Modul 25-BEW5-EWB1 Theoretische, begriffliche und historische Grundlagen der Erwachsenenbildung/ Weiterbildung

Fakultät

Modulverantwortliche*r

Turnus (Beginn)

Jedes Wintersemester

Leistungspunkte und Dauer

10 Leistungspunkte

Die Angaben zur Moduldauer finden Sie bei den Studiengängen, in denen das Modul verwendet wird.

Kompetenzen

Im Modul „Theoretische, begriffliche und historische Grundlagen der Erwachsenenbildung und Weiterbildung“ lernen die Studierenden, die Erwachsenen- und Weiterbildungslandschaft hinsichtlich ihrer Entstehung und Entwicklungslinien in Deutschland einzuordnen und zu systematisieren. Sie erwerben die Fähigkeit, wesentliche Grundlagentheorien, ihre zentralen Begriffe und je unterschiedlich akzentuierten Perspektiven auf Erwachsenen- und Weiterbildung zu differenzieren. In der Auseinandersetzung mit Paradigmen und Rahmenmodellen lernen die Studierenden, spezifische Aspekte der Praxis der Erwachsenenbildung und Weiterbildung (z.B. meso- und mikrodidaktische Konzepte) anhand von Abstraktionen zu beschreiben und zu reflektieren. Ausgehend von der begleiteten und eigenständigen Erschließung zentraler Konzepte wird die Kompetenz erworben, leitende Fragestellungen der wissenschaftlichen Reflexion und Erforschung von Lern- und Bildungsprozesse Erwachsener sowie pädagogische Kernaktivitäten in der Erwachsenen- und Weiterbildung zu identifizieren. Hierbei lernen die Studierenden, die historische Dimension als Grundlage einer kritischen Auseinandersetzung mit den immer auch historisch gewachsenen Lehr-Lernkonzepten zu nutzen, sowie Konzepte vor dem Hintergrund aktueller Literatur zu bewerten.

Lehrinhalte

In diesem Modul werden die verschiedenen Bedeutungshorizonte des Begriffspaars „Erwachsenenbildung und Weiterbildung“ grundlagentheoretisch und historisch erschlossen.
Hierbei erfolgt in Element 1 „Geschichte und Grundbegriffe der Erwachsenenbildung/Weiterbildung“ eine Einführung in die Erwachsenenbildung/Weiterbildung als historisch gewachsenes, plurales pädagogisches Handlungsfeld, das von der allgemeinen Erwachsenenbildung über Formen der gewerkschaftlichen, kirchlichen, kulturellen oder politischen Erwachsenenbildung bis hin zu betrieblicher Bildungsarbeit reicht. Die Breite des Feldes wird anhand von historischen Entwicklungslinien, Systematisierungsansätzen und Ordnungsgrundsätzen erschlossen. Besondere Kennzeichen pädagogischen Handelns im Weiterbildungsbereich werden herausgearbeitet. Dabei werden auch erziehungswissenschaftliche Diskurse im Feld der Erwachsenenbildung/Weiterbildung bspw. zum lebenslangen Lernen sichtbar gemacht und kritische Analysefolien entwickelt.

In Element 2 „Theoretische Perspektiven und Konzepte der Erwachsenenbildung/ Weiterbildung“ stehen wesentliche Aspekte der erziehungswissenschaftlichen Theoriebildung und ihrer Rezeption in der Erwachsenenbildung/ Weiterbildung als erziehungswissenschaftlicher Teildisziplin im Vordergrund. Das Lernen Erwachsener gerät dann sowohl im Kontext professioneller pädagogischer Bemühungen in unterschiedlichen organisationalen Rahmungen, als auch jenseits pädagogischer Institutionen, theoretisch und empirisch in den Blick. Die Auseinandersetzung mit grundlegenden Theorieperspektiven wie bspw. systemtheoretischen, biografietheoretischen, lehr-lern-theoretischen, organisationstheoretischen Ansätzen und Denktraditionen erschließen unterschiedliche Perspektiven auf erwachsenenbildungswissenschaftliche Fragestellungen und Gegenstände. Zentrale Konzepte wie Teilnehmendenorientierung oder Bildungsplanung dienen sowohl dem Verständnis disziplinärer Logiken als auch der reflexiven Auseinandersetzung mit erwachsenenpädagogischer Handlungspraxis.

Empfohlene Vorkenntnisse

Notwendige Voraussetzungen

Erläuterung zu den Modulelementen

Es sind beide Veranstaltungen E1 und E2 zu studieren. In Element 1 wird die benotete Prüfungsleistung erbracht. In Element 2 wird eine Studienleistung erbracht.

Modulstruktur: 1 SL, 1 bPr 1

Veranstaltungen

E1: Geschichte und Grundbegriffe der Erwachsenenbildung/ Weiterbildung
Art Seminar o. Vorlesung
Turnus WiSe
Workload5 90 h (30 + 60)
LP 3 [Pr]
E2: Theoretische Perspektiven und Konzepte der Erwachsenenbildung/Weiterbildung
Art Seminar
Turnus WiSe
Workload5 90 h (30 + 60)
LP 3 [SL]

Studienleistungen

Zuordnung Prüfende Workload LP2
Lehrende der Veranstaltung E2: Theoretische Perspektiven und Konzepte der Erwachsenenbildung/Weiterbildung (Seminar)

Die Studienleistung dient der Einübung einer reflexiven und diskursiven Haltung zu den in der Veranstaltung behandelten Themen und hat im Hinblick auf die im Modul verankerten Kompetenzen einübenden und vertiefenden Charakter. Eine Studienleistung ist das Anfertigen einer Aufgabe zu Übungszwecken. Diese können beispielsweise sein: Übungen, Vorbereitung und Durchführung einer Gruppenarbeit, Vorbereitung und Durchführung einer mündlichen Präsentation, Zusammenfassungen von modulspezifischen Texten, schriftliche Diskussionsbeiträge im Rahmen einer Lernplattform, Erstellung von Wiki-Beiträgen, etc.

siehe oben siehe oben

Prüfungen

Hausarbeit o. Moderation o. mündliche Prüfung o. Portfolio o. Präsentation o. Projekt mit Ausarbeitung o. Referat mit Ausarbeitung
Gewichtung 1
Workload 120h
LP2 4

In der Prüfung werden über die Veranstaltung hinausweisende Aspekte und die modulspezifischen Kompetenzen aufgegriffen. Sie kann auf einer zuvor im Rahmen einer Modulveranstaltung erbrachten Studienleistung aufbauen, wobei auch hier Bezüge zu veranstaltungsübergreifenden Aspekten hergestellt werden müssen.
Die prüfende Person informiert über die möglichen Prüfungsmodalitäten.

Mögliche Erbringungsformen sind:

  • Projektarbeit mit einer schriftlichen Reflexion von höchstens 2.500 Wörtern
  • mündliche Prüfung im Umfang von höchstens 30 Minuten Dauer,
  • Hausarbeit im Umfang von höchstens 4.500 Wörtern,
  • Referat (15-20 Minuten) mit einer schriftlichen Ausarbeitung im Umfang von höchstens 2.500 Wörtern,
  • Didaktische Gestaltung und exemplarische Durchführung eines Lehrangebots,
  • Präsentation; d.h. Erstellung eines modulspezifischen Audio- oder Videopodcast,
  • Exemplarische Erprobung einzelner forschungsmethodischer Zugänge z.B. Dokumentenanalyse.
  • Portfolio, das verschiedene mediale Formen zusammenführt. Das Portfolio bezeichnet eine Zusammenstellung von Dokumenten, die den Lernverlauf eines Individuums beschreiben bzw. dokumentieren. Portfolios dienen dazu, Lernerfahrungen und -erfolge zu erfassen und Lernstrategien zu planen. Mit Hilfe des Portfolios sollen die Arbeitsergebnisse eines Studierenden aus einer Veranstaltung/einem Modul dokumentiert werden. Ein Portfolio kann verschiedene Arbeiten von Exzerpten und Literaturrecherchen bis zu Lerntagebüchern oder Referaten enthalten. Die DozentInnen entscheiden jeweils, welche Leistungen für das Portfolio zu erbringen sind, dies kann je nach didaktischem Konzept der Veranstaltung/des Moduls für alle Studierenden gleich sein, es kann aber auch individuell vereinbart werden. Die Bewertung des Portfolios erfolgt abschließend aufgrund einer Gesamtbetrachtung der Sammlung.

In diesen Studiengängen wird das Modul verwendet:

Studiengang Variante Profil Empf. Beginn 3 Dauer Bindung 4
Erziehungswissenschaft / Bachelor of Arts [FsB vom 18.03.2026, gültig ab Wintersemester 2026/27] 1-Fach (fw) Erwachsenenbildung/Weiterbildung 3. 1 Semes­ter Pflicht
Erziehungswissenschaft / Bachelor of Arts [FsB vom 18.03.2026, gültig ab Wintersemester 2026/27] Kernfach (fw) 3. o. 4. 1 Semes­ter Wahl­pflicht
Erziehungswissenschaft / Bachelor [FsB vom 18.03.2026, gültig ab Wintersemester 2026/27] Nebenfach (fw) 5. o. 6. 1 Semes­ter Wahl­pflicht

Automatische Vollständigkeitsprüfung

In diesem Modul kann eine automatische Vollständigkeitsprüfung vom System durchgeführt werden.


Legende

1
Die Modulstruktur beschreibt die zur Erbringung des Moduls notwendigen Prüfungen und Studienleistungen.
2
LP ist die Abkürzung für Leistungspunkte.
3
Die Zahlen in dieser Spalte sind die Fachsemester, in denen der Beginn des Moduls empfohlen wird. Je nach individueller Studienplanung sind gänzlich andere Studienverläufe möglich und sinnvoll.
4
Erläuterungen zur Bindung: "Pflicht" bedeutet: Dieses Modul muss im Laufe des Studiums verpflichtend absolviert werden; "Wahlpflicht" bedeutet: Dieses Modul gehört einer Anzahl von Modulen an, aus denen unter bestimmten Bedingungen ausgewählt werden kann. Genaueres regeln die "Fächerspezifischen Bestimmungen" (siehe Navigation).
5
Workload (Kontaktzeit + Selbststudium)
SoSe
Sommersemester
WiSe
Wintersemester
SL
Studienleistung
Pr
Prüfung
bPr
Anzahl benotete Modul(teil)prüfungen
uPr
Anzahl unbenotete Modul(teil)prüfungen
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.