Jedes Sommersemester
10 Leistungspunkte
Die Angaben zur Moduldauer finden Sie bei den Studiengängen, in denen das Modul verwendet wird.
Die Studierenden erwerben vertiefte theoretische und systematische Kenntnisse über die Funktionsweisen, Institutionalisierungen und Arbeitsformen von Beratung in ausgewählten, relevanten sozialpädagogischen Praxisfeldern und gewinnen Einsichten in deren Potentiale und Grenzen. Die Studierenden haben sich mit beratungsbezogenen Institutionen entlang aller Lebensalter auseinandergesetzt. Sie können nachvollziehen, wie sich Sichtweisen von und Vorannahmen über Adressat*innen in institutionellen Rollen, Strukturen, Bearbeitungsformen und Methoden niederschlagen und können diese Muster kritisch reflektieren. Vor dem Hintergrund fundierter theoretischer und empirischer Kenntnisse über die jeweiligen Lebenslagen, Lebenswelten, Bedürfnisse und Rechte der Adressat*innen sind sie in der Lage, angemessene methodische Zugangsweisen und Bearbeitungsstrategien zu finden, die sowohl individuelle als auch lebensweltliche und strukturelle Aspekte beinhalten. Die Studierenden haben ihre eigene Gesprächsführung reflektiert und grundlegende methodische Kenntnisse für Beratungshandeln erworben.
Die Studierenden erwerben:
Im Modul 25-BEW4-B2 wird Beratung als ein zentrales Element pädagogischen Handelns diskutiert und eng mit Fragen des pädagogischen Fallverstehens verknüpft. Beratende Tätigkeiten in Kontexten Sozialer Arbeit und Bildung sollen es ermöglichen, konkrete Subjektivierungsgeschichten und die dort sichtbar werdenden Konflikte und strukturellen Bedingungen zu verstehen. Neben der Aufrechterhaltung und Wiederherstellung von sowohl eigenständigen, biografischen Entwicklungen als auch gelingender Vergemeinschaftung dient Beratung der Information über soziale Rechte und Zugänge zu Ressourcen, der Reflexion in Lebenskrisen, der Konfliktklärung und damit der Unterstützung von einzelnen, familialen Konstellationen oder Gruppen in konkreten Lebenswelten. Lehrinhalte sind daher Gestaltung von Arbeitsbeziehungen mit Adressat*innen in unterschiedlichen Kontexten (Reflexion dieser Kontexte/Settings/Rahmenbedingungen), sowie Auseinandersetzung mit Methoden, Konzepten und Strategien. Wesentlich sind dabei verstehende, fallbeschreibende Eingrenzungen von Problemstellungen, die Identifikation professioneller Interventionsmöglichkeiten ebenso wie die Bearbeitung berufsethischer Fragestellungen im Zusammenhang fachlichen Handelns. Das Modul umfasst die Systematisierung pädagogischer Beratung hinsichtlich Organisationen, Methoden und Adressat*innen (E1), die exemplarische Vertiefung des Wissens über institutionelle Kontexte (E 2) sowie die fallorientierte und praxisbezogene Einübung methodischer Grundkenntnisse (E3).
In der Vorlesung in Element 1 "Einführung in Organisationen, Methoden und Adressat*innen pädagogischer Beratung" werden theoretische und systematische Kenntnisse über Funktionsweisen, Institutionalisierungen und Arbeitsformen von Beratung vermittelt. Konkretisiert wird das Pädagogische an Beratung durch die Thematisierung von Mündigkeit und Gemeinschaftsfähigkeit bei Adressat*innen vor dem Hintergrund organisationaler Bedingungen.
In den Seminarangeboten in Element 2 "Institutionelle Kontexte pädagogischer Beratung" wird exemplarisch die Relevanz institutioneller Rahmenbedingungen entlang ausgewählter Praxisfelder erarbeitet und im Hinblick auf Potentiale und Limitationen analysiert und methodisch erprobt.
Im seminaristischen Setting in Element 3 "Methodische Zugänge pädagogischer Beratung" werden methodische Grundkenntnisse von Beratung multimodal vermittelt und auf Basis unterschiedlicher Praxiskontexte fallorientiert eingeübt.
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Es sind alle drei Modulelemente E1, E2 und E3 zu studieren. In der Veranstaltung mit einführendem Charakter (E1) wird verpflichtend eine Prüfungsleistung erbracht. In den anderen Veranstaltungen wird jeweils eine Studienleistung erbracht.
Modulstruktur: 2 SL, 1 bPr 1
| Zuordnung Prüfende | Workload | LP2 |
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Lehrende der Veranstaltung
E2: Institutionelle Kontexte pädagogischer Beratung
(Seminar)
Die Studienleistung dient der Einübung einer reflexiven und inhaltlich begründeten Haltung zu den in der Veranstaltung behandelten Themen. Sie hat im Hinblick auf die im Modul verankerten Kompetenzen einen einübenden und vertiefenden Charakter. Eine Studienleistung ist das Anfertigen einer oder mehrerer veranstaltungsbegleitender (Teil)Aufgabe(n) zu Übungszwecken. |
siehe oben |
siehe oben
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Lehrende der Veranstaltung
E3: Methodische Zugänge pädagogischer Beratung
(Seminar)
siehe Beschreibung bei E2 |
siehe oben |
siehe oben
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Die Modulprüfung wird im Rahmen des Elements E1 erbracht. In der Prüfung werden über die Veranstaltung hinausweisende Aspekte und die modulspezifischen Kompetenzen aufgegriffen. Sie kann auf einer zuvor im Rahmen einer Modulveranstaltung erbrachten Studienleistung aufbauen, wobei auch hier Bezüge zu veranstaltungsübergreifenden Aspekten hergestellt werden müssen.
Klausur im Umfang von 90 Minuten
| Studiengang | Variante | Profil | Empf. Beginn 3 | Dauer | Bindung 4 |
|---|---|---|---|---|---|
| Erziehungswissenschaft / Bachelor of Arts [FsB vom 18.03.2026, gültig ab Wintersemester 2026/27] | 1-Fach (fw) | Bildung und Erziehung in der Kindheit | 2. | 1 Semester | Wahlpflicht |
| Erziehungswissenschaft / Bachelor of Arts [FsB vom 18.03.2026, gültig ab Wintersemester 2026/27] | 1-Fach (fw) | Erwachsenenbildung/Weiterbildung | 2. o. 4. | 1 Semester | Wahlpflicht |
| Erziehungswissenschaft / Bachelor of Arts [FsB vom 18.03.2026, gültig ab Wintersemester 2026/27] | 1-Fach (fw) | Sozialpädagogisches Arbeiten und Citizenship | 2. o. 4. | 1 Semester | Wahlpflicht |
| Erziehungswissenschaft / Bachelor [FsB vom 18.03.2026, gültig ab Wintersemester 2026/27] | Nebenfach (fw) | 5. o. 6. | 1 Semester | Wahlpflicht |
In diesem Modul kann eine automatische Vollständigkeitsprüfung vom System durchgeführt werden.