Jedes Sommersemester
10 Leistungspunkte
Die Angaben zur Moduldauer finden Sie bei den Studiengängen, in denen das Modul verwendet wird.
Studierende kennen unterschiedliche Ursachen und Formen sprachlicher Variation in ihrer Funktionalität. Sie sind vertraut mit den einschlägigen Theorien und Modellen, insbesondere mit den Merkmalen der für die Schule besonders relevanten konzeptionellen Schriftlichkeit. Auf dieser Grundlage können sie sprachliche Anforderungen unterschiedlicher Schulfächer sowohl in Lehrlernmaterialien als auch in der mündlichen und schriftlichen Unterrichtsinteraktion erkennen. Zudem können sie diesen sprachlichen Herausforderungen durch die Planung sprachbildenden Unterrichts begegnen, um Schüler*innen im kumulativen Aufbau bildungs- und fachsprachlicher Kompetenzen zu unterstützen.
In diesem Seminar setzen sich die Studierenden mit den Ursachen und Formen sprachlicher Variation auseinander, wobei sie eine soziolinguistisch und rassismuskritisch geprägte Perspektive einnehmen. Neben regionaler und sozialer Variation steht dabei insbesondere die situative Variation im Fokus, die in ihrer Funktionalität in den Blick genommen wird. Schulsprache, Alltagssprache, Bildungssprache, Fachsprache und Berufssprache werden im Verhältnis zueinander betrachtet und in ihren sprachlichen Merkmalen sowie in ihrer jeweiligen kommunikativen Funktionalität analysiert. Konzeptionelle vs. mediale Schriftlichkeit und Mündlichkeit sowie Multimedialität bilden weitere Schwerpunkte des Seminars.
Aufbauend auf den in der Einführung, die daher zuvor belegt werden sollte, erworbenen Grundkenntnissen, wird in diesem Seminar exemplarisch ein Blick auf den Sprachgebrauch in unterschiedlichen Schulfächern wie bspw. Mathematik oder Sachunterricht geworfen. Ausgehend von Bildungsplänen, fachspezifischen Operatoren sowie Sprachbedarfsanalysen, die sich aus Lehrlernmaterialien, aber auch aus Unterrichtsinteraktionen speisen können, wird sprachbildender Unterricht geplant. Dazu wird grundlegend in das Scaffolding-Modell, aber auch in Instrumente sprachbildenden Fachunterrichts wie bspw. den Planungsrahmen eingeführt. Der Gebrauch dieser Werkzeuge wird am Beispiel des jeweils ausgewählten Unterrichtsfachs von den Studierenden eingeübt.
Es wird dringend empfohlen, die Lehrveranstaltung „Einführung in die germanistische Linguistik“ (Modul 23-GER-Gru-Portal Fachportal) im Fach „Sprachliche Grundbildung“ vor dem Modul 23-DaZuM-3-SD zu besuchen.
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Da das Seminar "Sprache im Fachunterricht" auf Grundkenntnissen im Bereich der sprachlichen Variation aufbaut, ist es sinnvoll, das Seminar "Einführung in sprachliche Variation" im Vorfeld oder spätestens zeitgleich zu besuchen.
Modulstruktur: 1 SL, 1 bPr 1
| Zuordnung Prüfende | Workload | LP2 |
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Lehrende der Veranstaltung
Einführung in sprachliche Variation
(Seminar)
Bearbeitung von vier bis sechs Aufgaben zu den jeweils im Seminar thematisierten Gesichtspunkten im Umfang von jeweils 100-400 Wörtern. |
siehe oben |
siehe oben
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Hausarbeit auf Grundlage einer Materialanalyse im Seminar „Sprache im Fachunterricht“ (Die Hausarbeit hat einen Umfang von 10-15 Seiten Text (zuzüglich Titelblatt, Inhaltsverzeichnis, Literaturverzeichnis, ggf. Anhang, Eigenständigkeitserklärung). Das Thema der Hausarbeit wird von den Lehrenden in Absprache mit den Studierenden festgelegt.)
| Studiengang | Variante | Empf. Beginn 3 | Dauer | Bindung 4 |
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| Deutsch als Zweitsprache und Mehrsprachigkeit / Bachelor [FsB vom 01.04.2026, gültig ab Wintersemester 2026/27] | Fach (Grundschule) | 4. | 2 Semester | Pflicht |
In diesem Modul kann eine automatische Vollständigkeitsprüfung vom System durchgeführt werden.
Deutsch als Zweitsprache und Mehrsprachigkeit / Bachelor: Fach (Grundschule)