Die Weimarer Republik wird gemeinhin von ihrem Ende her gedeutet bzw. auf dieses Ende hin interpretiert. Jedoch waren diese vierzehn Jahre, so ist die These, die diesem Seminar unterliegt, um einiges kontingenter, als es die Teleologie eines unanwendbaren Scheiterns suggeriert. Die 1920er Jahre lassen sich meines Erachtens produktiver als ein Jahrzehnt der Spannungsverhältnisse beschreiben, bei denen erst das Zusammentreffen mehrerer Faktoren den Ausschlag zum Untergang gab: zur Machtübertragung an die Nationalsozialisten. Diesen Spannungsverhältnissen zwischen Bürgerkrieg und Parlamentarisierung, wirtschaftlicher Depression und Hochkonjunktur, Milieus und Massenkultur, Avantgarde und revisionistischer Aggression soll das Seminar nachgehen.
Detlef Lehnert, Die Weimarer Republik, Ditzingen 1999.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum |
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| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
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| Geschichtswissenschaft / Bachelor | (Einschreibung bis SoSe 2011) | Kern- und Nebenfach | 3.2.2 | Wahlpflicht | 5. 6. | 8 | scheinfähig |
| Geschichtswissenschaft (Gym/Ge) / Master of Education | (Einschreibung bis SoSe 2014) | 3.2.2 | Wahlpflicht | 8 | scheinfähig |