"Linguistik: Kommunikation, Kognition und Sprachtechnologie" / Master of Arts

FsB vom 01.07.2011

Übergangsbestimmungen

Dieser Eintrag basiert auf den Fächerspezifischen Bestimmungen (FsB) für das Fach Linguistik: Kommunikation, Kognition und Sprachtechnologie vom 01.07.2011.
Diese FsB gelten für alle Studierenden, die sich vor dem Sommersemester 2020 für den Masterstudiengang Linguistik: Kommunikation, Kognition und Sprachtechnologie an der Universität Bielefeld eingeschrieben haben und diesen Masterstudiengang bis zum Ende des Sommersemesters 2022 abschließen.
Mit Beginn des Wintersemesters 2022/23 gelten auch für diese Studierenden die Fächerspezifischen Bestimmungen für den Masterstudiengang Linguistik vom 21.05.2021.

Hinweis: Alle Studierenden, die nicht nach den aktuellen FsB studieren, können vor dem oben genannten Zeitraum gemäß der Bestimmungen in Ziffer 9 (4) der Fächerspezifischen Bestimmungen für den Masterstudiengang Linguistik vom 21.05.2021 nach diesen neuen Bestimmungen studieren, wenn sie einen entsprechenden Antrag stellen. Sollten die Studierenden diese Möglichkeit nicht nutzen, werden sie ab dem oben genannten Semester in die neuen FsB ohne Antrag überführt.

Kurzinformationen zum Fach

Das Masterstudium gliedert sich in das Studium der fachlichen Basis und in ein Profilstudium. Zur fachlichen Basis gehören die Module "Grammatiktheorie", "Sprach- und Kommunikationstheorie" und "Computerlinguistik und Sprachtechnologie". Das Profilstudium bietet den Studierenden die Möglichkeit, sich in zentralen Bereichen der modernen Linguistik zu profilieren. Dieses für den deutschen Sprachraum einmalige Angebot wird durch die breite Personal- und Sachausstattung der Bielefelder Linguistik solide fundiert. Die fachlichen Profile des Studiengangs zielen auf Arbeitsfelder der Linguistik, die sowohl für die aktuelle Forschung als auch für gesellschaftlich relevante Anwendungen von größter Relevanz sind.

Profil Sprache und Sprachen:
Das Profil "Sprache und Sprachen" behandelt die sprachsystematischen, funktionellen und soziolinguistischen Aspekte der Vielfalt natürlicher Sprachen: die strukturelle Vielfalt und die strukturellen Gemeinsamkeiten der Sprachen dieser Welt, die geographischen, sozialen und funktionellen Varietäten historischer Einzelsprachen, die vielfältigen Formen des Miteinanders dieser Sprachen in regionalen, kulturellen und funktionellen Formen des Sprachkontakts, in Phänomenen der Sprachmischung und von mehrsprachigen Gesellschaften.

Profil Sprache und Kommunikation:
Das Profil "Sprache und Kommunikation" befasst sich mit der Analyse menschlicher Kommunikation in ihrer situativen, kognitiven, modalen, medialen und sprachlichen Vielfalt. Die Analysen erfassen die kommunikativen Prozesse, die in face-to-face Interaktionen ablaufen ebenso wie medienvermittelte Kommunikationsprozesse, ferner aktuelle und historische Aspekte von Kommunikation, Kommunikationsmedien und Kommunikationstypen. Das Profil besteht aus zwei Modulen: Das Modul "Interaktionslinguistik" beschäftigt sich anhand aktueller empirischer Methoden aus Soziolinguistik, Interaktionslinguistik und Medienlinguistik mit authentischen Interaktionsereignissen und ihrer Bedeutung für die Entstehung sprachlicher Routinen.
Das Modul "Gesprächsanalyse" befasst sich der wissenschaftlichen Analyse natürlicher situierter Gespräche in alltäglichen und institutionellen Kontexten. In beiden Modulen wird Gelegenheit zur Konzeption und Umsetzung eines eigenen kleinen Forschungsprojekts gegeben, an dem die behandelten Fragestellungen und Forschungsansätze selbständig erprobt werden.

Profil Computerlinguistik:
Im Profil "Computerlinguistik" werden sowohl theoretische als auch angewandte Methoden und Werkzeuge der Computerlinguistik behandelt, die auch die Bereiche der mathematischen Linguistik und Texttechnologie mit einschließen. Dabei sind einzelne Veranstaltungen inhaltlich sicher nicht grundsätzlich im Sinne der genannten Unterscheidungen voneinander abgrenzbar.
Etwas konkreter formuliert, lernen die Studierenden Modellierungsverfahren zur Analyse und Generierung sprachlicher Strukturen und Prozesse aus theoretischer und praktischer Perspektive kennen, um schließlich diese Verfahren dazu zu nutzen, eigenständig computerbasierte Formate zu entwickeln und zu implementieren. Je nach individueller Schwerpunktsetzung können in der vertiefenden Profilphase theoretische, korpuslinguistische oder sprachtechnologische Fragestellungen im Vordergrund stehen. Hierbei wiederum können Sprachdaten und -korpora in gesprochener und geschriebener Form aber auch etwa Gesten Gegenstand der Untersuchungen sein.
Das Profil besteht aus zwei Modulen. Das erste Modul führt in grundlegende Begriffe ein. Das zweite Modul widmet sich in konzentrierter Weise ausgewählten vertiefenden Modellierungsaspekten. Anstelle des zweiten Moduls kann auch das Modul "Maschinelle Sprachverarbeitung" als Import aus der Informatik gewählt werden.

Profil Sprache und Kognition:
Schwerpunkte im Profil "Sprache und Kognition" sind die kognitiven Grundlagen der menschlichen Interaktion und deren experimentelle Erfassung und Modellierung. Im Zentrum stehen hierbei die Verarbeitung und die mentale Repräsentation von Sprache, sowie anderer kommunikationsrelevanter Informationen (z.B. Gestik, Mimik), und die soziale Einbettung von Sprache. Dabei ist die psycholinguistische Forschung stark interdisziplinär ausgerichtet, neben der Verbindung von Linguistik und Kognitiver Psychologie, kommt es auch zu Überschneidungen mit anderen Disziplinen, beispielsweise den Neurowissenschaften, der Soziologie, der Philosophie und der Informatik.

Profil Neurolinguistik:
Das Profil Neurolinguistik vermittelt grundlegendes Wissen zur funktionellen Neuroanatomie der Sprachfähigkeit sowie zu neurowissenschaftlichen Untersuchungstechniken der Sprachfunktion. Studierende erwerben Wissen über die physiologischen Grundfunktionen von Sprache sowie die Durchführung experimenteller neurolinguistischer und behavioraler Studien. Die vermittelten Inhalte umfassen neurolinguistisches Wissen über Sprachverarbeitung und relevante Forschungsmethoden. Studierenden wird ein Einblick in experimentelle Laborstudien gegeben, wobei die neurolinguistischen Inhalte durch laborphonologische und experimentalphonetische Studien ergänzt werden, um wichtige Verarbeitungs- und Modellierungsaspekte gesprochener Sprache zu berücksichtigen. Die experimentelle Laborarbeit bereitet die Studierenden auf die Bearbeitung eigener Fragestellungen im Rahmen der Masterarbeit vor.

Freies Profil:
Im Freien Profil können Sie Module nach Ihren Wünschen kombinieren - zum Beispiel eines aus dem Bereich Sprache mit einem aus dem Bereich Psycholinguistik. Oder ein Modul aus der Kommunikation und ein anderes aus der Computerlinguistik. Oder wie wäre es mit einer Kombination von Psycho- und Computerlinguistik? Die Möglichkeiten sind vielfältig und bieten eine hohe Wahlfreiheit und die Grundlage für eine individuelle Profilierung.

Die Lehrveranstaltungen

Hier finden Sie das Lehrangebot für diesen Studiengang im eKVV.

Eine Übersicht der Einführungs- und Orientierungsveranstaltungen stellt die zentrale Studienberatung zur Verfügung.

Formalia / Wichtige Informationen

Studienbeginn

Das Studium kann sowohl im Winter- als auch im Sommersemester aufgenommen werden. Das Lehrangebot ist auf einen Studienbeginn im Wintersemester ausgerichtet. Eine Studienberatung zur Planung des Studienverlaufs wird empfohlen.

Studiendauer und -umfang

Die Regelstudienzeit beträgt 4 Semester.

Das Studium Linguistik: Kommunikation, Kognition und Sprachtechnologie umfasst 120 Leistungspunkte.

Zugangsvoraussetzungen

Zum Masterstudium erhält Zugang, wer einen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss mit einer Regelstudienzeit von mindestens sechs Semestern nach Maßgabe der Fächerspezifischen Bestimmungen nachweist.

Bitte lesen Sie in jedem Fall die konkreten Zugangsvoraussetzungen für diesen Masterstudiengang in den Fächerspezifischen Bestimmungen (PDF).

Abschlüsse von akkreditierten Bachelorausbildungsgängen an Berufsakademien sind Bachelorabschlüssen von Hochschulen gleichgestellt.

Bewerber*innen mit einem im Ausland erworbenen Abschluss erhalten Zugang, sofern der erworbene Studienabschluss hierfür als ausreichend erachtet wird und die erforderlichen Sprachkenntnisse nachgewiesen werden. Weitere Hinweise zu den sprachlichen Zugangsvoraussetzungen

Bewerbung, Zulassung und Einschreibung  1

Die Studienplätze für diesen Studiengang unterliegen keinen Zulassungsbeschränkungen (Numerus clausus). Sie müssen sich dennoch innerhalb der aktuell geltenden Bewerbungsfristen für das Zugangsverfahren bewerben.

Sobald Sie eine positive Nachricht im Bewerbungs- und Statusportal erhalten haben (Zugangsbescheid der Fakultät), können Sie innerhalb der gesetzten Frist den Antrag auf Einschreibung stellen. Sofern Sie bereits an der Universität Bielefeld eingeschrieben sind, müssen Sie einen Antrag auf Umschreibung stellen.

Auf den Seiten des Studierendensekretariats finden Sie nähere Informationen zum Bewerbungsprozess sowie Hinweise zum Einschreibungsverfahren.

→ Zum Bewerbungsportal

Weiterführende Links

Legende

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Die Angaben zu Zulassungsbeschränkungen / Numerus clausus beziehen sich auf die Bewerbung zum Wintersemester 2022/23 und Sommersemester 2023.