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220149 Ansätze und Methoden der Historischen Sozialisationsforschung (S+Ü) (WiSe 2014/2015)

Inhalt, Kommentar

Zwar hat das Forschungsfeld der Historischen Sozialisationsforschung in den letzten dreißig Jahren erheblich an Kontur gewonnen. Es gehört aber bis heute nicht zu den etablierten und institutionell gesicherten Forschungszweigen in der deutschen Geschichtswissenschaft, so dass dort Diskussionen über Methoden, Konzepte und Theorien der Historischen Sozialisationsforschung nach wie vor ein Schattensein führen. Dabei geht es in diesem Forschungsfeld um nichts Geringeres als um die Erschließung der „Verschränkung von individueller Lebensgeschichte und Gesellschaftsgeschichte“ (Ulrich Herrmann), also um die historische Aufhellung der „Vergesellschaftung des Menschen“ (Andreas Gestrich), womit ein zentrales, aber auch vielfältiges historisches Themenspektrum angedeutet ist, in dem den Aspekten Generation, Generationswechsel und Jugend eine Schlüsselfunktion zukommt. Zu der konzeptionellen Erschließung dieses Forschungsfeldes haben vor allem Soziologen, Ethnologen, Psychologen und Erziehungswissenschaftler beigetragen, hingegen eher selten Historiker, die auffallend spät erst von den 1980er Jahren an zumeist im Rahmen Historischer Familienforschung und Historischer Anthropologie Untersuchungen vorgelegt haben, die regional- oder aber eher alltags- und mikrogeschichtlich angelegt sind. Das Seminar soll, erstens, in Themen, Probleme und Fragen dieses Forschungsfeldes sowohl anhand von Texten namhafter Soziologen (Karl Mannheim, Norbert Elias) als auch anhand einiger Beiträge jüngeren Datums einführen. Das Seminar soll, zweitens, an ausgewählten jüngeren Fallstudien Einblicke in das mittlerweile erreichte Problembewusstsein in diesem Forschungsfeld vermitteln, zumal dort Fallstudien eine Schlüsselrolle spielen. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den Begriffen bzw. Sachverhalten der Generation und der Jugend.

Literaturangaben

Literatur in Auswahl: (Forschungsüberblicke) Ulrich Herrmann, Probleme und Aspekte historischer Ansätze in der Sozialisationsforschung, in: Klaus Hurrelmann / Dieter Ulich (Hrsg.), Handbuch der Sozialisationsforschung, Weinheim / Basel 19822, S. 227-252; Andreas Gestrich, Vergesellschaftungen des Menschen. Einführung in die Historische Sozialisationsforschung, Tübingen 1999. (Klassiker) Emile Durkheim, Erziehung und Soziologie, (1907), Düsseldorf 1972; Karl Mannheim, Das Problem der Generation, in: Kölner Vierteljahreshefte für Soziologie 7 (1928), S. 157-185, 309-330; Norbert Elias, Über den Prozeß der Zivilisation. Soziogenetische und psychogenetische Untersuchungen, (1936), 2 Bde., Frankfurt / Main 1978; George Herbert Mead, Geist, Identität und Gesellschaft, (1934), Frankfurt / Main 1968. (Fallstudien) Siehe beispielsweise in U. Herrmann (1980), S. 245-248, und in Gestrich (1999), S. 182-208.

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Modul Veranstaltung Leistungen  
22-2.1 Theoriemodul Grundseminar Historiographie Studieninformation
Grundseminar Theorien in der Geschichtswissenschaft benotete Prüfungsleistung
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22-2.2 Methodikmodul Grundseminar Methodik Studienleistung
Studieninformation
22-2.4 Fachdidaktisches Methodikmodul Grundseminar Methodik Studienleistung
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Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.

Studiengang/-angebot Gültigkeit Variante Untergliederung Status Sem. LP  
Geschichtswissenschaft / Bachelor (Einschreibung bis SoSe 2011) Kern- und Nebenfach Modul 2.1; Modul 2.2; Modul 2.4; Modul 2.8 Wahlpflicht 4 scheinfähig studierbar wahlweise als "Übung Methodik" (2.1), als GSH (2.2) oder GST (2.2, 2.4 oder 2.8)  
Geschichtswissenschaft (Gym/Ge) / Master of Education (Einschreibung bis SoSe 2014) Modul 2.1; Modul 2.4   4 scheinfähig studierbar wahlweise als "Übung Methodik" (2.1) oder GST (2.4)  
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Keine Konkretisierungen vorhanden
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