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Sonderanträge innerhalb der Bewerbung

Formalitäten bei Sonderanträgen

Wie wird ein Sonderantrag gestellt?

Formell wird der Antrag mit Abgabe der Online-Bewerbung gestellt (Bewerbungszeitraum Wintersemester: 01.06. - 15.07., Sommersemester: 01.12. - 15.01.). Innerhalb der Onlinebewerbung klicken Sie den jeweiligen Sonderantrag mit "ja" an (bei einem Zweitstudium wählen Sie bitte "Zweitstudium" unter "Form des Studiums" aus). Nach Abschluss der Online-Bewerbung drucken Sie bitte das Bewerbungsformular aus, heften daran die jeweils erforderlichen Nachweise in Papierform und senden diese Unterlagen zusammen noch innerhalb der Bewerbungsfrist (!) an das Studierendensekretariat. Die Unterlagen werden hier anschließend (noch vor Beginn des eigentlichen Zulassungsverfahrens) eingehend geprüft. Daher empfielt es sich außerdem, diese Unterlagen zu einem möglichst frühen Zeitpunkt innerhalb der Bewerbungsfrist zuzusenden.

Muss ich meine Bewerbungsunterlagen zusätzlich in Papierform übersenden?

Nur in folgenden Fällen muss der Ausdruck, der am Ende des Bewerbungsvorgangs erstellt werden kann, mit weiteren Unterlagen bis zum Ablauf der Bewerbungsfrist (Eingang bei der Uni) übersandt werden:

  • bei Bewerbungen für mehr als 3 Fächer (mit der handschriftlichen Ergänzung der bis zu 3 weiteren Fächer),
  • wenn Sie zu Vorlesungsbeginn noch Minderjährig sind und zusammen mit Ihren Eltern in der Stadt Bielefeld oder den Kreisen Lippe, Herford, Gütersloh leben (mit einer Kopie dieser Meldebescheinigung)
  • bei Bewerbern um ein Zweitstudium (mit beglaubigter Kopie des Abschlusszeugnisses des Erststudiums und schriftlicher Begründung des Zweitstudienwunsches),
  • wenn ein Härtefallantrag gestellt wurde (mit geeigneten Nachweisen zur Begründung des Härtefallantrags [z. B. ärztl. Attest]),
  • wenn ein Nachteilsausgleich beantragt wurde (mit Gutachten der Schule, aus dem deutlich hervor geht, auf welche Note oder um wieviele Semester eine Verbesserung berücksichtigt werden soll),
  • wenn die bevorzugte Zulassung beantragt wurde (mit einer Kopie des alten Zulassungsbescheides und eines Nachweises über das Ableisten des Dienstes),
  • wenn eine Verbesserung der Wartezeit beantragt wurde (Kopie der Hochschulzugangsberechtigung, woraus hervorgeht, dass diese auf dem 2. Bildungsweg und vor dem 16.07.2007 erlangt wurde).

Erhalte ich auf meinen Sonderantrag eine gesonderte Mitteilung?

Nein. Der Sonderantrag stellt lediglich einen Zusatz zu Ihrer regulären Bewerbung um einen Studienplatz dar. Aus diesem Grunde ergeht nicht auf Ihren Sonderantrag ein formeller Bescheid, sondern auf Ihre eigentlich Bewerbung. Sie erhalten also entweder einen Zulassungsbescheid, mit dem Sie sich innerhalb einer bestimmten Frist zum Studium einschreiben können, oder aber einen Ablehnungsbescheid, wenn Ihnen leider Ihr Wunsch-Studienplatz nicht angeboten werden konnte.

Antrag auf bevorzugte Zulassung

Was beinhaltet der Sonderantrag bevorzugte Zulassung?

Wer bereits auf eine frühere Bewerbung schon einen Zulassungsbescheid erhalten hatte, diese aber wegen des Ableistens eines Dienstes nicht annehmen konnte, kann in dem damals gewählten Fach (mit dem jeweiligen Fachkennzeichen) einen Anspruch auf eine erneute Zulassung geltend machen. Hierdurch erhält man eine unmittelbare Zulassung für dieses Fach. Ein Anspruch auf bevorzugte Zulassung besteht aber nur für das betreffende Fach und nur für die beiden Vergabeverfahren, die auf das Ende des Dienstes folgen. Außerdem müssen dem Studierendensekretariat innerhalb der Bewerbungsfrist die notwendigen Unterlagen (eine Kopie des früheren Zulassungsbescheides - und eine Bescheinigung über das Ableisten des Dienstes) zugesandt werden.

Was gilt alles als Dienst beim Antrag auf bevorzugte Zulassung?

Als Dienst in diesem Sinne gilt

  • ein Wehrdienst, freiwilliger Wehrdienst oder Dienst beim Bundesgrenzschutz bis zur Dauer von drei Jahren,
  • ein Zivildienst sowie andere Dienste im Ausland gemäß § 14 b Zivildienstgesetz (ZDG),
  • ein freiwilliges soziales Jahr, ein freiwilliges ökologisches Jahr, Internationaler Jugendfreiwilligendienst, europäischer Freiwilligendienst und Bundesfreiwilligendienst von mindestens sechsmonatiger Dauer,
  • mindestens zweijähriger Dienst als Entwicklungshelfer,
  • die Betreuung oder Pflege eines leiblichen Kindes unter 18 Jahren oder einer pflegebedürftigen Person aus dem Kreis der sonstigen Angehörigen mindestens 6 Monate in Vollzeit.

Kann ich mich bewerben, während ich einen Dienst ableiste und erst später mit dem Studium beginnen kann?

Sie können sich nicht nur bewerben, Sie sollten dies auch tun. Hierdurch können Sie sich evtl. eine Zulassung nach dem Dienst sichern. Wenn Sie eine Zulassung erhalten und wegen des Dienstes nicht annehmen können, brauchen Sie zunächst nichts veranlassen. Zum nächsten oder spätestens zum zweiten möglichen Vergabeverfahren nach Ende des Dienstes müssten Sie sich dann fristgerecht neu bewerben und dabei einen Sonderantrag auf bevorzugte Zulassung stellen. Den Papierausdruck dieser neuen Bewerbung schicken Sie dann mit einer Kopie des früheren Zulassungsbescheides sowie einer Bescheinigung über das Ableisten des Dienstes bis zum Ablauf (Eingang bei der Uni) dem Studierendensekretariat zu. Bitte beachten Sie, dass nur bei Vorliegen der vollständigen Unterlagen ein Anspruch auf bevorzugte Zulassung besteht. Ein Anspruch auf bevorzugte Zulassung besteht außerdem nur für das Fach, in dem die frühere Zulassung erfolgte und nur für die nächsten beiden Vergabeverfahren nach dem Dienstende.

Ich hatte bereits eine Zulassung erhalten, konnte diese aber wegen meines Dienstes nicht antreten. Wie kann ich jetzt daraufhin eine bevorzugte Zulassung erhalten?

Wenn Sie bereits eine Zulassung für ein Studienfach erhalten haben und diese wegen eines Dienstes nicht annehmen konnten, können Sie einen Anspruch auf bevorzugte Zulassung geltend machen. Hierfür müssten Sie sich fristgerecht zum nächsten oder spätestens zum zweiten möglichen Vergabeverfahren nach Ende des Dienstes bewerben und dabei einen Sonderantrag auf bevorzugte Zulassung. Den Papierausdruck dieser neuen Bewerbung schicken Sie dann mit einer Kopie des früheren Zulassungsbescheides sowie einer Bescheinigung über das Ableisten des Dienstes bis zum Ablauf (Eingang bei der Uni) dem Studierendensekretariat zu. Bitte beachten Sie, dass nur bei Vorliegen der vollständigen Unterlagen ein Anspruch auf bevorzugte Zulassung besteht. Ein Anspruch auf bevorzugte Zulassung besteht außerdem nur für das Fach, in dem die frühere Zulassung erfolgte und nur für die nächsten beiden Vergabeverfahren nach dem Dienstende.
Wenn Ihr Dienst zum Zeitpunkt der Bewerbung noch nicht beendet ist, können Sie die bevorzugte Zulassung nur beantragen, falls der Dienst spätestens bis 30.04. (für ein Sommersemester) bzw. bis 31.10. (für ein Wintersemester) endet.

Antrag auf Anerkennung eines Härtefalls

Was beinhaltet der Sonderantrag Antrag auf Anerkennung eines Härtfalls?

Im Rahmen der Bewerbung kann ein Sonderantrag zur Anerkennung eines Härtefalls gestellt werden. Damit können Gründe geltend gemacht werden, die u. U. die sofortige Zulassung des Bewerbers erfordern. Für außergewöhnliche Härtefälle werden 2 % der Studienplätze vorgehalten. Aber: Nicht jede Beeinträchtigung, mag sie vom Einzelnen auch als sehr hart empfunden werden, rechtfertigt tatsächlich die Zulassung als Härtefall. Vielmehr müssen in der Person der/s Bewerberin/s so schwerwiegende gesundheitliche, soziale oder familiäre Gründe vorliegen, dass es auch bei Anerkennung besonders strenger Maßstäbe nicht zugemutet werden kann, auch nur ein Semester auf die Zulassung zu warten. Es muss also eine besondere Ausnahmesituation vorliegen, dies kommt daher nur für sehr wenige Personen in Betracht.

Was könnte als Härtfall anerkannt werden?

Nicht jede Beeinträchtigung, mag sie auch von dem Betroffenen als sehr hart empfunden werden, rechtfertigt tatsächlich eine Zulassung als Härtefall. Vielmehr müssen in Ihrer Person so schwerwiegende gesundheitliche, soziale oder familiäre Gründe vorliegen, dass es Ihnen auch bei Anlegen besonders strenger Maßstäbe nicht zugemutet werden kann, auch nur ein Semester auf die Zulassung zu warten. Es muss also eine besondere Ausnahmesituation vorliegen. Der Antrag kommt daher nur für sehr wenige Personen in Betracht, so dass die eigenen Umstände vor einer Antragstellung kritisch hinterfragt werden sollten.

Weitere Anhaltspunkte oder Beispiele sind in den entsprechenden Broschüren im Downloadbereich der Stiftung für Hochschulzulassung zu finden. Die dort geschilderten Maßstäbe gelten für Stiftung selbst, werden aber bei der Beurteilung eines Härtfalls von der Universität Bielefeld entsprechend angewendet.


Antrag auf Nachteilausgleich

Im Rahmen der Bewerbung kann ein Sonderantrag Antrag auf Nachteilsausgleich gestellt werden. Hiermit können Umstände geltend gemacht werden, die Bewerber daran gehindert haben,
a) eine bessere Durchschnittsnote zu erzielen oder
b) die Hochschulzugangsberechtigung früher zu erwerben.

Zu a): Der Nachweis der unverschuldeten Leistungsminderung erfolgt i. d. R. durch ein schulpsychologisches Gutachten, aus dem ausdrücklich hervorgehen muss, auf welche Durchschnittsnote eine Verbesserung erfolgen soll. Außderdem müssen Sie Ihre Schulzeugnisse vorlegen, um den Leistungsverlauf zu belegen. Der Nachweis leistungsmindernder Umstände allein reicht nicht aus.
Zu b): Der Nachweis der unverschuldeten Verzögerung des Erwerbs der Studienberechtigung setzt voraus, dass überhaupt eine Verzögerung vorliegt, also die Hochschulzugangsberechtigung erst nach einem längeren Zeitraum als der Regelzeit erworben wurde. Es muss sowohl der Antragsgrund nachgewiesen werden, als auch dass sich durch den belastenden Umstand der Erwerb der Studienberechtigung verzögert hat. Dieser Nachweis kann durch eine Bescheinigung der Schule über Grund und Dauer der Verzögerung sowie durch sonstige geeignete Belege erfolgen.


Zweitstudium als Form des Studiums

Eine Bewerbung für ein Zweitstudium liegt dann vor, wenn bereits ein Studium in Deutschland abgeschlossen wurde und nun noch ein zweites Studium angestrebt wird. Studieren Sie bereits an einer Hochschule, ohne jedoch einen Studienabschluss (bis zum Ende der Bewerbungsfrist) erreicht zu haben, sind Sie weiterhin ein Erststudienbewerber (mit Hochschulvergangenheit).

Für Zweitstudienbewerber sind generell 3 % der Studienplätze reserviert. Die Zulassung erfolgt entsprechend einer Rangliste, für die die Abschlussnote des Erststudiums und die jeweiligen Beweggründe des Studiums maßgeblich sind. Hierfür müssen Sie zusätzlich zur Online-Bewerbung den beglaubigten Nachweis über den Abschluss des Erststudiums, aus dem die Abschlussnote hervorgeht, sowie eine kurze, formlose Begründung (Motivationsschreiben), warum ein Zweitstudium angestrebt wird, einreichen. E-Mails und elektronische Dokumente können hier leider nicht anerkannt werden. Bitte senden Sie Ihre Unterlagen innerhalb der Bewerbungsfrist zusammen mit dem Papierausdruck Ihrer Online-Bewerbung ein.