FAQ Studium
Hintergrundbild
Hintergrundbild

Allgemeine Fragen zum Studium

Was bedeuten Bachelor und Master?

Bachelor und Master bezeichnen Studienabschlüsse, die aufeinander aufbauen. Zunächst wird in der Regel ein Bachelorstudium absolviert, daran kann sich ein Masterstudium anschließen und daran wiederum ein PhD (bzw. die Promotion). (Die Qualifizierung im PhD bzw. die Promotion kann in bestimmten Fällen auch ohne Master in Angriff genommen werden.) Wenn Sie Lehrerin oder Lehrer werden möchten, benötigen Sie in jedem Fall den Abschluss Master of Education.

  • Bachelor: manchmal auch als Bakkalaureus bezeichnet; erster akademischer Grad. Je nach Fachrichtung erhält der Titel einen unterschiedlichen Zusatz: „B.A.“ für den „Bachelor of Arts“, „B.Sc.“ für den „Bachelor of Science“. Ein Bachelorstudium ist an der Universität Bielefeld i.d.R. auf eine Studienzeit von drei Jahren ausgelegt und ist ein berufsqualifizierender Abschluss.
  • Master: zweiter akademischer Grad. Das Masterstudium, das auf dem Bachelor oder einem äquivalenten Abschluss aufbaut, ist an der Universität Bielefeld i.d.R. auf eine Studienzeit von zwei Jahren ausgelegt.

Was heißt "konsekutiv"?

Was bedeutet "konsekutives Studium"? Das heißt zunächst nichts anderes als: gestuftes Studium. Sie studieren zunächst sechs Semester einen Bachelor-Studiengang, die erste Stufe. Wenn Sie meinen, der Bachelor genügt, können Sie die Universität mit einem Abschluss verlassen (Sie können dann aber nicht Lehrer/in werden, dazu brauchen Sie beide Stufen). Wenn Sie weiter studieren möchten, gehen Sie in die zweite Stufe, das Masterstudium (vier Semester). Zu diesem Zeitpunkt müssen Sie natürlich auch entscheiden, in welche Richtung Sie das Studium weiterführen möchten. In der Regel stehen Ihnen mit einem Bachelorabschluss verschiedene Masterstudiengänge offen.

Übrigens: Selbst die Entscheidung, die Universität mit einem Bachelorabschluss zu verlassen, ist nicht endgültig. Sie können auch einige Jahre in einem Beruf arbeiten und erst dann ein Masterstudium aufnehmen.

Soweit die vereinfachte Erklärung. Etwas komplizierter wird es, weil Sie sich in vielen Fällen schon im Bachelorstudium auf ein Berufsfeld hin orientieren sollten (oder, um Zeitverluste zu vermeiden, oft orientieren müssen). Anders ausgedrückt: Sie sollten sich im Bachelor ein inhaltliches und berufsfeldbezogenes Profil geben. Und wenn Sie Lehrerin oder Lehrer werden möchten, dann müssen Sie sich sogar schon vor Ihrer Bewerbung für ein bestimmte Schulform entscheiden, da Sie unbedingt einen Studienplatz für die gewünschte Schulform in Bildungswissenschaften und in Ihren zukünftigen Unterrichtsfächern benötigen.

Welche Fächer kann ich miteinander kombinieren?

Auf den Seiten „Kombinationsmöglichkeiten für Bachelor“ (für ein Bachelorstudium ohne Lehramtsoption) und „Kombinationsmöglichkeiten für Bachelor mit Lehramtsoption“ finden Sie die möglichen Kombinationen von Fächern. Die Universität Bielefeld ist bemüht, Ihnen möglichst viele Kombinationen zu ermöglichen. Wenn Sie eine Lehramtsoption anstreben, sind diese Kombinationsmöglichkeiten durch externe Vorgaben allerdings etwas eingeschränkt.

Wie unterscheiden sich Kernfach, Nebenfach bzw. Kleine Nebenfächer?

Kernfach, Nebenfach und Kleine Nebenfächer unterscheiden sich zunächst durch den Umfang des Studiums: Das Kernfach hat einen Umfang von 90 Leistungspunkten (LP), ein Nebenfach umfasst 60 LP und jedes Kleine Nebenfach 30 LP.

Das Kernfach hat darüber hinaus auch eine besondere Bedeutung für ein weiterführendes Studium und für die angestrebte berufliche Tätigkeit. Im Kernfach entscheidet sich in der Regel, welche weiterführenden Masterstudiengänge studiert werden können.

Nebenfächer umfassen i.d.R. den Basis- oder Grundlagenbereich des jeweiligen Faches und vertiefen einzelne Fachinhalte, im Gegensatz zum Kernfach, nicht weiter.

Kleine Nebenfächer bilden oft nur einen Ausschnitt des Faches ab und geben daher einen Einblick in einzelne Teildisziplinen.

Was sind eigentlich Module?

Vereinfacht ausgedrückt: Module bündeln das, was zusammen gehört! Module sind nach inhaltlichen und thematischen Gesichtspunkten gebildete Einheiten, die sich über ein oder zwei Semester erstrecken. Diese Einheiten können sich aus verschiedenen Lehr- und Lernformen zusammensetzen: klassische Formen wie Vorlesungen, Übungen, Seminare, aber auch neue Formen multimedialen und internetbasierten Lernens können Elemente von Modulen sein.

Was sind "Leistungspunkte" und "Credit Points"?

Die Begriffe "Leistungspunkte" und "Credit Points" werden synonym gebraucht. Leistungspunkte sind die Maßeinheit für den Arbeitsaufwand (workload) von Studierenden zur Bewältigung der Studieninhalte. Sie dienen der Abschätzung und Angabe des erwarteten Arbeitsaufwands der Studierenden. In dieser Funktion werden Leistungspunkte verwendet, um den Gesamtumfang des Studiums sowie den Umfang einzelner Module und Veranstaltungen zu bemessen und anzugeben. Zum Arbeitsaufwand zählen nicht nur die Anwesenheitsstunden in der jeweiligen Veranstaltung, sondern auch die Zeit für Vor- und Nachbereitung des Stoffes inklusive der Erbringung von Modul(teil)prüfungen und Studienleistungen, ebenso die Zeit für Praxisstudien, die Bestandteil des Studienganges sind. Vorgaben der Kultusministerkonferenz folgend wird für einen Leistungspunkt (LP) ein Arbeitsaufwand von ca. 30 Stunden angesetzt, bei 30 LP pro Semester in einem Vollzeitstudium.

Das Bachelorstudium ist so angelegt, dass Studierende bei einem Arbeitsvolumen von 40 Stunden pro Woche und 45 Arbeitswochen im Jahr, das Studium in der Regelstudienzeit abschließen können. Dies bedeutet, dass ein Bachelorstuidum i.d.R.180 LP umfasst und in jedem Semester ca. 30 LP zu studieren sind.

Was bedeutet "Akkreditierung"?

Die Akkreditierung ist ein System der Qualitätssicherung und soll bundesweit vergleichbare Qualität der Studiengänge garantieren und für größere Transparenz in der Hochschulbildung sorgen. Sie soll den Studieninteressierten und Studierenden so eine verlässliche Orientierung bei der Studienwahl garantieren.

Bei der Akkreditierung werden Studiengänge z.B. hinsichtlich ihrer Curricula, ihrer Studierbarkeit, ihrer Prüfungsorganisation, der im Fach vorhandenen Beratungsangebote sowie hinsichtlich ihrer internationalen Ausrichtung und der Möglichkeit zur nationalen wie internationalen Mobilität betrachtet und überprüft.

Akkreditierte Studiengänge sind auf der Seite des Hochschulkompass verzeichnet:

http://www.hs-kompass2.de/kompass/xml/akkr/maske.html

Durch die Reform des Lehrerausbildungsgesetzes in Nordrhein-Westfalen müssen derzeit alle Lehramtsstudiengänge in NRW neu akkreditiert werden.

Was bedeutet "Vorstudieren"?

Vorstudieren meint den Beginn eines Mastermoduls, d.h. den Besuch von entsprechenden Veran-staltungen und das Erbringen von Studien- oder Prüfungsleistungen des Mastermoduls, obwohl Sie noch im Bachelor eingeschrieben sind.

Ab wann darf ich etwas für den Master of Education im Studienmodell 2011 vorstudieren?

Sie dürfen vorstudieren, wenn • Sie sich in Abschlussnähe befinden, d.h. Studienleistungen und Modul(teil)prüfungen erbracht haben und damit Module im Umfang von in der Regel 150 LP abschließen können, • Sie bereits in einem Bachelor mit einem Berufsziel Lehramt eingeschrieben sind, Sie dieses Studium mit demselben Lehramt im Master fortsetzen wollen und die Module dem entsprechen-den Master Ed. angehören und • Sie Ihren Bachelorabschluss spätestens innerhalb eines Jahres nach Aufnahme des Vorstudie-rens nachweisen (können). Erfüllen Sie alle diese Voraussetzungen, dürfen Sie begrenzt vorstudieren. Andernfalls müssen Sie damit rechnen, dass Ihnen diese Leistungen für den Master of Education aberkannt und auch nicht angerechnet werden.


Was und wie viel darf ich für den Master of Education im Studienmodell 2011 vorstudieren?

Ein Vorstudieren für den Master of Education im Studienmodell 2011 ist lediglich begrenzt möglich. Es dürfen nur Module, für die keine modulspezifischen notwendigen Voraussetzungen bestehen, für den Master of Education vorstudiert werden. Generell ausgenommen sind: • die Module zur Vorbereitung und Reflexion des Praxissemesters, • das Praxissemester, • die Masterarbeit sowie • die Module, die ausschließlich für den Masterstudiengang Integrierte Sonderpädagogik mit dem Berufsziel Lehramt für sonderpädagogische Förderung vorgesehen sind. Sie dürfen insgesamt Module im Umfang von 30 LP innerhalb eines Jahres vorstudieren. Innerhalb dieses Jahres müssen Sie Ihren Bachelorabschluss nachweisen. Sollten Sie einen größeren Umfang oder über einen längeren Zeitraum vorstudieren, müssen Sie damit rechnen, dass Ihnen diese Leistungen für den Master of Education aberkannt und auch nicht angerechnet werden. Bei Fragen und Unklarheiten besprechen Sie Ihr Vorhaben bitte unbedingt mit entsprechenden Bera-tungsinstitutionen (z.B. BiSEd, ZSB).


Was ist der Numerus Clausus (NC)?

Definition

Dem Wortlaut nach ist der Numerus clausus (numerus clausus = lateinisch für geschlossene Anzahl) die Festlegung von Aufnahmekapazitäten in besonders nachgefragten Studiengängen. Festgelegt wird die Anzahl von Studienplätzen, die an Bewerberinnen und Bewerber vergeben werden können. Die Studiengänge sind dann nicht mehr zulassungsfrei, sondern zulassungsbeschränkt. Die Auswahl der Bewerber für diese Plätze erfolgt nach unterschiedlichen Kriterien. An der Universität Bielefeld erfolgt die Auswahl zu 20% nach dem Grad der Qualifikation (Abiturdurchschnittsnote), zu 20 % nach der Wartezeit und zu 60 % nach dem Auswahlverfahren der Hochschule (ebenfalls Abiturdurchschnittsnote). Wartesemester sind die Halbjahre nach Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung, in denen ein Bewerber nicht an einer deutschen Hochschule eingeschrieben war und somit auf sein späteres Studium "gewartet" hat. Als Halbjahre werden dabei die Zeiträume vom 1. April bis 30. September und vom 1. Oktober bis 31. März gewertet. Wird nach Wartezeit ausgewählt, kommt es demnach auf die Zeit nach dem Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung (z. B. Abitur) an, in der nicht studiert wurde. Bewerber mit längerer Wartezeit gehen Bewerbern mit geringerer Wartezeit vor. Bei gleicher Wartezeit entscheiden als nachrangige Kriterien die Abiturdurchschnittsnote und ob ein Dienst abgeleistet wurde. Daher wird im allgemeinen Sprachgebrauch als Numerus clausus auch die Durchschnittsnote des Abiturs oder eines anderen schulischen Zeugnisses bezeichnet oder die Anzahl der Wartesemester, mit der gerade noch ein Studienplatz erlangt wird.

Zweck

Die Festlegung von Aufnahmekapazitäten dient dazu, die Qualität des Studiums aufrechtzuerhalten. In vielen Studiengängen gibt es mehr Bewerberinnen und Bewerber als Studienplätze vorhanden sind. Ohne eine Zulassungsbeschränkung kann sich jeder Interessierte ohne Bewerbung einschreiben – in einzelnen Fächer kann das zu schwierigen Verhältnissen führen. Die Universität Bielefeld stellt durch den Numerus clausus sicher, dass sie für ihre Studierenden ausreichende Kapazitäten (Lehrpersonal, Räumlichkeiten und weitere Ressourcen) vorhält und den Studierenden dadurch ermöglicht wird, das Studium unter guten Bedingungen und in einer angemessenen Zeit abzuschließen.

Funktionsweise

Die Zulassungsbeschränkung greift erst dann, wenn die Zahl der tatsächlich an einem Studienplatz interessierten Bewerberinnen und Bewerber die Zahl der verfügbaren Studienplätze übersteigt. Die Auswahl der Bewerber erfolgt dann nach den festgelegten Kriterien (20% Grad der Qualifikation, 20% nach Wartezeit, 60 % Auswahlver-fahren der Hochschule – an der Universität Bielefeld ist dies ebenfalls die Abiturdurchschnittsnote). . Der „NC-Wert“ eines Studiengangs im Sinne des allgemeinen Sprachgebrauchs ist somit kein vorab von der Universität Bielefeld festgelegter Wert, sondern ergibt sich erst im Nachhinein. Die Bewerberin oder der Bewerber, der den letzten Studienplatz erhält, legt mit ihrer/seiner Abiturnote bzw. Wartezeit als Grenzrang den „NC-Wert“ fest.

NC-Tabellen

Die Vergabe von Studienplätzen erfolgt in drei Hauptquoten. 20% der Studienplätze werden nach Abiturdurchschnittsnote vergeben, 20 % nach Wartezeit und 60% nach dem Auswahlverfahren der Hochschule (an der Uni Bielefeld ebenfalls nach Abiturdurchschnittsnote).

Die Ergebnisse des Zulassungsverfahrens werden - nach Quoten getrennt - ausgewiesen. Hier wird dargestellt, welchen Wert der/die in der jeweiligen Quote zuletzt zugelassene Bewerber/Bewerberin aufgewiesen hat. Die NC-Werte sind stark abhängig von der Bewerberlage und der Anzahl der freien Plätze. Da die NC-Werte das Ergebnis des Zulassungsverfahren für das jeweilige Semester darstellen, haben sie hinsichtlich der Bewertung der eigenen Chancen in künftigen Zulassungsverfahren keine belastbare Aussagekraft und dienen daher lediglich zur Orientierung.

Wartesemester / Wartezeit

Wartesemester sind die Halbjahre nach Abschluss des Abiturs, in denen ein/e Bewerber/-in nicht an einer deutschen Hochschule eingeschrieben war, somit auf sein späteres Studium "gewartet" hat. Als Halbjahre werden dabei die Zeiträume vom 1. April bis 30. September und vom 1. Oktober bis 31. März gewertet.

Wird nach Wartezeit ausgewählt, kommt es demnach auf die Zeit nach dem Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung (z. B. Abitur) an, in der nicht studiert wurde. Bewerber mit längerer Wartezeit gehen Bewerbern mit geringerer Wartezeit vor. Bei gleicher Wartezeit entscheiden als nachrangige Kriterien die Abiturdurchschnittsnote und ob ein Dienst abgeleistet wurde.


Ab dem Wintersemester 2014/15 sind Studienzeiten in Teilzeit- und Fernstudiengängen wartezeitschädlich. Folglich erwerben Personen, die in solchen Studiengängen immatrikuliert sind, für die entsprechenden Halbjahr keine Wartezeit mehr. (Vor dem Wintersemester 2014/15 absolvierte Studienzeiten in Teilzeit- und Fernstudiengängen sind aufgrund Vertrauensschutzes weiterhin wartezeitunschädlich.)