Modul 25-BEW5-EWB4 Handlungsfelder, Adressat*innen und Teilnehmende in der Erwachsenenbildung / Weiterbildung

Fakultät

Modulverantwortliche*r

Turnus (Beginn)

Jedes Sommersemester

Leistungspunkte und Dauer

10 Leistungspunkte

Die Angaben zur Moduldauer finden Sie bei den Studiengängen, in denen das Modul verwendet wird.

Kompetenzen

Im Modul „Handlungsfelder, Adressat*innen und Teilnehmende in der Erwachsenenbildung / Weiterbildung“ erwerben die Studierenden die Fähigkeit, Spezifika verschiedener erwachsenenpädagogischer Handlungsfelder hinsichtlich ihrer inhaltlichen und adressatenorientierten Ausgestaltung analysieren zu können. Durch die forschungsorientierte Auseinandersetzung mit Zugängen der Adressat*innen- und Teilnehmendenforschung im Kontext der Weiterbildung/Erwachsenenbildung lernen die Studierenden, adressatenorientierte empirische Forschungsarbeiten selbstständig zu erfassen, zu interpretieren sowie Implikationen für die Praxis der Erwachsenenbildung abzuleiten. Durch die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Adressat*innen von Erwachsenen- und Weiterbildung entwickeln die Studierenden eine Sensibilität für die Einbettung von Lern- und Bildungsprozessen Erwachsener in unterschiedliche Bildungsbiografien, Lebenslagen, Erfahrungsaufschichtungen und Nutzenerwartungen. Sie erweitern damit zugleich ihre wissenschaftlichen Methodenkenntnisse. Die Studierenden lernen, Trends bzw. Bedarfe in der Erwachsenenbildung und Weiterbildung einzuordnen und diesen in einer reflektierenden Haltung zu begegnen. Sie lernen, die Begriffe Adressat*innen, Zielgruppen und Teilnehmende zu differenzieren und werden darauf vorbereitet, Problematiken im Hinblick auf ihre Konstruktion im Kontext der Programm- und Angebotsplanung zu analysieren.

Lehrinhalte

Dieses Modul fokussiert in Element 1 „Handlungsfelder der Erwachsenenbildung/ Weiterbildung“ einen Überblick hinsichtlich der unterschiedlichen Adressat*innen und Zielgruppen der Erwachsenenbildung in den verschiedenen Handlungsfeldern, wie der allgemeinen, beruflich-betrieblichen, politischen und kulturellen Weiterbildung. Exemplarisch werden in den Veranstaltungen dieses Moduls ausgewählte Handlungsfelder unter Berücksichtigung ihrer je besonderen Bildungsverständnisse, Handlungspraktiken und Zielgruppen vertiefend erarbeitet.

Neben der Theoriebildung zum Lernen im Erwachsenenalter stellt die Analyse von Adressat*innen bzw. Teilnehmenden von Weiterbildungsangeboten unter Berücksichtigung ihrer Motive, Bedarfe, Biografien und Lebenslagen ein bedeutsames Forschungsfeld der Erwachsenenbildung dar, das in Element 2 „Adressat*innen und Teilnehmende der Erwachsenenbildung/ Weiterbildung“ vertieft wird. In dieser Perspektive werden Problematiken erschlossen, die mit der Konstruktion von Zielgruppen, Adressat*innen und Teilnehmendem bei der Programm- und Angebotsplanung einhergehen und professionell zu bearbeiten sind. Erkenntnisse aus der quantitativen und qualitativen Teilnehmendenforschung beleuchten Weiterbildungsteilnahme unter den Aspekten des Zugangs und der Teilhabechancen/ Barrieren, der (bildungs-)biografischen Erfahrungsaufschichtung, der intendierten und nicht-intendierten Lernprozesse und Lernwiderstände, der Teilnahmemotive und Bildungsbedarfe und lassen sich auf ihre Bedeutung für die Bildungsarbeit mit Erwachsenen befragen.

Empfohlene Vorkenntnisse

Notwendige Voraussetzungen

Erläuterung zu den Modulelementen

Es sind beide Veranstaltungen E1 und E2 zu studieren. In einem der Elemente ist eine benotete Prüfungsleistung zu erbringen. In dem Element, in dem die Prüfungsleistung erbracht wird, ist keine Studienleistung zu erbringen.

Modulstruktur: 1 SL, 1 bPr 1

Veranstaltungen

E1: Kontexte professionellen Handelns in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung
Art Seminar
Turnus SoSe
Workload5 90 h (30 + 60)
E2: Bildungsteilnahme und Lernen im Erwachsenenalter – Adressat*innen-Konstruktionen in der Erwachsenen- und Weiterbildung
Art Seminar
Turnus SoSe
Workload5 90 h (30 + 60)

Studienleistungen

Zuordnung Prüfende Workload LP2
Lehrende der Veranstaltung E1: Kontexte professionellen Handelns in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung (Seminar)

Die Studienleistung dient der Einübung einer reflexiven und diskursiven Haltung zu den in der Veranstaltung behandelten Themen und hat im Hinblick auf die im Modul verankerten Kompetenzen einübenden und vertiefenden Charakter. Eine Studienleistung ist das Anfertigen einer Aufgabe zu Übungszwecken. Diese können beispielsweise sein: Übungen, Vorbereitung und Durchführung einer Gruppenarbeit, Vorbereitung und Durchführung einer mündlichen Präsentation, Zusammenfassungen von modulspezifischen Texten, schriftliche Diskussionsbeiträge im Rahmen einer Lernplattform, Erstellung von Wiki-Beiträgen, etc.

siehe oben siehe oben
Lehrende der Veranstaltung E2: Bildungsteilnahme und Lernen im Erwachsenenalter – Adressat*innen-Konstruktionen in der Erwachsenen- und Weiterbildung (Seminar)

siehe Beschreibung bei E1

siehe oben siehe oben

Prüfungen

Hausarbeit o. Moderation o. mündliche Prüfung o. Portfolio o. Präsentation o. Projekt mit Ausarbeitung o. Referat mit Ausarbeitung
Gewichtung 1
Workload 120h
LP2 4

Die Modulprüfung wird im Rahmen eines der Elemente 1 oder 2 erbracht. In der Prüfung werden über die Veranstaltung hinausweisende Aspekte und die modulspezifischen Kompetenzen aufgegriffen. Sie kann auf einer zuvor im Rahmen einer Modulveranstaltung erbrachten Studienleistung aufbauen, wobei auch hier Bezüge zu veranstaltungsübergreifenden Aspekten hergestellt werden müssen.
Die prüfende Person informiert über die möglichen Prüfungsmodalitäten.

Mögliche Erbringungsformen sind:

  • Projektarbeit mit einer schriftlichen Reflexion von höchstens 2.500 Wörtern
  • mündliche Prüfung im Umfang von höchstens 30 Minuten Dauer,
  • Hausarbeit im Umfang von höchstens 4.500 Wörtern,
  • Referat (15-20 Minuten) mit einer schriftlichen Ausarbeitung im Umfang von höchstens 2.500 Wörtern,
  • Didaktische Gestaltung und exemplarische Durchführung eines Lehrangebots
  • Präsentation; d.h. Erstellung eines modulspezifischen Audio- oder Videopodcast,
  • Exemplarische Erprobung einzelner forschungsmethodischer Zugänge z.B. Dokumentenanalyse,
  • Portfolio, das verschiedene mediale Formen zusammenführt. Das Portfolio bezeichnet eine Zusammenstellung von Dokumenten, die den Lernverlauf eines Individuums beschreiben bzw. dokumentieren. Portfolios dienen dazu, Lernerfahrungen und -erfolge zu erfassen und Lernstrategien zu planen. Mit Hilfe des Portfolios sollen die Arbeitsergebnisse eines Studierenden aus einer Veranstaltung/einem Modul dokumentiert werden. Ein Portfolio kann verschiedene Arbeiten von Exzerpten und Literaturrecherchen bis zu Lerntagebüchern oder Referaten enthalten. Die Dozent*innen entscheiden jeweils, welche Leistungen für das Portfolio zu erbringen sind, dies kann je nach didaktischem Konzept der Veranstaltung/des Moduls für alle Studierenden gleich sein, es kann aber auch individuell vereinbart werden. Die Bewertung des Portfolios erfolgt abschließend aufgrund einer Gesamtbetrachtung der Sammlung.
Hausarbeit o. Moderation o. mündliche Prüfung o. Portfolio o. Präsentation o. Projekt mit Ausarbeitung o. Referat mit Ausarbeitung

Die Modulprüfung wird im Rahmen eines der Elemente 1 oder 2 erbracht.
Beschreibung siehe E1.

In diesen Studiengängen wird das Modul verwendet:

Studiengang Variante Profil Empf. Beginn 3 Dauer Bindung 4
Erziehungswissenschaft / Bachelor of Arts [FsB vom 18.03.2026, gültig ab Wintersemester 2026/27] 1-Fach (fw) Erwachsenenbildung/Weiterbildung 6. 1 Semes­ter Pflicht

Automatische Vollständigkeitsprüfung

In diesem Modul kann eine automatische Vollständigkeitsprüfung vom System durchgeführt werden.


Legende

1
Die Modulstruktur beschreibt die zur Erbringung des Moduls notwendigen Prüfungen und Studienleistungen.
2
LP ist die Abkürzung für Leistungspunkte.
3
Die Zahlen in dieser Spalte sind die Fachsemester, in denen der Beginn des Moduls empfohlen wird. Je nach individueller Studienplanung sind gänzlich andere Studienverläufe möglich und sinnvoll.
4
Erläuterungen zur Bindung: "Pflicht" bedeutet: Dieses Modul muss im Laufe des Studiums verpflichtend absolviert werden; "Wahlpflicht" bedeutet: Dieses Modul gehört einer Anzahl von Modulen an, aus denen unter bestimmten Bedingungen ausgewählt werden kann. Genaueres regeln die "Fächerspezifischen Bestimmungen" (siehe Navigation).
5
Workload (Kontaktzeit + Selbststudium)
SoSe
Sommersemester
WiSe
Wintersemester
SL
Studienleistung
Pr
Prüfung
bPr
Anzahl benotete Modul(teil)prüfungen
uPr
Anzahl unbenotete Modul(teil)prüfungen
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.