Jedes Sommersemester
10 Leistungspunkte
Die Angaben zur Moduldauer finden Sie bei den Studiengängen, in denen das Modul verwendet wird.
Studierende des Moduls vertiefen und erweitern ihr Wissen durch die Erarbeitung differierender Perspektiven und interdisziplinärer Zugänge zum Gegenstand der Inklusiven Bildung. Durch die Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Erkenntnissen unterschiedlicher Abstraktionsniveaus – z.B. einzelnen Störungsbildern und ausgewählten Diversitätsdimensionen, institutionellen, organisationalen und disziplinären Logiken oder erziehungswissenschaftlichen und psychologischen Modellen – erarbeiten sich Studierende nicht nur ein facettenreiches und kritisches Verständnis des Feldes der Inklusiven Bildung, sondern werden darüber hinaus befähigt, Interdependenzen und Spannungsfelder innerhalb dieses Feldes zu erschließen. Damit leistet das Modul einen Beitrag zur Entwicklung eines professionellen Selbstverständnisses, da es zum einen Studierende anleitet, ihr zukünftiges berufliches Handeln in Bezug auf gesellschaftliche Erwartungen und Folgen hin zu reflektieren. Zum anderen sollen die Studierenden unter Bezug auf das erworbene Fachwissen verschiedene Handlungskorridore erkennen und situative sowie institutionelle Rahmenbedingungen ihres beruflichen Handelns reflektieren.
Das Modul besteht aus zwei Teilen (E1 – Interdisziplinäre Zugriffe und E2 – Ausgewählte Diversitätsdimensionen), die zusammengenommen einen interdisziplinären und gleichzeitig an exemplarischen Fällen/ Fallstudien konkretisierten Zugang zum Gegenstand des Moduls ermöglichen sollen.
Element 1: Interdisziplinäre Zugriffe
Dazu setzen sich im Rahmen des ersten Modulelementes Studierende vertieft mit interdisziplinären Perspektiven auf Inklusive Bildung auseinander. Dies kann bspw. stattfinden durch die Erarbeitung von erziehungswissenschaftlichen, psychologischen, sonderpädagogischen, soziologischen und/ oder kulturwissenschaftliche Zugriffen auf Teilaspekte von Inklusion und Inklusiver Bildung. Diese interdisziplinäre Auseinandersetzung und Reflexion disziplinärer Schnittfelder nimmt dabei konkreten Bezug auf Institutionen, Organisationen, Akteur*innen und Agenden inklusiver Bildung in regionalen, nationalen und internationalen Kontexten. Durch diesen exemplarischen, aber ebenso multimodalen Zugriff auf den Gegenstand soll versucht werden, einzelne Umgangsweisen mit Inklusiver Bildung miteinander ins Verhältnis zu setzen und, qua Verknüpfung mit den zugehörigen interdisziplinären Perspektiven, tiefergehend zu reflektieren.
Element 2: Ausgewählte Diversitätsdimensionen
Im zweiten Element des Moduls sollen sich Studierende mit ausgewählten Fällen (z.B. bereits existierende case studies zu Institutionen/ Akteur*innen), Herausforderungen (z.B. spezifischen Symptomatiken inkl. deren Be- und Verarbeitung in institutionellen/ organisationalen Settings, z.B. sonderpädagogischen Förderschwerpunkte bzw. -Bedarfe) oder Konstellationen inklusiven/ exklusiven Handelns auseinandersetzen. Eine solche Auseinandersetzung kann z.B. in Form von Institutionen-, Fall- oder policy-Analyse stattfinden. Diese Analysen sollen nicht nur in einem tieferen Verständnis der Materie, sondern ebenso in einer kritischen Einordnung und Reflexion des Gegenstandes kulminieren. Dadurch werden u.a. Spannungsfelder inklusiver Bildung bzw. inklusiven Handelns adressiert und – durch Einbeziehung der verschiedenen Positionen, Perspektiven und Zugriffe – anteilig bearbeitet.
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Es müssen beide Modulelemente E1 und E2 studiert werden. In einer Veranstaltung ist eine Studienleistung, in der anderen die Prüfungsleistung zu erbringen. In der Veranstaltung, in der die Modulprüfung abgelegt wird, ist keine Studienleistung zu erbringen.
Die Themenbezogenen Module können nur gemeinsam studiert werden. Wird das Modul I gewählt, muss auch das Modul II studiert werden.
Im Rahmen des gesamten Profilstudiums muss eine Prüfungsleistung in Form einer Hausarbeit und eine in Form einer mündlichen Leistung erbracht werden.
Modulstruktur: 1 SL, 1 bPr 1
| Zuordnung Prüfende | Workload | LP2 |
|---|---|---|
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Lehrende der Veranstaltung
E1: Interdisziplinäre Zugriffe auf Inklusion
(Seminar)
Die Studienleistung dient der Einübung einer reflexiven und inhaltlich begründeten Haltung zu den in der Veranstaltung behandelten Themen. Sie hat im Hinblick auf die im Modul verankerten Kompetenzen einen einübenden und vertiefenden Charakter. Eine Studienleistung ist das Anfertigen einer oder mehrerer veranstaltungsbegleitender (Teil)Aufgabe(n) zu Übungszwecken. Übungsaufgaben können beispielsweise sein: Die Vorbereitung und Durchführung einer Gruppenarbeit, die Vorbereitung und Durchführung einer mündlichen Präsentation, eine Argumentationsrekonstruktion, die Zusammenfassung eines Textes, die Erstellung medialer Produkte etc. Für alternative Erbringungsformen gilt, dass diese den gängigen mündlichen oder schriftlichen Formen der Leistungserbringung in ihrem Umfang entsprechen müssen. |
siehe oben |
siehe oben
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Lehrende der Veranstaltung
E2: Ausgewählte Diversitätsdimensionen
(Seminar)
Beschreibung siehe E1 |
siehe oben |
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Die Modulprüfung wird im Rahmen eines der Elemente 1 oder 2 erbracht. In der Prüfung werden über die Veranstaltung hinausweisende Aspekte und die modulspezifischen Kompetenzen aufgegriffen. Sie kann auf einer zuvor im Rahmen einer Modulveranstaltung erbrachten Studienleistung aufbauen, wobei auch hier Bezüge zu veranstaltungsübergreifenden Aspekten hergestellt werden müssen.
Die prüfende Person informiert über die möglichen Prüfungsmodalitäten.
Mögliche Erbringungsformen sind:
Die Modulprüfung wird im Rahmen des Elemente 1 oder 2 erbracht.
Beschreibung siehe E1.
| Studiengang | Empf. Beginn 3 | Dauer | Bindung 4 |
|---|---|---|---|
| Erziehungswissenschaft / Master of Arts [FsB vom 18.03.2026, gültig ab Wintersemester 2026/27] | 1. o. 2. o. 3. | 1 oder 2 Semester | Wahlpflicht |
In diesem Modul kann eine automatische Vollständigkeitsprüfung vom System durchgeführt werden.