Jedes Wintersemester
10 Leistungspunkte
Die Angaben zur Moduldauer finden Sie bei den Studiengängen, in denen das Modul verwendet wird.
Im Modul „Grundfragen und Konzepte der Erwachsenenbildung/Weiterbildung“ verschaffen sich die Studierenden einen vertiefenden Überblick über theoretische Perspektiven und ihre zentralen Konzepte. Sie entwickeln dabei sowohl ein Verständnis für die besonderen Lernanlässe, -Formen und -Kontexte erwachsener Lernender mit ihren biografischen Erfahrungshintergründen als auch ein Verständnis für das plural verfasste Weiterbildungssystem in Deutschland. Die Studierenden vertiefen ihre Fähigkeiten zur systematischen Erschließung von Grundbegriffen und erwerben die Fähigkeit, Theorien und Konzepte der Erwachsenen- und Weiterbildung kritisch zu diskutieren und auf die Grundfragen des Handlungsfeldes zu beziehen, etwa der Frage, wie Erwachsenenbildung im Spannungsfeld von gesellschaftlicher Brauchbarkeit und Selbstbildung konzipiert werden kann.
Zentrales Ergebnis des Moduls ist die fortlaufende, begleitete und eigenständige Ableitung von erwachsenenpädagogischen Implikationen aus den erarbeiteten Begriffen sowie die Erprobung und Reflexion dieser Implikationen in Projektarbeiten wie zum Beispiel bei der exemplarischen Konzeption und Durchführung eines Lehrangebots. Durch die kritische Erarbeitung von Grundbegriffen sowie durch die Ableitung von didaktischen Implikationen lernen die Studierenden schließlich, unterschiedliche Formen des Lehrens und Lernens im Erwachsenenalter eigenständig zu analysieren. Neben disziplinbezogenen Kenntnissen und Fähigkeiten werden im Modul insbesondere durch das Ablegen der Studienleistungen exemplarisch in Form von didaktischer Gestaltung, Durchführung und schriftlicher Reflexion von Lehreinheiten oder Projektarbeiten sowie der Prüfungsleistung in Form einer wissenschaftlichen Hausarbeit Schlüsselkompetenzen wie selbstständiges Arbeiten, Kommunikations-, Präsentations- und Visualisierungskompetenzen erweitert.
Element 1: Grundbegriffe und theoretische Zugänge der Erwachsenenbildung/ Weiterbildung
In Element E1 „Grundbegriffe und theoretische Zugänge der Erwachsenenbildung/Weiterbildung“ erfolgt eine vertiefende Einführung in die Disziplin und Profession der Erwachsenen- und Weiterbildung. Zentrale Konzepte wie z.B. Adressat*innen, Teilhabe, Lernkultur oder Steuerung werden erarbeitet und kontextualisiert. Darüber werden gesellschaftliche, institutionelle und individuelle Kontexte der Erwachsenen- und Weiterbildung in einer nicht zuletzt von Digitalität, Migration und ökologischen Herausforderungen geprägten Gegenwart erschlossen. Die vertiefte Auseinandersetzung mit den Begriffen Professionalität und Professionalisierung in der Erwachsenenbildung und Weiterbildung dient als Grundlage für die Reflexion nachfolgender Studieninhalte. Die im Modul thematisierten Konzepte und Theorien werden dabei wesentlich vor dem Hintergrund ihrer historischen Entwicklung und ihrer diskursiven Zusammenhänge mit vorausgegangenen Ansätzen sowie vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen erarbeitet.
Element 2: Lernen im Erwachsenenalter
In Element E2 „Lernen im Erwachsenenalter“ werden formale, non-formale und informelle Lernräume Erwachsener erschlossen. Damit wird der Blick zum einen auf veranstaltungsförmige, institutionell gerahmte Lernkontexte und deren erwachsenenpädagogische Gestaltung gelenkt. Mikro-, meso- und makrodidaktische Handlungsebenen, die von der Ausgestaltung des konkreten interaktiven Lehr-Lern-Geschehens bis hin zu Programmplanung und Weiterbildungsmanagement reichen, werden dabei thematisiert und systematisiert.
Zum anderen rücken aber auch Lern- und Bildungsprozesse Erwachsener jenseits institutionalisierter Lernkontexte in den Blick, beispielsweise biografische Lernprozesse oder informelle Lernorte wie Städte, Museen, Medien, Erlebniswelten, Betriebe, Reisen, Sport oder Kultur.
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Es müssen beide Modulelemente E1 und E2 studiert werden. In einer Veranstaltung ist eine Studienleistung, in der anderen die Prüfungsleistung zu erbringen. In der Veranstaltung, in der die Modulprüfung abgelegt wird, ist keine Studienleistung zu erbringen.
Die Themenbezogenen Module können nur gemeinsam studiert werden. Wird das Modul I gewählt, muss auch das Modul II studiert werden.
Im Rahmen des gesamten Profilstudiums muss eine Prüfungsleistung in Form einer Hausarbeit und eine in Form einer mündlichen Leistung erbracht werden.
Modulstruktur: 1 SL, 1 bPr 1
| Zuordnung Prüfende | Workload | LP2 |
|---|---|---|
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Lehrende der Veranstaltung
E1: Grundbegriffe und theoretische zugänge der Erwachsenenbildung/ Weiterbildung
(Seminar)
Die Studienleistung dient der Einübung einer reflexiven und inhaltlich begründeten Haltung zu den in der Veranstaltung behandelten Themen. Sie hat im Hinblick auf die im Modul verankerten Kompetenzen einen einübenden und vertiefenden Charakter. Eine Studienleistung ist das Anfertigen einer oder mehrerer veranstaltungsbegleitender (Teil)Aufgabe(n) zu Übungszwecken. Übungsaufgaben können beispielsweise sein: Die Vorbereitung und Durchführung einer Gruppenarbeit, die Vorbereitung und Durchführung einer mündlichen Präsentation, eine Argumentationsrekonstruktion, die Zusammenfassung eines Textes, die Erstellung medialer Produkte etc. Für alle Studienleistungen gilt, dass schriftliche Beiträge im Gesamtumfang von höchstens 2000 Wörtern und mündliche Beiträge im Gesamtumfang von höchstens 30 Minuten verlangt werden. Für alternative Erbringungsformen gilt, dass diese den gängigen mündlichen oder schriftlichen Formen der Leistungserbringung in ihrem Umfang entsprechen müssen. |
siehe oben |
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Lehrende der Veranstaltung
E2: Lernen im Erwachsenenalter
(Seminar)
Siehe Beschreibung bei Element 1 |
siehe oben |
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Die Modulprüfung wird im Rahmen eines der Elemente 1 oder 2 erbracht. In der Prüfung werden über die Veranstaltung hinausweisende Aspekte und die modulspezifischen Kompetenzen aufgegriffen. Sie kann auf einer zuvor im Rahmen einer Modulveranstaltung erbrachten Studienleistung aufbauen, wobei auch hier Bezüge zu veranstaltungsübergreifenden Aspekten hergestellt werden müssen.
Die prüfende Person informiert über die möglichen Prüfungsmodalitäten.
Mögliche Erbringungsformen sind:
Die Modulprüfung wird im Rahmen des Elemente 1 oder 2 erbracht.
Beschreibung siehe E1.
| Studiengang | Empf. Beginn 3 | Dauer | Bindung 4 |
|---|---|---|---|
| Erziehungswissenschaft / Master of Arts [FsB vom 18.03.2026, gültig ab Wintersemester 2026/27] | 1. o. 2. o. 3. | 1 oder 2 Semester | Wahlpflicht |
In diesem Modul kann eine automatische Vollständigkeitsprüfung vom System durchgeführt werden.