Modul 25-BEW5-BEK3 Professionalität in der Pädagogik der Kindheit

Fakultät

Modulverantwortliche*r

Turnus (Beginn)

Jedes Wintersemester

Leistungspunkte und Dauer

10 Leistungspunkte

Die Angaben zur Moduldauer finden Sie bei den Studiengängen, in denen das Modul verwendet wird.

Kompetenzen

Im Modul „Professionalität in der Pädagogik der Kindheit“ sollen Studierende eine wissenschaftsorientierte und reflexive Haltung zu ihrem pädagogischen Handeln entwickeln. Gleichzeitig erwerben sie einen forschenden Habitus, der es ermöglicht, die spezifischen Anforderungen in verschiedenen Institutionen und Organisationen der Kindheit zu erkennen. Dies geschieht vor dem Hintergrund pädagogischer Ziele, gesellschaftlicher Verhältnisse und politischer Bedingungen.

Die Studierenden lernen, etablierte pädagogische Ansätze in Bezug auf ihre Normativität und gesellschaftliche Dimension zu bewerten. Sie können sich argumentativ positionieren und aktuelle Trends erkennen und reflektieren. Die Fähigkeit, wissenschaftsorientiert zu denken, geht Hand in Hand mit der selbstkritischen Reflexion der eigenen Position im jeweiligen Professionsfeld, insbesondere in Bezug auf Machtgefälle und soziale Hierarchien.

Das Verständnis für pädagogische Problemstellungen umfasst die Berücksichtigung der Eigentümlichkeiten von pädagogischen Situationen, ihre Einbettung in gesellschaftliche Verhältnisse, sozialräumliche Bedingungen, individuell biografische Voraussetzungen und institutionelle Faktoren.

Durch die Auseinandersetzung mit beispielhaften Fällen und empirischen Studien entwickeln die Studierenden eine erhöhte Sensibilität für unterschiedliche Positionierungen im Praxisfeld. Sie üben pädagogisches Argumentieren und Abwägen, reflektieren individuell-biografische Voraussetzungen des pädagogischen Personals und verstehen pädagogische Situationen sowie deren spezifische Anforderungen und Bedingungen adäquat.

Die systematische Beobachtung der verschiedenen Akteur*innen im Kontext Kindheit, die Dokumentation von Handlungsmustern und die interpretative Analyse von Bildungsprozessen sind ebenfalls zentrale Bestandteile des Moduls.

Lehrinhalte

Im Modul Professionalität in der Pädagogik der Kindheit befassen sich die Studierenden mit pädagogischen Ansätzen und Problemstellungen (Element 1) und gewinnen Einblicke in die pädagogische Kasuistik (Element 2).

Die Veranstaltungen in Element 1 thematisieren unterschiedliche Ansätze und Konzepte der elementar- und primarpädagogischen Arbeit sowie der pädagogischen Praxis in Professionsbereichen wie dem offenen Ganztag, der offenen Kinder- und Jugendarbeit, frühen Hilfen und stationären Erziehungshilfen für Kinder. Ziel ist es, einen Überblick über die Vielfalt pädagogischer Arbeit zu vermitteln, die maßgeblich durch die unterschiedlichen Ansätze und Konzepte mitbestimmt wird. Damit verbunden sind Einblicke in das jeweils spezifische Verständnis von Professionalität und das Menschenbild, das die Arbeit des pädagogischen Personals prägt.

In Element 2 stehen die pädagogische Praxis und damit die Realität professionellen Handelns im Fokus. Anhand pädagogischer Fallbeispiele werden die Bedingungen und Grenzen des Handelns beleuchtet und vor dem Hintergrund unterschiedlicher Theorieperspektiven interpretativ erschlossen, z. B. mit Blick auf Differenzsetzungen, ihre Ungleichheitsrelevanz, ihre Psychodynamik und unterschiedliche Auffassungen von pädagogischer Qualität. Mithilfe des erziehungswissenschaftlich fundierten Fallverstehens lernen die Studierenden, die Bedingungen, Prozesse, Grenzen und möglichen Grenzüberschreitungen pädagogischen Handelns zu reflektieren und schaffen die Basis für Selbstkritik, Vergewisserung und Sensibilität. Insgesamt vermittelt das Modul professionsbezogenes und problembezogenes Wissen in Bezug auf etablierte und innovative pädagogische Ansätze und Abläufe in den Institutionen und Organisationen der Kindheit.

Empfohlene Vorkenntnisse

Notwendige Voraussetzungen

Erläuterung zu den Modulelementen

Es sind beide Veranstaltungen E1 und E2 zu studieren. In einem der Elemente ist eine benotete Prüfungsleistung zu erbringen. In dem Element, in dem die Prüfungsleistung erbracht wird, ist keine Studienleistung zu erbringen.

Modulstruktur: 1 SL, 1 bPr 1

Veranstaltungen

E1: Pädagogische Ansätze und Problemstellungen
Art Seminar
Turnus WiSe
Workload5 90 h (30 + 60)
E2: Pädagogisches Fallverstehen und professionelle Reflexivität
Art Seminar
Turnus WiSe
Workload5 90 h (30 + 60)

Studienleistungen

Zuordnung Prüfende Workload LP2
Lehrende der Veranstaltung E1: Pädagogische Ansätze und Problemstellungen (Seminar)

Eine Studienleistung ist das Anfertigen einer Aufgabe zu Übungszwecken. Übungsaufgaben können beispielsweise sein: Die Vorbereitung und Durchführung einer Gruppenarbeit, die Vorbereitung und Durchführung einer mündlichen Präsentation, ein Essay, die Zusammenfassung eines Textes etc.
Für alle Studienleistungen gilt, dass schriftliche Beiträge im Umfang von höchstens 1200 Wörtern und mündliche Beiträge im Umfang von höchstens 20 Minuten verlangt werden.

siehe oben siehe oben
Lehrende der Veranstaltung E2: Pädagogisches Fallverstehen und professionelle Reflexivität (Seminar)

Beschreibung siehe E1.

siehe oben siehe oben

Prüfungen

Hausarbeit o. Klausur o. mündliche Prüfung o. Portfolio o. Referat mit Ausarbeitung
Zuordnung Prüfende Lehrende der Veranstaltung E1: Pädagogische Ansätze und Problemstellungen (Seminar)
Gewichtung 1
Workload 120h
LP2 4

Die Modulprüfung wird im Rahmen eines der Elemente 1 oder 2 erbracht. In der Prüfung werden über die Veranstaltung hinausweisende Aspekte und die modulspezifischen Kompetenzen aufgegriffen. Sie kann auf einer zuvor im Rahmen einer Modulveranstaltung erbrachten Studienleistung aufbauen, wobei auch hier Bezüge zu veranstaltungsübergreifenden Aspekten hergestellt werden müssen.
Die prüfende Person informiert über die möglichen Prüfungsmodalitäten.

Mögliche Erbringungsformen sind:

  • Klausur im Umfang von 90 Minuten
  • mündliche Prüfung im Umfang von höchstens 30 Minuten,
  • Hausarbeit im Umfang von höchstens 4.500 Wörtern,
  • Referat (15–20 Minuten) mit einer schriftlichen Ausarbeitung im Umfang von höchstens 2.500 Wörtern,
  • Portfolio, das verschiedene mediale Formen zusammenführt. Das Portfolio bezeichnet eine Zusammenstellung von Dokumenten, die den Lernverlauf eines Individuums beschreiben bzw. dokumentieren. Portfolios dienen dazu, Lernerfahrungen und -erfolge zu erfassen und Lernstrategien zu planen. Mit Hilfe des Portfolios sollen die Arbeitsergebnisse eines Studierenden aus einer Veranstaltung/einem Modul dokumentiert werden. Ein Portfolio kann verschiedene Arbeiten von Exzerpten und Literaturrecherchen bis zu Lerntagebüchern oder Referaten enthalten. Die Dozent*innen entscheiden jeweils, welche Leistungen für das Portfolio zu erbringen sind, dies kann je nach didaktischem Konzept der Veranstaltung/des Moduls für alle Studierenden gleich sein, es kann aber auch individuell vereinbart werden. Die Bewertung des Portfolios erfolgt abschließend aufgrund einer Gesamtbetrachtung der Sammlung.
Hausarbeit o. Klausur o. mündliche Prüfung o. Portfolio o. Referat mit Ausarbeitung
Gewichtung 1
Workload 120h
LP2 4

Die Modulprüfung wird im Rahmen eines der Elemente 1 oder 2 erbracht.
Beschreibung siehe E1.

In diesen Studiengängen wird das Modul verwendet:

Studiengang Variante Profil Empf. Beginn 3 Dauer Bindung 4
Erziehungswissenschaft / Bachelor of Arts [FsB vom 18.03.2026, gültig ab Wintersemester 2026/27] 1-Fach (fw) Bildung und Erziehung in der Kindheit 5. 1 Semes­ter Pflicht

Automatische Vollständigkeitsprüfung

In diesem Modul kann eine automatische Vollständigkeitsprüfung vom System durchgeführt werden.


Legende

1
Die Modulstruktur beschreibt die zur Erbringung des Moduls notwendigen Prüfungen und Studienleistungen.
2
LP ist die Abkürzung für Leistungspunkte.
3
Die Zahlen in dieser Spalte sind die Fachsemester, in denen der Beginn des Moduls empfohlen wird. Je nach individueller Studienplanung sind gänzlich andere Studienverläufe möglich und sinnvoll.
4
Erläuterungen zur Bindung: "Pflicht" bedeutet: Dieses Modul muss im Laufe des Studiums verpflichtend absolviert werden; "Wahlpflicht" bedeutet: Dieses Modul gehört einer Anzahl von Modulen an, aus denen unter bestimmten Bedingungen ausgewählt werden kann. Genaueres regeln die "Fächerspezifischen Bestimmungen" (siehe Navigation).
5
Workload (Kontaktzeit + Selbststudium)
SoSe
Sommersemester
WiSe
Wintersemester
SL
Studienleistung
Pr
Prüfung
bPr
Anzahl benotete Modul(teil)prüfungen
uPr
Anzahl unbenotete Modul(teil)prüfungen
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.