Modul 25-BEW2 Grundlagen der Erziehungswissenschaft

Fakultät

Modulverantwortliche*r

Turnus (Beginn)

Jedes Semester

Leistungspunkte und Dauer

15 Leistungspunkte

Die Angaben zur Moduldauer finden Sie bei den Studiengängen, in denen das Modul verwendet wird.

Kompetenzen

Das Modul bietet eine kritische Einführung in relevante Grundfragen, Grundbegriffe und Theorien der Erziehungswissenschaft (wie Bildungs-, Erziehungs-, Sozialisations- und Gesellschaftstheorien). Die Studierenden erarbeiten sich Grundlagen, um Geschichte und Bedeutungen erziehungswissenschaftlicher und erziehungswissenschaftlich relevanter Theorien und Entwicklungen zu verstehen und zu reflektieren. Dazu zählt die Fähigkeit, verschiedene Theorien voneinander unterscheiden zu können, wie auch unterschiedliche theoretische Perspektiven auf konkrete Phänomene beziehen zu können und die Komplexität von Sachverhalten zu erkennen. Studierende erhalten Einblicke in Theorie und Forschung. Sie erwerben dadurch Kompetenzen zu einer kritischen Reflexion der Erziehungswissenschaft.

Durch die Erbringung der Modulprüfung werden die Studierenden zu einem effektiven Selbststudium befähigt, um abgegrenzte Wissensgebiete und Theoriediskurse eigenständig erschließen zu können, Erkenntnisinteresse zu entwickeln und auf Grundlage geeigneter Literatur zu bearbeiten. Die Modulprüfung dient der selbständigen und vertiefenden Auseinandersetzung mit einem Teilaspekt erziehungswissenschaftlicher Theorie und Forschung.

Lehrinhalte

Element 1 eröffnet Einblicke in ausgewählte erziehungswissenschaftlich relevante Bildungs-, Erziehungs-, Sozialisations-, Subjekt- und Gesellschaftstheorien. Elementare Problemstellungen der Erziehungswissenschaft, Herausforderungen der Pädagogik sowie historische und aktuelle Entwicklungen der Erziehungswissenschaft und der pädagogischen Praxis sowie ihrer jeweiligen Institutionen werden durch unterschiedliche Zugangsweisen beleuchtet.

Element 2 thematisiert soziale, kulturelle und politische Kontexte der pädagogischen Handelns. Dazu gehören beispielsweise gesellschaftliche Bedingungen bzw. Präformationen des Aufwachsens, der Pädagogik und ihrer institutionellen Settings. Mögliche Zugänge reichen von Reflexionen der Bedeutungen von Differenzlinien wie Geschlecht und Klasse für die Erziehungswissenschaft bis hin zum Nachdenken über die pädagogische Relevanz von Medien und Kunst. Auch Analysen globaler Aspekte und lokaler Spezifika pädagogischer Ansätze und ihrer politischen Rahmenbedingungen können thematisiert werden.

In Element 3 werden Entstehungsgeschichte, Bedeutungen, Beschaffenheit, Artikulationen und Gestaltungen von Lebensphasen wie Kindheit, Jugend und Alter reflektiert und auf erziehungswissenschaftliche Fragestellungen bezogen. Dabei kann auch die Bedeutsamkeit der Generationendifferenz bzw. der generationalen Ordnung für die Pädagogik berücksichtigt werden.

Im Element 4 stehen ethische Erwägungen im Zentrum. Diese können sich etwa auf die erziehungswissenschaftliche Reflexion pädagogischer Normen und ihrer moralischen Kontexte beziehen. Ebenso bietet sich zum Beispiel die Diskussion ethischer Legitimationen pädagogischer Institutionen und Ansätze an. Auch die Analyse von Widersprüchen und Macht in der Pädagogik und damit verbundene Formen der Verletzlichkeit können ein Ausgangspunkt der ethischen Auseinandersetzung sein.

Im Element 5 werden Einblicke in rechtlich kodifizierte Normen eröffnet, welche die Beziehungen zwischen Heranwachsenden und Erwachsenen in der Gesellschaft regeln und pädagogisches Handeln (in Institutionen) bedingen. Dazu gehören allgemeine grundrechtliche Regelungen, die im Zusammenhang mit internationalen Konventionen z.B. zu Menschen- oder Kinderrechten stehen, ebenso wie die Logiken und die Kontexte des Zivil-, Straf-, Sozial- und Verwaltungsrechts.

Empfohlene Vorkenntnisse

Notwendige Voraussetzungen

Erläuterung zu den Modulelementen

Es müssen alle fünf Veranstaltungen E1 bis E5 studiert werden. Es müssen vier Studienleistungen und eine Prüfung erbracht werden. In der Veranstaltung, in der die Prüfung abgelegt wird, ist keine Studienleistung zu erbringen. In E5 kann keine Prüfungsleistung erbracht werden.

Modulstruktur: 4 SL, 1 bPr 1

Veranstaltungen

E1: Theorie und Geschichte von Erziehung, Bildung und Sozialisation
Art Seminar o. Vorlesung
Turnus WiSe&SoSe
Workload5 90 h (30 + 60)
E2: Soziale, kulturelle und politische Kontexte der Pädagogik
Art Seminar o. Vorlesung
Turnus WiSe&SoSe
Workload5 90 h (30 + 60)
E3: Lebensphasen im Fokus der Erziehungswissenschaft
Art Seminar o. Vorlesung
Turnus WiSe&SoSe
Workload5 90 h (30 + 60)
E4: Grundfragen pädagogischer Ethik
Art Seminar o. Vorlesung
Turnus WiSe&SoSe
Workload5 90 h (30 + 60)
E5: Rechtliche Grundlagen pädagogischen Handelns und pädagogischer Institutionen
Art Vorlesung
Turnus WiSe
Workload5 60 h (30 + 30)
LP 2 [SL]

Studienleistungen

Zuordnung Prüfende Workload LP2
Lehrende der Veranstaltung E1: Theorie und Geschichte von Erziehung, Bildung und Sozialisation (Seminar o. Vorlesung)

Die Studienleistung dient der Einübung einer reflexiven und inhaltlich begründeten Haltung zu den in der Veranstaltung behandelten Themen. Sie hat im Hinblick auf die im Modul verankerten Kompetenzen einen einübenden und vertiefenden Charakter. Eine Studienleistung ist das Anfertigen einer oder mehrerer veranstaltungsbegleitender (Teil)Aufgabe(n) zu Übungszwecken.
Übungsaufgaben können beispielsweise sein: Die Vorbereitung und Durchführung einer Gruppenarbeit, die Vorbereitung und Durchführung einer mündlichen Präsentation, eine Argumentationsrekonstruktion, die Zusammenfassung eines Textes, die Erstellung medialer Produkte etc.
Für alle Studienleistungen gilt, dass schriftliche Beiträge im Gesamtumfang von höchstens 1200 Wörtern und mündliche Beiträge im Gesamtumfang von höchstens 20 Minuten verlangt werden. Für alternative Erbringungsformen gilt, dass diese den gängigen mündlichen oder schriftlichen Formen der Leistungserbringung in ihrem Umfang entsprechen müssen.
In der Veranstaltung, in der die Modulprüfung abgelegt wird, ist keine Studienleistung zu erbringen.

siehe oben siehe oben
Lehrende der Veranstaltung E2: Soziale, kulturelle und politische Kontexte der Pädagogik (Seminar o. Vorlesung)

siehe Beschreibung bei E1

siehe oben siehe oben
Lehrende der Veranstaltung E3: Lebensphasen im Fokus der Erziehungswissenschaft (Seminar o. Vorlesung)

siehe Beschreibung bei E1

siehe oben siehe oben
Lehrende der Veranstaltung E4: Grundfragen pädagogischer Ethik (Seminar o. Vorlesung)

siehe Beschreibung bei E1

siehe oben siehe oben
Lehrende der Veranstaltung E5: Rechtliche Grundlagen pädagogischen Handelns und pädagogischer Institutionen (Vorlesung)

siehe Beschreibung bei E1

siehe oben siehe oben

Prüfungen

e-Klausur o. e-Open-Book o. Hausarbeit o. Klausur o. mündliche Prüfung o. Open-Book o. Portfolio o. Präsentation o. Referat mit Ausarbeitung
Gewichtung 1
Workload 30h
LP2 1

Die Modulprüfung wird im Rahmen eines der Elemente 1-4 erbracht. In der Prüfung werden über die Veranstaltung hinausweisende Aspekte und die modulspezifischen Kompetenzen aufgegriffen. Sie kann auf einer zuvor im Rahmen einer Modulveranstaltung erbrachten Studienleistung aufbauen, wobei auch hier Bezüge zu veranstaltungsübergreifenden Aspekten hergestellt werden müssen.
Die prüfende Person informiert über die möglichen Prüfungsmodalitäten.

Mögliche Erbringungsformen sind:

  • e-Klausur im Umfang von 90 Minuten
  • Hausarbeit im Umfang von max. 4.500 Wörtern
  • Klausur im Umfang von 90 Minuten
  • mündliche Prüfung im Umfang von max. 30 Minuten
  • (e-)Open-Book-Klausur im Umfang von 120 Minuten
  • Präsentation im Umfang von max. 30 Minuten
  • Referat (15-20 Minuten) mit Ausarbeitung im Umfang von max. 2.500 Wörtern
  • Portfolio, das verschiedene mediale Formen zusammenführt. Das Portfolio bezeichnet eine Zusammenstellung von Dokumenten, die den Lernverlauf eines Individuums beschreiben bzw. dokumentieren. Portfolios dienen dazu, Lernerfahrungen und -erfolge zu erfassen und Lernstrategien zu planen. Mit Hilfe des Portfolios sollen die Arbeitsergebnisse eines Studierenden aus einer Veranstaltung/einem Modul dokumentiert werden. Ein Portfolio kann verschiedene Arbeiten von Exzerpten und Literaturrecherchen bis zu Lerntagebüchern oder Referaten enthalten. Die Dozent*innen entscheiden jeweils, welche Leistungen für das Portfolio zu erbringen sind, dies kann je nach didaktischem Konzept der Veranstaltung/des Moduls für alle Studierenden gleich sein, es kann aber auch individuell vereinbart werden. Die Bewertung des Portfolios erfolgt abschließend aufgrund einer Gesamtbetrachtung der Sammlung.
e-Klausur o. e-Open-Book o. Hausarbeit o. Klausur o. mündliche e-Prüfung o. mündliche Prüfung o. Open-Book o. Portfolio o. Präsentation o. Referat mit Ausarbeitung
Gewichtung 1
Workload 30h
LP2 1

Die Modulprüfung wird im Rahmen eines der Elemente 1-4 erbracht.
Beschreibung siehe E1

e-Klausur o. e-Open-Book o. Hausarbeit o. Klausur o. mündliche e-Prüfung o. mündliche Prüfung o. Open-Book o. Portfolio o. Präsentation o. Referat mit Ausarbeitung
Gewichtung 1
Workload 30h
LP2 1

Die Modulprüfung wird im Rahmen eines der Elemente 1-4 erbracht.
Beschreibung siehe E1.

e-Klausur o. e-Open-Book o. Hausarbeit o. mündliche e-Prüfung o. mündliche Prüfung o. Open-Book o. Portfolio o. Präsentation o. Referat mit Ausarbeitung
Zuordnung Prüfende Lehrende der Veranstaltung E4: Grundfragen pädagogischer Ethik (Seminar o. Vorlesung)
Gewichtung 1
Workload 30h
LP2 1

Die Modulprüfung wird im Rahmen eines der Elemente 1-4 erbracht.
Beschreibung siehe E1.

In diesen Studiengängen wird das Modul verwendet:

Studiengang Variante Profil Empf. Beginn 3 Dauer Bindung 4
Erziehungswissenschaft / Bachelor of Arts [FsB vom 18.03.2026, gültig ab Wintersemester 2026/27] 1-Fach (fw) Bildung und Erziehung in der Kindheit 1. 2 Semes­ter Pflicht
Erziehungswissenschaft / Bachelor of Arts [FsB vom 18.03.2026, gültig ab Wintersemester 2026/27] 1-Fach (fw) Erwachsenenbildung/Weiterbildung 1. 2 Semes­ter Pflicht
Erziehungswissenschaft / Bachelor of Arts [FsB vom 18.03.2026, gültig ab Wintersemester 2026/27] 1-Fach (fw) Sozialpädagogisches Arbeiten und Citizenship 1. 2 Semes­ter Pflicht
Erziehungswissenschaft / Bachelor of Arts [FsB vom 18.03.2026, gültig ab Wintersemester 2026/27] Kernfach (fw) 1. o. 2. 2 Semes­ter Pflicht
Erziehungswissenschaft / Bachelor [FsB vom 18.03.2026, gültig ab Wintersemester 2026/27] Nebenfach (fw) 2. o. 3. 2 Semes­ter Pflicht

Automatische Vollständigkeitsprüfung

In diesem Modul kann eine automatische Vollständigkeitsprüfung vom System durchgeführt werden.


Legende

1
Die Modulstruktur beschreibt die zur Erbringung des Moduls notwendigen Prüfungen und Studienleistungen.
2
LP ist die Abkürzung für Leistungspunkte.
3
Die Zahlen in dieser Spalte sind die Fachsemester, in denen der Beginn des Moduls empfohlen wird. Je nach individueller Studienplanung sind gänzlich andere Studienverläufe möglich und sinnvoll.
4
Erläuterungen zur Bindung: "Pflicht" bedeutet: Dieses Modul muss im Laufe des Studiums verpflichtend absolviert werden; "Wahlpflicht" bedeutet: Dieses Modul gehört einer Anzahl von Modulen an, aus denen unter bestimmten Bedingungen ausgewählt werden kann. Genaueres regeln die "Fächerspezifischen Bestimmungen" (siehe Navigation).
5
Workload (Kontaktzeit + Selbststudium)
SoSe
Sommersemester
WiSe
Wintersemester
SL
Studienleistung
Pr
Prüfung
bPr
Anzahl benotete Modul(teil)prüfungen
uPr
Anzahl unbenotete Modul(teil)prüfungen
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.