Modul 25-MEW-5-MB2 Medienbildung und Bildungsteilhabe

Fakultät

Modulverantwortliche*r

Turnus (Beginn)

Jedes Sommersemester

Leistungspunkte und Dauer

10 Leistungspunkte

Die Angaben zur Moduldauer finden Sie bei den Studiengängen, in denen das Modul verwendet wird.

Kompetenzen

Studierende des Moduls „Medienbildung und Bildungsteilhabe“ vertiefen und erweitern ihr Wissen durch die Erarbeitung erziehungswissenschaftlicher Perspektiven und interdisziplinärer Zugänge zu Medienbildung im Kontext von digitaler Teilhabe vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Veränderungsdynamiken. Sie reflektieren dabei aktuelle Entwicklungen sowie Phänomene im Umgang mit digitalen Medien und Technologien in Lern- und Bildungsprozessen mit Bezug auf Fragen sozialer Ungleichheit (digital divide) und Herrschaftseffekte von Medien (algorithmic racism). Studierende lernen dadurch, technologische Entwicklungen und Innovationen wie Künstliche Intelligenz, soziale Medien und Bildungstechnologien im Hinblick auf Lern- und Bildungsprozesse kritisch zu bewerten und deren kulturelle wie subkulturelle Bedeutungen zu erfassen. Zudem erwerben sie analytische Fähigkeiten, um digitale Teilhabe und digitale Ungleichheit zu untersuchen. Dabei schärfen sie ihr Verständnis für die Rolle algorithmischer Systeme und datenbasierter Automatisierung in der Reproduktion sozialer Ungleichheiten und entwickeln ein interdisziplinäres Problembewusstsein, das sowohl technische als auch gesellschaftliche Perspektiven integriert.

Lehrinhalte

Inhalte des Moduls sind Verflechtungen von Medien und Bildung vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Strukturveränderungsprozesse auf Grund nicht zuletzt sich verschärfender Ungleichheitsverhältnisse und Migrationsbewegungen sowie erziehungswissenschaftliche Grundfragen der Medienbildung, wie digitale Ungleichheit und Teilhabefragen.

Element 1: Technologie, Teilhabe und Gesellschaft
In Modulelement 1 werden die Verflechtungen von Medien, Bildung und gesellschaftlichen Strukturveränderungsprozessen vor dem Hintergrund von (digitaler) Teilhabe behandelt. Hierzu zählen verschiedene audiovisuelle Artikulationsformen, ebenso wie deren kulturelle und subkulturelle Ausprägungen. Weiter werden soziale Medien, künstliche Intelligenz sowie die Rolle von Bildungstechnologien in Subjektivierungs-, Lern- und Bildungssettings diskutiert, um so das komplexe Verhältnis von Technologie, Teilhabe und Gesellschaft zu konturieren. Die Studierenden reflektieren, wie sich technologische Entwicklungen und Innovationen auf Bildungsteilhabe in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft auswirken.

Element 2: Medien und Ungleichheit
Modulelement 2 konzentriert sich auf erziehungswissenschaftliche Problemstellungen, die dezidiert mit Medien und Bildung verknüpft sind. Schwerpunkte sind digitale Teilhabe und digitale Ungleichheit sowie deren Auswirkungen auf Lern- und Bildungsprozesse in gesellschaftlichen Macht- und Differenzverhältnissen. Die Studierenden setzen sich kritisch mit medialen Inhalten und Strukturen auseinander und analysieren, inwiefern digitale Medien und ihre technologischen Infrastrukturen soziale und digitale Ungleichheitsverhältnisse prägen. In den Blick genommen wird insbesondere die Frage, wie diese Ungleichheitsverhältnisse von Differenzordnungen wie Geschlecht, soziale Lage, Behinderung oder Migration geprägt sind. Dabei werden auch algorithmische Systeme und Ungleichheitsverhältnisse, beispielsweise durch Datenpraktiken und Automatisierungsprozesse, in interdisziplinärer Anschlussfähigkeit verhandelt.

Empfohlene Vorkenntnisse

Notwendige Voraussetzungen

Erläuterung zu den Modulelementen

Es müssen beide Modulelemente E1 und E2 studiert werden. In einer Veranstaltung ist eine Studienleistung, in der anderen die Prüfungsleistung zu erbringen. In der Veranstaltung, in der die Modulprüfung abgelegt wird, ist keine Studienleistung zu erbringen.
Die Themenbezogenen Module können nur gemeinsam studiert werden. Wird das Modul I gewählt, muss auch das Modul II studiert werden.

Im Rahmen des gesamten Profilstudiums muss eine Prüfungsleistung in Form einer Hausarbeit und eine in Form einer mündlichen Leistung erbracht werden.

Modulstruktur: 1 SL, 1 bPr 1

Veranstaltungen

E1: Technologie, Teilhabe und Gesellschaft
Art Seminar o. Vorlesung
Turnus SoSe
Workload5 90 h (30 + 60)
E2: Medien und Ungleichheit
Art Seminar o. Vorlesung
Turnus SoSe
Workload5 90 h (30 + 60)

Studienleistungen

Zuordnung Prüfende Workload LP2
Lehrende der Veranstaltung E1: Technologie, Teilhabe und Gesellschaft (Seminar o. Vorlesung)

Die Studienleistung dient der Einübung einer reflexiven und inhaltlich begründeten Haltung zu den in der Veranstaltung behandelten Themen. Sie hat im Hinblick auf die im Modul verankerten Kompetenzen einen einübenden und vertiefenden Charakter. Eine Studienleistung ist das Anfertigen einer oder mehrerer veranstaltungsbegleitender (Teil)Aufgabe(n) zu Übungszwecken. Übungsaufgaben können beispielsweise sein: Die Vorbereitung und Durchführung einer Gruppenarbeit, die Vorbereitung und Durchführung einer mündlichen Präsenta-tion, exemplarische Anfertigung von Erhebungsinstrumenten (z.B. Interviewleitfäden), schriftliche Reflexionen methodologi-scher und methodischer Fragestellung, exemplarische Auswer-tung von Daten, Aktivitäten in internetgestützten Lernplattfor-men etc.

Für alle Studienleistungen gilt, dass schriftliche Beiträge im Gesamtumfang von höchstens 2000 Wörtern und mündliche Beiträge im Gesamtumfang von höchstens 30 Minuten verlangt werden. Für alternative Erbringungsformen gilt, dass diese den gängigen mündlichen oder schriftlichen Formen der Leistungs-erbringung in ihrem Umfang entsprechen müssen.

siehe oben siehe oben
Lehrende der Veranstaltung E2: Medien und Ungleichheit (Seminar o. Vorlesung)

Siehe Beschreibung bei Element 1

siehe oben siehe oben

Prüfungen

e-Klausur o. e-Open-Book o. Hausarbeit o. Klausur o. mündliche e-Prüfung o. mündliche Prüfung o. Open-Book o. Portfolio o. Referat mit Ausarbeitung
Zuordnung Prüfende Lehrende der Veranstaltung E1: Technologie, Teilhabe und Gesellschaft (Seminar o. Vorlesung)
Gewichtung 1
Workload 120h
LP2 4

Die Modulprüfung wird im Rahmen eines der Elemente 1 oder 2 erbracht. In der Prüfung werden über die Veranstaltung hinausweisende Aspekte und die modulspezifischen Kompetenzen aufgegriffen. Sie kann auf einer zuvor im Rahmen einer Modulveranstaltung erbrachten Studienleistung aufbauen, wobei auch hier Bezüge zu veranstaltungsübergreifenden Aspekten hergestellt werden müssen.
Die prüfende Person informiert über die möglichen Prüfungsmodalitäten.

Mögliche Erbringungsformen sind:

  • Hausarbeit im Umfang von höchstens 6.000 Wörtern, z.B. in Form einer Projektarbeit
  • Mündliche Prüfung oder elektronische mündliche Prüfung auf Distanz im Umfang von höchstens 40 Minuten
  • Referat/ mündliche Präsentation (max. 30 Minuten) mit einer schriftlichen Ausarbeitung im Umfang von höchstens 2.500 Wörtern
  • Klausur im Umfang von höchstens 90 Minuten
  • e-Klausur in Präsenz oder auf Distanz im Umfang von max. 90 Minuten
  • Open-Book-Klausur oder e-Open-Book-Klausur im Umfang von max. 120 Minuten
  • Portfolio, das verschiedene mediale Formen zusammenführt. Das Portfolio bezeichnet eine Zusammenstellung von Dokumenten, die den Lernverlauf eines Individuums beschreiben bzw. dokumentieren. Portfolios dienen dazu, Lernerfahrungen und -erfolge zu erfassen und Lernstrategien zu planen. Mit Hilfe des Portfolios sollen die Arbeitsergebnisse eines Studierenden aus einer Veranstaltung/einem Modul dokumentiert werden. Ein Portfolio kann verschiedene Arbeiten von Exzerpten und Literaturrecherchen bis zu Lerntagebüchern oder Referaten enthalten. Die Dozent*innen entscheiden jeweils, welche Leistungen für das Portfolio zu erbringen sind, dies kann je nach didaktischem Konzept der Veranstaltung/des Moduls für alle Studierenden gleich sein, es kann aber auch individuell vereinbart werden. Die Bewertung des Portfolios erfolgt abschließend aufgrund einer Gesamtbetrachtung der Sammlung.
e-Klausur o. e-Open-Book o. Hausarbeit o. Klausur o. mündliche e-Prüfung o. mündliche Prüfung o. Open-Book o. Portfolio o. Referat mit Ausarbeitung
Zuordnung Prüfende Lehrende der Veranstaltung E2: Medien und Ungleichheit (Seminar o. Vorlesung)
Gewichtung 1
Workload 120h
LP2 4

Die Modulprüfung wird im Rahmen des Elemente 1 oder 2 erbracht.
Beschreibung siehe E1.

In diesen Studiengängen wird das Modul verwendet:

Studiengang Empf. Beginn 3 Dauer Bindung 4
Erziehungswissenschaft / Master of Arts [FsB vom 18.03.2026, gültig ab Wintersemester 2026/27] 1. o. 2. o. 3. 1 oder 2 Semes­ter Wahl­pflicht

Automatische Vollständigkeitsprüfung

In diesem Modul kann eine automatische Vollständigkeitsprüfung vom System durchgeführt werden.


Legende

1
Die Modulstruktur beschreibt die zur Erbringung des Moduls notwendigen Prüfungen und Studienleistungen.
2
LP ist die Abkürzung für Leistungspunkte.
3
Die Zahlen in dieser Spalte sind die Fachsemester, in denen der Beginn des Moduls empfohlen wird. Je nach individueller Studienplanung sind gänzlich andere Studienverläufe möglich und sinnvoll.
4
Erläuterungen zur Bindung: "Pflicht" bedeutet: Dieses Modul muss im Laufe des Studiums verpflichtend absolviert werden; "Wahlpflicht" bedeutet: Dieses Modul gehört einer Anzahl von Modulen an, aus denen unter bestimmten Bedingungen ausgewählt werden kann. Genaueres regeln die "Fächerspezifischen Bestimmungen" (siehe Navigation).
5
Workload (Kontaktzeit + Selbststudium)
SoSe
Sommersemester
WiSe
Wintersemester
SL
Studienleistung
Pr
Prüfung
bPr
Anzahl benotete Modul(teil)prüfungen
uPr
Anzahl unbenotete Modul(teil)prüfungen
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.