihnen sind zentrale Begriffe, Konzepte und Diskurse der Sozialpädagogik bekannt und sie sind in der Lage, ihr Wissen reflexiv in der Analyse von sozialen Strukturen, Habitus, Geschlecht, Kultur, migrationsgesellschaftlicher Differenz etc. einzusetzen, Kategorisierungen zu dekonstruieren sowie sich in fachlichen Diskursen argumentativ zu positionieren. Darüber hinaus können Studierende wissenschaftlich fundierte Entscheidungen treffen und haben eine kritische Urteilfähigkeit hinsichtlich der praktischen Folgen der Entscheidung entwickelt. Damit sind sie in der Lage, unter Einbezug wissenschaftlicher und methodischer Überlegungen und unter Zuhilfenahme dieser Abwägungen praxisrelevante und wissenschaftliche Probleme angemessen zu bearbeiten sowie eine wissenschaftliche und professionell-ethische Position einzunehmen.

Lehrinhalte

Element 1: Wissensdimensionen und -Produktionen der Sozialpädagogik
In den Seminaren in Element 1 („Wissensdimensionen und -Produktionen der Sozialpädagogik“) werden Theorietraditionen, Besonderheiten, disziplinäre Verortungen und Erkenntnismethoden sozialpädagogischen Denkens sowie deren Grenzen erörtert und reflektiert. Dies dient als Grundlage für die Entwicklung und Fundierung einer eigenen Position auf dem gegenwärtigen Stand des Wissens. Vor dem Hintergrund einer kritischen Auseinandersetzung mit der Historie und Gegenwart sozialpädagogischen Denkens auf dem Fundament einer Befragung von Machthierarchien in der Wissensproduktion (inklusive der Stellung der Perspektiven und Erfahrungen der Betroffenen und Adressat*innen in dieser Hierarchie) werden die Studierenden in die Lage versetzt, eigene Schlussfolgerungen wissenschaftlich zu begründen.

Element 2: Sozialpädagogik als Denk- und Handlungsform in gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Ordnungen
Thematisch werden in den Veranstaltungen in Element 2 („Sozialpädagogik als Denk- und Handlungsform in gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Ordnungen“) Zusammenhänge zwischen gesellschaftlichen, ökonomischen, institutionellen Ordnungen und der Genese sowie den Modi sozialpädagogischen Denkens und Handelns verhandelt. Ein besonderer Fokus liegt auf der Analyse von sozialen Strukturen, Recht(en), Habitus, Geschlecht, Kultur, Migration, Rassismus etc., die es erlaubt, Kategorisierungen zu befragen und ggf. zu dekonstruieren, um sich so in wissenschaftlichen und professionellen Diskursen positionieren zu können.
Im Einzelnen werden dabei Aspekte der gesellschaftlichen Funktion von Sozialpädagogik, ihrer rechtlichen Regelungen, den Organisationsstrukturen, ihren ökonomischen und ökologischen Kontexten sowie Fragen von Gerechtigkeit und Ethik, Emanzipation/ Unterdrückung und Ungleichwertigkeitsideologien (wie Rassismus, Sexismus, Antisemitismus, sozialdarwinistisches Denken) bearbeitet.

Empfohlene Vorkenntnisse

Notwendige Voraussetzungen

Erläuterung zu den Modulelementen

Es müssen beide Modulelemente E1 und E2 studiert werden. In einer Veranstaltung ist eine Studienleistung, in der anderen die Prüfungsleistung zu erbringen. In der Veranstaltung, in der die Modulprüfung abgelegt wird, ist keine Studienleistung zu erbringen.
Die Themenbezogenen Module können nur gemeinsam studiert werden. Wird das Modul I gewählt, muss auch das Modul II studiert werden.

Im Rahmen des gesamten Profilstudiums muss eine Prüfungsleistung in Form einer Hausarbeit und eine in Form einer mündlichen Leistung erbracht werden.

Modulstruktur: 1 SL, 1 bPr 1

Veranstaltungen

E1: Wissensdimensionen und -produktionen der Sozialpädagogik
Art Seminar
Turnus WiSe
Workload5 90 h (30 + 60)
E2: Sozialpädagogik als Denk- und Handlungsform in gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Ordnungen
Art Seminar
Turnus WiSe
Workload5 90 h (30 + 60)

Studienleistungen

Zuordnung Prüfende Workload LP2
Lehrende der Veranstaltung E1: Wissensdimensionen und -produktionen der Sozialpädagogik (Seminar)

Die Studienleistung dient der Auseinandersetzung mit der Logik des wissenschaftlichen Diskurses und der Einübung einer reflexiven Haltung und der Fähigkeit zu Schlussfolgerungen. Die Studienleistung kann auch in Form von Kooperationen bzw. gemeinschaftlichem Arbeiten erbracht werden.

Studienleistungen können beispielsweise sein: Teilnahme an einer begleitenden studentischen Diskussionsgruppe, die Vorbereitung und Durchführung einer mündlichen Präsentation oder Seminargestaltung in Einzel- oder Gruppenarbeit, Erstellung kurzer Texte zu Seminarinhalten.

Für alle Studienleistungen gilt, dass schriftliche Beiträge im Gesamtumfang von höchstens 2000 Wörtern und mündliche Beiträge im Gesamtumfang von höchstens 30 Minuten verlangt werden. Für alternative Erbringungsformen gilt, dass diese den gängigen mündlichen oder schriftlichen Formen der Leistungserbringung in ihrem Umfang entsprechen müssen.

siehe oben siehe oben
Lehrende der Veranstaltung E2: Sozialpädagogik als Denk- und Handlungsform in gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Ordnungen (Seminar)

Siehe Beschreibung bei Element 1

siehe oben siehe oben

Prüfungen

e-Klausur o. e-Open-Book o. Hausarbeit o. Klausur o. mündliche e-Prüfung o. mündliche Prüfung o. Open-Book o. Portfolio o. Referat mit Ausarbeitung
Gewichtung 1
Workload 120h
LP2 4

Die Modulprüfung wird im Rahmen eines der Elemente 1 oder 2 erbracht. In der Prüfung werden über die Veranstaltung hinausweisende Aspekte und die modulspezifischen Kompetenzen aufgegriffen. Sie kann auf einer zuvor im Rahmen einer Modulveranstaltung erbrachten Studienleistung aufbauen, wobei auch hier Bezüge zu veranstaltungsübergreifenden Aspekten hergestellt werden müssen.
Die prüfende Person informiert über die möglichen Prüfungsmodalitäten.

Mögliche Erbringungsformen sind:

  • Hausarbeit im Umfang von höchstens 6.000 Wörtern, z.B. in Form einer Projektarbeit
  • Mündliche Prüfung oder elektronische mündliche Prüfung auf Distanz im Umfang von höchstens 40 Minuten
  • Referat/ mündliche Präsentation (max. 30 Minuten) mit einer schriftlichen Ausarbeitung im Umfang von höchstens 2.500 Wörtern
  • Klausur im Umfang von höchstens 90 Minuten
  • e-Klausur in Präsenz oder auf Distanz im Umfang von max. 90 Minuten
  • Open-Book-Klausur oder e-Open-Book-Klausur im Umfang von max. 120 Minuten
  • Portfolio, das verschiedene mediale Formen zusammenführt. Das Portfolio bezeichnet eine Zusammenstellung von Dokumenten, die den Lernverlauf eines Individuums beschreiben bzw. dokumentieren. Portfolios dienen dazu, Lernerfahrungen und -erfolge zu erfassen und Lernstrategien zu planen. Mit Hilfe des Portfolios sollen die Arbeitsergebnisse eines Studierenden aus einer Veranstaltung/einem Modul dokumentiert werden. Ein Portfolio kann verschiedene Arbeiten von Exzerpten und Literaturrecherchen bis zu Lerntagebüchern oder Referaten enthalten. Die Dozent*innen entscheiden jeweils, welche Leistungen für das Portfolio zu erbringen sind, dies kann je nach didaktischem Konzept der Veranstaltung/des Moduls für alle Studierenden gleich sein, es kann aber auch individuell vereinbart werden. Die Bewertung des Portfolios erfolgt abschließend aufgrund einer Gesamtbetrachtung der Sammlung.
e-Klausur o. e-Open-Book o. Hausarbeit o. Klausur o. mündliche e-Prüfung o. mündliche Prüfung o. Open-Book o. Portfolio o. Referat mit Ausarbeitung

Die Modulprüfung wird im Rahmen des Elemente 1 oder 2 erbracht.
Beschreibung siehe E1.

In diesen Studiengängen wird das Modul verwendet:

Studiengang Empf. Beginn 3 Dauer Bindung 4
Erziehungswissenschaft / Master of Arts [FsB vom 18.03.2026, gültig ab Wintersemester 2026/27] 1. o. 2. o. 3. 1 oder 2 Semes­ter Wahl­pflicht

Automatische Vollständigkeitsprüfung

In diesem Modul kann eine automatische Vollständigkeitsprüfung vom System durchgeführt werden.


Legende

1
Die Modulstruktur beschreibt die zur Erbringung des Moduls notwendigen Prüfungen und Studienleistungen.
2
LP ist die Abkürzung für Leistungspunkte.
3
Die Zahlen in dieser Spalte sind die Fachsemester, in denen der Beginn des Moduls empfohlen wird. Je nach individueller Studienplanung sind gänzlich andere Studienverläufe möglich und sinnvoll.
4
Erläuterungen zur Bindung: "Pflicht" bedeutet: Dieses Modul muss im Laufe des Studiums verpflichtend absolviert werden; "Wahlpflicht" bedeutet: Dieses Modul gehört einer Anzahl von Modulen an, aus denen unter bestimmten Bedingungen ausgewählt werden kann. Genaueres regeln die "Fächerspezifischen Bestimmungen" (siehe Navigation).
5
Workload (Kontaktzeit + Selbststudium)
SoSe
Sommersemester
WiSe
Wintersemester
SL
Studienleistung
Pr
Prüfung
bPr
Anzahl benotete Modul(teil)prüfungen
uPr
Anzahl unbenotete Modul(teil)prüfungen
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.