Modul 25-BEW5-EWB3 Professionelles Handeln in der Erwachsenenbildung/ Weiterbildung

Fakultät

Modulverantwortliche*r

Turnus (Beginn)

Jedes Wintersemester

Leistungspunkte und Dauer

10 Leistungspunkte

Die Angaben zur Moduldauer finden Sie bei den Studiengängen, in denen das Modul verwendet wird.

Kompetenzen

Im Modul „Professionelles Handeln in der Erwachsenenbildung/ Weiterbildung“ eignen sich die Studierenden eine wissenschaftsorientierte, (selbst-)reflexive Haltung zu pädagogischem Handeln an. Sie erwerben die Fähigkeit, didaktisches Handeln in der Erwachsenenbildung anhand unterschiedlicher didaktischer Ebenen zu differenzieren und in ihrer je besonderen Handlungslogik zu erschließen. Sie lernen didaktische Modelle und Ansätze auf den verschiedenen Handlungsebenen der Mikro- und der Makrodidaktik kennen und können sie im Hinblick auf normative Annahmen und theoretische Bezüge reflektieren. Im Kontext von Seminar- und Projektarbeiten haben die Studierenden Gelegenheit, sich selbstreflexiv mit der Planung, Organisation und Gestaltung von Lehr-Lern-Situationen auseinanderzusetzen. Exemplarisch werden in den Veranstaltungen in diesem Modul ausgewählte didaktische Handlungsformen bspw. in den Bereichen Coaching, Training, Programmplanung, Personal- und Organisationsentwicklung oder Bildungsmanagement vertieft. Die Studierenden erwerben dabei jeweils übergeordnete Kenntnisse darüber, was unter professionellem pädagogischem Handeln verstanden werden kann und erweitern ihre grundlegende Kompetenz, das eigene, oft implizite Handlungswissen in Relation zu theoretischem Orientierungswissen zu betrachten. Gleichzeitig lernen sie, die Riskanz, Ungewissheit und Fehleranfälligkeit professionellen Handelns zu berücksichtigen und paradoxale oder spannungsreiche Anforderungsstrukturen zu erkennen.

Lehrinhalte

Das Modul erschließt einen professionellen Zugang zum erwachsenenpädagogischen Handeln vor dem Hintergrund individueller Lehr-Lernprozesse, organisationaler Strukturen und institutioneller, rechtlicher und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen. Im Sinne eines professionellen Handelns innerhalb dieser Ebenen werden die Grundbegriffe der Professionalität und Professionalisierung eingeführt und das Handeln in der Erwachsenenbildung als reflexive Praxis konzeptualisiert. Dabei erfolgt auch eine Auseinandersetzung mit Fragen des Weiterbildungsmanagements, der Personalentwicklung und der Organisationsentwicklung.

Auf einer meso- und mikrodidaktischen Ebene erfolgt in Element 1 „Didaktik und Methodik in der Erwachsenenbildung/ Weiterbildung“ eine Auseinandersetzung mit lehr-lern-theoretischen Grundlagen, didaktischen Modellen, Lernräumen und methodischen Gesichtspunkten. Im Rahmen der theoretischen Grundlegung werden zentrale Begriffe der Didaktik behandelt und ihre Bedeutung für pädagogische Handlungsprozesse thematisiert. In diesem Zusammenhang werden Schwerpunkte auf ausgewählte Modelle der Didaktik gelegt. Exemplarisch werden klassische pädagogische Spannungsfelder, wie z.B. Subjekt - Objekt, Aktivität - Passivität, Instruktion - Konstruktion im Lehr-/Lernprozess analysiert und bearbeitet.

Auf einer makrodidaktischen Ebene werden in Element 2 „Planung, Organisation und Management in der Erwachsenenbildung/ Weiterbildung“ planerisch-disponierende Handlungspraktiken in den Blick genommen, die für die Erwachsenenbildung/ Weiterbildung kennzeichnend sind und in unterschiedlichen Feldern von der allgemeinen Erwachsenenbildung bis hin zur betrieblichen Bildungsarbeit zur Anwendung kommen. Sie umfassen u.a. Aspekte der Steuerung, Führung, Finanzierung, Planung, des Marketings und des Change Managements.

Empfohlene Vorkenntnisse

Notwendige Voraussetzungen

Erläuterung zu den Modulelementen

Es sind beide Veranstaltungen E1 und E2 zu studieren. In einem der Elemente ist eine benotete Prüfungsleistung zu erbringen. In dem Element, in dem die Prüfungsleistung erbracht wird, ist keine Studienleistung zu erbringen

Modulstruktur: 1 SL, 1 bPr 1

Veranstaltungen

E1: Didaktische Modelle in der Erwachsenenbildung/ Weiterbildung
Art Seminar
Turnus WiSe
Workload5 90 h (30 + 60)
E2: Programmplanung und Bildungsmanagement in der Erwachsenenbildung/ Weiterbildung
Art Seminar
Turnus WiSe
Workload5 90 h (30 + 60)

Studienleistungen

Zuordnung Prüfende Workload LP2
Lehrende der Veranstaltung E1: Didaktische Modelle in der Erwachsenenbildung/ Weiterbildung (Seminar)

Die Studienleistung dient der Einübung einer reflexiven und diskursiven Haltung zu den in der Veranstaltung behandelten Themen und hat im Hinblick auf die im Modul verankerten Kompetenzen einübenden und vertiefenden Charakter. Eine Studienleistung ist das Anfertigen einer Aufgabe zu Übungszwecken. Diese können beispielsweise sein: Übungen, Vorbereitung und Durchführung einer Gruppenarbeit, Vorbereitung und Durchführung einer mündlichen Präsentation, Zusammenfassungen von modulspezifischen Texten, schriftliche Diskussionsbeiträge im Rahmen einer Lernplattform, Erstellung von Wiki-Beiträgen, etc.

siehe oben siehe oben
Lehrende der Veranstaltung E2: Programmplanung und Bildungsmanagement in der Erwachsenenbildung/ Weiterbildung (Seminar)

siehe Beschreibung bei E1

siehe oben siehe oben

Prüfungen

Hausarbeit o. Moderation o. mündliche Prüfung o. Portfolio o. Präsentation o. Projekt mit Ausarbeitung o. Referat mit Ausarbeitung
Gewichtung 1
Workload 120h
LP2 4

Die Modulprüfung wird im Rahmen eines der Elemente 1 oder 2 erbracht. In der Prüfung werden über die Veranstaltung hinausweisende Aspekte und die modulspezifischen Kompetenzen aufgegriffen. Sie kann auf einer zuvor im Rahmen einer Modulveranstaltung erbrachten Studienleistung aufbauen, wobei auch hier Bezüge zu veranstaltungsübergreifenden Aspekten hergestellt werden müssen.
Die prüfende Person informiert über die möglichen Prüfungsmodalitäten.

Mögliche Erbringungsformen sind:

  • Projektarbeit mit einer schriftlichen Reflexion von höchstens 2.500 Wörtern
  • mündliche Prüfung im Umfang von höchstens 30 Minuten Dauer,
  • Hausarbeit im Umfang von höchstens 4.500 Wörtern,
  • Referat (15-20 Minuten) mit einer schriftlichen Ausarbeitung im Umfang von höchstens 2.500 Wörtern,
  • Didaktische Gestaltung und exemplarische Durchführung eines Lehrangebots,
  • Präsentation; d.h. Erstellung eines modulspezifischen Audio- oder Videopodcast,
  • Exemplarische Erprobung einzelner forschungsmethodischer Zugänge z.B. Dokumentenanalyse,
  • Portfolio, das verschiedene mediale Formen zusammenführt. Das Portfolio bezeichnet eine Zusammenstellung von Dokumenten, die den Lernverlauf eines Individuums beschreiben bzw. dokumentieren. Portfolios dienen dazu, Lernerfahrungen und -erfolge zu erfassen und Lernstrategien zu planen. Mit Hilfe des Portfolios sollen die Arbeitsergebnisse eines Studierenden aus einer Veranstaltung/einem Modul dokumentiert werden. Ein Portfolio kann verschiedene Arbeiten von Exzerpten und Literaturrecherchen bis zu Lerntagebüchern oder Referaten enthalten. Die Dozent*innen entscheiden jeweils, welche Leistungen für das Portfolio zu erbringen sind, dies kann je nach didaktischem Konzept der Veranstaltung/des Moduls für alle Studierenden gleich sein, es kann aber auch individuell vereinbart werden. Die Bewertung des Portfolios erfolgt abschließend aufgrund einer Gesamtbetrachtung der Sammlung.
Hausarbeit o. Moderation o. mündliche Prüfung o. Portfolio o. Präsentation o. Projekt mit Ausarbeitung o. Referat mit Ausarbeitung
Gewichtung 1
Workload 120h
LP2 4

Die Modulprüfung wird im Rahmen eines der Elemente 1 oder 2 erbracht.
Beschreibung siehe E1.

In diesen Studiengängen wird das Modul verwendet:

Studiengang Variante Profil Empf. Beginn 3 Dauer Bindung 4
Erziehungswissenschaft / Bachelor of Arts [FsB vom 18.03.2026, gültig ab Wintersemester 2026/27] 1-Fach (fw) Erwachsenenbildung/Weiterbildung 5. 1 Semes­ter Pflicht

Automatische Vollständigkeitsprüfung

In diesem Modul kann eine automatische Vollständigkeitsprüfung vom System durchgeführt werden.


Legende

1
Die Modulstruktur beschreibt die zur Erbringung des Moduls notwendigen Prüfungen und Studienleistungen.
2
LP ist die Abkürzung für Leistungspunkte.
3
Die Zahlen in dieser Spalte sind die Fachsemester, in denen der Beginn des Moduls empfohlen wird. Je nach individueller Studienplanung sind gänzlich andere Studienverläufe möglich und sinnvoll.
4
Erläuterungen zur Bindung: "Pflicht" bedeutet: Dieses Modul muss im Laufe des Studiums verpflichtend absolviert werden; "Wahlpflicht" bedeutet: Dieses Modul gehört einer Anzahl von Modulen an, aus denen unter bestimmten Bedingungen ausgewählt werden kann. Genaueres regeln die "Fächerspezifischen Bestimmungen" (siehe Navigation).
5
Workload (Kontaktzeit + Selbststudium)
SoSe
Sommersemester
WiSe
Wintersemester
SL
Studienleistung
Pr
Prüfung
bPr
Anzahl benotete Modul(teil)prüfungen
uPr
Anzahl unbenotete Modul(teil)prüfungen
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.