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220029 Das klimahistorische Phänomen der Kleinen Eiszeit (1430-1830) und seine Folgen für Agrargesellschaften in Mitteleuropa (S) (SoSe 2016)

Inhalt, Kommentar

Literatur in Auswahl: Hubertus Horace Lamb, Klima und Kulturgeschichte. Der Einfluss des Wetters auf den Gang der Geschichte, Hamburg 1989; Rüdiger Glaser, Klimageschichte Mitteleuropas. 1000 Jahre Wetter, Klima, Katastrophen, Darmstadt 2001; ders., Artikel: Klima, in: Enzyklopädie der Neuzeit, Bd. 6, 2007, Sp. 786-808; ders., Artikel: Kleine Eiszeit, ebd., S. 767-771; Stefan Militzer, Klima – Klimageschichte – Geschichte, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht (1996), S. 71-88; Christian Pfister, Klimageschichte der Schweiz, 1525-1860, 2 Bde, Bern / Stuttgart 1986; Franz Mauelshagen, Klimageschichte der Neuzeit, Darmstadt 2010; Reinold Reith, Umweltgeschichte der Frühen Neuzeit, München 2011; Wolfgang Behringer / Hartmut Lehmann / Christian Pfister (Hrsg.), Kulturelle Konsequenzen der ‚Kleinen Eiszeit’, Göttingen 2005; Stefan Brakensiek / Werner Rösener (Hrsg.), Landwirtschaft und Klima (Themenschwerpunkt von Heft 1 der 'Zeitschrift für Agrargeschichte und Agrarsoziologie' Jg. 58, 2010); Rolf Kießling / Frank Konersmann / Werner Troßbach, Grundzüge der Agrargeschichte, Bd. 1, Vom Spätmittelalter bis zum Dreißigjährigen Krieg (1350-1650), Köln / Wien 2016.

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Fachzuordnungen

Modul Veranstaltung Leistungen  
22-3.1 Hauptmodul Vormoderne
3.1.4
Seminar Vormoderne Studienleistung
benotete Prüfungsleistung
Studieninformation
22-3.8 Wahlfreies Hauptmodul
3.8.4
Seminar Studienleistung
benotete Prüfungsleistung
Studieninformation
22-B4-HM Profilmodul Geschichtswissenschaft (für Studierende mit Kernfach / Nebenfach Geschichte) Seminar benotete Prüfungsleistung
Studieninformation
25-FS-EM Einführungsmodul E2: Einführende Veranstaltung aus den Fakultäten Studieninformation
E3: Einführende Veranstaltung aus den Fakultäten Studieninformation
25-FS-GM Grundlagenmodul E2: Einführende Veranstaltung aus den Fakultäten Studieninformation
E3: Einführende Veranstaltung aus den Fakultäten Studieninformation

Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.

Studiengang/-angebot Gültigkeit Variante Untergliederung Status Sem. LP  
Frauenstudien (Einschreibung bis SoSe 2015)    
Geschichtswissenschaft (Gym/Ge) / Master of Education (Einschreibung bis SoSe 2014) 3.1.4   8  
Romanische Kulturen: Sprache, Literatur, Geschichte / Bachelor (Einschreibung bis SoSe 2011) Nebenfach BaRKS4b; BaRK5e; BaRKF4b; BaRK5f    
Studieren ab 50    
Konkretisierung der Anforderungen

Als der amerikanische Glaziologe Francois Matthes Ende der 1930er Jahre ein deutliches Gletscherwachstum in Nordamerika, Skandinavien und den Alpen für den Zeitraum vom 13. bis zum 19. Jh. ermittelte, bezeichnete er dieses klimatische Phänomen als „the little ice age“. Mit dieser Bezeichnung sollte zum einen auf den Unterschied zu den fünf erdgeschichtlichen Eiszeitperioden aufmerksam gemacht, zum anderen die gezielte Suche nach den Ursachen für dieses Phänomen eingeleitet werden. Seitdem haben sich Klimatologen in Verbindung mit Geographen und Biologen der Ermittlung von wesentlichen Klimaelementen (z. B. Temperatur, Niederschlag, Luftdruck) für gut 1000 Jahre (Hochmittelalter bis Gegenwart) gewidmet. Solche mittlerweile in großen Datenbanken aufbereiteten und u. a. in Graphiken veranschaulichten Befunde werden von Historikern aufgegriffen, um das Ausmass der Wirksamkeit von Wetterverhältnissen, Klimalagen und vor allem Klimaveränderungen auf die Lebensbedingungen von Menschen für den besagten Zeitraum zu ermitteln und abzuschätzen sowie mit den aus verschiedenen Quellen erschließbaren Wahrnehmungs- und Verhaltensweisen in ein Verhältnis zu setzen.

In diesem seit den 1980er Jahren zunehmend interdisziplinär angelegten Forschungsfeld der Historischen Klimatologie spielt die Agrargeschichte in empirischer, theoretischer und konzeptioneller eine Schlüsselrolle, schon allein deshalb, weil die Landwirtschaft für die meisten Menschen in der Vormoderne und auch noch bis weit in das 19. Jh. hinein die wesentliche Lebensgrundlage bildete. Diese Schlüsselrolle der Agrargeschichte im Forschungsfeld der ‚Kleinen Eiszeit’ soll in dem Seminar am Beispiel ausgewählter Themenbereiche vor Augen geführt werden. Es werden zentrale Konzepte, Ansätze und Methoden erläutert und anhand von Fallstudien, Handbüchern und Lexika-Artikeln veranschaulicht.

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