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Studium allgemein @21.12.2010 12:08:17

Was bedeuten Bachelor, Master, PhD?

Bachelor, Master und PhD bezeichnen drei Stufen akademischer Qualifizierung. Im Erst-Studium wird auf Bachelor studiert, daran kann sich ein Master-Studium anschließen und daran wiederum der PhD. (Die Qualifizierung im PhD kann in bestimmten Fällen auch ohne Master in Angriff genommen werden.)

Bachelor: Bakkalaureus; erster akademischer Grad. Je nach Fachrichtung erhält der Titel einen unterschiedlichen Zusatz: B.A. für den Bachelor of Arts, B.Sc. für den Bachelor of Science. Ein Bachelor-Studium ist an der Universität Bielefeld i.d.R. auf eine Regelstudienzeit von drei Jahren ausgelegt und ist ein berufsqualifizierender Abschluss.

Master: Mittlerer akademischer Grad zwischen Bachelor und Doctor. Das Master-Studium, das auf dem Bachelor oder einem äquivalenten Abschluß aufbaut, ist auf eine Studiendauer von ein oder zwei Jahren ausgelegt.

Ph.D.: Anglo-amerikanischer Doktortitel. Steht für: Doctor of Philosophy in the Arts and Sciences.


Was heißt "konsekutiv"?

Was bedeutet "konsekutives Studium"?

Das heisst zunächst nichts anderes als: gestuftes Studium. Sie studieren zunächst 6 Semester einen Bachelor-Studiengang, die erste Stufe. Wenn Sie meinen, der Bachelor genügt, können Sie die Universität mit einem Abschluss verlassen (Sie können dann aber nicht Lehrer/in werden, dazu brauchen Sie beide Stufen). Wenn Sie weiter studieren möchten, gehen Sie in die 2. Stufe, das Masterstudium (2-4 Semester). Zu diesem Zeitpunkt müssen Sie natürlich auch entscheiden, in welche Richtung Sie das Studium weiterführen möchten. In der Regel stehen Ihnen mit einem Bachelor-Abschluss verschiedene Masterstudiengänge offen.

Übrigens: Selbst die Entscheidung, die Universität mit einem Bachelor-Abschluss zu verlassen, ist nicht endgültig. Sie können auch einige Jahre in einem Beruf arbeiten und erst dann ein Masterstudium aufnehmen.

Soweit die vereinfachte Erklärung. Etwas komplizierter wird es deshalb, weil Sie sich in vielen Fällen, vor allem, wenn Sie Lehrer/in werden wollen, schon im Bachelor-Studium auf ein Berufsfeld hin orientieren sollten (oder, um Zeitverluste zu vermeiden, oft orientieren müssen). Anders ausgedrückt: Sie sollten sich im Bachelor ein inhaltliches und berufsfeldbezogenes Profil geben. Wenn Sie Lehrer/in werden wollen, brauchen Sie z.B. ein eher breites fachliches Profil und didaktisches Wissen. Sie setzen im Bachelorstudium andere Schwerpunkte als Studierende, die in nicht-schulische berufliche Richtungen gehen wollen.


Welche Fächer kann ich miteinander kombinieren?

Auf den Seiten Kombinationsmöglichkeiten für Bachelor (für ein Bachelorstudium ohne explizite Lehramtsoption) und Kombinationsmöglickeiten für Bachelor mit Lehramtsoption finden Sie die möglichen Kombinationen von Fächern. Die Universität Bielefeld ist bemüht, Ihnen möglichst viele Kombinationen zu ermöglichen. Wen Sie eine Lehramtsoption anstreben, sind diese Kombinationsmöglichkeiten durch externe Vorgaben allerdings etwas eingeschränkt.


Wie unterscheiden sich Kernfach, Nebenfach bzw. Kleine Nebenfächer?

Kernfach, Nebenfach und Kleine Nebenfächer unterscheiden sich zunächst durch den Umfang des Studiums: Das Kernfach hat den eineinhalbfachen Umfang des Nebenfachs und den dreifach Umfang eines Kleinen Nebenfaches. Das Kernfach hat darüber hinaus auch eine besondere Bedeutung für ein weiterführendes Studium und für die angestrebte berufliche Tätigkeit. Der Individuelle Ergänzungsbereich ist beim Kernfach angesiedelt und im Kernfach entscheidet sich in der Regel, welche weiterführenden Masterstudiengänge studiert werden können. Kleine Nebenfächer bilden oft nur einen Auschnitt des Faches ab und geben daher einen Einblick in einzelne Teildisziplinen.


Was sind eigentlich Module?

Vereinfacht ausgedrückt: Module bündeln das, was zusammen gehört!

Module sind nach inhaltlichen und thematischen Gesichtspunkten gebildete Einheiten, die sich über maximal zwei Semester erstrecken. Diese Einheiten können sich aus verschiedenen Lehr- und Lernformen zusammensetzen: klassische Formen wie Vorlesungen, Übungen, Seminare, aber auch neue Formen multimedialen und internetbasierten Lernens können Elemente von Modulen sein.

Module sollen u.a.

   * durch eine systematische Ausgestaltung und Abfolge zu einem geordneteren Wissen führen;
   * durch Anwendung verschiedener aktivierender Arbeitstechniken, Präsentationstechniken und Lehr-/Lernformen Vermittlungskompetenzen vorbereiten und fördern;
   * durch nachvollziehbare Beschreibung angestrebter Teilqualifikationen den Studierenden ein eigenverantwortliches Studium und rationale(re) Entscheidungen über ihre individuellen Berufsprofile ermöglichen.


Was sind "Leistungspunkte" und "Credit Points"?

"Leistungspunkte" und "Credit Points" werden synonym gebraucht. Sie beschreiben den angenommenen Arbeitsaufwand von Studierenden. Dabei entspricht ein Leistungspunkt 25-30 Arbeitsstunden. Das Bachelor-Studium ist so angelegt, dass Studierende bei einem Arbeitsvolumen von 40 Stunden pro Woche und 45 Arbeitswochen im Jahr das Studium in der Regelstudienzeit abschließen können.

Die früher üblichen Berechnungen für den Zeitaufwand im Studium basierten auf der Anwesenheitszeit in Lehrveranstaltungen. Diese Größe sagte aber über die Arbeitsbelastungen wenig aus: Die Vor- und Nachbereitung von Lehrveranstaltungen, der Zeitaufwand für Leistungsnachweise und die Vorbereitung auf Prüfungen gingen in diese Rechnungen nicht ein. Für eine Lehrveranstaltung von 2 Stunden pro Woche bei einer Vor- und Nachbereitungszeit von 30 Minuten wurde die gleiche Zeit angerechnet wie für eine Lehrveranstaltung von 2 Stunden pro Woche bei einer Vor- und Nachbereitungszeit von 5 Stunden. Leistungspunkte beziehen diesen Arbeitsaufwand mit ein.