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Modul 23-LIN-BaLin2 Linguistik Basis 1

Fakultät

Modulverantwortliche/r

Turnus (Beginn)

Jedes Semester

Leistungspunkte und Dauer

10 Leistungspunkte

Die Angaben zur Moduldauer finden Sie bei den Studiengängen, in denen das Modul verwendet wird.

Kompetenzen

Die Studierenden verfügen über Detailwissen in Bezug auf die zentralen linguistischen Beschreibungsebenen Phonetik, Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik und Pragmatik, das sie auf einzelnen Ebenen für die Beschreibung von Sprachbeispielen und kleinen Sprachfragmenten anwenden können. Dazu gehören auch Kenntnisse über Modellierungsalternativen. Zum anderen verfügen sie über Kenntnisse über Schnittstellen zwischen den Beschreibungsebenen und können daher bestimmen, welche Informationen zwischen den verschiedenen Beschreibungsebenen ausgetauscht werden müssen. Anhand von Sprachbeispielen und kleinen Sprachfragmenten können sie die beteiligten linguistischen Ebenen bestimmen, linguistische Phänomene beschreiben und erklären.

Lehrinhalte

In Phonetik und Phonologie werden Methoden vermittelt, die es erlauben, Lautstrukturen
von natürlichen Sprachen akustisch, perzeptiv, deskriptiv oder funktional zu erfassen und zu beschreiben. Es geht um die adäquate Erfassung von Lauten, Lautfolgen und suprasegmentalen Phänomenen. Es werden stets einzelsprachliche Phänomene und allgemeine Theorien von Lautstrukturen vorgestellt und zu anderen Beschreibungsebenen wie Morphologie, Syntax, Semantik und Pragmatik in Beziehung gesetzt.

In Morphologie und Syntax werden Wortstrukturen (Morphologie) und Strukturen auf der Ebene von Phrasen (Konstituenten, Sätze) behandelt. Morphologie hat u.a. die Komposition von Morphemen zu Wörtern (Flexion) und die Ableitung von Wörtern (Derivation) zum Gegenstand. In neueren Grammatiken bildet ein Lexikon das Interface zwischen Phonologie, Morphologie, Syntax und Semantik. Lexikoneinträge enthalten phonologische, syntaktische und semantische Information. Die syntaktische Information umfasst ihr Potential (Valenz), wohlgeformte Ausdrücke zu erzeugen, die semantische Information enthält den Beitrag eines Eintrags zur Wortbedeutung. Regeln und Prinzipien bestimmen, wie man die Lautstruktur eines Satzes und seine Bedeutung aus lexikalischen Einheiten erzeugt.

Über das Lexikon und den projektiven Apparat der Syntax ist die Semantik und Pragmatik eng mit Morphologie und Syntax verzahnt. Semantische Fragestellungen werden deshalb in den Schnittstellen der anderen Teilmodule immer schon mitbehandelt. Hinzu tritt die Untersuchung von semantischen Relationen, die zwischen Satzbedeutungen (Propositionen) bestehen. Semantische Regularitäten werden u.a. mit Hilfe der in BaLin4 erlernten Techniken ausgedrückt. Die Pragmatik behandelt Bedeutung und Funktion von Sprechakten und Folgen aus diesen (z.B. Frage - Antwort, (Rückfrage); Aufforderung - Rückmeldung, (Akzeptieren)), allgemeine Maximen, die für die Produktion von Äußerungen im Kontext gelten sowie Theorien der nicht-wörtlichen Bedeutung (z.B. Tropen, rhetorische Figuren).

Empfohlene Vorkenntnisse

Bei Beginn im Wintersemester keine. Bei Beginn im Sommersemester ist ein vorheriger Besuch des Moduls BaLin1 sehr empfehlenswert.

Notwendige Voraussetzungen

Erläuterung zu den Modulelementen

Notwendigkeit von mehreren Modulteilprüfungen:
Die Inhalte dieses Moduls bilden einen Basisbereich der Linguistik, der die notwendige Voraussetzung für vertiefende Studieninhalte aufbaut. Eine hinreichende Kenntnis in all diesen Bereichen ist daher unabdingbar für einen erfolgreichen Studienverlauf. Da die verschiedenenen Basisbereiche inhaltlich für sich stehen können und ihre Inhalte umfangreich sind, können diese Kenntnisbereiche nicht in einer veranstaltungsübergreifenden Modulprüfung erfasst werden.
In jeder Vorlesung wird eine Klausur durch die oder den jeweilige(n) Lehrenden(n) abgenommen.
Die Studierenden erbringen entweder alle Klausuren als "benotet" und legen anschließend fest, welche bei der Gesamtnotnotenberechnung berücksichtigt wird oder legen sich vorher fest, ob die Klausur als "benotet" oder "unbenotet" erbracht wird.

Modulstruktur: 1 bPr, 2 uPr 1

Veranstaltungen

Titel Art Turnus Workload (Kontaktzeit + Selbststudium) LP2
Phonetik und Phonologie Vorlesung WiSe 90h (30 + 60) 3
Semantik und Pragmatik Vorlesung SoSe 90h (30 + 60) 3
Syntax und Morphologie Vorlesung SoSe 90h (30 + 60) 3

Prüfungen

Organisatorische Zuordnung Art Gewichtung Workload LP2
Veranstaltungsübergreifend

im Umfang von 2 Stunden

Klausur unbenotet - -
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.
Veranstaltungsübergreifend

im Umfang von 2 Stunden

Klausur unbenotet - -
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.
Veranstaltungsübergreifend

im Umfang von 2 Stunden

Klausur 1 30h 1
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.

In diesen Studiengängen wird das Modul verwendet:

Automatische Vollständigkeitsprüfung

In diesem Modul ist eine automatische Vollständigkeitsprüfung durch das System nicht möglich.

Legende

1
Die Modulstruktur beschreibt die zur Erbringung des Moduls notwendigen Prüfungen und Studienleistungen.
2
LP ist die Abkürzung für Leistungspunkte.
3
Die Zahlen in dieser Spalte sind die Fachsemester, in denen der Beginn des Moduls empfohlen wird. Je nach individueller Studienplanung sind gänzlich andere Studienverläufe möglich und sinnvoll.
4
Erläuterungen zur Bindung: "Pflicht" bedeutet: Dieses Modul muss im Laufe des Studiums verpflichtend absolviert werden; "Wahlpflicht" bedeutet: Dieses Modul gehört einer Anzahl von Modulen an, aus denen unter bestimmten Bedingungen ausgewählt werden kann. Genaueres regeln die "Fächerspezifischen Bestimmungen" (siehe rechtes Menü).
SL
Studienleistung
Pr
Prüfung
bPr
Anzahl benotete Modul(teil)prüfungen
uPr
Anzahl unbenotete Modul(teil)prüfungen
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.