Modul 25-MEW-5-B1 Systematische Verortung und theoretische Kontextualisierung pädagogischer Beratung

Fakultät

Modulverantwortliche*r

Turnus (Beginn)

Jedes Wintersemester

Leistungspunkte und Dauer

10 Leistungspunkte

Die Angaben zur Moduldauer finden Sie bei den Studiengängen, in denen das Modul verwendet wird.

Kompetenzen

Die Studierenden erwerben vertiefte systematische und theoretische Kenntnisse über pädagogische Beratung. Sie können beratungswissenschaftliche Diskurse kritisch reflektieren und deren methodische Implikationen feldspezifisch einordnen. Auf der Basis von Kenntnissen über historische Entwicklungen und rechtliche Strukturierungen von Beratung können Studierende Leitbilder identifizieren, sowie organisationsbezogene Zusammenhänge und feldspezifische Verortungen von Beratung analysieren. Sie können Differenzverhältnisse in Beratungskontexten reflexiv aufgreifen und hinsichtlich ihrer intersektionalen Durchdringung problematisieren. Die Studierenden erwerben zudem vertiefte Fähigkeiten in der kritischen Auseinandersetzung mit Konzepten und den zugrunde liegenden Strukturkonflikten und Spannungsdynamiken. Sie besitzen Fertigkeiten in Konzeptentwicklung insbesondere mit Blick auf Aspekte der Differenz.

Lehrinhalte

Das Modul ist darauf ausgelegt, ein tiefergehendes Verständnis und eine kritische Auseinandersetzung mit verschiedenen theoretischen Perspektiven in der pädagogischen Beratung zu fördern und feldspezifisch zu konkretisieren. Die Veranstaltungen in den Elementen zielen auf theoretisch fundierte Auseinandersetzungen mit pädagogischer Beratung.

Element 1: Theoretische Fundierung und kritische Analysen der pädagogischen Beratung
Element 1 widmet sich der theoretischen Fundierung und kritischen Analysen der pädagogischen Beratung. Dabei wird Beratungswissenschaft als kritische Handlungswissenschaft in ihrer historischen Entwicklung und in der Bielefelder Tradition sozialtheoretischer Fundierung diskutiert. Ausgehend von Befunden aus dem Feld der Beratungsforschung werden aktuelle Fragestellungen und Weiterentwicklungen, die nicht zuletzt mit feministischer, rassismuskritischer und dekolonialer Kritk an grundlegenden Voraussetzungen (etwa dem Autonomiebegriff) klassicher Beratungstraditionen zu tun hat, reflektiert. Schwerpunkte sind neben ethischen und rechtlichen Aspekten auch die kritische Untersuchung relevanter Leitbilder.

Element 2: feldspezifische Konkretisierung theoretischer Ansätze in der Beratung
In Element 2 erfolgt eine feldspezifische Konkretisierung theoretischer Ansätze in der Beratung. Ins-besondere werden Differenzverhältnisse über die Lebensspanne in Beratungskontexten systematisch im Hinblick auf Felder der Beratung und organisationale Dimensionen konturiert. Fokussiert werden hier Konzepte und Konzeptentwicklung sowie leitungsbezogene und managerielle Prozesse. Diese werden auch unter ethischer Perspektive erkundet und beratungswissenschaftlich eingeordnet.

Empfohlene Vorkenntnisse

Notwendige Voraussetzungen

Erläuterung zu den Modulelementen

Es müssen beide Modulelemente E1 und E2 studiert werden. In einer Veranstaltung ist eine Studienleistung, in der anderen die Prüfungsleistung zu erbringen. In der Veranstaltung, in der die Modulprüfung abgelegt wird, ist keine Studienleistung zu erbringen.
Die Themenbezogenen Module können nur gemeinsam studiert werden. Wird das Modul I gewählt, muss auch das Modul II studiert werden.

Im Rahmen des gesamten Profilstudiums muss eine Prüfungsleistung in Form einer Hausarbeit und eine in Form einer mündlichen Leistung erbracht werden.

Modulstruktur: 1 SL, 1 bPr 1

Veranstaltungen

E1: Theoretische Funderung und kritische Analysen der pädagogischen Beratung
Art Seminar
Turnus WiSe
Workload5 90 h (30 + 60)
E2: Feldspezifische Konkretisierung theoretischer Ansätze in der Beratung
Art Seminar
Turnus WiSe
Workload5 90 h (30 + 60)

Studienleistungen

Zuordnung Prüfende Workload LP2
Lehrende der Veranstaltung E1: Theoretische Funderung und kritische Analysen der pädagogischen Beratung (Seminar)

Die Studienleistung dient der Einübung einer reflexiven und inhaltlich begründeten Haltung zu den in der Veranstaltung behandelten Themen. Sie hat im Hinblick auf die im Modul verankerten Kompetenzen einen einübenden und vertiefenden Charakter. Eine Studienleistung ist das Anfertigen einer oder mehrerer veranstaltungsbegleitender (Teil)Aufgabe(n) zu Übungszwecken. Übungsaufgaben können beispielsweise sein: Die Vorbereitung und Durchführung einer Gruppenarbeit, die Vorbereitung und Durchführung einer mündlichen Präsentation, eine Argumentationsrekonstruktion, die Zusammenfassung eines Textes, die Erstellung medialer Produkte etc.

Für alle Studienleistungen gilt, dass schriftliche Beiträge im Umfang von höchstens 2000 Wörtern und mündliche Beiträge im Umfang von höchstens 30 Minuten verlangt werden.

Für alternative Erbringungsformen gilt, dass diese den gängigen mündlichen oder schriftlichen Formen der Leistungserbringung in ihrem Umfang entsprechen müssen.

siehe oben siehe oben
Lehrende der Veranstaltung E2: Feldspezifische Konkretisierung theoretischer Ansätze in der Beratung (Seminar)

Siehe Beschreibung bei Element 1

siehe oben siehe oben

Prüfungen

e-Klausur o. e-Open-Book o. Hausarbeit o. Klausur o. mündliche e-Prüfung o. mündliche Prüfung o. Open-Book o. Portfolio o. Referat mit Ausarbeitung
Gewichtung 1
Workload 120h
LP2 4

Die Modulprüfung wird im Rahmen eines der Elemente 1 oder 2 erbracht. In der Prüfung werden über die Veranstaltung hinausweisende Aspekte und die modulspezifischen Kompetenzen aufgegriffen. Sie kann auf einer zuvor im Rahmen einer Modulveranstaltung erbrachten Studienleistung aufbauen, wobei auch hier Bezüge zu veranstaltungsübergreifenden Aspekten hergestellt werden müssen.
Die prüfende Person informiert über die möglichen Prüfungsmodalitäten.

Mögliche Erbringungsformen sind:

  • Hausarbeit im Umfang von höchstens 6.000 Wörtern
  • Mündliche Prüfung oder elektronische mündliche Prüfung auf Distanz im Umfang von höchstens 40 Minuten
  • Referat/ mündliche Präsentation (max. 30 Minuten) mit einer schriftlichen Ausarbeitung im Umfang von höchstens 2.500 Wörtern
  • Klausur im Umfang von höchstens 90 Minuten
  • e-Klausur in Präsenz oder auf Distanz im Umfang von max. 90 Minuten
  • Open-Book-Klausur oder e-Open-Book-Klausur im Umfang von max. 120 Minuten
  • Portfolio, das verschiedene mediale Formen zusammenführt. Das Portfolio bezeichnet eine Zusammenstellung von Dokumenten, die den Lernverlauf eines Individuums beschreiben bzw. dokumentieren. Portfolios dienen dazu, Lernerfahrungen und -erfolge zu erfassen und Lernstrategien zu planen. Mit Hilfe des Portfolios sollen die Arbeitsergebnisse eines Studierenden aus einer Veranstaltung/einem Modul dokumentiert werden. Ein Portfolio kann verschiedene Arbeiten von Exzerpten und Literaturrecherchen bis zu Lerntagebüchern oder Referaten enthalten. Die Dozent*innen entscheiden jeweils, welche Leistungen für das Portfolio zu erbringen sind, dies kann je nach didaktischem Konzept der Veranstaltung/des Moduls für alle Studierenden gleich sein, es kann aber auch individuell vereinbart werden. Die Bewertung des Portfolios erfolgt abschließend aufgrund einer Gesamtbetrachtung der Sammlung.
e-Klausur o. e-Open-Book o. Hausarbeit o. Klausur o. mündliche e-Prüfung o. mündliche Prüfung o. Open-Book o. Portfolio o. Referat mit Ausarbeitung
Gewichtung 1
Workload 120h
LP2 4

Die Modulprüfung wird im Rahmen des Elemente 1 oder 2 erbracht.
Beschreibung siehe E1.

In diesen Studiengängen wird das Modul verwendet:

Studiengang Empf. Beginn 3 Dauer Bindung 4
Erziehungswissenschaft / Master of Arts [FsB vom 18.03.2026, gültig ab Wintersemester 2026/27] 1. o. 2. o. 3. 1 oder 2 Semes­ter Wahl­pflicht

Automatische Vollständigkeitsprüfung

In diesem Modul kann eine automatische Vollständigkeitsprüfung vom System durchgeführt werden.


Legende

1
Die Modulstruktur beschreibt die zur Erbringung des Moduls notwendigen Prüfungen und Studienleistungen.
2
LP ist die Abkürzung für Leistungspunkte.
3
Die Zahlen in dieser Spalte sind die Fachsemester, in denen der Beginn des Moduls empfohlen wird. Je nach individueller Studienplanung sind gänzlich andere Studienverläufe möglich und sinnvoll.
4
Erläuterungen zur Bindung: "Pflicht" bedeutet: Dieses Modul muss im Laufe des Studiums verpflichtend absolviert werden; "Wahlpflicht" bedeutet: Dieses Modul gehört einer Anzahl von Modulen an, aus denen unter bestimmten Bedingungen ausgewählt werden kann. Genaueres regeln die "Fächerspezifischen Bestimmungen" (siehe Navigation).
5
Workload (Kontaktzeit + Selbststudium)
SoSe
Sommersemester
WiSe
Wintersemester
SL
Studienleistung
Pr
Prüfung
bPr
Anzahl benotete Modul(teil)prüfungen
uPr
Anzahl unbenotete Modul(teil)prüfungen
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.