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230195 Um 1500: Prä- und postreformatorisches Erzählen (S) (SoSe 2019)

Inhalt, Kommentar

Martin Luther und der Reformation wird gemeinhin eine große Bedeutung für die deutsche Literatur zugesprochen; seine Bibelübersetzung, die Möglichkeiten des noch jungen Mediums Druck, überhaupt die Abgrenzung von einer lateinischen Klerikerkultur haben ohne Zweifel volkssprachiges Erzählen im 16. Jahrhundert beeinflusst. Es wäre allerdings eine ‘petitio principii’, wenn man alle Entwicklungen vor dem Hintergrund der gesetzten Epochenschwelle von 1517 resp. 1521 interpretierte, wie es die Rede von ‘vorreformatorischen’ Texten impliziert.
Beginnend mit dem Fortunatus (1509) und endend mit der Historia von D. Johann Fausten (1587) untersuchen wir unterschiedliche Erzähltexte – Prosaromane, aber auch ‘kleine Formen’ – und Traktate – etwa Luthers berühmten Sendbrief vom Dolmetschen – und fragen danach, inwiefern religiöses Wissen strukturell und inhaltlich volkssprachiges Erzählen prägt. Dabei ist es nötig, die medialen Formate (Drucke), die Zusammenhänge ihres Erscheinens (Offizinen und ihre Programme) sowie die Zeugnisse einer oft auch ganz produktiven Rezeption (Raubdrucke, Fortsetzungen, Gegenschriften, Parodien) mit in den Blick zu nehmen. Mit dem Fortschreiten des 16. Jahrhunderts werden auch innerprotestantische Auseinandersetzungen – etwa die zwischen einer Luther vergötzenden Rezeption (Gnesiolutheraner) und den Anhängern Melanchthons (Philippisten) – eine zunehmende Rolle spielen.

Literaturangaben

Fortunatus. Studienausgabe nach der Editio princeps von 1509, hg. v. Hans-Gert Roloff, erg. Neuaufl., Stuttgart 2011; Historia von D. Johann Fausten. Text des Druckes von 1587, mit den Zusatztexten der Wolfenbütteler Handschrift und der zeitgenössischen Drucke, hg. v. Stephan Füssel u. Hans Joachim Kreutzer, erg. Neuaufl., Stuttgart 2012; Die Literatur im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit (Hansers Sozialgeschichte der deutschen Literatur 1), hg. v. Werner Röcke u. Marina Münkler, München u. Wien 2004.

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