Modul 25-BEW2-SoA Wissenschaftliches Arbeiten und Forschen zu Fragen der Sozialpädagogik und Erziehung

Fakultät

Modulverantwortliche*r

Turnus (Beginn)

Jedes Semester

Leistungspunkte und Dauer

15 Leistungspunkte

Die Angaben zur Moduldauer finden Sie bei den Studiengängen, in denen das Modul verwendet wird.

Kompetenzen

Studierende haben die Fähigkeit zum Verständnis sowie zur begründeten und nachvollziehbaren Auswahl analytischer Methoden und ihrer Instrumente erworben.
Sie verfügen über grundlegende allgemeine und anwendungsorientierte wissenschaftsmethodische Kompetenzen.
Sie haben die Fähigkeit erworben, über wissenschaftliche Recherche und im Rückgriff auf klassische und moderne Rechercheverfahren fachliche Literatur und Datenbestände zu identifizieren, zu interpretieren und zu reflektieren.
Sie sind in der Lage, analytische Methoden und Instrumente wissenschaftlich begründet einzuordnen, auszuwählen und bezüglich ihrer Möglichkeiten und Grenzen einzuschätzen.
Sie kennen die in der Sozialpädagogik maßgeblichen Forschungsansätze und -perspektiven.
Sie verfügen über die Fähigkeit, qualitative und quantitative sozial- und kulturwissenschaftliche Forschungsergebnisse sowie Statistiken in ihren Grundlagen und Grundsätzen zu verstehen und die den quantitativen und qualitativen Zugängen zu Grunde liegenden Sichtweisen auf die soziale Realität kritisch nachzuvollziehen, und können auf diesem Fundament empirisch fundierte Aussagen hinsichtlich ihrer die Validität und Reichweite befragen.
Sie können erziehungs-, sozial- und kulturwissenschaftlich etablierte Methoden empirischer Wissensgewinnung mit sozialpädagogischen Forschungsbefunden und dem anerkannten wissenschaftlichen Wissen in der Sozialen Arbeit in Verbindung bringen.
Sie haben Fähigkeiten entwickelt und methodisches sowie methodologisches Grundwissen erworben, das die Grundlage für praktische und fachliche Evaluationen von Planungen, Konzepten und Handlungsmethoden inklusive eigener Planungen, Konzepte und Handlungsmethoden darstellt.
Sie sind mit grundlegenden Verfahren der Erhebung und Auswertung empirischer Daten vertraut, die maßgeblich sind, um - insbesondere im Sinne von Praxisforschung - empirische Datenbestände zu erstellen und mit qualitativen und quantitativen Methoden zu interpretieren.
Sie sind in der Lage, Forschungsergebnisse als Beitrag zum fachlichen, disziplinären, professionellen Diskurs zu kommunizieren. Dabei sind sie in der Lage, das spezifische Erkenntnispotential unterschiedlicher Forschungsmethoden und -Methodologien einzuschätzen, und haben ein Wissen und Verständnis gewonnen, das zum forschenden Lernen befähigt und die Studierenden in die Lage versetzt, Herausforderungen, Bedarfe, Fragestellungen und Gestaltungsmöglichkeiten spezifischer Lebenslagen zu identifizieren, zu formulieren sowie anderen gegenüber zu kommunizieren.

Lehrinhalte

Das Element 1 Einführung in wissenschaftliches Denken und Arbeiten dient der Einführung in grundlegende Studientechniken, ihrer Einübung und einer ersten erkenntnistheoretischen Reflexion. Es ist handlungsorientiert ausgerichtet und bearbeitet u.a. folgende Aspekte: Texte sinnerschließend lesen, bearbeiten und gemeinsam diskutieren, Inhalte mündlich präsentieren, wissenschaftliches Schreiben, eine Fragestellung entwickeln, ein Thema eingrenzen. Ausgehend vom Seminar verfassen Studierende im Verlauf des Semesters eine schriftliche Hausarbeit, zu der sie Rückmeldungen erhalten.

Das Element 2 Empirische Wissensgewinnung vermittelt im Rahmen der einführenden Vorlesung einen Überblick über Fragen der empirischen Erkenntnisgewinnung in der Erziehungswissenschaft und ihren Feldern und Subdisziplinen inklusive der Sozialpädagogik. Die Studierenden lernen dabei die erkenntnis- und wissenschaftstheoretischen Grundlagen empirischer Forschung kennen. Darauf aufbauend werden die unterschiedlichen Sichtweisen auf die soziale Realität, die den quantitativen und qualitativen Zugängen zu Grunde liegen, vermittelt. Dabei geht es auch um Möglichkeiten der wechselseitigen Verknüpfung quantitativer und qualitativer Forschungsansätze.

In den Elementen 3 Qualitative Zugänge zu der empirischen Wissensgewinnung und 4 Quantitative Zugänge zu der empirischen Wissensgewinnung lernen die Studierenden grundlegende Verfahren der Erhebung und Auswertung empirischer Daten kennen und deren spezifisches Erkenntnispotential einzuschätzen. Dabei werden wesentliche Begriffe der Forschungsmethodik vermittelt und ein Überblick über die Bandbreite der Forschungsmethoden gegeben.

Im Element 5 Soziale Arbeit, ihre Bezugsdisziplinen und Forschungsperspektiven wird die Relevanz der Sichtweisen, Problemverständnisse, Methoden und Wissensbestände zentraler Bezugsdisziplinen für die Theorie, Praxis und Organisation Sozialer Arbeit vermittelt und diskutiert. Anhand spezifischer, insbesondere praxisbezogener Forschungsfragen werden die Potenziale und Grenzen der verschiedenen disziplinären Zugänge - inklusive der disziplineigenen Konzepte und Methoden wissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung - ausgelotet und reflektiert. Damit dient Element 5 auch der Vorbereitung des interdisziplinären und praxisbezogenen Transfers der in den Modulen 25-BEW11_SP und 25_BEW12_SP vermittelten disziplinspezifischen Inhalten. Das bevorzugte Lehr-/Lernformat besteht aus einer Kombination von Vorlesung und Tutorium/Studiengruppe, in denen sozialarbeitsrelevante Erkenntnisse unterschiedlichster Disziplinen sowohl im Rahmen traditioneller wissenschaftlicher Diskussionsformate bearbeitet werden als auch in selbstgesteuerten peer-Lernformaten mit fachlicher Unterstützung durch die Lehrenden erschlossen und kritisch reflektiert werden. Planungs- und Konzeptionsaufgaben zur Gestaltung universitärer Austausch- und Kooperationsräume sind damit eingeschlossen.

Empfohlene Vorkenntnisse

Notwendige Voraussetzungen

Um an dem Einführungsseminar E1 teilzunehmen, ist eine Einschreibung in einem erziehungswissenschaftlichen Bachelor notwendig.

Erläuterung zu den Modulelementen

Es müssen alle fünf Elemente E1, E2, E3, E4 und E5 studiert werden. Die Prüfungsleistung ist in Element 1 „Einführung in wissenschaftliches Denken und Arbeiten“ in Form einer Hausarbeit im Umfang von max. 4.500 Wörtern zu erbringen. In den anderen Elementen ist jeweils eine Studienleistung zu erbringen.

Modulstruktur: 4 SL, 1 uPr 1

Veranstaltungen

E1: Einführung in wissenschaftliches Denken und Arbeiten
Art Seminar
Turnus WiSe&SoSe
Workload5 90 h (30 + 60)
LP 3 [Pr]
E2: Empirische Wissensgewinnung
Art Vorlesung
Turnus WiSe&SoSe
Workload5 60 h (30 + 30)
LP 2 [SL]
E3: Qualitative Zugänge zu der empirischen Wissensgewinnung
Art Seminar
Turnus WiSe
Workload5 90 h (30 + 60)
LP 3 [SL]
E4: Quantitative Zugänge zu der empirischen Wissensgewinnung
Art Seminar
Turnus SoSe
Workload5 90 h (30 + 60)
LP 3 [SL]
E5: Soziale Arbeit, ihre Bezugsdisziplinen und deren Forschungsperspektiven
Art Seminar o. Tutorium o. Vorlesung
Turnus WiSe&SoSe
Workload5 90 h (30 + 60)
LP 3 [SL]

Studienleistungen

Zuordnung Prüfende Workload LP2
Lehrende der Veranstaltung E2: Empirische Wissensgewinnung (Vorlesung)

Die Studienleistung dient der Einübung einer reflexiven und inhaltlich begründeten Haltung zu den in der Veranstaltung behandelten Themen. Sie hat im Hinblick auf die im Modul verankerten Kompetenzen einen einübenden und vertiefenden Charakter. Eine Studienleistung ist das Anfertigen einer oder mehrerer veranstaltungsbegleitender (Teil)Aufgabe(n) zu Übungszwecken.
Übungsaufgaben können beispielsweise sein: Die Vorbereitung und Durchführung einer Gruppenarbeit, die Vorbereitung und Durchführung einer mündlichen Präsentation, eine Argumentationsrekonstruktion, die Zusammenfassung eines Textes, die Erstellung medialer Produkte etc.
Für alle Studienleistungen gilt, dass schriftliche Beiträge im Gesamtumfang von höchstens 1200 Wörtern und mündliche Beiträge im Gesamtumfang von höchstens 20 Minuten verlangt werden. Für alternative Erbringungsformen gilt, dass diese den gängigen mündlichen oder schriftlichen Formen der Leistungserbringung in ihrem Umfang entsprechen müssen.

siehe oben siehe oben
Lehrende der Veranstaltung E3: Qualitative Zugänge zu der empirischen Wissensgewinnung (Seminar)

s.o.

siehe oben siehe oben
Lehrende der Veranstaltung E4: Quantitative Zugänge zu der empirischen Wissensgewinnung (Seminar)

s.o.

siehe oben siehe oben
Lehrende der Veranstaltung E5: Soziale Arbeit, ihre Bezugsdisziplinen und deren Forschungsperspektiven (Seminar o. Tutorium o. Vorlesung)

s.o.

siehe oben siehe oben

Prüfungen

Hausarbeit
Zuordnung Prüfende Lehrende der Veranstaltung E1: Einführung in wissenschaftliches Denken und Arbeiten (Seminar)
Gewichtung unbenotet
Workload 30h
LP2 1

Die unbenotete Prüfungsleistung wird in Form einer Hausarbeit im Umfang von höchstens 4.500 Wörtern erbracht.

In diesen Studiengängen wird das Modul verwendet:

Studiengang Variante Profil Empf. Beginn 3 Dauer Bindung 4
Erziehungswissenschaft / Bachelor of Arts [FsB vom 18.03.2026, gültig ab Wintersemester 2026/27] 1-Fach (fw) Soziale Arbeit 1. 2 Semes­ter Pflicht

Automatische Vollständigkeitsprüfung

In diesem Modul kann eine automatische Vollständigkeitsprüfung vom System durchgeführt werden.


Legende

1
Die Modulstruktur beschreibt die zur Erbringung des Moduls notwendigen Prüfungen und Studienleistungen.
2
LP ist die Abkürzung für Leistungspunkte.
3
Die Zahlen in dieser Spalte sind die Fachsemester, in denen der Beginn des Moduls empfohlen wird. Je nach individueller Studienplanung sind gänzlich andere Studienverläufe möglich und sinnvoll.
4
Erläuterungen zur Bindung: "Pflicht" bedeutet: Dieses Modul muss im Laufe des Studiums verpflichtend absolviert werden; "Wahlpflicht" bedeutet: Dieses Modul gehört einer Anzahl von Modulen an, aus denen unter bestimmten Bedingungen ausgewählt werden kann. Genaueres regeln die "Fächerspezifischen Bestimmungen" (siehe Navigation).
5
Workload (Kontaktzeit + Selbststudium)
SoSe
Sommersemester
WiSe
Wintersemester
SL
Studienleistung
Pr
Prüfung
bPr
Anzahl benotete Modul(teil)prüfungen
uPr
Anzahl unbenotete Modul(teil)prüfungen
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.