Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in im Bereich Geschlechtersoziologie (Prof. König)
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Termin online vereinbarenBERUFLICHE ERFAHRUNG
Seit 11/2022: Wissenschaftliche Mitarbeit im Arbeitsbereich 8 - Geschlechtersoziologie
AG Prof. Dr. Tomke König
Fakultät für Soziologie, Universität Bielefeld
10/2024 - 09/2025: Wissenschaftliche Mitarbeit am Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen e.V. (KFN) im Projekt "Trans Personen im Strafvollzug: Erfahrungen, Bedürfnisse, Herausforderungen"
07/2023 - 12/2024: Berufliche Weiterbildung: Zertifikat "Professionelle Lehrkompetenz für die Hochschule"
03/2022 - 09/2022: Lehrauftrag im BA Soziale Arbeit
Seminartitel: “Trans Studies und Soziale Arbeit”
Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften, FH Dortmund
03/2021 - 09/2022: WHF-Stelle im Arbeitsbereich 8 - Geschlechtersoziologie
AG Prof. Dr. Tomke König
Fakultät für Soziologie, Universität Bielefeld
05/2021 - 10/2021: Wissenschaftliche Recherche- und Schreibtätigkeiten im Projekt Recovery Acres: Entwicklung eines Konzepts zur Integration von genesenden Substanznutzer*innen in eine Community
Im Auftrag für die Non-Profit-Organisation Lady Flower Gardens
Edmonton in Alberta, Kanada
02/2020 - 05/2022: WHF-Stelle zur Programmkoordination des Peermentoring-Programms Blickpunkte im Auftrag der Gleichstellungskommission an der Fakultät für Soziologie
Universität Bielefeld
LEHRVERANSTALTUNGEN
- Trans Moral Panic und die Konstruktion von Risiko im Strafvollzug (BA, SoSe 2026)
- Critical Prison Studies (MA, WiSe 2025/26)
- Discipline and Punish (MA, SoSe 2025)
- Queer Subjectivities and Identity Formation (BA, WiSe 2024/25)
- Trans People in Prison Systems (MA, WiSe 2024/25)
- Introduction to Queer Theory (BA, SoSe 2024)
- Academic Knowledge Production and Practising Activism (MA, WiSe 2023/24)
- Doing Gender (BA, SoSe 2023)
- Introduction to Trans Studies (MA, WiSe 2022/23)
- Trans Studies und Soziale Arbeit (FH Dortmund, BA, SoSe 2022)
AKADEMISCHE ABSCHLÜSSE
09/2019 - 10/2022: MA Gender Studies - Interdisziplinäre Forschung und Anwendung
Universität Bielefeld
Titel der Masterarbeit: 'It's not all sunshine and rainbows': An exploration of how trans people negotiate subjectification processes on r/NonBinaryTalk in the context of transnormative pressures
Note der Abschlussarbeit: 1,3
Gesamtnote: 1,1
Mit Auszeichnung für den jahrgangsbesten Abschluss im MA Gender Studies
09/2016 - 09/2019: BA Anthropologie und Soziologie (Zwei-Fach-Bachelor)
Maynooth University, Irland
Titel der Bachelorarbeit: How Trans* Students in Ireland Experience their College Environments
Note der Abschlussarbeit: 1,0
Gesamtnote: 1,3
VORTRÄGE UND WORKSHOPS
01/2024: Trans und Soziale Arbeit (Gastvortrag Hochschule Bielefeld)
11/2023: Introduction to Gender Studies (für das Droste-Haus Jugendaustauschwerk im Kreis Gütersloh e.V.)
09/2023: (Intersektionale) Geschlechtersensibilität in der Lehre (LehrBar - Austausch unter Lehrenden, Uni Bielefeld)
2020-2022: Diverse Workshops (u.a. Geschlechterworkshops) im Rahmen des Peermentoring-Programms "Blickpunkte" für Studentinnen* der Fakultät für Soziologie, Universität Bielefeld
Laufendes Dissertationsprojekt:
Während Geschlecht und Sexualität in den vor allem US-amerikanisch geprägten critical prison studies zunehmend Beachtung finden, liegen zur Situation von trans, inter und nichtbinären (TIN) Personen im deutschen Strafvollzug bislang nur wenige Arbeiten vor. Genau hier setzt meine Dissertation an, und zugleich bei einer Diskrepanz, die sich durch die bestehende Forschung zieht: TIN-Personen, insbesondere trans Frauen, werden vielfach als Risiko für andere gelesen, sind selbst aber in weit höherem Maße von verbaler, physischer und sexualisierter Gewalt betroffen.
Ich frage danach, wie Geschlecht unter den Bedingungen einer rigide binär strukturierten totalen Institution verkörpert und damit hervorgebracht, verhandelt und gelebt wird. Dazu gehört auch die Frage, wie sich dieses Erleben mit weiteren Herrschaftsdimensionen verschränkt, etwa mit Kriminalisierung, Rassifizierung, Sprache, Behinderung oder Suchterkrankung. Der theoretische Rahmen verbindet feministische und trans Epistemologie, der zufolge Wissen immer situiert ist und bestimmte Wissensbestände aktiv unterworfen werden, mit kritischer Phänomenologie, die Inhaftierung als leiblichen Zustand versteht, der Subjektivität mit hervorbringt, sowie mit poststrukturalistischen Perspektiven auf Macht und Subjektivierung.
Empirisch stützt sich das Projekt auf acht qualitative Interviews mit inhaftierten TIN-Personen, die ich im Sommer 2025 in Kooperation mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) geführt habe. Ich arbeite mit erlebensbezogenem, focusing-basiertem Interviewen, das dazu einlädt, leiblich bereits Gespürtes zur Sprache zu bringen, und rahme meine Methodologie als affektive und sorgende Ethnografie. Artikulation setzt, so würde ich argumentieren, jemanden voraus, der zuhört; "careful listening" wird damit zur Bedingung, unter der solches Wissen überhaupt sagbar und hörbar wird.
Das Projekt möchte ein Modell für eine verkörperte und reflexive Gefängnisforschung anbieten sowie eine empirisch fundierte Intervention in dominante Narrative über Transsein, Gefährlichkeit und Vulnerabilität.