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Modul 22-HEPS-HM1 Hauptmodul 1: Entwicklung der Wissenschaften

Fakultät

Modulverantwortliche/r

Turnus (Beginn)

Jedes Semester

Leistungspunkte und Dauer

12 Leistungspunkte

Die Angaben zur Moduldauer finden Sie bei den Studiengängen, in denen das Modul verwendet wird.

Kompetenzen

Die Studierenden werden zur Analyse der Wissenschaftsentwicklung angeleitet und insbesondere zu einem Vergleich zwischen vergangenen und gegenwärtigen Bedingungen wissenschaftlichen Forschens befähigt. Dabei geht es nicht um eine chronologische Darstellung der Wissenschaftsgeschichte, sondern um die Vermittlung zentraler Konzepte der Historischen Wissenschaftsforschung. Dabei steht der Erwerb der folgenden Kompetenzen im Vordergrund:

  • Theorienwandel im Spannungsfeld von Laborbefund, Weltbild und gesellschaftlichen Interessen: Die Studierenden eignen sich die Kenntnis verschiedener Einflussfaktoren an, die die Erklärungsideale der Wissenschaft bestimmen und verändern. Sie werden dazu angeleitet, Fragen nach dem Verhältnis von Kontinuität und Diskontinuität des wissenschaftlichen Wandels zu beantworten. Dabei spielt auch der Einfluss gesellschaftlicher Faktoren wie Ansprüche der Wissensgesellschaft oder Gender-Kategorien eine wichtige Rolle.
  • Geschichte der Institutionen und Organisationsformen von Wissenschaft: Die Studierenden erlernen die Methoden der historischen Wissenschaftsforschung und erhalten einen Überblick über die wichtigsten Wachstumsfaktoren der Wissenschaft (Entstehung von Fachzeitschriften, Fachgesellschaften, Lehrstühlen, professionellen Ausbildungsgängen, etc.). Sie werden befähigt, diese Methoden in eigenen kleinen empirischen Projekten anzuwenden.
  • Geschichte der Forschung: In der Forschung als der methodisch betriebenen Erzeugung neuen Wissens erkennen die Studierenden das Herzstück der Wissensdynamik. Sie lernen, in welchen Mustern sich diese entwickelt: wissenschaftlicher Instrumentenbau, Entwicklung experimenteller und formaler Methoden, Standards der Reproduzierbarkeit, Formen der Arbeitsteilung und disziplinäre Kulturen.
  • Differenzierung der Forschung durch Anwendungskontexte: Die Studierenden werden in institutionelle und kognitive Forschungskontexte eingeführt und lernen die Topographie der Wissenschaft kennen: Grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung, Großforschung, Industrieforschung.
  • Weltbilder im Wandel: Die Studierenden lernen gesellschaftswirksame Weltbilder der Wissenschaftsgeschichte kennen (z.B. Mechanizismus, Evolutionismus, Monismus, Kybernetisches Weltbild) und die Kontroversen, die mit ihnen einher gehen (Reduktionismus versus Emergentismus oder Holismus, Einheitswissenschaft im Wiener Kreis versus Pluralismus, Differenz zwischen Naturwissenschaft und Geisteswissenschaft). Sie eignen sich darüber hinaus Kenntnisse zu Analysen nach Art von Foucault an, die Machtstrukturen durch Monopolisierung von Wissen zum Gegenstand haben.

Lehrinhalte

Das Modul behandelt historische Entwicklungsmuster der Wissenschaft. Es macht dadurch einerseits epochen- und disziplinenspezifische Besonderheiten sichtbar und eröffnet andererseits strukturelle Vergleichsmöglichkeiten über Epochen hinweg. Den Studierenden wird die Entwicklung der Wissenschaften nicht nach Disziplinen geordnet vermittelt, sondern in historischen Konfigurationen, die von theoretischen Begriffen, Institutionen, Formen der politischen Regulierung, kulturellen Wertmustern und sozialen Erwartungen oder Befürchtungen geprägt sind. Die Beschäftigung mit der Entwicklung der Wissenschaften zeigt den Studierenden, dass die neuzeitliche Wissenschaft seit ihrer Entstehung von zwei Tendenzen geprägt ist: einer utilitaristischen Verwendungsorientierung und einer auf Wirklichkeitserkenntnis gerichteten Theoriebildung.

Empfohlene Vorkenntnisse

Abschluss des Einführungsmoduls

Notwendige Voraussetzungen

Erläuterung zu den Modulelementen

Veranstaltungen des Moduls finden je nach Ankündigung im ekVV auf Deutsch oder Englisch statt.
Studienleistungen und Modul(teil)prüfungen können auf Englisch erbracht werden.

Modulstruktur: 1 SL, 1 bPr 1

Veranstaltungen

Titel Art Turnus Workload (Kontaktzeit + Selbststudium) LP2
Entwicklung der Wissenschaften I

Zur Auswahl stehen alle Lehrveranstaltungen, die im ekVV dem Hauptmodul "Entwicklung der Wissenschaften" zugeordnet sind.

Seminar o. Vorlesung WiSe&SoSe 90h (30 + 60) 3 [SL]
Entwicklung der Wissenschaften II

Zur Auswahl stehen alle Lehrveranstaltungen, die im ekVV dem Hauptmodul "Entwicklung der Wissenschaften" zugeordnet sind.

Seminar o. Vorlesung WiSe&SoSe 90h (30 + 60) 3 [Pr]

Studienleistungen

Veranstaltung Workload LP2
Entwicklung der Wissenschaften I (Seminar o. Vorlesung)

Studienleistungen dienen dem Zweck, die in den Lehrveranstaltungen behandelten Themen zu vertiefen, die mündliche oder schriftliche Darstellung von Inhalten einzuüben und die Modulprüfung vorzubereiten. Als Studienleistungen kommen in Betracht: Referate, Bearbeitungen von Übungsaufgaben, Sitzungs- oder Diskussionsprotokolle sowie kurze Essays. Übungsaufgaben können beispielsweise sein: Das Anfertigen eines Thesenpapiers, eine Argumentrekonstruktion, eine Literaturrecherche oder eine Zusammenfassung von Texten. Insgesamt dürfen von jedem Studierenden in einer Veranstaltung schriftliche Beiträge im Umfang von höchstens 1.200 Wörtern oder mündliche Beiträge im Umfang von höchstens 20 Minuten verlangt werden.

siehe oben siehe oben
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.

Prüfungen

Organisatorische Zuordnung Art Gewichtung Workload LP2
Entwicklung der Wissenschaften II (Seminar o. Vorlesung)

Eine Hausarbeit im Umfang von maximal 6.000 Wörtern mit der exemplarisch die Kompetenzen des Moduls nachgewiesen werden. Das Thema wird zwischen Studierenden und Betreuern individuell abgesprochen und soll einen Bezug zu der betreffenden Lehrveranstaltung aufweisen.

Hausarbeit 1 180h 6
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.

In diesen Studiengängen wird das Modul verwendet:

Studiengang Empf. Beginn 3 Dauer Bindung 4
History, Economics and Philosophy of Science / Master of Arts [FsB vom 15.09.2014 mit Änderungen vom 31.07.2015, 01.07.2016 und 15.07.2019] 2. o. 3. ein oder zwei Semes­ter Pflicht

Automatische Vollständigkeitsprüfung

In diesem Modul kann eine automatische Vollständigkeitsprüfung vom System durchgeführt werden.

Legende

1
Die Modulstruktur beschreibt die zur Erbringung des Moduls notwendigen Prüfungen und Studienleistungen.
2
LP ist die Abkürzung für Leistungspunkte.
3
Die Zahlen in dieser Spalte sind die Fachsemester, in denen der Beginn des Moduls empfohlen wird. Je nach individueller Studienplanung sind gänzlich andere Studienverläufe möglich und sinnvoll.
4
Erläuterungen zur Bindung: "Pflicht" bedeutet: Dieses Modul muss im Laufe des Studiums verpflichtend absolviert werden; "Wahlpflicht" bedeutet: Dieses Modul gehört einer Anzahl von Modulen an, aus denen unter bestimmten Bedingungen ausgewählt werden kann. Genaueres regeln die "Fächerspezifischen Bestimmungen" (siehe rechtes Menü).
SL
Studienleistung
Pr
Prüfung
bPr
Anzahl benotete Modul(teil)prüfungen
uPr
Anzahl unbenotete Modul(teil)prüfungen
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.