Modul 25-MEW-5-EWB2 Forschungs- und Handlungsfelder der Erwachsenenbildung / Weiterbildung

Fakultät

Modulverantwortliche*r

Turnus (Beginn)

Jedes Sommersemester

Leistungspunkte und Dauer

10 Leistungspunkte

Die Angaben zur Moduldauer finden Sie bei den Studiengängen, in denen das Modul verwendet wird.

Kompetenzen

Im Modul „Forschungs- und Handlungsfelder der Erwachsenenbildung/Weiterbildung“ erwerben die Studierenden die Kompetenz, Gegenstände der Weiterbildungsforschung zu differenzieren, Forschungsanlässe zu erkennen und charakteristische Forschungszugänge zu identifizieren. Diese Kompetenz erwerben die Studierenden einerseits durch die Erarbeitung von Handlungsfeldern wie insbesondere der beruflichen und betrieblichen Weiterbildung und damit verbundener erziehungswissenschaftlicher Fragestellungen und Forschungsergebnisse, sowie durch die Erarbeitung methodischer Zugänge der Weiterbildungsforschung wie z.B. der Biographieforschung, Programm- oder Kursforschung. In der Auseinandersetzung mit Handlungsfeldern, Adressat*innen und Institutionen erwerben die Teilnehmenden die Fähigkeit, die jeweiligen Kontexte des Handlungsfeldes zu berücksichtigen und sie in ihrem gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang einzuordnen, sowie vor dem Hintergrund ihrer Funktionen kritisch zu beurteilen. Darüber hinaus entwickeln die Studierenden Kompetenzen für eine professionelle Praxis, indem praxisrelevante Konzepte eigenständig erprobt und vor dem Hintergrund einschlägiger Literatur reflektiert werden. Im Austausch mit Forschenden und Praxisvertreter*innen entwickeln die Studierenden ihre Fähigkeit, sich eigenständig im Feld der Erwachsenen- und Weiterbildung zu vernetzen.

Lehrinhalte

E1: Forschungsansätze und -Gegenstände in der Erwachsenenbildung/ Weiterbildung
Im Element E1 „Forschungsansätze und -Gegenstände der Erwachsenenbildung/ Weiterbildung“ erfolgt der Zugang zur Weiterbildungsforschung über eine exemplarische Auseinandersetzung mit ausgewählten Gegenständen, wie Arbeiten zu Biographie und Habitus, Migrationsgesellschaftlichkeit und Citizenship, Digitalisierung und Medien, Instrumenten der Personal- und Organisationsentwicklung, Netzwerken und Kooperationen in der Weiterbildungslandschaft, gesellschaftlichen Wandlungsprozessen und Internationalisierung. Aufbauend auf im Bachelor bereits erworbenen Kenntnissen in qualitativer und quantitativer Forschungsmethodik werden einschlägige Studien der Erwachsenen- und Weiterbildung erarbeitet und charakteristische Zugänge z.B. der Programmforschung oder Kursforschung erörtert. Forschungsergebnisse werden mit Blick auf ihre Relevanz bzw. ihre Implikationen für das professionelle Handeln reflektiert.

Element 2: Berufliche und betriebliche Weiterbildung
In Element E2 „Berufliche und betriebliche Weiterbildung“ wird das Lernen und Lehren sowie die Rahmung und Organisation von Lernprozessen im Kontext von Beruf und Beruflichkeit als eines der umfänglichsten Handlungsfelder der Erwachsenenbildung fokussiert. Hierzu erfolgt eine vertiefte Auseinandersetzung u.a. mit dem Wandel der Arbeitswelt, beruflichen Lernanlässen und -Kontexten sowie pädagogischen Bearbeitungsformen. Dazu gehört auch eine reflexive und kritisch-analytische Einordnung (bildungs-)politischer Rahmungen und gesellschaftlicher Diskurse beispielsweise zum lebenslangen Lernen, (Selbst-)Optimierungserwartungen, Integrationsanforderungen an neu zugewanderte Erwachsene oder wirtschaftlichen Logiken.

Im Kontext der betrieblichen Weiterbildung werden Fragen der Personal- und Organisationsentwicklung thematisiert und Handlungsfelder wie betriebliches Weiterbildungsmanagement oder Coaching in ihren Konzeptionen erarbeitet und exemplarisch im Seminarkontext erprobt.

Empfohlene Vorkenntnisse

Notwendige Voraussetzungen

Erläuterung zu den Modulelementen

Es müssen beide Modulelemente E1 und E2 studiert werden. In einer Veranstaltung ist eine Studienleistung, in der anderen die Prüfungsleistung zu erbringen. In der Veranstaltung, in der die Modulprüfung abgelegt wird, ist keine Studienleistung zu erbringen.
Die Themenbezogenen Module können nur gemeinsam studiert werden. Wird das Modul I gewählt, muss auch das Modul II studiert werden.

Im Rahmen des gesamten Profilstudiums muss eine Prüfungsleistung in Form einer Hausarbeit und eine in Form einer mündlichen Leistung erbracht werden.

Modulstruktur: 1 SL, 1 bPr 1

Veranstaltungen

E1: Forschungsansätze und -gegenstände der Erachsenenbildung/ Weiterbildung
Art Seminar
Turnus SoSe
Workload5 90 h (30 + 60)
E2: Berufliche und betriebliche Weiterbildung
Art Seminar
Turnus SoSe
Workload5 90 h (30 + 60)

Studienleistungen

Zuordnung Prüfende Workload LP2
Lehrende der Veranstaltung E1: Forschungsansätze und -gegenstände der Erachsenenbildung/ Weiterbildung (Seminar)

Die Studienleistung dient der Einübung einer reflexiven und inhaltlich begründeten Haltung zu den in der Veranstaltung behandelten Themen. Sie hat im Hinblick auf die im Modul verankerten Kompetenzen einen einübenden und vertiefenden Charakter. Eine Studienleistung ist das Anfertigen einer oder mehrerer veranstaltungsbegleitender (Teil)Aufgabe(n) zu Übungszwecken. Übungsaufgaben können beispielsweise sein: Die Vorbereitung und Durchführung einer Gruppenarbeit, die Vorbereitung und Durchführung einer mündlichen Präsenta-tion, eine Argumentationsrekonstruktion, die Zusammenfas-sung eines Textes, die Erstellung medialer Produkte etc.

Für alle Studienleistungen gilt, dass schriftliche Beiträge im Gesamtumfang von höchstens 2000 Wörtern und mündliche Beiträge im Gesamtumfang von höchstens 30 Minuten verlangt werden. Für alternative Erbringungsformen gilt, dass diese den gängigen mündlichen oder schriftlichen Formen der Leistungs-erbringung in ihrem Umfang entsprechen müssen.

siehe oben siehe oben
Lehrende der Veranstaltung E2: Berufliche und betriebliche Weiterbildung (Seminar)

Siehe Beschreibung bei Element 1

siehe oben siehe oben

Prüfungen

e-Klausur o. e-Open-Book o. Hausarbeit o. Klausur o. mündliche e-Prüfung o. mündliche Prüfung o. Open-Book o. Portfolio o. Referat mit Ausarbeitung
Gewichtung 1
Workload 120h
LP2 4

Die Modulprüfung wird im Rahmen eines der Elemente 1 oder 2 erbracht. In der Prüfung werden über die Veranstaltung hinausweisende Aspekte und die modulspezifischen Kompetenzen aufgegriffen. Sie kann auf einer zuvor im Rahmen einer Modulveranstaltung erbrachten Studienleistung aufbauen, wobei auch hier Bezüge zu veranstaltungsübergreifenden Aspekten hergestellt werden müssen.
Die prüfende Person informiert über die möglichen Prüfungsmodalitäten.

Mögliche Erbringungsformen sind:

  • Hausarbeit im Umfang von höchstens 6.000 Wörtern
  • Mündliche Prüfung oder elektronische mündliche Prüfung auf Distanz im Umfang von höchstens 40 Minuten
  • Referat/ mündliche Präsentation (max. 30 Minuten) mit einer schriftlichen Ausarbeitung im Umfang von höchstens 2.500 Wörtern
  • Klausur im Umfang von höchstens 90 Minuten
  • e-Klausur in Präsenz oder auf Distanz im Umfang von max. 90 Minuten
  • Open-Book-Klausur oder e-Open-Book-Klausur im Umfang von max. 120 Minuten
  • Portfolio, das verschiedene mediale Formen zusammenführt. Das Portfolio bezeichnet eine Zusammenstellung von Dokumenten, die den Lernverlauf eines Individuums beschreiben bzw. dokumentieren. Portfolios dienen dazu, Lernerfahrungen und -erfolge zu erfassen und Lernstrategien zu planen. Mit Hilfe des Portfolios sollen die Arbeitsergebnisse eines Studierenden aus einer Veranstaltung/einem Modul dokumentiert werden. Ein Portfolio kann verschiedene Arbeiten von Exzerpten und Literaturrecherchen bis zu Lerntagebüchern oder Referaten enthalten. Die Dozent*innen entscheiden jeweils, welche Leistungen für das Portfolio zu erbringen sind, dies kann je nach didaktischem Konzept der Veranstaltung/des Moduls für alle Studierenden gleich sein, es kann aber auch individuell vereinbart werden. Die Bewertung des Portfolios erfolgt abschließend aufgrund einer Gesamtbetrachtung der Sammlung.
e-Klausur o. e-Open-Book o. Hausarbeit o. Klausur o. mündliche e-Prüfung o. mündliche Prüfung o. Open-Book o. Portfolio o. Referat mit Ausarbeitung
Zuordnung Prüfende Lehrende der Veranstaltung E2: Berufliche und betriebliche Weiterbildung (Seminar)
Gewichtung 1
Workload 120h
LP2 4

Die Modulprüfung wird im Rahmen des Elemente 1 oder 2 erbracht.
Beschreibung siehe E1.

In diesen Studiengängen wird das Modul verwendet:

Studiengang Empf. Beginn 3 Dauer Bindung 4
Erziehungswissenschaft / Master of Arts [FsB vom 18.03.2026, gültig ab Wintersemester 2026/27] 1. o. 2. o. 3. 1 oder 2 Semes­ter Wahl­pflicht

Automatische Vollständigkeitsprüfung

In diesem Modul kann eine automatische Vollständigkeitsprüfung vom System durchgeführt werden.


Legende

1
Die Modulstruktur beschreibt die zur Erbringung des Moduls notwendigen Prüfungen und Studienleistungen.
2
LP ist die Abkürzung für Leistungspunkte.
3
Die Zahlen in dieser Spalte sind die Fachsemester, in denen der Beginn des Moduls empfohlen wird. Je nach individueller Studienplanung sind gänzlich andere Studienverläufe möglich und sinnvoll.
4
Erläuterungen zur Bindung: "Pflicht" bedeutet: Dieses Modul muss im Laufe des Studiums verpflichtend absolviert werden; "Wahlpflicht" bedeutet: Dieses Modul gehört einer Anzahl von Modulen an, aus denen unter bestimmten Bedingungen ausgewählt werden kann. Genaueres regeln die "Fächerspezifischen Bestimmungen" (siehe Navigation).
5
Workload (Kontaktzeit + Selbststudium)
SoSe
Sommersemester
WiSe
Wintersemester
SL
Studienleistung
Pr
Prüfung
bPr
Anzahl benotete Modul(teil)prüfungen
uPr
Anzahl unbenotete Modul(teil)prüfungen
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.