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Studium allgemein @20.01.2012 13:20:12

Was bedeuten Bachelor und Master?

Bachelor und Master bezeichnen Studienabschlüsse, die aufeinander aufbauen. Zunächst wird in der Regel ein Bachelorstudium absolviert, daran kann sich ein Masterstudium anschließen und daran wiederum ein PhD (bzw. die Promotion). (Die Qualifizierung im PhD bzw. die Promotion kann in bestimmten Fällen auch ohne Master in Angriff genommen werden.) Wenn Sie Lehrerin oder Lehrer werden möchten, benötigen Sie in jedem Fall den Abschluss Master of Education.

  • Bachelor: manchmal auch als Bakkalaureus bezeichnet; erster akademischer Grad. Je nach Fachrichtung erhält der Titel einen unterschiedlichen Zusatz: „B.A.“ für den „Bachelor of Arts“, „B.Sc.“ für den „Bachelor of Science“. Ein Bachelorstudium ist an der Universität Bielefeld i.d.R. auf eine Studienzeit von drei Jahren ausgelegt und ist ein berufsqualifizierender Abschluss.
  • Master: zweiter akademischer Grad. Das Masterstudium, das auf dem Bachelor oder einem äquivalenten Abschluss aufbaut, ist an der Universität Bielefeld i.d.R. auf eine Studienzeit von zwei Jahren ausgelegt.

Was heißt "konsekutiv"?

Was bedeutet "konsekutives Studium"? Das heißt zunächst nichts anderes als: gestuftes Studium. Sie studieren zunächst sechs Semester einen Bachelor-Studiengang, die erste Stufe. Wenn Sie meinen, der Bachelor genügt, können Sie die Universität mit einem Abschluss verlassen (Sie können dann aber nicht Lehrer/in werden, dazu brauchen Sie beide Stufen). Wenn Sie weiter studieren möchten, gehen Sie in die zweite Stufe, das Masterstudium (vier Semester). Zu diesem Zeitpunkt müssen Sie natürlich auch entscheiden, in welche Richtung Sie das Studium weiterführen möchten. In der Regel stehen Ihnen mit einem Bachelorabschluss verschiedene Masterstudiengänge offen. Übrigens: Selbst die Entscheidung, die Universität mit einem Bachelorabschluss zu verlassen, ist nicht endgültig. Sie können auch einige Jahre in einem Beruf arbeiten und erst dann ein Masterstudium aufnehmen. Soweit die vereinfachte Erklärung. Etwas komplizierter wird es, weil Sie sich in vielen Fällen schon im Bachelorstudium auf ein Berufsfeld hin orientieren sollten (oder, um Zeitverluste zu vermeiden, oft orientieren müssen). Anders ausgedrückt: Sie sollten sich im Bachelor ein inhaltliches und berufsfeldbezogenes Profil geben. Und wenn Sie Lehrerin oder Lehrer werden möchten, dann müssen Sie sich sogar schon vor Ihrer Bewerbung für ein bestimmte Schulform entscheiden, da Sie unbedingt einen Studienplatz für die gewünschte Schulform in Bildungswissenschaften und in Ihren zukünftigen Unterrichtsfächern benötigen. Welche Fächer kann ich miteinander kombinieren? Auf den Seiten „Kombinationsmöglichkeiten für Bachelor“ (für ein Bachelorstudium ohne Lehramtsoption) und „Kombinationsmöglichkeiten für Bachelor mit Lehramtsoption“ finden Sie die möglichen Kombinationen von Fächern. Die Universität Bielefeld ist bemüht, Ihnen möglichst viele Kombinationen zu ermöglichen. Wenn Sie eine Lehramtsoption anstreben, sind diese Kombinationsmöglichkeiten durch externe Vorgaben allerdings etwas eingeschränkt.

Wie unterscheiden sich Kernfach, Nebenfach bzw. Kleine Nebenfächer?

Kernfach, Nebenfach und Kleine Nebenfächer unterscheiden sich zunächst durch den Umfang des Studiums: Das Kernfach hat einen Umfang von 90 Leistungspunkten (LP), ein Nebenfach umfasst 60 LP und jedes Kleine Nebenfach 30 LP. Das Kernfach hat darüber hinaus auch eine besondere Bedeutung für ein weiterführendes Studium und für die angestrebte berufliche Tätigkeit. Im Kernfach entscheidet sich in der Regel, welche weiterführenden Masterstudiengänge studiert werden können. Nebenfächer umfassen i.d.R. den Basis- oder Grundlagenbereich des jeweiligen Faches und vertiefen einzelne Fachinhalte, im Gegensatz zum Kernfach, nicht weiter. Kleine Nebenfächer bilden oft nur einen Ausschnitt des Faches ab und geben daher einen Einblick in einzelne Teildisziplinen.

Was sind eigentlich Module?

Vereinfacht ausgedrückt: Module bündeln das, was zusammen gehört! Module sind nach inhaltlichen und thematischen Gesichtspunkten gebildete Einheiten, die sich über ein oder zwei Semester erstrecken. Diese Einheiten können sich aus verschiedenen Lehr- und Lernformen zusammensetzen: klassische Formen wie Vorlesungen, Übungen, Seminare, aber auch neue Formen multimedialen und internetbasierten Lernens können Elemente von Modulen sein.

Was sind "Leistungspunkte" und "Credit Points"?

Die Begriffe "Leistungspunkte" und "Credit Points" werden synonym gebraucht. Sie beschreiben den angenommenen Arbeitsaufwand von Studierenden. Dabei entspricht ein Leistungspunkt (LP) 25-30 Arbeitsstunden. Die früher üblichen Berechnungen für den Zeitaufwand im Studium basierten auf der Anwesenheitszeit in Lehrveranstaltungen. Diese Größe sagte aber über die Arbeitsbelastungen wenig aus: Die Vor- und Nachbereitung von Lehrveranstaltungen, der Zeitaufwand für Leistungsnachweise und die Vorbereitung auf Prüfungen flossen in diese Rechnungen nicht ein. Für eine Lehrveranstaltung von zwei Stunden pro Woche bei einer Vor- und Nachbereitungszeit von 30 Minuten wurde die gleiche Zeit angerechnet wie für eine Lehrveranstaltung von 2 Stunden pro Woche bei einer Vor- und Nachbereitungszeit von fünf Stunden. Leistungspunkte beziehen diesen Arbeitsaufwand mit ein. Das Bachelorstudium ist so angelegt, dass Studierende bei einem Arbeitsvolumen von 40 Stunden pro Woche und 45 Arbeitswochen im Jahr, das Studium in der Regelstudienzeit abschließen können. Dies bedeutet, dass ein Bachelorstuidum i.d.R.180 LP umfasst und in jedem Semester ca. 30 LP zu studieren sind.