In diesem Seminar werden Fragen der Bildungs(un)gerechtigkeit im Kontext Schule aus theoretischer und aus empirischer Perspektive beleuchtet. Im Fokus stehen dabei explizit nicht Bildungswegentscheidungen an Bildungsübergängen sondern die Problematik der Reproduktion und Produktion von Bildungsungerechtigkeit in der und durch die Bildungsinstitution Schule.
Ausgehend von verschiedenen theoretischen Ansätzen wird die Frage aufgeworfen, wie Bildungs(un)gerechtigkeit gedacht werden kann. Das erfordert die Bereitschaft, sich auch mit dem eigenen Verständnis von Bildungsgerechtigkeit kritisch und reflektiert auseinander zu setzen und ebenso die Bereitschaft, eigenes Lehrerhandeln (z.B. im Praxissemester) sowie eigene Prioritäten kritisch-reflexiv zu hinterfragen.
Ausgewählte empirische Studien zum Thema werden besprochen und hinsichtlich ihrer Grenzen kritisch reflektiert und diskutiert. Dabei werden unterschiedliche Bildungsbenachteiligungen wie z.B. Migration oder soziale Herkunft in den Fokus gerückt. Anschließend werden eigene empirische Fragestellungen aufgeworfen, die sich auf Praktiken und Akteur_innen im Kontext Schule richten.
Die Seminarteilnahme setzt grundlegende Kenntnisse der Methoden der empirischen Sozialforschung voraus. Erwartet wird die Bereitschaft, auch anspruchsvolle theoretische Texte zu lesen und zu diskutieren sowie die Bereitschaft zur Selbstreflexion bzw. zur Reflexion eigener praktischer Erfahrungen im Kontext Schule.
Dietrich, F./ Heinrich, M./ Thieme, N. (2013) (Hrsg.): Bildungsgerechtigkeit jenseits von Chancengleichheit, Wiesbaden.
Baader, M.S./ Freytag, T. (2017) (Hrsg.): Bildung und Ungleichheit in Deutschland, Wiesbaden.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
|---|---|---|---|---|---|
| wöchentlich | Do | 12-14 | H10 | 12.04.-20.07.2018
nicht am: 10.05.18 / 24.05.18 / 31.05.18 |
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Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.