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Herr Dr. Arne Hägerbäumer

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Curriculum Vitae

seit 07/2017
Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Postdoc) Universität Bielefeld, AG Tierökologie

10/2013 – 07/2017
Promotion an der Universität Bielefeld
„Risk assessment of freshwater sediments: About the applicability of nematodes for the
assessment of soft sediments“

08/2013
Masterarbeit an der Universität Bielefeld, AG Tierökologie
“Interspezifische Sensitivitätsunterschiede freilebender Nematodenarten gegenüber Fluoranthen und Zink – Eine Multispezies-Studie“

10/2011 – 08/2013
Studium „Fundamental and Applied Ecology“, Universität Bielefeld, D

08/2011
Bachelorarbeit an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, AG Limnologie
“Influence of the acanthocephalan parasite Polymorphus minutus on the salinity tolerance of Echinogammarus berilloni”

10/2010 – 03/2011
Studium „Biowissenschaften“ (B.Sc.), Schwerpunkt Ökologie und Naturschutz, Universität Sheffield, UK

10/2008 – 08/2011
Studium „Biowissenschaften“ (B.Sc.), Westfälische Wilhelms-Universität Münster, D

08/2007 – 09/2008
Studium „Biowissenschaften“ (B.Sc.), Hochschule van Hall Larenstein, Leeuwarden, Nl

Aktuelle Forschungsthemen

"Key words”: Ökotoxikologie, Sedimente, Böden, Bioindikation (Biomonitoring 2.0)

Ich beschäftige mich in meiner Forschung hauptsächlich mit ökotoxikologischen Fragen im Hinblick auf Sedimente und Böden. Insbesondere Feinsedimente gelten als “hotspots” chemischer Belastungen in Gewässern und stehen im besonderen Fokus der Wissenschaft. So stehen belastete Sedimente z.B. dem erklärten Ziel der Wasserrahmenrichtlinie (EU WRRL) im Wege, einen guten ökologischen und chemischen Zustand von Gewässern herzustellen. Im Bezug auf (Fein)Sedimenten nehmen vor allem Nematoden wegen ihrer besonderen ökologischen Relevanz und ihrer hohen Abundanzen (zig Millionen/m2 Sediment) eine Schlüsselrolle ein.
Zur prospektiven Risikobewertung von Substanzen stehen mit Nematoden div. ökotoxikologische Methoden zur Verfügung, von Toxizitätstests mit Einzelarten (DIN ISO 10872) bis hin zu Modell-Ökosystemen (Mikrokosmen), die in meiner Forschung eine Rolle spielen um Interaktionen zwischen Schadstoffen und Organismen sowie Wirkmechanismen aufzuklären. Des weiteren gilt mein besonderes Interesse der retrospektiven Bewertung von Habitaten mittels Bioindikatoren, wofür Nematoden ebenfalls bestens geeignet sind. Aus diesem Grund wurde der NemaSPEAR[%]-Index entwickelt und validiert, ein Bewertungsindex, der auf einer Korrelation zwischen dem Vorkommen spezifischer Nematodenarten und Sedimentbelastungen beruht.

Im Fokus aktueller Forschungsprojekte steht die Frage, inwiefern dieser Index und Nematoden generell auch potentielle Wirkungen bisher eher unbeachteter Substanzen wie z.B. Mikroplastik bewerten können (BMBF-Projekt „MikroPlaTaS“). Des weiteren untersuche ich, inwiefern neue molekulare Techniken (Metabarcoding) auf Nematoden anzuwenden sind und die etablierte Bioindikation mittels morphologischer Artbestimmung unterstützen kann („DNAqua-Net“).

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