Jedes Sommersemester
10 Leistungspunkte
Die Angaben zur Moduldauer finden Sie bei den Studiengängen, in denen das Modul verwendet wird.
Die Studierenden haben unter Kenntnis von intersektionalen Differenzverhältnissen und den damit verknüpften Machtasymmetrien ein ethisches, reflexives und kritisches Verständnis der Methoden, Verfahren und der gesellschaftlichen wie institutionellen Situiertheit professioneller Sozialpädagogik. Sie können dieses Wissen zur Gestaltung professionellen (sozial-)pädagogischen Handelns in der Fallarbeit sowie der fallübergreifenden sozialräumlichen Arbeit, zur reflexiven Gestaltung von partizipativen Kommunikationsprozessen und zur Planung und konzeptionellen Gestaltung von Organisationsentwicklung anwenden. Dabei sind sie in der Lage, individuelle, lebensweltbezogene und gesellschaftliche Bedarfslagen sowie deren Rahmenbedingungen und Folgen differenztheoretisch zu erfassen und analytisch einzuordnen und diesbezüglich fachlich angemessene Gestaltungsmöglichkeiten zu entwickeln. Zugleich können sie ihre Fähigkeit auf dem Fundament anerkannten wissenschaftlichen Wissens und Methoden der Sozialpädagogik in kooperativen multi-, inter-, und transdisziplinären Kontexten einbringen und ihr Wissen gegenüber anderen kommunizieren.
Theorien, Forschungen und Programmatiken zu pädagogischer Professionalität und Organisationsentwicklung in der Sozialen Arbeit in Bezug auf unterschiedliche Handlungsfelder stehen im Mittelpunkt des Moduls. Diese werden differenztheoretisch analysiert und reflektiert.
Das Element 1 dieses Moduls „Professionelles Handeln unter Bedingungen der Differenz“ zielt auf eine differenz- und herrschaftstheoretische Beschäftigung mit Theorien zu Professionalität in Verbindung mit allgemeinen Bedingungen (sozial-)pädagogischer Praxis. Diskutiert wird die Frage, welche Konsequenzen für ein angemessenes Verständnis von Fachlichkeit und Professionalität unter Bedingungen von Differenz daraus erkennbar werden.
Die Seminare Element 2 „Sozialpädagogische Professionalität unter Bedingungen von Differenz“ setzen sich mit klassischen und gegenwärtigen Konzepten professionellen Handelns in der Sozialen Arbeit unter Bedingungen der "Differenz", "Vielfalt", "Heterogenität" auseinander. Im Rekurs auf differenz- und machttheoretische Perspektiven werden diese Konzepte auf ihre Annahmen über und Problematisierungen von gesellschaftliche Differenz, hinsichtlich ihrer handlungsanleitenden Normen und Methoden befragt und mit Blick auf ihre Konsequenzen für professionelle Praxis eingeordnet und reflektiert.
In Element 3 „Differenzsensibilität und Diskriminierungskritik als Herausforderung und Qualitätsmerkmal von Professionalisierung und Organisationsentwicklung“ werden Prozesse der Professionalisierung und Konzepte der Organisationsentwicklung praxisreflexiv diskutiert. In Verbindung mit Fallreflexivität eignen sich die Student*innen Formen theoriegeleiteter und reflexiver Auseinandersetzungen mit der Organisation und Praxis Sozialer Arbeit in ausgewählten Handlungs- Arbeitsfeldern an. Die Seminare dieses Elements werden im Format einer Praxiswerkstatt angeboten, in deren Rahmen Formen der Fallarbeit erarbeitet und eingeübt werden.
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Es sind alle drei Modulelemente E1, E2 und E3 zu studieren. In der Veranstaltung mit einführendem Charakter (E1) wird verpflichtend eine Prüfungsleistung erbracht. In den anderen Veranstaltungen wird jeweils eine Studienleistung erbracht.
Modulstruktur: 2 SL, 1 bPr 1
| Zuordnung Prüfende | Workload | LP2 |
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Lehrende der Veranstaltung
E2: Sozialpädagogische Professionalität unter Bedingungen von Differenz
(Seminar)
Die Studienleistung dient der Einübung einer reflexiven Haltung zu den in der Veranstaltung behandelten Themen und hat im Hinblick auf die im Modul verankerten Kompetenzen einübenden und vertiefenden Charakter. Eine Studienleistung ist das Anfertigen einer Aufgabe zu Übungszwecken. Übungsaufgaben können beispielsweise sein: Die Vorbereitung und Durchführung einer Gruppenarbeit, die Vorbereitung und Durchführung einer mündlichen Präsentation, eine Argumentationsrekonstruktion, die Zusammenfassung eines Textes etc. Für alle Studienleistungen gilt, dass schriftliche Beiträge im Umfang von höchstens 1200 Wörtern und mündliche Beiträge im Umfang von höchstens 20 Minuten verlangt werden. |
siehe oben |
siehe oben
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Lehrende der Veranstaltung
E3: Differenzsensibilität und Diskriminierungskritik als Herausforderung und Qualitätsmerkmal von Professionalisierung und Organisationsentwicklung
(Praxisstudie)
siehe Beschreibung bei E2 |
siehe oben |
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Die Modulprüfung wird im Rahmen des Elements 1 erbracht. In der Prüfung werden über die Veranstaltung hinausweisende Aspekte und die modulspezifischen Kompetenzen aufgegriffen. Sie kann auf einer zuvor im Rahmen einer Modulveranstaltung erbrachten Studienleistung aufbauen, wobei auch hier Bezüge zu veranstaltungsübergreifenden Aspekten hergestellt werden müssen.
Die prüfende Person informiert über die möglichen Prüfungsmodalitäten.
Mögliche Erbringungsformen sind:
| Studiengang | Variante | Profil | Empf. Beginn 3 | Dauer | Bindung 4 |
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| Erziehungswissenschaft / Bachelor of Arts [FsB vom 18.03.2026, gültig ab Wintersemester 2026/27] | 1-Fach (fw) | Soziale Arbeit | 4. | 1 Semester | Pflicht |
In diesem Modul kann eine automatische Vollständigkeitsprüfung vom System durchgeführt werden.
Erziehungswissenschaft / Bachelor of Arts: 1-Fach (fw) // Soziale Arbeit