Modul 31-MM35-WiMa Behavioral Economics

Fakultät

Modulverantwortliche*r

Turnus (Beginn)

Jedes Semester

Leistungspunkte und Dauer

12 Leistungspunkte

Die Angaben zur Moduldauer finden Sie bei den Studiengängen, in denen das Modul verwendet wird.

Kompetenzen

Die Studierenden werden im Rahmen der Veranstaltungen mit aktuellen Ergebnissen und Modellen der Verhaltensökonomik vertraut gemacht. Dies versetzt sie in die Lage, Entscheidungsfelder, in denen Abweichungen von Einkommensmaximierung und rationalen Erwartungen beobachtet werden, zu identifizieren, in kompetenter Weise zu analysieren, zu modellieren und, hierauf aufbauend, Ansätze für die Gestaltung angepasster Institutionen und Mechanismen zu entwickeln. Des Weiteren lernen die Studierenden die experimentelle Wirtschaftsforschung, die axiomatische Verhaltensmodellierung und die ökonometrische Analyse als wesentliche Bausteine der Verhaltensökonomik kennen, auf denen aufbauend die moderne Forschung verhaltensökonomische Einsichten gewinnt.

Lehrinhalte

Verhaltensorientierte Entscheidungstheorie: Themen dieser Veranstaltung sind die Grundlagen der psychologischen und ökonomischen Verhaltensforschung sowie deren Anwendung in der datenbasierten Verhaltensanalyse. Diese Grundlagen betreffen insbesondere Einsichten in beobachtete Abweichungen von der Nutzenmaximierung wenn Entscheidungsträger isoliert agieren, u.a. aufgrund von Wahrscheinlichkeitsgewichtung, stochastischen Fehlern, systematischen Fehlern und kognitiven Verzerrungen. Dabei geht es um die experimentellen Beobachtungen zu Abweichungen von Nutzenmaximierung, daraus abgeleitete Vorschläge zur Modellierung, und verhaltensökonomische Untersuchungen zur Zuverlässigkeit der vorgeschlagenen Modelle.

Verhaltensorientierte Spieltheorie: Themen dieser Veranstaltungen sind die Abweichungen von Gleichgewichtsvorhersagen in Interaktionen mehrere Agenten, v.a. aufgrund von nicht-rationalen Erwartungen bzgl. der Aktionen anderer, verzerrter Informationsverarbeitung nach Aktionen anderer und Fehlkalkulationen in langfristigen Interaktionen.

Spezialgebiete Behavioral Economics: In diesen Veranstaltungen werden spezielle Themengebiete wie zum Beispiel soziale Präferenzen, Verhalten bei unvollständiger Information, Behavioral Finance, oder experimentelle Wirtschaftsforschung genauer betrachtet.

Empfohlene Vorkenntnisse

Hilfreich sind Kenntnisse in Mikroökonomie und Statistik, sowie grundlegende Kenntnisse der Spieltheorie.

Notwendige Voraussetzungen

Erläuterung zu den Modulelementen

Hinweise zur Veranstaltungswahl:
Es sind drei Vorlesungen zu verschiedenen Themengebieten zu belegen.

Begründung der Notwendigkeit von zwei Modulteilprüfungen:
Im Rahmen des Moduls werden verschiedene Arten von Kompetenzen (verhaltensökonomische Modellierung, ökonometrische Analyse, Anwendungen in besonderen Themengebieten) vermittelt und überprüft. Eine Überprüfung dieser verschiedenartigen Kompetenzen im Rahmen einer einzigen Modulprüfung ist nicht sinnvoll möglich, daher erfolgt die Modulprüfung im Rahmen mehrerer Modulteilprüfungen.

Modulstruktur: 2 bPr 1

Veranstaltungen

Spezialgebiete Behavioral Economics
Art Vorlesung
Turnus Winter- oder Sommersemester
Workload5 120h (30 + 90)
LP 4 [Pr]
Verhaltensorientierte Entscheidungstheorie
Art Vorlesung
Turnus WiSe
Workload5 120h (30 + 90)
LP 4
Verhaltensorientierte Spieltheorie
Art Vorlesung
Turnus SoSe
Workload5 120h (30 + 90)
LP 4

Prüfungen

Spezialgebiete Behavioral Economics (Vorlesung)
Art Essay o. Präsentation
Gewichtung 1
Workload -
LP2 -

Die Studierenden erarbeiten gegen Ende des Semesters in der Regel in Zweiergruppen Präsentationen und stellen diese dann im Rahmen der Veranstaltung vor. Die Präsentationen werden individuell benotet. Für die Vorstellung der Präsentationen bekommen die Gruppen jeweils 40–45 Minuten Zeit.
Alternativ ist auch ein Essay zu einem forschungsnahen Thema im Umfang von 15-20 Seiten möglich.

Veranstaltungsübergreifend
Art Klausur o. mündliche Prüfung
Gewichtung 2
Workload -
LP2 -

Die 60-minütige Klausur oder 15–25-minütige mündliche Prüfung umfasst die Veranstaltungen "Verhaltensorientierte Entscheidungstheorie" und "Verhaltensorientierte Spieltheorie". Es erfolgt eine abschließende Gesamtbewertung.

Der Modulverantwortliche bestimmt einen oder mehrere prüfungsberechtigte Personen als Prüfer der Modulteilprüfung.

In diesen Studiengängen wird das Modul verwendet:

Studiengang Profil Empf. Beginn 3 Dauer Bindung 4
Wirtschaftsmathematik / Master of Science [FsB vom 16.09.2019] Mathematik 1. o. 2. zwei Semes­ter Wahl­pflicht
Wirtschaftsmathematik / Master of Science [FsB vom 16.09.2019] Finanzmathematik 1. o. 2. zwei Semes­ter Wahl­pflicht
Wirtschaftsmathematik / Master of Science [FsB vom 15.02.2013 mit Berichtigungen vom 04.11.2013,15.01.2015 und 15.10.2019 und Änderungen vom 15.01.2014, 15.12.2014, 01.04.2016, 15.05.2017, 01.03.2019 und 16.09.2019] Finanzmathematik 1. o. 2. zwei Semes­ter Wahl­pflicht
Wirtschaftsmathematik / Master of Science [FsB vom 15.02.2013 mit Berichtigungen vom 04.11.2013,15.01.2015 und 15.10.2019 und Änderungen vom 15.01.2014, 15.12.2014, 01.04.2016, 15.05.2017, 01.03.2019 und 16.09.2019] Mathematik 1. o. 2. zwei Semes­ter Wahl­pflicht

Automatische Vollständigkeitsprüfung

In diesem Modul kann eine automatische Vollständigkeitsprüfung vom System durchgeführt werden.


Legende

1
Die Modulstruktur beschreibt die zur Erbringung des Moduls notwendigen Prüfungen und Studienleistungen.
2
LP ist die Abkürzung für Leistungspunkte.
3
Die Zahlen in dieser Spalte sind die Fachsemester, in denen der Beginn des Moduls empfohlen wird. Je nach individueller Studienplanung sind gänzlich andere Studienverläufe möglich und sinnvoll.
4
Erläuterungen zur Bindung: "Pflicht" bedeutet: Dieses Modul muss im Laufe des Studiums verpflichtend absolviert werden; "Wahlpflicht" bedeutet: Dieses Modul gehört einer Anzahl von Modulen an, aus denen unter bestimmten Bedingungen ausgewählt werden kann. Genaueres regeln die "Fächerspezifischen Bestimmungen" (siehe Navigation).
5
Workload (Kontaktzeit + Selbststudium)
SL
Studienleistung
Pr
Prüfung
bPr
Anzahl benotete Modul(teil)prüfungen
uPr
Anzahl unbenotete Modul(teil)prüfungen
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.