Jedes Wintersemester
10 Leistungspunkte
Die Angaben zur Moduldauer finden Sie bei den Studiengängen, in denen das Modul verwendet wird.
Im Modul „Theoretische, begriffliche und historische Grundlagen der Erwachsenenbildung und Weiterbildung“ lernen die Studierenden, die Erwachsenen- und Weiterbildungslandschaft hinsichtlich ihrer Entstehung und Entwicklungslinien in Deutschland einzuordnen und zu systematisieren. Sie erwerben die Fähigkeit, wesentliche Grundlagentheorien, ihre zentralen Begriffe und je unterschiedlich akzentuierten Perspektiven auf Erwachsenen- und Weiterbildung zu differenzieren. In der Auseinandersetzung mit Paradigmen und Rahmenmodellen lernen die Studierenden, spezifische Aspekte der Praxis der Erwachsenenbildung und Weiterbildung (z.B. meso- und mikrodidaktische Konzepte) anhand von Abstraktionen zu beschreiben und zu reflektieren. Ausgehend von der begleiteten und eigenständigen Erschließung zentraler Konzepte wird die Kompetenz erworben, leitende Fragestellungen der wissenschaftlichen Reflexion und Erforschung von Lern- und Bildungsprozesse Erwachsener sowie pädagogische Kernaktivitäten in der Erwachsenen- und Weiterbildung zu identifizieren. Hierbei lernen die Studierenden, die historische Dimension als Grundlage einer kritischen Auseinandersetzung mit den immer auch historisch gewachsenen Lehr-Lernkonzepten zu nutzen, sowie Konzepte vor dem Hintergrund aktueller Literatur zu bewerten.
In diesem Modul werden die verschiedenen Bedeutungshorizonte des Begriffspaars „Erwachsenenbildung und Weiterbildung“ grundlagentheoretisch und historisch erschlossen.
Hierbei erfolgt in Element 1 „Geschichte und Grundbegriffe der Erwachsenenbildung/Weiterbildung“ eine Einführung in die Erwachsenenbildung/Weiterbildung als historisch gewachsenes, plurales pädagogisches Handlungsfeld, das von der allgemeinen Erwachsenenbildung über Formen der gewerkschaftlichen, kirchlichen, kulturellen oder politischen Erwachsenenbildung bis hin zu betrieblicher Bildungsarbeit reicht. Die Breite des Feldes wird anhand von historischen Entwicklungslinien, Systematisierungsansätzen und Ordnungsgrundsätzen erschlossen. Besondere Kennzeichen pädagogischen Handelns im Weiterbildungsbereich werden herausgearbeitet. Dabei werden auch erziehungswissenschaftliche Diskurse im Feld der Erwachsenenbildung/Weiterbildung bspw. zum lebenslangen Lernen sichtbar gemacht und kritische Analysefolien entwickelt.
In Element 2 „Theoretische Perspektiven und Konzepte der Erwachsenenbildung/ Weiterbildung“ stehen wesentliche Aspekte der erziehungswissenschaftlichen Theoriebildung und ihrer Rezeption in der Erwachsenenbildung/ Weiterbildung als erziehungswissenschaftlicher Teildisziplin im Vordergrund. Das Lernen Erwachsener gerät dann sowohl im Kontext professioneller pädagogischer Bemühungen in unterschiedlichen organisationalen Rahmungen, als auch jenseits pädagogischer Institutionen, theoretisch und empirisch in den Blick. Die Auseinandersetzung mit grundlegenden Theorieperspektiven wie bspw. systemtheoretischen, biografietheoretischen, lehr-lern-theoretischen, organisationstheoretischen Ansätzen und Denktraditionen erschließen unterschiedliche Perspektiven auf erwachsenenbildungswissenschaftliche Fragestellungen und Gegenstände. Zentrale Konzepte wie Teilnehmendenorientierung oder Bildungsplanung dienen sowohl dem Verständnis disziplinärer Logiken als auch der reflexiven Auseinandersetzung mit erwachsenenpädagogischer Handlungspraxis.
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Es sind beide Veranstaltungen E1 und E2 zu studieren. In Element 1 wird die benotete Prüfungsleistung erbracht. In Element 2 wird eine Studienleistung erbracht.
Modulstruktur: 1 SL, 1 bPr 1
| Zuordnung Prüfende | Workload | LP2 |
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Lehrende der Veranstaltung
E2: Theoretische Perspektiven und Konzepte der Erwachsenenbildung/Weiterbildung
(Seminar)
Die Studienleistung dient der Einübung einer reflexiven und diskursiven Haltung zu den in der Veranstaltung behandelten Themen und hat im Hinblick auf die im Modul verankerten Kompetenzen einübenden und vertiefenden Charakter. Eine Studienleistung ist das Anfertigen einer Aufgabe zu Übungszwecken. Diese können beispielsweise sein: Übungen, Vorbereitung und Durchführung einer Gruppenarbeit, Vorbereitung und Durchführung einer mündlichen Präsentation, Zusammenfassungen von modulspezifischen Texten, schriftliche Diskussionsbeiträge im Rahmen einer Lernplattform, Erstellung von Wiki-Beiträgen, etc. |
siehe oben |
siehe oben
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In der Prüfung werden über die Veranstaltung hinausweisende Aspekte und die modulspezifischen Kompetenzen aufgegriffen. Sie kann auf einer zuvor im Rahmen einer Modulveranstaltung erbrachten Studienleistung aufbauen, wobei auch hier Bezüge zu veranstaltungsübergreifenden Aspekten hergestellt werden müssen.
Die prüfende Person informiert über die möglichen Prüfungsmodalitäten.
Mögliche Erbringungsformen sind:
| Studiengang | Variante | Profil | Empf. Beginn 3 | Dauer | Bindung 4 |
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| Erziehungswissenschaft / Bachelor of Arts [FsB vom 18.03.2026, gültig ab Wintersemester 2026/27] | 1-Fach (fw) | Erwachsenenbildung/Weiterbildung | 3. | 1 Semester | Pflicht |
| Erziehungswissenschaft / Bachelor of Arts [FsB vom 18.03.2026, gültig ab Wintersemester 2026/27] | Kernfach (fw) | 3. o. 4. | 1 Semester | Wahlpflicht | |
| Erziehungswissenschaft / Bachelor [FsB vom 18.03.2026, gültig ab Wintersemester 2026/27] | Nebenfach (fw) | 5. o. 6. | 1 Semester | Wahlpflicht |
In diesem Modul kann eine automatische Vollständigkeitsprüfung vom System durchgeführt werden.