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270064 Lebensqualität als psychologisches Konstrukt und seine Anwendungen in der klinischen Forschung (S) (SoSe 2005)

Kurzkommentar

Inhalt, Kommentar

Das Konstrukt Lebensqualität (LQ) ist vor ungefähr drei Jahrzehnten in die klinische Forschung eingeführt worden. Seitdem ist international eine Fülle von Verfahren zur Erfassung der Lebensqualität entwickelt worden und in einer Vielzahl von Studien, insbesondere in der medizinischen Forschung, eingesetzt worden. Diese Entwicklung verdeutlicht, dass die Patientensicht und die subjektive Bewertung der Lebensqualität zu wichtigen Elementen in der klinisch-medizinischen Forschung geworden sind. Das "Konstrukt" Lebensqualität wirft aber auch eine Reihe von methodischen Fragen auf (z.B. Zufriedenheitsparadox, "response shift", Messbarkeit von LQ, interindividuelle Vergleichbarkeit von LQ-Werten) und wird z.B. wegen der fehlenden theoretischen Grundlagen, der unklaren Differenzierung gegenüber verwandten psychologischen Konstrukten (z.B. Lebenszufriedenheit, Wohlbefinden und emotionale Befindlichkeit) kritisiert.

In dem Seminar sollen

  • die psychologischen Aspekte des Konstruktes Lebensqualität aufgezeigt,
  • ausgewählte Verfahren zur Erfassung der allgemeinen (generischen) gesundheitsbezogenen LQ (z.B. SF-36, EQ-5D) und der krankheitsspezifischen LQ bei psychiatrischen oder neurologischen Erkrankungen (z.B. Epilepsie) vorgestellt,
  • Kritikpunkte des Konzeptes Lebensqualität und seiner Operationalisierung (Messung, Messbarkeit) diskutiert und
  • am Beispiel eines zu konstruierenden LQ-Instrumentes methodische Aspekte dargestellt und diskutiert werden.

Ziel ist es, einen kritischen Einblick in das Konstrukt "Lebensqualität", seiner Möglichkeiten und Grenzen zu geben.

Literaturangaben

Literatur
Pukrop, R. (2003). Subjektive Lebensqualität - Kritische Betrachtung eines modernen Konstruktes. Nervenarzt, 74(1), 48-54.
Radoschewski, M. (2000). Gesundheitsbezogene Lebensqualität - Konzepte und Maße. Bundesgesundheitsbl. Gesundheitsforsch. Gesundheitsschutz, 43, 165-189.
Schumacher, J., Klaiberg, A. und Brähler, E. (Hrsg.) (2003). Diagnostische Verfahren zu Lebensqualität und Wohlbefinden (Diagnostik für Klinik und Praxis, Band 2). Göttingen: Hogrefe.
Staudinger, U.M. (2000): Viele Gründe sprechen dagegen, und trotzdem geht es vielen Menschen gut: Das Paradox des subjektiven Wohlbefindens. Psychologische Rundschau, 51, 4, 185-197.

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