Jedes Wintersemester
10 Leistungspunkte
Die Angaben zur Moduldauer finden Sie bei den Studiengängen, in denen das Modul verwendet wird.
Das Modul „Theorien, Geschichte und Methodologien inklusiver Bildung“ soll Studierende befähigen, Besonderheiten und Grenzen theoretischer Zugänge aus dem Feld der inklusiven Bildung (und ihrer Vorläufervarianten) zu erschließen sowie Terminologien und Lehrmeinungen – u.a. durch Verweis auf theoretische Positionen sowie historische Dynamiken – zu identifizieren, interpretieren sowie kritisch einzuordnen. Unter Rückbezug auf die erlernten Positionen sollen Studierende befähigt werden, eigenständig Lücken und Fehlstellen in der Forschungslandschaft auszumachen und diese – bspw. durch theoretische oder empirische Auseinandersetzung mit dem Feld der inklusiven Bildung – zu reflektieren und diskutieren, sodass sie sich eigenständig neues Wissen aneignen und dieses Wissen kritisch einzuordnen vermögen.
Im Rahmen des Moduls werden mit historischem wie gegenwärtigem Bezug, theoretische Verständnisse, forschungsmethodische Zugriffe und ausgewählte Forschungsergebnisse zu Inklusion und Inklusiver Bildung thematisiert und reflektiert. Diese Thematisierung erfolgt unter Berücksichtigung nationaler und internationaler Perspektiven.
Element 1: Theoretische und historische Perspektiven auf Inklusion und Exklusion
In Modulelement 1 (theoretische und historische Perspektiven) erweitern Studierende ihr Verständnis von Begriffen wie Behinderung, Benachteiligung und Inklusion/ Exklusion durch eine vertiefte Auseinandersetzung mit unterschiedlichen theoretischen Ansätzen und intersektionalen Positionen. So kann in Modulelement 1 bspw. auf Theorien und Verständnisse von Normalität, Devianz, Pathologisierung, Diversität oder des Otherings fokussiert werden. Zusammen mit den hier skizzierten sowie weiteren theoretischen Perspektiven sollen Studierende die vielfältigen Facetten des Schlüsselbegriffes ‚Inklusion‘ kennenlernen und diese Facetten hinsichtlich ihres Potenzials für verschiedene Settings (Praxis, Forschung, theoretische Weiterentwicklung, methodische Zugänge etc.) befragen. Hiermit verbunden spielt auch die historische Genese von Behinderungs- und Benachteiligungsdynamiken eine Rolle, die in ihrer Synthese mit u.a. systemischen, sozialen, politischen und wirtschaftlichen Faktoren bei der Herstellung von Differenz und Hervorbringung von Exklusion reflektiert werden soll. Ebenso sollen Theorien und Ansätze der Bearbeitung bzw. Umsetzung von Inklusion thematisiert werden, so bspw. Schultheorien, Steuerungsansätze des Bildungssystems, biographische Bruchstellen (z.B. Übergänge) oder Netzwerkansätze.
Element 2: Empirische und forschungsmethodische Zugänge zu Inklusion und Exklusion
Im Modulelement 2 (empirische und forschungsmethodische Zugänge) setzen sich Studierende kritisch mit Forschung zu inklusiven und exklusiven Dynamiken auseinander. Hierbei sollen einerseits empirische Befunde inklusionsorientierter Forschung – im Sinne einer forschungsbasierten Reflexion des zukünftigen professionellen Handelns – rezipiert und kritisch eingeordnet werden (z.B. zu multiprofessioneller Kooperation, neuen Lernkulturen etc.), andererseits forschungsmethodologische Zugänge im Zusammenhang mit einem forschungsorientierten Zugriff auf Inklusion und Inklusive Bildung thematisiert werden. Durch die Auseinandersetzung mit den Modi, den Methoden sowie assoziierten Methodologien, die für die Hervorbringung von Wissen im Forschungsfeld der Inklusion genutzt werden bzw. genutzt werden können, soll eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Stand der Forschung sowie dessen Grundannahmen angebahnt werden. Hierbei soll ebenso die Hervorbringung, Re-Produktion oder Reifizierung von Differenzen im Forschungsprozess reflexiv eingeholt werden.
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Modulstruktur: 1 SL, 1 bPr 1
| Zuordnung Prüfende | Workload | LP2 |
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Lehrende der Veranstaltung
E1: Theoretische und historische Perspektiven auf Inklusion und Exklusion
(Seminar)
Die Studienleistung dient der Einübung einer reflexiven und inhaltlich begründeten Haltung zu den in der Veranstaltung behandelten Themen. Sie hat im Hinblick auf die im Modul verankerten Kompetenzen einen einübenden und vertiefenden Charakter. Eine Studienleistung ist das Anfertigen einer oder mehrerer veranstaltungsbegleitender (Teil)Aufgabe(n) zu Übungszwecken. Übungsaufgaben können beispielsweise sein: Die Vorbereitung und Durchführung einer Gruppenarbeit, die Vorbereitung und Durchführung einer mündlichen Präsentation, eine Argumentationsrekonstruktion, die Zusammenfassung eines Textes, die Erstellung medialer Produkte etc. Für alternative Erbringungsformen gilt, dass diese den gängigen mündlichen oder schriftlichen Formen der Leistungserbringung in ihrem Umfang entsprechen müssen. |
siehe oben |
siehe oben
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Lehrende der Veranstaltung
E2: Empirische und forschungsmethodische Zugänge zu Inklusion und Exklusion
(Seminar)
Siehe Beschreibung bei E1 |
siehe oben |
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Die Modulprüfung wird im Rahmen eines der Elemente 1 oder 2 erbracht. In der Prüfung werden über die Veranstaltung hinausweisende Aspekte und die modulspezifischen Kompetenzen aufgegriffen. Sie kann auf einer zuvor im Rahmen einer Modulveranstaltung erbrachten Studienleistung aufbauen, wobei auch hier Bezüge zu veranstaltungsübergreifenden Aspekten hergestellt werden müssen.
Die prüfende Person informiert über die möglichen Prüfungsmodalitäten.
Mögliche Erbringungsformen sind:
Die Modulprüfung wird im Rahmen des Elemente 1 oder 2 erbracht.
Beschreibung siehe E1.
| Studiengang | Empf. Beginn 3 | Dauer | Bindung 4 |
|---|---|---|---|
| Erziehungswissenschaft / Master of Arts [FsB vom 18.03.2026, gültig ab Wintersemester 2026/27] | 1. o. 2. o. 3. | 1 oder 2 Semester | Wahlpflicht |
In diesem Modul kann eine automatische Vollständigkeitsprüfung vom System durchgeführt werden.