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250411 Theoretische und politische Kritikdimensionen der Queer Theory (BS) (WiSe 2017/2018)

Inhalt, Kommentar

Die ursprünglich aus dem angloamerikanischen Kontext stammende Queer Theory hat seit Mitte/Ende der 1990er Jahre auch Einzug in den bundesdeutschen akademischen Theoriekontext gefunden. Sie geht unter Rückgriff auf dekonstruktivistische, poststrukturalistische Methoden und Theorien sowie unter Bezug auf Erkenntnisse der Gender Studies davon aus, dass geschlechtliche und sexuelle Identitäten nicht von Natur aus gegeben sind, sondern über vielfältige Diskurse und Praxen hervorgebracht werden. Zentraler Analyse- und Kritikfokus ist hierbei insbesondere die hegemoniale Dominanz von Heterosexualität, wie sie typisch für moderne Gesellschaften ist. Heterosexualität bzw. Heteronormativität – so lautet der in der Queer Theory zentrale Terminus – habe sich als naturalisierte und damit als unhinterfragte Norm sozialen Lebens grundlegend in vielfältige gesellschaftliche Strukturen, Praxen, Institutionen, Wissenssysteme und in geschlechtlich-sexuelle Subjektivierungsprozesse eingeschrieben. Queer theory und die an sie anschließende queer politics zielen daher darauf ab, die vermeintliche Natur sexueller und geschlechtlicher Identitäten sowie Machformen, Normen und essentialistische Identitätspolitiken zu analysieren und zu dekonstruieren. Darüber hinaus geht es um die kritische Auseinandersetzung mit allen Aspekten der Gesellschaft in Bezug auf Geschlechter- und Sexualitätskonstruktionen und daraus resultierenden oder mit ihnen einhergehenden Ausbeutungs- und Herrschaftsverhältnissen wie z.B. Rassismus und Klassismus.
Im Seminar sollen die wesentlichen theoretischen und politischen Grundlagen von queer theory und queer politics erläutert werden. Neben einer kurzen einführenden Darstellung der angloamerikanischen Vordenker_innen, erfolgt ein Überblick über die bundesdeutsche Rezeption der queer theory und ihrer inzwischen vielfältigen Verästlungen. Abschließend sollen einigen exemplarische Politikstrategien und Interventionsfelder von queer theory beleuchtet werden.

Teilnahmevoraussetzungen, notwendige Vorkenntnisse

Master of Arts: Voraussetzung ist die Einschreibung im Master of Arts Erziehungswissenschaft

Unbedigte Anwesenheit in der ersten Sitzung. Dort werden unter anderem die Referatsthemen vergeben.

Literaturangaben

Hark, Sabine (1993): Queer Interventionen. In: Feministische Studien. 11. Jg., H. 2, S. 103-109; Genschel, Corinna (1996): Fear of a Queer Planet: Dimensionen lesbisch-schwuler Gesellschaftskritik. In: Das Argument 216. 38. Jg., H. 4, S. 525-538;Czollek, Lea Carola/Perko, Gudrun, Weinbach, Heike (2009): Lehrbuch Gender und Queer. Grundlagen, Methoden und Praxisfelder. Weinheim und München; Perko, Gudrun (2005): Queer Theorien. Ethische, politische und logische Dimensionen plural-queeeren Denkens. Köln; Heidel, Ulf/Micheler, Stefan/Tuider Elisabeth (Hg.) (2000): Jenseits der Geschlechtergrenzen. Sexualitäten, Identitäten und Körper in Perspektiven von Queer Studies. Hamburg; Kraß, Andreas (Hg.) (2003): Queer Denken. Gegen die Ordnung der Sexualität. (Queer Studies). Frankfurt am Main.

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25-ME-A4 Inhaltliche Fokussierung E1: Inhaltliche Fokussierung 1 Studienleistung
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E2: Inhaltliche Fokussierung 2 Studienleistung
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25-ME-B4 Inhaltliche Fokussierung E1: Inhaltliche Fokussierung 1 Studienleistung
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E2: Inhaltliche Fokussierung 2 Studienleistung
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25-ME-C1 Historische und systematische Aspekte der Migrationspädagogik, Civic- and International Education E2: Civic- and International Education Studienleistung
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25-ME-C4 Inhaltliche Fokussierung E1: Inhaltliche Fokussierung 1 Studienleistung
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E2: Inhaltliche Fokussierung 2 Studienleistung
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25-ME3 Forschungsprojekt E1: Thematische Einführung Studienleistung
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25-ME3-IT Forschungsprojekt E1: Thematische Einführung Studienleistung
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25-UFP6-C Fachbezogene Vertiefung: Migrationspädagogik, Civic- and International Education E2: Civic- and International Education Studienleistung
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30-MGS-4 Hauptmodul 3: Arbeit und gesellschaftliche Transformationen Seminar 1 Studienleistung
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30-MGS-5 Hauptmodul 4: Körper und Gesundheit Seminar 1 Studienleistung
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Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.

Studiengang/-angebot Gültigkeit Variante Untergliederung Status Sem. LP  
Geschlechterforschung in der Lehre    
Konkretisierung der Anforderungen

Übernahme eines Kurzreferates, aktive Teilnahme und u.U. schriftliche Ausarbeitung

Lernraum
TeilnehmerInnen
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Änderungen/Aktualität der Veranstaltungsdaten
Sonstiges