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Modul 30-M24 Fachmodul Arbeit, Wirtschaft, Sozialpolitik I

Fakultät

Modulverantwortliche/r

Turnus (Beginn)

Jedes Wintersemester

Leistungspunkte und Dauer

10 Leistungspunkte

Die Angaben zur Moduldauer finden Sie bei den Studiengängen, in denen das Modul verwendet wird.

Kompetenzen

Im Modul wird Wissen über grundlegende Ordnungen unserer Gesellschaft und über die diesbezüglichen Zweige der Soziologie und Sozialwissenschaften - Arbeits- und Berufssoziologie, Wirtschaftssoziologie, Sozialpolitikforschung - vermittelt. Es soll eine genuin sozialwissenschaftliche Kompetenz erzeugt werden, die die Studierenden in die Lage versetzt, gegenüber deskriptiv-rechtlichen wie eng wirtschaftlichen Sichtweisen die sozialen und kulturellen Voraussetzungen von Arbeit und Beruf, Wirtschaft und Sozialpolitik zu analysieren. Auf diese Weise soll auch die Fähigkeit vermittelt werden, tagespolitische Debatten und mediale Darstellungen kritisch zu hinterfragen.
Des Weiteren sollen operative Fähigkeiten geübt werden: aktives Lesen sozialwissenschaftlicher Texte (auch englischsprachiger), wissenschaftliches Schreiben (auf Wunsch auch auf Englisch), Anwendung sozialwissenschaftlichen Wissens auf Empirie und Praxis (in Form kleiner Projekte), Teamarbeit.

Lehrinhalte

Das Modul behandelt grundlegende Ordnungen moderner Gesellschaften, die in Selbstbeschreibungen wie "Kapitalismus", "Arbeitsgesellschaf" und "Wohlfahrtsstaat" aufgenommen und in einen Zusammenhang gestellt werden. Analysiert werden rechtliche, soziale und normative Aspekte der Bereiche Wirtschaft, Arbeit und Sozialpolitik. Vermittelt werden grundlegende Fragestellungen, Forschungsmethoden, Theorien und empirische Befunde. Im Bereich Wirtschaft geht es vor allem um eine sozialwissenschaftliche Analyse von Märkten: ihre institutionellen Formen, Voraussetzungen und Folgen, insbesondere die soziale "Einbettung" von Märkten. Im Bereich Sozialpolitik geht es um den Wohlfahrtsstaat als Institutionalisierung staatlicher Verantwortlichkeit für individuelle Lebenslagen und die Bearbeitung sozialer Probleme. Im Bereich Arbeit, Beruf und Profession geht es um die soziale Organisation von Erwerbsarbeit und Beruf sowie anderer Arbeitsformen und um deren kulturelle Repräsentation und biographische Bedeutung.
Behandelt werden auch Verknüpfungen und Durchdringungen der drei Bereiche, vor allem die sozialpolitische Regulierung von Arbeits- und Wohlfahrtsmärkten, die Konstitution sozialer Ungleichheit und das Spannungsverhältnis zwischen Markt und Staat in einer "gemischten" Gesellschaftsverfassung. All dies wird in mehreren Dimensionen beleuchtet: in Hinblick auf Wandel (wie Rationalisierung, Transformation, Wandel der Arbeitsgesellschaft, Umbau des Wohlfahrtsstaats, Internationalisierung), in international vergleichender Perspektive (etwa "Varianten des Kapitalismus", "Wohlfahrtsregime" und "Arbeitsmarktregime") und in globaler Perspektive (etwa globale Märkte, globale Sozialpolitik, internationale Arbeitsmigration). Problembezogene Veranstaltungen thematisieren beispielsweise die Verbindung von Arbeit, Beruf und Lebensführung, berufliche und professionelle Ordnungen, Wirtschaftsreformen und einzelne Felder der Sozialpolitik wie Alterssicherung und Gesundheit.

Empfohlene Vorkenntnisse

Erwartet wird, dass das Studium der ersten beiden Semester nach Maßgabe der FsB absolviert wurde.

Notwendige Voraussetzungen

Erläuterung zu den Modulelementen

Studierende können in diesem Modul ein Seminar durch eine Studiengruppe ersetzen, wenn die Lehrkapazität verfügbar ist, die Mindestgröße für eine Studiengruppe erreicht ist und der Workload des Arbeitsplans der Studiengruppe dem eines Seminars entspricht. Weitere Regelungen zur Einrichtung einer Studiengruppe werden im eKVV oder auf der Homepage der Fakultät für Soziologie bekannt gegeben.

Modulstruktur: 2 SL, 1 bPr 1

Veranstaltungen

Titel Art Turnus Workload (Kontaktzeit + Selbststudium) LP2
Seminar 1

Selbststudium:
Die verfügbare Selbststudiumszeit nutzen die Studierenden für die aktive, vor- und nachbereitende Lektüre von Texten zu den Themen der Veranstaltung nach Vorgabe der Veranstalter oder nach einem individuellen, mit den Veranstaltern abgesprochenen Lektüreplan der Studierenden. Darüber hinaus sollen die Studierenden zu den Veranstaltungsthemen eigenständig recherchieren. Es wird dringend empfohlen, in kleinen Gruppen zu arbeiten und zu diskutieren. Die Lektüreliste für das Selbststudium, ggf. samt Lesehinweisen und -aufgaben, wird in der Regel bei der Erstveröffentlichung der Lehrveranstaltung im ekvv publiziert. Die Selbststudiumszeit gilt auch dem Verfassen wissenschaftlicher Texte und u.U. der Durchführung kleiner empirischer Untersuchungen.

Seminar WiSe&SoSe 120h (30 + 90) 4 [SL]
Seminar 2 oder Vorlesung mit Übungsanteil

Selbststudium:
s. Seminar
Die erste Veranstaltung wird entweder als Seminar oder als Vorlesung mit Übung durchgeführt.

Seminar o. Vorlesung mit Übungsanteil WiSe 120h (30 + 90) 4 [SL]

Studienleistungen

Veranstaltung Workload LP2
Seminar 1 (Seminar)

Ein Kurzreferat oder Moderation einer Sitzung oder Kommentierung einer Präsentation oder ein Sitzungsprotokoll oder ein Kurzessay oder Bearbeitung von Übungsaufgaben oder ein Exzerpt oder ein kurzer Literaturbericht oder eine Präsentation (oder Dokumentation) von Gruppenarbeitsergebnissen oder vergleichbare Studienleistungen. Die konkret zu erbringende Studienleistung definiert der/die Lehrende bei der Erstveröffentlichung der Lehrveranstaltung im ekVV. Die Studienleistung ist Teil des Selbststudiums und der Präsenzzeit und entspricht etwa einem Zeitaufwand von ca. 30 h. Die Studienleistung dient der kommunikativen (schriftlichen und/ oder mündlichen) Einübung und dem Erlernen der zu erwerbenden Kompetenz mit Fokus auf die Interaktionssituation des Seminars.

siehe oben siehe oben
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.
Seminar 2 oder Vorlesung mit Übungsanteil (Seminar o. Vorlesung mit Übungsanteil)

Ein Kurzreferat oder Moderation einer Sitzung oder Kommentierung einer Präsentation oder ein Sitzungsprotokoll oder ein Kurzessay oder Bearbeitung von Übungsaufgaben oder ein Exzerpt oder ein kurzer Literaturbericht oder eine Präsentation (oder Dokumentation) von Gruppenarbeitsergebnissen oder vergleichbare Studienleistungen. Die konkret zu erbringende Studienlesitung definiert der Lehrende bei der Erstveröffentlichung der Lehrveranstaltung im ekVV. Die Studienleistung ist Teil des Selbststudiums und der Präsenzzeit und entspricht etwa einem Zeitaufwand von ca. 30 h. Die Studienleistung dient der kommunikativen (schriftlichen und/ oder mündlichen) Einübung und dem Erlernen der zu erwerbenden Kompetenz mit Fokus auf die Veranstaltung.

siehe oben siehe oben
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.

Prüfungen

Organisatorische Zuordnung Art Gewichtung Workload LP2
Veranstaltungsübergreifend

Referat mit Powerpoint-Präsentation und Ko-Moderation der Sitzung oder mit Ausarbeitung (Umfang 8-10 Seiten), oder
Klausur (90-120 Minuten) oder
Mündliche Einzelprüfung (20-30 Minuten) oder
zwei Essays (4-6 Seiten)oder
Hausarbeit (10-15 Seiten)
Die Prüfung wird von einem Lehrenden abgenommen, der eine der Lehrveranstaltungen des Moduls anbietet.

Der Arbeitsaufwand für alle Prüfungsformen beträgt jeweils 1-2 Arbeitswochen.

Essay o. Hausarbeit o. Klausur o. mündliche Prüfung o. Referat mit Ausarbeitung 1 60h 2
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.

In diesen Studiengängen wird das Modul verwendet:

Studiengang Variante Empf. Beginn 3 Dauer Bindung 4
Politikwissenschaft / Bachelor of Arts [FsB vom 31.08.2012 mit den Änderungen vom 17.03.2014 und 01.03.2016] Kernfach (fw) 5. ein oder zwei Semes­ter Wahl­pflicht
Politikwissenschaft / Bachelor [FsB vom 31.08.2012 mit den Änderungen vom 17.03.2014 und 01.03.2016] Nebenfach (fw) 5. ein oder zwei Semes­ter Wahl­pflicht
Sozialwissenschaften / Bachelor of Arts [FsB vom 05.09.2016] Kernfach (fw) 5. ein oder zwei Semes­ter Wahl­pflicht
Sozialwissenschaften / Bachelor [FsB vom 05.09.2016] Nebenfach (fw) 5. ein oder zwei Semes­ter Wahl­pflicht
Sozialwissenschaften / Bachelor of Arts [FsB vom 05.09.2016] Kernfach (Gymnasium und Gesamtschule) 5. ein oder zwei Semes­ter Wahl­pflicht
Sozialwissenschaften / Bachelor of Arts [FsB vom 31.08.2012 mit Änderungen vom 17.03.2014 und 05.09.2016 und Berichtigungen vom 04.11.2013 und 01.04.2015] Kernfach (fw) 5. ein oder zwei Semes­ter Wahl­pflicht
Sozialwissenschaften / Bachelor [FsB vom 31.08.2012 mit Änderungen vom 17.03.2014 und 05.09.2016 und Berichtigungen vom 04.11.2013 und 01.04.2015] Nebenfach (fw) 5. ein oder zwei Semes­ter Wahl­pflicht
Sozialwissenschaften / Bachelor of Arts [FsB vom 31.08.2012 mit Änderungen vom 17.03.2014 und 05.09.2016 und Berichtigungen vom 04.11.2013 und 01.04.2015] Kernfach (Gymnasium und Gesamtschule) 5. ein oder zwei Semes­ter Wahl­pflicht
Sozialwissenschaften / Master of Education [FsB vom 02.05.2014 mit Änderung vom 05.09.2016] Fortsetzung Nebenfach (Gymnasium und Gesamtschule) 3. ein oder zwei Semes­ter Wahl­pflicht
Soziologie / Bachelor of Arts [FsB vom 31.08.2012 mit der Änderung vom 17.03.2014] 1-Fach (fw) 3. o. 4. o. 5. o. 6. ein oder zwei Semes­ter Wahl­pflicht
Soziologie / Bachelor of Arts [FsB vom 31.08.2012 mit der Änderung vom 17.03.2014] Kernfach (fw) 5. ein oder zwei Semes­ter Wahl­pflicht
Soziologie / Bachelor [FsB vom 31.08.2012 mit der Änderung vom 17.03.2014] Nebenfach (fw) 3. o. 4. o. 5. ein oder zwei Semes­ter Wahl­pflicht

Automatische Vollständigkeitsprüfung

In diesem Modul kann eine automatische Vollständigkeitsprüfung vom System durchgeführt werden.

Legende

1
Die Modulstruktur beschreibt die zur Erbringung des Moduls notwendigen Prüfungen und Studienleistungen.
2
LP ist die Abkürzung für Leistungspunkte.
3
Die Zahlen in dieser Spalte sind die Fachsemester, in denen der Beginn des Moduls empfohlen wird. Je nach individueller Studienplanung sind gänzlich andere Studienverläufe möglich und sinnvoll.
4
Erläuterungen zur Bindung: "Pflicht" bedeutet: Dieses Modul muss im Laufe des Studiums verpflichtend absolviert werden; "Wahlpflicht" bedeutet: Dieses Modul gehört einer Anzahl von Modulen an, aus denen unter bestimmten Bedingungen ausgewählt werden kann. Genaueres regeln die "Fächerspezifischen Bestimmungen" (siehe rechtes Menü).
SL
Studienleistung
Pr
Prüfung
bPr
Anzahl benotete Modul(teil)prüfungen
uPr
Anzahl unbenotete Modul(teil)prüfungen
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.