WICHTIG: Der heutige Termin am 18.11. fällt krankheitsbedingt aus!!
Das Skript kann im Büro Studieren ab 50 M6-113 Mo-Do 10-12Uhr abgeholt werden.
Termine: 28.10., 04.11., 11.11 und 18.11, 2015, jeweils dreistündig 14.00 s.t. bis 16.30 Uhr
Die Veranstaltung soll den Anfang des weiterbildenden Studiums STUDIEREN AB 50 be-gleiten und vertiefen, Zusammenhänge herstellen und in Wissenschaftskonzepte einführen. An diesen vier Terminen wird den „Erstsemestern“, aber auch den „Uni-Erprobten“, die Kenntnisse auffrischen möchten, in einer drei-stündigen Veranstaltung in einem kompakten und konzentrierten Stil Gelegenheit geboten, sich in Grundzügen einen interdisziplinären Überblick über wissenschaftliches Denken und wichtige Abschnitte der Wissenschaftsge-schichte zu verschaffen.
Überblick über die Inhalte:
Zunächst wird vorgestellt und mit den TeilnehmerInnen weiterentwickelt und diskutiert, was „wissenschaftliches“ Denken von anderen Formen des Denkens unterscheidet. Dann werden die Unterschiede zwischen den Wissenschaften und die Entwicklung von Denksystemen in den Naturwissenschaften und Geistes- /Kulturwissenschaften vorgestellt mit dem Ziel, die un-terschiedliche Entwicklung innerhalb der Wissenschaften zu zeigen.
Im weiteren wird die Geschichte vieler Wissenschaften exemplarisch anhand der Entwicklung von Kunst, Philosophie, Theologie und Naturwissenschaften aufgezeigt. Wichtige Epochen dieses "zivilisatorischen Prozesses" (A. Weber) und der Geschichte fast aller heutigen Wis-senschaften sind dabei:
• die Antike – vor allem die hellenistische Kultur:
Hier entwickelte sich ab ca. 400 v. Chr. durch das Aufkommen von Techniken und Technologie mit naturwissenschaftli-cher Begründung der Ursprung wissenschaftlichen Denkens. Griechische Denker und Philosophen hatten die geniale Idee, wissenschaftliche Theorien allgemein anzuwen-den; sie setzten eine dauernde, gleichbleibende abstrakte Ordnung voraus, aus der die wechselnde Welt der Beobachtung abgeleitet werden konnte (z.B. die Geometrie).
• das „scholastische“ Mittelalter – Gründung erster Universitäten in Europa:
Für die Entstehung bzw. Entwicklung der Wissenschaften in Europa im Mittelalter war der nächste „Höhepunkt“ die Scholastik, insbesondere die Zeit der Hochscholastik (12. bis 14. Jahrhundert), als die Schriften und Werke des für die Entstehung wissen-schaftlichen Denkens wichtigsten antiken Denkers, Aristoteles, in Europa bekannt wur-den. Die Zeit der Hochscholastik war eine erste „Explosion des Wissens“. Universitäten wurden gegründet mit theologischen- und „Artisten“-Fakultäten, in denen die artes liberales gelehrt wurden. Exemplarisch gezeigt wird dies in der Veranstalung an den in dieser Zeit gegründeten Universitäten Bologna, Paris und Oxford.
• die Einheit von Kunst und Wissenschaft in der Renaissance:
Der Begriff Renais-sance bezeichnet eigentlich kein Zeitalter, sondern ab ca. 1430 eine neue Art zu leben und zu denken, vor allem in den norditalienischen Stadtstaaten. Ab ca. 1520 gab es auch im westlichen und nordwestlichen Europa eine der südlichen Renaissance ver-gleichbare geistige und kulturelle Entwicklung. Renaissance und Reformation - in die-sen Begriffen spiegelt sich die historische Entwicklung, die Kultur und Wissenschafts-entwicklung Mittel- und Westeuropas und der von (West)Europa beeinflußten Länder, die ihren Höhepunkt in der Aufklärung fand.
• Barockzeitalter und Aufklärung:
Diese Zeit ist gekennzeichnet durch den Übergang vom Aberglauben zur Forschung (z.B. von der Astrologie zur Astronomie), sie ist das Zeitalter der Akademiegründungen und der Gründung erster Wissenschaftsgesell-schaften. Gelehrte begründeten in dieser Epoche die neuzeitliche Mathematik und Ast-ronomie und beschritten neue Denkwege mit dem Ziel, die (irdische) Welt zu erfor-schen und zu beherrschen. Durch die beginnende Mathematisierung der Erfahrung und die experimentelle Methode wurden Gesetzmäßigkeiten der Natur entdeckt und er-forscht (Ausnahmen: Botanik und Zoologie).
• Resümee und Ausblick:
Wissenschaftsentwicklung in verschiedenen Zeitaltern und in der Zukunft, Zusammenfassung und abschließende Diskussion der Entwicklung der Wissenschaften – historisch und systematisch - und das Konzept der „wissenschaftli-chen Revolution“.
Die „Einladung zur Wissenschaft“ und damit die Einführung in wissenschaftliches Denken soll nicht anhand „trockener“ Texte geschehen, sondern in der Spiegelung der Wissensent-wicklung in der Kunst, in Abbildungen und Illustrationen zeitgenössischer Publikationen, in aktuellen wissenschaftsjournalistischen Artikeln in Tageszeitungen, Wochenzeitschriften und - während der Seminarsitzungen – ganz intensiv auch im Internet.
Für diese Veranstaltung gibt es ein umfangreiches (gedrucktes) Skript mit den Lern- und Wis-sensinhalten, das die individuelle Nachbereitung des sehr kompakt angebotenen Inhalts er-möglicht.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
|---|---|---|---|---|---|
| wöchentlich | Mi | 14-16:30 | M6-114 | 28.10.-18.11.2015 | 4 Termine: 28.10.15., 04.11.15., 11.11.15., 18.11.15. '''WICHTIG: Der Termin am 18.11. fällt krankheitsbedingt aus!!''' |
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