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220066 Sozialgeschichte der Bauern in Spätmittelalter und Früher Neuzeit (S) (SoSe 2009)

Inhalt, Kommentar

Eine methodenbewußte Sozialgeschichte der Bauern des Spätmittelalters und der Frühneuzeit gehört zwar zum Selbstverständnis der in den 1980er Jahren einsetzenden neuen deutschen Agrargeschichte. Dieses Selbstverständnis unterliegt inzwischen auch mancher Fallstudie jüngeren Datums, es fehlen aber noch immer entsprechende Überblicke in deutscher Sprache. Der 1994 gegründete Arbeitskreis für Agrargeschichte und die 2003 neu konzipierte ‚Zeit-schrift für Agrargeschichte und Agrarsoziologie‘ stellen wesentliche Foren in Deutschland für diesen, freilich noch bescheidend blühenden Forschungszweig dar. - Die unterschiedlichen Gründe für dieses bemerkenswerte Desiderat sollen in dem Seminar u.a. an der älteren Dar-stellung von Günther Franz aus dem Jahre 1976, einigen Lexikonartikeln und Forschungsbe-richten vorgestellt und diskutiert werden. Welche Wege die neuere Agrargeschichte zur Er-forschung ländlicher Gesellschaften, insbesondere der bäuerlichen Bevölkerungsgruppen, in den letzten 30 Jahren eingeschlagen hat, soll an einigen Fallstudien veranschaulicht werden. Zum Zweck des Vergleichs werden immer wieder auch Aufsätze und Monographien vor-nehmlich französisch- und englischsprachiger Agrarhistoriker herangezogen.
In einer das Seminar begleitenden Übung werden zentrale Quellen für eine Sozialge-schichte der Bauern vorgestellt und in Methoden ihrer Auswertung und Analyse eingeführt.

Literaturangaben

Werner Conze, Artikel: Bauer, Bauernstand, Bauerntum, in: Geschichtliche Grundbegriffe. Historisches Lexikon zur politisch-sozialen Sprache in Deutschland, in: Otto Brunner/ Werner Conze/ Reinhart Koselleck (Hrsg.), Bd. 1, Stuttgart 1972, S. 407-439; Christof Dipper, Bauern als Gegenstand der Sozialgeschichte, in: Wolfgang Schieder/ Volker Sellin (Hrsg.), Sozialgeschichte in Deutschland, Bd. IV, Soziale Gruppen in der Geschichte, Göttingen 1987, S. 9-33; Günther Franz (Hrsg.), Bauernschaft und Bauernstand, 1500-1970, Limburg 1975; Günther Franz, Geschichte des deutschen Bauernstandes vom frühen Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert, Stutt-gart 1976; Gerd van den Heuvel, Artikel: Laboureur/ Paysan, in: Rolf Reichardt/ Hans-Jürgen Lüsebrink (Hrsg.), Handbuch politisch-sozialer Grundbegriffe in Frankreich, 1680-1820, München 2000, S. 53-88; Emmanuel Le Roy Ladurie, Die Bauern des Languedoc, Darmstadt 1985; Henri Mendras, Sociétés paysannes. Eléments pour une théorie de la paysannerie, Paris 1976; Werner Rösener, Bauern im Mittelalter, München 1985; Jürgen Schlumbohm, Lebensläufe, Familien, Höfe, Die Bauern und Heuerleute des Osnabrückischen Kirchspiels Belm in protoindustrieller Zeit, 1650-1860, Göttingen 19972; Tom Scott (Ed.), The Peasantries of Europe from the Fourteenth to the Eighteenth Centuries, London/ New York 1998; Govind P. Sreenivasan, The Peasants of Otto-beuren, 1487-1726, Cambridge 2004; Werner Troßbach, Bauern, 1648-1806, München 1993; Werner Troßbach/ Clemens Zimmermann (Hrsg.), Agrargeschichte. Positionen und Perspektiven, Stuttgart 1998; Werner Troßbach, Artikel: Ländliche Gesellschaft, in: Enzyklopädie der Neuzeit, Bd. 7, Stuttgart/ Weimar 2008, Sp. 504-531; Nadine Vivier (Hrsg.), Ruralité francaise et britannique XIIIe-XXe siècles. Approches comparées, Rennes 2005; Reinhard Wenskus, „Bauer“ – Begriff und historische Wirklichkeit, in: Reinhard Wenskus/ Herbert Jankuhn/ Klaus Grinda (Hrsg.), Wort und Begriff ‚Bauer‘, Göttingen 1975, S. 11-28.

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Geschichtswissenschaft / Bachelor (Einschreibung bis SoSe 2011) Kern- und Nebenfach 3.1.5 Wahlpflicht 8 scheinfähig  
Geschichtswissenschaft (Gym/Ge) / Master of Education (Einschreibung bis SoSe 2014) 3.1.5 Wahlpflicht 8 scheinfähig  
Politikwissenschaft / Bachelor (Einschreibung bis SoSe 2009) 3.1b Wahlpflicht  
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