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300374 Innerparteiliche Demokratie (S) (WiSe 2009/2010)

Inhalt, Kommentar

Seit einem Jahrhundert ist das von Robert Michels in der "Soziologie des Parteiwesens" formulierte "eherne Gesetz der Oligarchie" der zentrale Bezugspunkt der Parteienforschung. Der erste Teil der Veranstaltung wird dementsprechend eine intensive Auseinandersetzung mit diesem "Klassiker" und seiner Rezeption suchen. Hier stehen insbesondere die theoretischen Prämissen und die daraus resultierende Methodik der Parteienforschung im Fokus.

Im zweiten Teil der Veranstaltung wird eine systemtheoretische
Reformulierung des Problems innerparteilicher Demokratie vorgenommen. Dabei werden erstens die theoriebedingten Schwächen der bisherigen Parteienforschung aufgezeigt. Vor dem Hintergrund einer systemtheoretischen Perspektive wird deutlich, dass die bisherige Parteienforschung auf Grund ihrer theoretischen Prämissen zuviel Komplexität ausgeschlossen hat, die dann nicht mehr für Erklärungen zur Verfügung steht. Zweitens wird ein spezifisch systemtheoretischer Zugang
zur Parteienforschung erarbeitet werden müssen, weil eine Systemtheorie der Partei in Luhmanns Soziologie des politischen Systems fast ausschließlich aus makrosoziologischer Perspektive formuliert wurde.

Teilnahmevoraussetzungen, notwendige Vorkenntnisse

Hohe Lese- und Diskussionsbereitschaft, Kenntnisse grundlegender
systemtheoretischer Begriffe und Zusammenhänge.

Literaturangaben

Michels, R. (1925): Zur Soziologie des Parteiwesens in der modernen Demokratie. Untersuchungen über die oligarchischen Tendenzen des Gruppenlebens. Neudruck der 2., veränd. Aufl., zuerst 1911. In: Conze, W. (Hrsg.)(1957): Kröners Taschenausgabe, Bd. 250. Stuttgart.

Lohmar, U. (1963): Innerparteiliche Demokratie. Eine Untersuchung der Verfassungswirklichkeit politischer Parteien in der Bundesrepublik Deutschland. In: Boettcher, E.; Neundörfer, L.; Schelsky, H. (Hrsg.): Soziologische Gegenwartsfragen. Stuttgart.

Luhmann, N. (1964): Funktionen und Folgen formaler Organisation. Berlin.

Hättich, M. (1969): Innerparteiliche Demokratie. In: ders.: Lehrbuch der Politikwissenschaft. Zweiter Band: Theorie der politischen Ordnung. Mainz. S. 151-159.

Stichweh, R. (2000): Soziologie des Vereins. Strukturbildung zwischen Lokalität und Globalität. In: Brix, E.; Richter, R. (Hrsg.): Organisierte Privatinteressen. Vereine in Österreich. Wien. S. 19-31.

Wiesendahl, E. (1980): Parteien und Demokratie. Eine soziologische Analyse paradigmatischer Ansätze der Parteienforschung. Opladen.

Lehrende

Termine (Kalendersicht )

Rhythmus Tag Uhrzeit Ort Zeitraum  
wöchentlich Di 12-14 L3-108 13.10.2009-02.02.2010

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Klausuren

  • Keine gefunden

Fachzuordnungen

Studiengang/-angebot Gültigkeit Variante Untergliederung Status Sem. LP  
Politikwissenschaft / Bachelor (Einschreibung bis SoSe 2009) 2.2a Wahlpflicht  
Sozialwissenschaften / Bachelor (Einschreibung bis SoSe 2011) Kern- und Nebenfach Fachmodul (FM) Theo   3 (bei Einzelleistung 3 LP zusätzlich)  
Sozialwissenschaften / Bachelor (Einschreibung bis SoSe 2008) KF: Modul 14; NF: Profil P, V & S: Modul 18 Wahlpflicht 2 (bei Einzelleistung 2 LP zusätzlich)  
Sozialwissenschaften GymGe als zweites Unterrichtsfach / Master of Education (Einschreibung bis SoSe 2014) Fachmodul (FM) Theo   3 (bei Einzelleistung 3 LP zusätzlich)  
Soziologie / Bachelor (Einschreibung bis SoSe 2011) Kern- und Nebenfach Fachmodul (FM) Theo   3 (bei Einzelleistung 3 LP zusätzlich)  
Soziologie / Bachelor (Einschreibung bis SoSe 2008) KF: Modul 4; NF: Modul 4    
Soziologie / Bachelor (Einschreibung bis SoSe 2008) KF: Fachmodul 1; NF: Fachmodul 1; vNF: Fachmodul 1   3 (bei Einzelleistung 3 LP zusätzlich)  
Soziologie / Bachelor (Einschreibung bis SoSe 2011) Kernfach SozThV Pflicht 2  
Konkretisierung der Anforderungen
Keine Konkretisierungen vorhanden
Lernraum
TeilnehmerInnen
Automatischer E-Mailverteiler der Veranstaltung
Änderungen/Aktualität der Veranstaltungsdaten
Sonstiges