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Modul 20-GBSB-FM-I Systembiologie an ausgewählten Beispielen

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Fakultät

Modulverantwortliche/r

Turnus (Beginn)

Auslaufendes Angebot

Leistungspunkte und Dauer

10 Leistungspunkte

Die Angaben zur Moduldauer finden Sie bei den Studiengängen, in denen das Modul verwendet wird.

Kompetenzen

Die Studierenden können das bisher erlernte Wissen aus den einzelnen Bereichen integrieren und an Hand eines aktuellen Beispiels mittels spezifischer Techniken und spezieller Fragestellungen der Genom-, Transkriptom-, Proteom- und Metabolomforschung zu einem ganzheitlichen Bild der Zelle verknüpfen. Sie beherrschen den Umgang mit wissenschaftlicher Originalliteratur und besitzen vertiefte Fähigkeiten in der Präsentation und Diskussion von Ergebnissen und/oder Modellen. Im Rahmen einer begleitenden Ringveranstaltung haben sie einen Einblick in die aktuelle Forschung mit Bezug auf die Systembiologie in Bielefeld erhalten und damit verschiedene Forschungsansätze und das Forschungsumfeld (Drittmittel, Gruppenstruktur etc.) kennen gelernt.

Lehrinhalte

Dieses Modul vermittelt die Arbeitsweise der Systembiologie an ausgewählten Beispielen. Dazu gehören die weltweiten Ansätze bei Escherichia coli, insbesondere zu Glykolyse und TCA-Zyklus, aber auch zu Chemotaxis und dem Verhalten von E. coli nach extremen Stimuli. Bei Bacillus subtilis eignet sich besonders die Sporulation für eine systembiologische Behandlung. I.d.R. werden direkt oder indirekt Genomdaten der Organismen als Basis der Analysen genutzt. Ein Schwerpunkt liegt auf den in Bielefeld bevorzugt bearbeiteten Bakterien, dem Aminosäure produzierenden Corynebacterium glutamicum, dem symbiontisch Stickstoff fixierenden Sinorhizobium meliloti und dem phytopathogenen Bakterium Xanthomonas campestris pv. campestris. Für all diese Bakterien soll die Systembiologie der globalen Regulationsvorgänge der Transkription behandelt werden. Daneben werden einzellige Eukaryoten betrachtet, insbesondere der Zellzyklus bei Saccharomyces cerevisiae, und schließlich die vielzelligen Modellorganismen Arabidopsis thaliana, Caenorhabditis elegans und Drosophila melanogaster. Bei letzteren kommen beispielsweise Virusinfektionszyklen, Apoptose, der zentrale Metabolismus in Erythrozyten oder die eukaryotische Signaltransduktion für eine systembiologische Betrachtung in Frage.
Die Ebenen des Genoms, Transkriptoms, Proteoms und Metaboloms - in der Forschung üblicherweise eigenständige Themenbereiche - sind durch komplexe Regulationsprozesse miteinander verbunden. Nur aus der Verbindung dieser Ebenen erklärt sich das Verhalten der Zelle, und die zentrale Aufgabe der Systembiologie besteht in der Verknüpfung der verschiedenen Ebenen zu einer dynamischen und quantitativen Beschreibung der lebenden Zelle. Die dazu notwendige Erfassung und Auswertung umfassender Datensätze ist nur mit Hilfe der Bioinformatik möglich, und die daraus folgende Modellbildung bildet einen Kernpunkt der Systembiologie.
Im begleitenden Seminar sollen die Studierenden das theoretische Wissen an Hand eines Anwendungsbeispiels praktisch umsetzen und dieses den übrigen Teilnehmenden präsentieren.

Empfohlene Vorkenntnisse

Notwendige Voraussetzungen

Erläuterung zu den Modulelementen

Modulstruktur: 1 uPr 1

Veranstaltungen

Titel Art Turnus Workload (Kontaktzeit + Selbststudium) LP2
Aktuelle Themen der Systembiologie Seminar WiSe 150h (60 + 90) 5
Ringvorlesung: Aktuelle Forschungsthemen der Arbeitsgruppen Vorlesung WiSe 60h (30 + 30) 2
Systembiologie an ausgewählten Beispielen Vorlesung WiSe 90h (30 + 60) 3

Prüfungen

Organisatorische Zuordnung Art Gewichtung Workload LP2
Veranstaltungsübergreifend

Mediale Präsentation (ca. 30 Min.) und Diskussion (ca. 30 Min.) eines aktuellen Forschungsthemas der Systembiologie mit schriftlicher Ausarbeitung im Umfang von i.d.R. 15-30 Seiten

Referat mit Ausarbeitung unbenotet - -
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.

Weitere Hinweise

Bisheriger Angebotsturnus war jedes Wintersemester.

In diesen Studiengängen wird das Modul verwendet:

Studiengang Empf. Beginn 3 Dauer Bindung 4
Genome Based Systems Biology / Master of Science [FsB vom 15.04.2013] 3. ein Semes­ter Wahl­pflicht

Automatische Vollständigkeitsprüfung

In diesem Modul kann eine automatische Vollständigkeitsprüfung vom System durchgeführt werden.

Legende

1
Die Modulstruktur beschreibt die zur Erbringung des Moduls notwendigen Prüfungen und Studienleistungen.
2
LP ist die Abkürzung für Leistungspunkte.
3
Die Zahlen in dieser Spalte sind die Fachsemester, in denen der Beginn des Moduls empfohlen wird. Je nach individueller Studienplanung sind gänzlich andere Studienverläufe möglich und sinnvoll.
4
Erläuterungen zur Bindung: "Pflicht" bedeutet: Dieses Modul muss im Laufe des Studiums verpflichtend absolviert werden; "Wahlpflicht" bedeutet: Dieses Modul gehört einer Anzahl von Modulen an, aus denen unter bestimmten Bedingungen ausgewählt werden kann. Genaueres regeln die "Fächerspezifischen Bestimmungen" (siehe rechtes Menü).
SL
Studienleistung
Pr
Prüfung
bPr
Anzahl benotete Modul(teil)prüfungen
uPr
Anzahl unbenotete Modul(teil)prüfungen
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.