300094 Politische Organisationen (Übung) (Ü) (WS 2008/2009)

Einrichtung
Fakultät für Soziologie
Art(en) / SWS
Ü / 2
Zeitraum
14.10.2008-03.02.2009
Voraussichtl. Wiederholung

Lehrende

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Klausuren

Fachzuordnungen

Studiengang/-angebot Gültigkeit Variante Untergliederung Status Sem. LP  
Politikwissenschaft / Bachelor (Einschreibung bis SS 2009) 2.3a    

Allgemeine Anforderungen bei Lehrveranstaltungen:

Die Anforderungen an die regelmäßige und aktive Teilnahme (nur gültig für Studienmodell 2002) sind hier erläutert. In den FsB und Modulhandbüchern finden sich Informationen, ob Studienleistungen (nur gültig für Studienmodell 2011)/Einzelleistungen/Modul(teil)prüfungen vorgesehen sind, und welche Anforderungen hierfür bestehen.

Inhalt, Kommentar

Politischen Organisationen wie Parteien, Parlament oder Verwaltung werden aus demokratietheoretischer Sicht ganz bestimmte Aufgaben zugeordnet. Organisationen im politischen System arbeiten jedoch unter Bedingungen hoher Komplexität und reagieren darauf in einer Weise, die den normativen Erwartungen an eine demokratische Politik zuwiderläuft. Beispiele dafür sind etwa die dominante Rolle der Verwaltung bei der Vorbereitung politischer Entscheidungen oder die differentiellen Einflussmöglichkeiten organisierter politischer Interessengruppen. Insgesamt bildet der 'doppelte Machtkreislauf' den Kern der Veranstaltung: Der 'offizielle' Machtkreislauf geht davon aus, dass das Volk die Regierung wählt und diese die Verwaltung benutzt um ihre Vorstellungen durchzusetzen. Der 'inoffizielle' Kreislauf hingegen verweist darauf, dass das Publikum durch geballten Medieneinsatz zu bestimmten Wahlentscheidungen 'gebracht' wird und dass die Verwaltung - komplexitätsbedingt - großen Einfluss auf die Vorstellungen der Politik ausübt. Es sollen sowohl Argumente für die Unvermeidbarkeit solcher Abweichungen vom offiziellen Modell der Demokratie als auch Überlegungen zu den Möglichkeiten einer korrigierenden Demokratisierung, etwa durch eine Stärkung der "Zivilgesellschaft", betrachtet werden.
Die Rolle moderner Organisationen in diesem Zusammenhang wird gegen klassische Auffassungen von Organisation als geschlossene Hierarchie plus Zweck/Mittel-Ketten (Weber) geklärt: Es geht um Unsicherheitsabsorption und Interdependenzunterbrechung für das politische System. Zwecke und Mittel sind dabei nur eine Möglichkeit, zu der es funktionale Äquivalente gibt.

Literaturangaben

Luhmann, N., 1987: Machtkreislauf und Recht in Demokratien. In: ders., Soziologische Aufklärung 4. Beiträge zur funktionalen Differenzierung der Gesellschaft. Opladen: Westdeutscher Verlag
Fitzi, G., 2004: Max Webers politisches Denken, Konstanz: UTB

Stud.IP

Bei dieser Veranstaltung existiert ein entsprechendes Kursangebot im Stud.IP System der Bibliothek. Auch dort können Lehrende Materialien zu Lehrveranstaltungen ablegen.

TeilnehmerInnen
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Forum
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Letzte Änderung Zeiten :
Freitag, 15. August 2008 
Letzte Änderung Räume :
Freitag, 15. August 2008 
Sonstiges
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