Philosophie / Master of Arts (Einschreibung ab WiSe 12/13) - News

[Studierende Philosophie / M.A.] Prfung Prsentationswerkstatt ( 01.12.22 )

Per E-Mail eingestellt von awedelstaedt@uni-bielefeld.de:

Liebe Studierende, liebe Kolleg*innen,

am kommenden Donnerstag, 8.12.,  findet um 10 Uhr außer der Reihe eine
Prüfung im Rahmen der Präsentationswerkstatt statt. Kim Woodley wird zu
folgendem Thema sprechen: "Ist biologisches Geschlecht sozial
konstruiert?" Wir treffen uns im Raum X-E0-236. Interessierte sind
herzlich willkommen.

Beste Grüße

Ralf Stoecker & Almut v. Wedelstaedt

--

  • Dr. Almut Kristine v. Wedelstaedt* [sie/ihr]

Geschäftsführung und Qualitätsmanagement

Universität Bielefeld

Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie |
Abteilung Philosophie
<https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/philosophie/>

Koordination CoP Public Humanities
<https://www.uni-bielefeld.de/themen/bilinked/communities-of-practice/public-humanities/>
im Projekt BiLinked

Universitätsstraße 25 | 33615 Bielefeld

Telefon: +49 521 106 4597

E-Mail: awedelstaedt@uni-bielefeld.de

Raum: X-A4-102 | Briefkasten auf X-A4

Sprechstunde: Dienstag, 11-12 Uhr

Wenn Sie ein Anliegen hinsichtlich des (Anrede-)Pronomens oder zur
(barrierefreien) Form unserer Kommunikation haben, teilen Sie es mir
gerne mit.

[Studierende Philosophie / M.A.] I²SoS-Kolloquium 06.12.2022 ( 01.12.22 )

Per E-Mail eingestellt von eike_inga.schilling@uni-bielefeld.de:

I2SoS is happy to advertise its weekly interdisciplinary colloquium on science studies. The colloquium takes place each Tuesday at 16:15 until 17:45 hrs. at room Y-1-202. The colloquium schedule is available at https://www.uni-bielefeld.de/einrichtungen/i2sos/kolloquium.xml.

I2SoS is proud to announce Anna Klassen (Uni Jena) as its next speaker: December 6, 16:15 hrs.

Politisierung und Entpolitisierung von Wissenschaft - Die Deutungskämpfe um Gentechnologie in der Bundesrepublik der 70er und 80er Jahre

Abstract: Gentechnologie als Laborsicherheitsproblem, als Chance für die medizinische und pharmakologische Forschung oder als Herausforderung für die Ethik - die Perspektiviserung der neuen lebenswissenschaftlichen Forschungsmethode waren vielfältig und standen teilweise in Konkurrenz zu einander. Der Vortrag gibt einen Überblick darüber, wie Akteur*innen aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft in den 70er und 80er Jahren zusammen- und gegeneinander gearbeitet haben, um die Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung in umstrittenen Forschungsfeldern auszuhandeln. Der Fokus liegt auf der institutionalisierten Regulation der Gentechnologie.

You are warmly invited to take part. We would be delighted to welcome you to the colloquium.

Martin Carrier, Alejandro Esguerra, Mathias Grote

--------------------------------------------------------
Eike Inga Schilling

Fakultät für Geschichtswissenschaft,
Philosophie und Theologie

Sekretariat Philosophie

Tel.: 0521/106-6894
Büro: X-A4-244
E-Mail: eike_inga.schilling@uni-bielefeld.de<mailto:eike_inga.schilling@uni-bielefeld.de>

Erreichbar von Montag bis Donnerstag

[Studierende Abt. Phil.] WHK_Ausschreibung_Klima ( 30.11.22 )

Per E-Mail eingestellt von eike_inga.schilling@uni-bielefeld.de:

Liebe Studierende,

anbei eine Ausschreibung.

Viele Grüße

_________________________________________

Eike Inga Schilling

Fakultät für Geschichtswissenschaft,
Philosophie und Theologie
Postfach 10 01 31
33501 Bielefeld

Sekretariat Philosophie

Tel.: 0521/106-6894
Büro: X-A4-244
E-Mail: eike_inga.schilling@uni-bielefeld.de<mailto:eike_inga.schilling@uni-bielefeld.de>

Erreichbar Montag bis Donnerstag

[Studierende Philosophie / M.A.] I²SoS-Kolloquium 29.11.2022 ( 29.11.22 )

Per E-Mail eingestellt von eike_inga.schilling@uni-bielefeld.de:

Unfortunately, our colloquium speaker today was let down by Deutsche Bahn. His scheduled train was said to be broken, and no alternative was provided that allowed him to arrive in time. Thus, he stays at home and gives his talk over Zoom.

https://uni-bielefeld.zoom.us/j/69577136932?pwd=a2NtMGtjaUVod2VXZUFjTmR2bXg5UT09
Meeting-ID: 695 7713 6932; Passwort: 774994

Best regards, Martin Carrier

_________________________________________

Eike Inga Schilling

Fakultät für Geschichtswissenschaft,
Philosophie und Theologie
Postfach 10 01 31
33501 Bielefeld

Sekretariat Philosophie

Tel.: 0521/106-6894
Büro: X-A4-244
E-Mail: eike_inga.schilling@uni-bielefeld.de<mailto:eike_inga.schilling@uni-bielefeld.de>

Erreichbar Montag bis Donnerstag

[Studierende Abt. Phil.] WICHTIG: Raumänderung für Gastvortrag Daniel James -- 30. November, 18.15 bis 19.45 Uhr - nun in X-E0-002 ( 29.11.22 )

Per E-Mail eingestellt von steffen.koch@uni-bielefeld.de:

Liebe Mitglieder der Abteilung Philosophie, liebe Gäste, liebe Studierende,

wegen dem außergewöhnlich hohen Interesse an dem Gastvortrag von Daniel James morgen, müssen wir in einen größeren Raum wechseln.

Der Vortrag findet morgen, den 30. November, 18.15 bis 19.45 Uhr abweichend in X-E0-002 statt.

Hier nochmal die Einwahldaten für den Zoomraum:

https://uni-bielefeld.zoom.us/j/62776134460?pwd=WVZ4SVBoeENFYVpCbFZxL21DR0Vqdz09
Meeting-ID: 627 7613 4460
Passwort: GV22

Ich freue mich über das große Interesse, auf Ihr Kommen, sowie auf einen spannenden Vortrag und Diskussion!

Herzliche Grüße
Ihr Steffen Koch
--
Dr. Steffen Koch
Abteilung Philosophie
Universität Bielefeld
Postfach 100131
D- 33501 Bielefeld
Zoom-ID: https://uni-bielefeld.zoom.us/j/7051460967
www.steffenkoch.org

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Koch, Steffen
Gesendet: Donnerstag, 24. November 2022 14:52
An: Gaeste_Philosophie <gaeste.philosophie@uni-bielefeld.de>; Gastvortraege_Philosophie <gastvortraege.philosophie@uni-bielefeld.de>; Mitarbeiter <mitarbeiter.philosophie@uni-bielefeld.de>; Promovierende <promovierende.philosophie@uni-bielefeld.de>; 'studierende_10024@ekvv.uni-bielefeld.de' <studierende_10024@ekvv.uni-bielefeld.de>
Cc: 'Daniel James Țurcaș' <daniel.james@posteo.de>
Betreff: Gastvortrag Daniel James -- 30. November, 18.15 bis 19.45 Uhr in X-E0-222

Liebe Mitglieder der Abteilung Philosophie, liebe Gäste, liebe Studierende,

mit dieser E-Mail möchte ich Sie gerne an den Gastvortrag von Daniel James (HHU Düsseldorf) mit dem Titel "Hegel, Philosophiegeschichte und Erinnerungspolitik" erinnern, der am Mittwoch, dem 30. November 2022, von 18.15 bis 19.45 Uhr im Raum X-E0-222 stattfinden wird.

Es handelt sich bei dem Vortrag in erster Linie um eine Präsenzveranstaltung. Es wird jedoch zusätzlich die Möglichkeit einer Online-Zuschaltung bestehen. Hier sind die entsprechenden Einwahldaten:

https://uni-bielefeld.zoom.us/j/62776134460?pwd=WVZ4SVBoeENFYVpCbFZxL21DR0Vqdz09
Meeting-ID: 627 7613 4460
Passwort: GV22

Nach dem Vortrag ist im Bültmannshof (https://wirtshaus1802.de/) ein Tisch für uns reserviert. Es dürfen alle gerne mitkommen!

Daniel James hat folgendes Abstract zur Verfügung gestellt:

Auch wenn sie sich gerne im Elfenbeinturm wähnt, ist die akademische Philosophie, insbesondere mit Blick auf die Philosophiegeschichte, permanent erinnerungspolitisch tätig: nicht nur in der Wahl von Forschungsthemen, sondern auch in der Gestaltung schulischer und universitärer Curricula und in der Huldigung historischer Figuren in Festakten und Vortragsreihen oder Bildnissen, Statuen und Räumen in den philosophischen Instituten. Dabei kommt sie aber nur selten der Verantwortung nach, die sich daraus ergibt, dass sie selbst in vielerlei Weise zum Kolonialismus beigetragen hat und durch ihn geprägt ist. Viele historische Figuren, die wir heute als Themen unserer Studien, Karrieren und Lehrpläne wählen, haben sich ohne Zwang zu Ideengebern für rassistische Verteidigungen des Kolonialismus gemacht. In der Herausbildung des philosophiegeschichtlichen Kanons wurden nicht-europäische Denker aus rassistischen Gründen ausgegrenzt. Eine besondere Rolle spielt dabei die Hegel, der außereuropäische Philosophie ausdrücklich aus seiner Philosophiegeschichte ausschließt. Hinsichtlich all dieser und ähnlicher Fragen leidet die akademische Philosophie an dem, was Jürgen Zimmerer in Bezug auf den Umgang der Deutschen mit ihrer Kolonialgeschichte als „koloniale Amnesie“ beschrieben hat: dem passiven Verlust und der aktiven Verdrängung der Erinnerung an koloniale Vergangenheit. Dem stehen nicht nur andere Disziplinen gegenüber, in die die Beschäftigung mit diesen Fragen ausgelagert wurde, sondern andere intellektuelle Traditionen, wie die des schwarzen Hegelianismus, die die Beschäftigung mit Rassismus und Kolonialismus in den Mittelpunkt ihrer Hegelrezeption gerückt hat. An dieser Gegenüberstellung wird auch die Heterogenität von Erinnerung deutlich. Warum ist aber gerade die Philosophie in Sachen Kolonialismus so vergesslich? Ironischerweise mag das teils mit einer vermeintlichen philosophischen Tugend zu tun haben. In der Auseinandersetzung mit der Philosophiegeschichte herrscht eine Herangehensweise vor, die in ihr nach Kandidaten für Wahrheit sucht: nach plausiblen Positionen und überzeugenden Argumenten, heute vernachlässigten Optionen oder Begriffen, die für heutige Fragestellungen fruchtbar sind. Dies beinhaltet das Bestreben, diese Positionen wohlwollend zu deuten. Obwohl dieser Ansatz historische Texte zum Gegenstand lebendiger gegenwärtige Auseinandersetzung macht und die Vergegenwärtigung erlaubt, heutige Debatten in ihrem Lichte herauszufordern, hat er hat Grenzen. Wie Yitzhak Melamed warnt, läuft er Gefahr, historische Positionen zu ‚domestizieren‘. Insbesondere mit Blick auf augenscheinlich rassistische Äußerungen historischer Autoren spricht Robert Bernasconi davon, dass deren Positionen ‚desinfiziert‘ werden, um sie zeitgenössischen Standpunkten verträglicher zu machen. In diesem Vortrag möchte ich – ausgehend von neueren Debatten über Erinnerungspolitik im Rahmen der ‚memory studies‘ und aufbauend auf gemeinsamer Arbeit mit Franz Knappik – einen alternativen Ansatz zur Philosophiegeschichtsschreibung umreißen, der ihre erinnerungspolitische Dimension und insbesondere die Heterogenität von Erinnerung ernstnimmt. Dabei werde ich mich zur Veranschaulichung dieses Ansatzes schlaglichtartig auf Elemente der Philosophie Hegels in ihrem zeitgenössischen Kontext und deren Rezeption bei schwarzen Hegelianer:innen wie W.E.B. Du Bois, Aimé Césaire, Frantz Fanon oder Angela Davis fokussieren.

Herzliche Grüße,
Ihr und euer Steffen (Koch)

--
Dr. Steffen Koch
Abteilung Philosophie
Universität Bielefeld
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D- 33501 Bielefeld
Zoom-ID: https://uni-bielefeld.zoom.us/j/7051460967
www.steffenkoch.org

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Koch, Steffen
Gesendet: Freitag, 28. Oktober 2022 09:05
An: Gaeste_Philosophie <gaeste.philosophie@uni-bielefeld.de>; Gastvortraege_Philosophie <gastvortraege.philosophie@uni-bielefeld.de>; Mitarbeiter <mitarbeiter.philosophie@uni-bielefeld.de>; Promovierende <promovierende.philosophie@uni-bielefeld.de>; studierende_10024@ekvv.uni-bielefeld.de
Cc: 'Anna Schriefl' <schriefa@hu-berlin.de>
Betreff: Gastvortrag Anna Schriefl -- 02. November, 18.15 bis 19.45 Uhr in X-E0-222

Liebe Mitglieder der Abteilung Philosophie, liebe Gäste, liebe Studierende,

mit dieser E-Mail möchte ich Sie gerne an den Gastvortrag von Anna Schriefl (Humboldt-Universität Berlin)) mit dem Titel "Aristoteles über die Materie-Begriffe seiner Vorgänger" erinnern, der am Mittwoch, dem 02. November 2022, von 18.15 bis 19.45 Uhr im Raum X-E0-222 stattfinden wird.

Es handelt sich bei dem Vortrag in erster Linie um eine Präsenzveranstaltung. Es wird jedoch zusätzlich die Möglichkeit einer Online-Zuschaltung bestehen. Hier sind die entsprechenden Einwahldaten:

https://uni-bielefeld.zoom.us/j/62776134460?pwd=WVZ4SVBoeENFYVpCbFZxL21DR0Vqdz09
Meeting-ID: 627 7613 4460
Passwort: GV22

Nach dem Vortrag ist im Bültmannshof (https://wirtshaus1802.de/) ein Tisch für uns reserviert. Es dürfen alle gerne mitkommen!

Anna Schriefl hat folgendes Abstract zur Verfügung gestellt:

Aristoteles gilt als erster Autor der griechischen Antike, der einen technischen Begriff für Materie verwendet. Er schreibt allerdings auch seinen Vorgängern Materie-Begriffe zu. Seiner Meinung nach erkennen bereits die frühesten Philosophen, dass Materie dem Entstehen und Vergehen von Einzeldingen zugrunde liegt. Sie erkennen seiner Meinung nach jedoch nicht, welche Rolle die Materie dabei genau spielt. Ein zentrales Defizit früherer Theorien liegt seiner Meinung nach darin, dass Materie nicht als potentielles Einzelding verstanden wird; ein weiteres Problem sei, dass seine Vorgänger nur eine Materie für alle Dinge annehmen. Ich werde in meinem Vortrag untersuchen, warum Aristoteles diese Punkte problematisch findet und wie er mit ihnen in seiner eigenen Theorie umgeht.

Herzliche Grüße,
Ihr und euer Steffen (Koch)

--
Dr. Steffen Koch
Abteilung Philosophie
Universität Bielefeld
Postfach 100131
D- 33501 Bielefeld
Zoom-ID: https://uni-bielefeld.zoom.us/j/7051460967
www.steffenkoch.org

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Koch, Steffen <steffen.koch@uni-bielefeld.de>
Gesendet: Montag, 23. Mai 2022 09:27
An: Gaeste_Philosophie <gaeste.philosophie@uni-bielefeld.de>; Gastvortraege_Philosophie <gastvortraege.philosophie@uni-bielefeld.de>; Mitarbeiter <mitarbeiter.philosophie@uni-bielefeld.de>; Promovierende <promovierende.philosophie@uni-bielefeld.de>; studierende_10024@ekvv.uni-bielefeld.de
Betreff: Gastvortrag Bettina Bussmann -- 25. Mai, 18.15 bis 19.45 Uhr in X-E1-203

Liebe Mitglieder der Abteilung Philosophie, liebe Gäste, liebe Studierende,

mit dieser E-Mail möchte ich Sie gerne an den Gastvortrag von Bettina Bussmann (Universität Salzburg) mit dem Titel "Epistemische Freiheit? Wie sollte die Philosophiedidaktik mit dem Vorwurf des „eurozentristischen Wissenschaftsimperialismus“ umgehen? Ein systematischer Annäherungsversuch" erinnern, der am Mittwoch, dem 25. Mai 2022, von 18.15 bis 19.45 Uhr im Raum X-E1-203 stattfinden wird.

Es handelt sich bei dem Vortrag in erster Linie um eine Präsenzveranstaltung. Eventuell wird jedoch zusätzlich die Möglichkeit einer Online-Zuschaltung bestehen. Falls Sie daran Interesse haben, melden Sie sich bitte bei mir (steffen.koch@uni-bielefeld.de).

Nach dem Vortrag ist im Bültmannshof (https://wirtshaus1802.de/) ein Tisch für uns reserviert. Es dürfen alle gerne mitkommen!

Bettina Bussmann hat folgendes Abstract zur Verfügung gestellt:

Die empirisch arbeitenden Wissenschaften (sciences) sind nicht nur in der öffentlichen Diskussion seit längerem unter Beschuss, sondern auch in der akademischen Welt. Die Kritik an ihnen ist äußerst vielfältig und kommt von Seiten radikaler Klimaleugner, esoterischer Wissenschaftskritiker, wissenschaftssoziologischen Warnern bis hin zu ehemals kolonisierten Ländern, die „epistemische Freiheit“ als Grundvoraussetzung für eine gerechte und humane Welt fordern. Das Ethos wissenschaftlicher Praxis gerät heute an vielen Stellen in Erklärungsnot. Dabei muss auf theoretischer Ebene die altbekannte Frage nach der Natur und der Reichweite wissenschaftlicher Arbeitsweisen und Erklärungen genauso gestellt werden, wie auf politischer Ebene die Frage, ob durch die Vorherrschaft und die Macht des „westlichen Wissenschaftsbetriebs“ andere, vor allem auch indigene, Wissensformen nicht nur unterdrückt werden, sondern dass die Fixierung auf bestimmte westliche Forschungsparadigmen zu einem verengten Verständnis führt, wie wir die Welt verstehen. Wissenschaftstheoretischen Fragen nach wissenschaftlichen Abgrenzungskriterien (Demarkationsproblem), dem Sein/Sollen-Unterschied und Diskussionen über die Natur und die Reichweite der Wissenschaften sind heutzutage besonders für die Hochschul- und die Schulausbildung notwendig. Der Großteil des Wissens, der an westlichen Schulen gelehrt und gelernt wird, ist durch wissenschaftliche Methoden gewonnen worden, über die noch zu selten in einer Weise reflektiert wird, die auch die oben aufgeführten Probleme anspricht. Deshalb sollte sich die Philosophiedidaktik mit den Problemen des Szientismus, den Vorwürfen des wissenschaftlichen Imperialismus und der Forderung nach epistemischer Freiheit verstärkt auseinandersetzen. Dies wird umso drängender, als dass durch interkulturelle Lerngruppen - wie von vielen Didaktikern gefordert - zunehmend nicht-westliches DenkerInnen und Theorien in die Philosophie- und Ethik- Curricula Eingang finden sollen, denen häufig ein anderes Wissens- und Wissenschaftsverständnis zugrunde liegt.
Ich möchte mich diesem komplexen Problemfeld nähern, indem ich a) die philosophische und lebensweltliche und Relevanz deutlich mache und b) systematische Unterscheidungen vorstelle, mit deren Hilfe für Hochschule und Schule kritisch-reflexive Materialien entwickelt werden können.

Herzliche Grüße,
Steffen Koch

--
Dr. Steffen Koch
Abteilung Philosophie
Universität Bielefeld
Postfach 100131
D- 33501 Bielefeld
www.steffenkoch.org

[Studierende Abt. Phil.] Summer School 2023 zum Thema "Nachhaltigkeit" und Fulbright Reisestipendien ( 29.11.22 )

Per E-Mail eingestellt von kinga.golus@uni-bielefeld.de:

Liebe Studierende,
ich möchte Sie auf zwei Ausschreibungen aufmerksam machen, die für Sie im Rahmen Ihres Philosophiestudiums interessant sein könnten (s. unten).
Viele Grüße
Kinga Golus

Summer School 2023 zum Thema "Nachhaltigkeit"
University of Gothenburg Summer School for Sustainability will run from July 3 to August 4, 2023. Students will have the opportunity to join an international cohort of like-minded people for five inspirational weeks, to act on sustainability issues and deepen their understanding of global challenges and the UN Sustainable Development Goals. All of this on campus in Gothenburg, the thriving innovation- and cultural hub on the west coast of Sweden that has been appointed the most sustainable city in the world for six years in a row (by the Global Destination Sustainability Index<https://www.gds.earth/2022-results/>).
Students will be able to choose one of five courses in the areas of education, politics, biology, digitalization, or humanities. All courses are given at bachelor's level and taught in English, are valid for 7,5 credits (ECTS), and combine workshops and seminars.
The courses for 2023 are:

* Managing Migration
* Digitalisation in a Changing World
* Teaching Sustainable Development from a Global Perspective
* Justice: Ideas and Ideals in Fiction, Philosophy and Religion
* Biodiversity in Western Sweden

The summer school also features and extensive social programme, interdisciplinary seminars and practical workshops, study visits, get- togethers, tours of the city, and excursions in the archipelago to let students get to know Gothenburg and Sweden.
Some information and deadlines for 2023:
Tuition fee: for 2023 we are once again waiving the tuition fees for students from our partner universities.
Nominations: because of last year’s overwhelming interest, each partner is offered 2 nominations (unless otherwise agreed).
Nomination period: February 1 2023 – March 1 2023
Application period: March 1 2023 – March 31 2023
Nomination link: the nomination link and more instructions will be sent out in January 2023
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Karin Kruse vom International Office: karin.kruse@uni-bielefeld.de
___________________________________________________________________________________
Fulbright Reisestipendien
Bis zum 1. Februar 2023 können sich deutsche Studierende, die 2023/2024 im Rahmen eines deutsch-amerikanischen Hochschulpartnerschaftsprogramms in den USA studieren möchten, bei Fulbright Germany für ein Reisestipendium bewerben.
Die Stipendienleistungen beinhalten 2.000 Euro, die Teilnahme an Vorbereitungs- und Netzwerktreffen deutscher und amerikanischer Fulbright-Stipendiat:innen, und die Aufnahme in das internationale Fulbright-Netzwerk von Fulbright-Stipendiat:innen und Alumni.
Es gibt eine virtuellen Office Hour am 16. Dezember 2022 von 12:30-13:30 Uhr, um mehr über das Programm und die Bewerbung zu erfahren. Die Studierenden können sich hier<https://us02web.zoom.us/j/85042954725?pwd=dExjdGhxT2RSbVNKZU9zTlZkUTJSdz09> registrieren.
Detaillierte Informationen zum Stipendienprogramm finden Sie auf unserer Webseite<https://www.fulbright.de/programs-for-germans/studierende-und-graduierte/reisestipendien>.
Für Rückfragen steht Johann Baumgart unter reisestipendien@fulbright.de<mailto:reisestipendien@fulbright.de> gerne zur Verfügung.

Dr. Kinga Golus
Universität Bielefeld, Abteilung Philosophie
Philosophiedidaktik
Postfach 10 01 31, 33501 Bielefeld
Tel. ++49 (0)521 106 67106
Gebäude X - A4, Raum 200
kinga.golus@uni-bielefeld.de

[Studierende Abt. Phil.] Gastvortrag Daniel James -- 30. November, 18.15 bis 19.45 Uhr in X-E0-222 ( 24.11.22 )

Per E-Mail eingestellt von steffen.koch@uni-bielefeld.de:

Liebe Mitglieder der Abteilung Philosophie, liebe Gäste, liebe Studierende,

mit dieser E-Mail möchte ich Sie gerne an den Gastvortrag von Daniel James (HHU Düsseldorf) mit dem Titel "Hegel, Philosophiegeschichte und Erinnerungspolitik" erinnern, der am Mittwoch, dem 30. November 2022, von 18.15 bis 19.45 Uhr im Raum X-E0-222 stattfinden wird.

Es handelt sich bei dem Vortrag in erster Linie um eine Präsenzveranstaltung. Es wird jedoch zusätzlich die Möglichkeit einer Online-Zuschaltung bestehen. Hier sind die entsprechenden Einwahldaten:

https://uni-bielefeld.zoom.us/j/62776134460?pwd=WVZ4SVBoeENFYVpCbFZxL21DR0Vqdz09
Meeting-ID: 627 7613 4460
Passwort: GV22

Nach dem Vortrag ist im Bültmannshof (https://wirtshaus1802.de/) ein Tisch für uns reserviert. Es dürfen alle gerne mitkommen!

Daniel James hat folgendes Abstract zur Verfügung gestellt:

Auch wenn sie sich gerne im Elfenbeinturm wähnt, ist die akademische Philosophie, insbesondere mit Blick auf die Philosophiegeschichte, permanent erinnerungspolitisch tätig: nicht nur in der Wahl von Forschungsthemen, sondern auch in der Gestaltung schulischer und universitärer Curricula und in der Huldigung historischer Figuren in Festakten und Vortragsreihen oder Bildnissen, Statuen und Räumen in den philosophischen Instituten. Dabei kommt sie aber nur selten der Verantwortung nach, die sich daraus ergibt, dass sie selbst in vielerlei Weise zum Kolonialismus beigetragen hat und durch ihn geprägt ist. Viele historische Figuren, die wir heute als Themen unserer Studien, Karrieren und Lehrpläne wählen, haben sich ohne Zwang zu Ideengebern für rassistische Verteidigungen des Kolonialismus gemacht. In der Herausbildung des philosophiegeschichtlichen Kanons wurden nicht-europäische Denker aus rassistischen Gründen ausgegrenzt. Eine besondere Rolle spielt dabei die Hegel, der außereuropäische Philosophie ausdrücklich aus seiner Philosophiegeschichte ausschließt. Hinsichtlich all dieser und ähnlicher Fragen leidet die akademische Philosophie an dem, was Jürgen Zimmerer in Bezug auf den Umgang der Deutschen mit ihrer Kolonialgeschichte als „koloniale Amnesie“ beschrieben hat: dem passiven Verlust und der aktiven Verdrängung der Erinnerung an koloniale Vergangenheit. Dem stehen nicht nur andere Disziplinen gegenüber, in die die Beschäftigung mit diesen Fragen ausgelagert wurde, sondern andere intellektuelle Traditionen, wie die des schwarzen Hegelianismus, die die Beschäftigung mit Rassismus und Kolonialismus in den Mittelpunkt ihrer Hegelrezeption gerückt hat. An dieser Gegenüberstellung wird auch die Heterogenität von Erinnerung deutlich. Warum ist aber gerade die Philosophie in Sachen Kolonialismus so vergesslich? Ironischerweise mag das teils mit einer vermeintlichen philosophischen Tugend zu tun haben. In der Auseinandersetzung mit der Philosophiegeschichte herrscht eine Herangehensweise vor, die in ihr nach Kandidaten für Wahrheit sucht: nach plausiblen Positionen und überzeugenden Argumenten, heute vernachlässigten Optionen oder Begriffen, die für heutige Fragestellungen fruchtbar sind. Dies beinhaltet das Bestreben, diese Positionen wohlwollend zu deuten. Obwohl dieser Ansatz historische Texte zum Gegenstand lebendiger gegenwärtige Auseinandersetzung macht und die Vergegenwärtigung erlaubt, heutige Debatten in ihrem Lichte herauszufordern, hat er hat Grenzen. Wie Yitzhak Melamed warnt, läuft er Gefahr, historische Positionen zu ‚domestizieren‘. Insbesondere mit Blick auf augenscheinlich rassistische Äußerungen historischer Autoren spricht Robert Bernasconi davon, dass deren Positionen ‚desinfiziert‘ werden, um sie zeitgenössischen Standpunkten verträglicher zu machen. In diesem Vortrag möchte ich – ausgehend von neueren Debatten über Erinnerungspolitik im Rahmen der ‚memory studies‘ und aufbauend auf gemeinsamer Arbeit mit Franz Knappik – einen alternativen Ansatz zur Philosophiegeschichtsschreibung umreißen, der ihre erinnerungspolitische Dimension und insbesondere die Heterogenität von Erinnerung ernstnimmt. Dabei werde ich mich zur Veranschaulichung dieses Ansatzes schlaglichtartig auf Elemente der Philosophie Hegels in ihrem zeitgenössischen Kontext und deren Rezeption bei schwarzen Hegelianer:innen wie W.E.B. Du Bois, Aimé Césaire, Frantz Fanon oder Angela Davis fokussieren.

Herzliche Grüße,
Ihr und euer Steffen (Koch)

--
Dr. Steffen Koch
Abteilung Philosophie
Universität Bielefeld
Postfach 100131
D- 33501 Bielefeld
Zoom-ID: https://uni-bielefeld.zoom.us/j/7051460967
www.steffenkoch.org

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Koch, Steffen
Gesendet: Freitag, 28. Oktober 2022 09:05
An: Gaeste_Philosophie <gaeste.philosophie@uni-bielefeld.de>; Gastvortraege_Philosophie <gastvortraege.philosophie@uni-bielefeld.de>; Mitarbeiter <mitarbeiter.philosophie@uni-bielefeld.de>; Promovierende <promovierende.philosophie@uni-bielefeld.de>; studierende_10024@ekvv.uni-bielefeld.de
Cc: 'Anna Schriefl' <schriefa@hu-berlin.de>
Betreff: Gastvortrag Anna Schriefl -- 02. November, 18.15 bis 19.45 Uhr in X-E0-222

Liebe Mitglieder der Abteilung Philosophie, liebe Gäste, liebe Studierende,

mit dieser E-Mail möchte ich Sie gerne an den Gastvortrag von Anna Schriefl (Humboldt-Universität Berlin)) mit dem Titel "Aristoteles über die Materie-Begriffe seiner Vorgänger" erinnern, der am Mittwoch, dem 02. November 2022, von 18.15 bis 19.45 Uhr im Raum X-E0-222 stattfinden wird.

Es handelt sich bei dem Vortrag in erster Linie um eine Präsenzveranstaltung. Es wird jedoch zusätzlich die Möglichkeit einer Online-Zuschaltung bestehen. Hier sind die entsprechenden Einwahldaten:

https://uni-bielefeld.zoom.us/j/62776134460?pwd=WVZ4SVBoeENFYVpCbFZxL21DR0Vqdz09
Meeting-ID: 627 7613 4460
Passwort: GV22

Nach dem Vortrag ist im Bültmannshof (https://wirtshaus1802.de/) ein Tisch für uns reserviert. Es dürfen alle gerne mitkommen!

Anna Schriefl hat folgendes Abstract zur Verfügung gestellt:

Aristoteles gilt als erster Autor der griechischen Antike, der einen technischen Begriff für Materie verwendet. Er schreibt allerdings auch seinen Vorgängern Materie-Begriffe zu. Seiner Meinung nach erkennen bereits die frühesten Philosophen, dass Materie dem Entstehen und Vergehen von Einzeldingen zugrunde liegt. Sie erkennen seiner Meinung nach jedoch nicht, welche Rolle die Materie dabei genau spielt. Ein zentrales Defizit früherer Theorien liegt seiner Meinung nach darin, dass Materie nicht als potentielles Einzelding verstanden wird; ein weiteres Problem sei, dass seine Vorgänger nur eine Materie für alle Dinge annehmen. Ich werde in meinem Vortrag untersuchen, warum Aristoteles diese Punkte problematisch findet und wie er mit ihnen in seiner eigenen Theorie umgeht.

Herzliche Grüße,
Ihr und euer Steffen (Koch)

--
Dr. Steffen Koch
Abteilung Philosophie
Universität Bielefeld
Postfach 100131
D- 33501 Bielefeld
Zoom-ID: https://uni-bielefeld.zoom.us/j/7051460967
www.steffenkoch.org

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Koch, Steffen <steffen.koch@uni-bielefeld.de>
Gesendet: Montag, 23. Mai 2022 09:27
An: Gaeste_Philosophie <gaeste.philosophie@uni-bielefeld.de>; Gastvortraege_Philosophie <gastvortraege.philosophie@uni-bielefeld.de>; Mitarbeiter <mitarbeiter.philosophie@uni-bielefeld.de>; Promovierende <promovierende.philosophie@uni-bielefeld.de>; studierende_10024@ekvv.uni-bielefeld.de
Betreff: Gastvortrag Bettina Bussmann -- 25. Mai, 18.15 bis 19.45 Uhr in X-E1-203

Liebe Mitglieder der Abteilung Philosophie, liebe Gäste, liebe Studierende,

mit dieser E-Mail möchte ich Sie gerne an den Gastvortrag von Bettina Bussmann (Universität Salzburg) mit dem Titel "Epistemische Freiheit? Wie sollte die Philosophiedidaktik mit dem Vorwurf des „eurozentristischen Wissenschaftsimperialismus“ umgehen? Ein systematischer Annäherungsversuch" erinnern, der am Mittwoch, dem 25. Mai 2022, von 18.15 bis 19.45 Uhr im Raum X-E1-203 stattfinden wird.

Es handelt sich bei dem Vortrag in erster Linie um eine Präsenzveranstaltung. Eventuell wird jedoch zusätzlich die Möglichkeit einer Online-Zuschaltung bestehen. Falls Sie daran Interesse haben, melden Sie sich bitte bei mir (steffen.koch@uni-bielefeld.de).

Nach dem Vortrag ist im Bültmannshof (https://wirtshaus1802.de/) ein Tisch für uns reserviert. Es dürfen alle gerne mitkommen!

Bettina Bussmann hat folgendes Abstract zur Verfügung gestellt:

Die empirisch arbeitenden Wissenschaften (sciences) sind nicht nur in der öffentlichen Diskussion seit längerem unter Beschuss, sondern auch in der akademischen Welt. Die Kritik an ihnen ist äußerst vielfältig und kommt von Seiten radikaler Klimaleugner, esoterischer Wissenschaftskritiker, wissenschaftssoziologischen Warnern bis hin zu ehemals kolonisierten Ländern, die „epistemische Freiheit“ als Grundvoraussetzung für eine gerechte und humane Welt fordern. Das Ethos wissenschaftlicher Praxis gerät heute an vielen Stellen in Erklärungsnot. Dabei muss auf theoretischer Ebene die altbekannte Frage nach der Natur und der Reichweite wissenschaftlicher Arbeitsweisen und Erklärungen genauso gestellt werden, wie auf politischer Ebene die Frage, ob durch die Vorherrschaft und die Macht des „westlichen Wissenschaftsbetriebs“ andere, vor allem auch indigene, Wissensformen nicht nur unterdrückt werden, sondern dass die Fixierung auf bestimmte westliche Forschungsparadigmen zu einem verengten Verständnis führt, wie wir die Welt verstehen. Wissenschaftstheoretischen Fragen nach wissenschaftlichen Abgrenzungskriterien (Demarkationsproblem), dem Sein/Sollen-Unterschied und Diskussionen über die Natur und die Reichweite der Wissenschaften sind heutzutage besonders für die Hochschul- und die Schulausbildung notwendig. Der Großteil des Wissens, der an westlichen Schulen gelehrt und gelernt wird, ist durch wissenschaftliche Methoden gewonnen worden, über die noch zu selten in einer Weise reflektiert wird, die auch die oben aufgeführten Probleme anspricht. Deshalb sollte sich die Philosophiedidaktik mit den Problemen des Szientismus, den Vorwürfen des wissenschaftlichen Imperialismus und der Forderung nach epistemischer Freiheit verstärkt auseinandersetzen. Dies wird umso drängender, als dass durch interkulturelle Lerngruppen - wie von vielen Didaktikern gefordert - zunehmend nicht-westliches DenkerInnen und Theorien in die Philosophie- und Ethik- Curricula Eingang finden sollen, denen häufig ein anderes Wissens- und Wissenschaftsverständnis zugrunde liegt.
Ich möchte mich diesem komplexen Problemfeld nähern, indem ich a) die philosophische und lebensweltliche und Relevanz deutlich mache und b) systematische Unterscheidungen vorstelle, mit deren Hilfe für Hochschule und Schule kritisch-reflexive Materialien entwickelt werden können.

Herzliche Grüße,
Steffen Koch

--
Dr. Steffen Koch
Abteilung Philosophie
Universität Bielefeld
Postfach 100131
D- 33501 Bielefeld
www.steffenkoch.org

[Studierende Philosophie / M.A.] I²SoS-Kolloquium Vortrag 29.11.2022 ( 24.11.22 )

Per E-Mail eingestellt von eike_inga.schilling@uni-bielefeld.de:

I2SoS is happy to advertise its weekly interdisciplinary colloquium on science studies. The colloquium takes place each Tuesday at 16:15 until 17:45 hrs. at room Y-1-202. The colloquium schedule is available at https://www.uni-bielefeld.de/einrichtungen/i2sos/kolloquium.xml.

I2SoS is proud to announce Christian Suhm (Krupp-Kolleg Greifswald), as its next speaker: November 29, 16:15 hrs.

"Inference to the best explanation -- revisited and extended in the context of current debates on the scope and limits of science"

Inference to the best explanation, as a schema of non-deductive reasoning, has been widely discussed in the philosophy of science in recent decades. To my mind, however, its enormous scope and its applicability to many disciplines and ongoing debates on the notion of science has not yet been comprehensively evaluated. In my talk I will try to elucidate three dimensions of a broadened and most flexible conception of inference to the best explanation:
(i) inference to the best explanation revisited against the background of the realism-antirealism debate in the philosophy of science;
(ii) inference to the best explanation as a broad and flexible tool to reconstruct and adapt patterns of reasoning in various disciplines;
(iii) inference to the best explanation as a general characteristic of scientific reasoning.
Though the realism-antirealism debate seems to be somehow outdated when it comes to current controversies about the main elements of scientific reasoning and science itself, it is my opinion that it still serves well as a background against which basic scientific methodologies in different disciplines, of the natural sciences and the humanities as well, should be evaluated according to their plausibility, reliability, and truth-conduciveness. From this perspective it will show that inference to the best explanation qualifies as a far-ranging pattern of argumentation and of giving reasons for scientific hypotheses, approaches and theories. Construed widely and flexibly, inference to the best explanation seems appropriate, as a general schema of reasoning, to comprise methodologies and inference patterns as diverse as inductive reasoning, falsification, hermeneutical approaches of interpretation, analogies, and some more. It therefore stands to reason to elaborate on inference to the best explanation as a general feature of a wide range of scientific activities and, if combined with analytical and deductive forms of reasoning, as an elementary characteristic of the thing we call science.

You are warmly invited to take part. We would be delighted to welcome you to the colloquium.

Martin Carrier, Alejandro Esguerra, Mathias Grote

--------------------------------------------------------
Eike Inga Schilling

Fakultät für Geschichtswissenschaft,
Philosophie und Theologie

Sekretariat Philosophie

Tel.: 0521/106-6894
Büro: X-A4-244
E-Mail: eike_inga.schilling@uni-bielefeld.de<mailto:eike_inga.schilling@uni-bielefeld.de>

Erreichbar von Montag bis Donnerstag

[Studierende Philosophie / M.A.] I²SoS-Kolloquium 22.11.2022 ( 22.11.22 )

Per E-Mail eingestellt von eike_inga.schilling@uni-bielefeld.de:

I²SoS i happy to invite everybody interested in reflecting on science to its colloquium.

Zoom only

https://uni-bielefeld.zoom.us/j/69577136932?pwd=a2NtMGtjaUVod2VXZUFjTmR2bXg5UT09
Meeting-ID: 695 7713 6932; Passwort: 774994

Our next speaker and topic is

Fabienne Will (Deutsches Museum München)

Evidenzpraktiken an der Schnittstelle von Disziplinen: Die Debatte um das Anthropozän

Tuesday, November 22, 16:15 until 17:45 h

_________________________________________

Eike Inga Schilling

Fakultät für Geschichtswissenschaft,
Philosophie und Theologie
Postfach 10 01 31
33501 Bielefeld

Sekretariat Philosophie

Tel.: 0521/106-6894
Büro: X-A4-244
E-Mail: eike_inga.schilling@uni-bielefeld.de<mailto:eike_inga.schilling@uni-bielefeld.de>

Erreichbar Montag bis Donnerstag

[Studierende Abt. Phil.] Vorstellung MUNAB e.V. ( 21.11.22 )

Per E-Mail eingestellt von silke.becker@uni-bielefeld.de:

Liebe Studierende,

heute möchten wir von der Hochschulgruppe Model United Nations
Association Bielefeld e.V. (MUNAB) uns euch kurz vorstellen. Bei Model
United Nations (MUN) geht es darum in die Rolle eines Delegierten zu
schlüpfen und in der Simulation von verschiedenen UN-Gremien die
Interessen des jeweiligen Landes zu vertreten. Jede Simulation widmet
sich dabei einem aktuellen politischen Thema und hat das Ziel eine
gemeinsame Resolution zu verabschieden. Die Debatte wird auf Englisch
geführt. Zahlreiche Universitäten auf der ganzen Welt nehmen an MUN teil.

Wir bei MUNAB bieten euch eigene interne Simulationen, in denen ihr eure
Argumentationsfähigkeit, Diplomatie und Englischkenntnisse verbessern
könnt. Zudem veranstalten wir Vorträge und regelmäßige Socialevents. Das
Wichtigste ist jedoch: wir unterstützen unsere Mitglieder bei der
Finanzierung und Teilnahme an internationalen Konferenzen, bei denen ihr
mit Studierenden aus der ganzen Welt in Kontakt kommt.

Am 07.12. um 18 Uhr veranstalten wir mit PD Dr. Martin Koch einen
Vortrag zum Thema „G7 und G20 in der Weltpolitik“ und passend dazu
findet am 17.12. unsere nächste Tagessimulation zum Thema „The
restoration of global supply chains“ im Rahmen der G20 statt. Weiteres
zu unserem Programm bis Jahresende findet ihr im Anhang, sowie unsere
Kontaktdaten.

Meldet euch bei Fragen gerne per Instagram oder Mail, wir erklären euch
auch individuell alles, was ihr über den Ablauf unserer Simulationen vor
der ersten Teilnahme wissen müsst.

Viele Grüße

Ina Burbank

i.A. MUNAB-Vorstand

[Studierende Philosophie / M.A.] I²SoS-Kolloquium 22.11.2022 ( 16.11.22 )

Per E-Mail eingestellt von eike_inga.schilling@uni-bielefeld.de:

I2SoS is happy to advertise its weekly interdisciplinary colloquium on science studies. The colloquium takes place each Tuesday at 16:15 until 17:45 hrs. at room Y-1-202. The colloquium schedule is available at https://www.uni-bielefeld.de/einrichtungen/i2sos/kolloquium.xml.

I2SoS is proud to announce Fabienne Will (Deutsches Museum München) as its next speaker: November 22, 16:15 hrs.

The talk is given online only. It is accessible via the following link and code.

https://uni-bielefeld.zoom.us/j/69577136932?pwd=a2NtMGtjaUVod2VXZUFjTmR2bXg5UT09
Meeting-ID: 695 7713 6932; Passwort: 774994

Evidenzpraktiken an der Schnittstelle von Disziplinen: Die Debatte um das Anthropozän

Abstract: Als der Atmosphärenchemiker Paul Crutzen und der Limnologe Eugene Stoermer im Jahr 2000 in einem Newsletter der internationalen Geosphären- und Biosphärenforschung erstmals den Begriff des Anthropozäns zur Sprache brachten, traten sie eine wissenschaftliche Debatte los, die rasch an Dynamik gewann und mittlerweile wie vielleicht kein anderes Thema in großer disziplinärer Breite diskutiert wird. Die enge inhaltliche Verknüpfung konfrontiert die jeweiligen Akteure und Akteurinnen dabei mit neuen Herausforderungen und zwingt sie, aus ihren Arenen herauszutreten und mit den jeweils anderen Akteursgruppen einen Aushandlungsprozess über die Evidenzsicherung zu führen. Die jeweiligen Evidenzpraktiken geraten unter Legitimierungsdruck und werden inter- und transdisziplinär neu verhandelt.
Der Vortrag beleuchtet die Praktiken der Evidenzproduktion auf zwei miteinander verschränkten Ebenen der Anthropozändebatte: der Debatte um das Anthropozän als geologisches Konzept und der Debatte um das Anthropzän als kulturelles Konzept.

You are warmly invited to take part. We would be delighted to welcome you to the colloquium.

Martin Carrier, Alejandro Esguerra, Mathias Grote

_________________________________________

Eike Inga Schilling

Fakultät für Geschichtswissenschaft,
Philosophie und Theologie
Postfach 10 01 31
33501 Bielefeld

Sekretariat Philosophie

Tel.: 0521/106-6894
Büro: X-A4-244
E-Mail: eike_inga.schilling@uni-bielefeld.de<mailto:eike_inga.schilling@uni-bielefeld.de>

Erreichbar Montag bis Donnerstag

[Studierende Philosophie / M.A.] I²SoS-Kolloquium 15.11.2022 ( 15.11.22 )

Per E-Mail eingestellt von eike_inga.schilling@uni-bielefeld.de:

I²SoS i happy to invite everybody interested in reflecting on science to its colloquium.

Our next speaker and topic is

Daniel R. Friedrich (University Bielefeld)

Medizin - praktische, an der Wissenschaft orientierte Disziplin

Tuesday, November 15, 16:15 until 17:45 h

In room Y-1-202

_________________________________________

Eike Inga Schilling

Fakultät für Geschichtswissenschaft,
Philosophie und Theologie
Postfach 10 01 31
33501 Bielefeld

Sekretariat Philosophie

Tel.: 0521/106-6894
Büro: X-A4-244
E-Mail: eike_inga.schilling@uni-bielefeld.de<mailto:eike_inga.schilling@uni-bielefeld.de>

Erreichbar Montag bis Donnerstag

[Studierende Philosophie / M.A.] Einladung zum Bielefelder Club am 16. November ( 10.11.22 )

Per E-Mail eingestellt von steffen.koch@uni-bielefeld.de:

Liebe Kolleg:innen, liebe Promovierende, liebe Master-Studierende und liebe Gäste,
ich möchte Sie alle ganz herzlich zur ersten Club-Sitzung in diesem Semester einladen. Am nächsten Mittwoch diskutieren wir einen Text von Annette Dufner mit dem Titel: "Wie statistischer Erkenntnisgewinn die Ethik verändert“. Wie üblich im Club, bitte ich Sie, den Text vorab zu lesen, sodass wir gleich in die Diskussion einsteigen können. Sie finden den Text im Anhang dieser E-Mail.
Die Sitzung wird am 16. November von 18.15h bis 19.45h im Raum X-E0-220 stattfinden.
Um 20h ist außerdem ein Tisch im Bültmannshof für uns reserviert. Leider werde ich selbst dieses Mal aus familiären Gründen nicht mitkommen können, aber alle die mögen und Zeit haben, sind dazu herzlich eingeladen.
Ich freue mich auf eine spannende Diskussion mit Ihnen allen!

Herzliche Grüße,
Ihr und euer Steffen (Koch)
--
Dr. Steffen Koch
Abteilung Philosophie
Universität Bielefeld
Postfach 100131
D- 33501 Bielefeld
Zoom-ID: https://uni-bielefeld.zoom.us/j/7051460967
www.steffenkoch.org<http://www.steffenkoch.org/>

[Studierende Philosophie / M.A.] I²SoS-Kolloquium 15.11.2022 ( 10.11.22 )

Per E-Mail eingestellt von eike_inga.schilling@uni-bielefeld.de:

I2SoS is happy to advertise its weekly interdisciplinary colloquium on science studies. The colloquium takes place each Tuesday at 16:15 until 17:45 hrs. at room Y-1-202. The colloquium schedule is available at https://www.uni-bielefeld.de/einrichtungen/i2sos/kolloquium.xml.

I2SoS is proud to announce Daniel R. Friedrich (Universität Bielefeld) as its next speaker: November 15, 16:15 hrs.

Medizin - praktische, an der Wissenschaft orientierte Disziplin

Abstract: Medizin soll dem Wohl von Patient*innen dienen und diese bei Krankheit versorgen. Darüber hinaus soll sie auf gesellschaftlicher Ebene die Gesundheit fördern und Krankheit vermeiden helfen. Beides - die Patient*innenversorgung und die Public Health - sollen dabei auf die bestmögliche Art und Weise umgesetzt werden. Ein Kernelement dieser Forderung nach Versorgung auf der Höhe des Wissens und Könnens (state of the art) ist die Einhaltung wissenschaftlicher Standards. Damit verbunden ist die Hoffnung, dass diese Standards der beste Garant für höchste Qualität beim Aufbau medizinischen Wissens und beim medizinischen Handeln darstellen.
In der medizinischen Forschung wird dieses Ideal am klarsten erreicht - sie lässt sich daher auch als wissenschaftliche Medizin bezeichnen. In der Patientenversorgung und in der Public Health ist diese Gleichsetzung mit Wissenschaft aus verschiedenen Gründen nicht möglich. So müssen etwa auch Patient*innen versorgt werden, über deren Krankheitsbild noch kein gesichertes Wissen vorliegt. Oder es werden Verfahren bei wenig ernsten Krankheitszuständen angewendet, die auf Erfahrung beruhen und die niemals wissenschaftlich überprüft wurden - und sich eine solche Prüfung auch gar nicht lohnen würde, weil Nutzenchancen und Schadensrisken so klein sind. In beiden Fällen kann die Behandlung selbst nicht als wissenschaftliche Medizin bezeichnet werden. Eine Lösung dieses Dilemmas aus Behandlungsnotwendigkeit und Mangel an gesichertem Wissen über die beste Behandlungsmethode lässt sich in der Forderung nach wissenschaftlicher Orientierung sehen. Was darunter verstanden werden kann, möchte ich genauer erläutern und an einigen Beispielen diskutieren.

You are warmly invited to take part. We would be delighted to welcome you to the colloquium.

Martin Carrier, Alejandro Esguerra, Mathias Grote

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Eike Inga Schilling

Fakultät für Geschichtswissenschaft,
Philosophie und Theologie

Sekretariat Philosophie

Tel.: 0521/106-6894
Büro: X-A4-244
E-Mail: eike_inga.schilling@uni-bielefeld.de<mailto:eike_inga.schilling@uni-bielefeld.de>

Erreichbar von Montag bis Donnerstag

[Studierende Abt. Phil.] AW: Workshop zu Rassismus und Kolonialapologetik bei klassischen Autoren ( 10.11.22 )

Per E-Mail eingestellt von jonas.uphoff@uni-bielefeld.de:

Liebe Frau Kirchhofer-Rehm,

Ich würde an dem Workshop gerne teilnehmen. Sind noch Plätze frei?

Liebe Grüße,

Jonas Uphoff

________________________________
Von: eKVV <studierende_10024@ekvv.uni-bielefeld.de> im Auftrag von Kirchhofer-Rehm, Michaela <mrehm@uni-bielefeld.de>
Gesendet: Montag, 7. November 2022 14:49:38
An: studierende_10024@ekvv.uni-bielefeld.de
Betreff: [Studierende Abt. Phil.] Workshop zu Rassismus und Kolonialapologetik bei klassischen Autoren

Liebe Studierende,

für Mittwoch, den 30. November 2022, 10.00 bis 12.00 Uhr konnten wir
Dr. Daniel James gewinnen, um für uns einen Workshop zum Thema

Wie umgehen mit Rassismus und Kolonialapologetik bei klassischen Autoren?

abzuhalten. Eine nähere Beschreibung finden Sie unten in dieser Mail.

Es sind alle Interessierten herzlich willkommen, ob Sie im ersten Semester studieren oder vor dem Studienabschluß stehen, ob Sie schon über Vorwissen verfügen oder nicht! Bitte melden Sie sich bis spätestens Freitag, 25. November, formlos bei mir an, indem Sie auf diese Mail antworten. Eine Online-Teilnahme ist unter Umständen möglich; bitte geben Sie mir bescheid, wenn Sie auf diesem Weg dabei sein möchten.

Mit besten Grüßen,

Prof. Dr. Michaela Rehm

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Workshop mit Dr. Daniel James

Wie umgehen mit Rassismus und Kolonialapologetik bei klassischen Autoren?

Mi., 30. November 2022, 10.00 Uhr (= s.t.) bis 12.00 Uhr in X-E1-107

Wer sich einige Zeit mit den philosophischen Werken klassischer Autoren wie Locke, Rousseau, Kant und Hegel auseinandersetzt, wird irgendwann auf Bemerkungen oder ganze Theorien stoßen, die aus heutiger Sicht befremdlich oder gar verstörend wirken - Bemerkungen etwa, die rassistisch oder kolonialapologetisch anmuten. Oft handelt es sich bei diesen Bemerkungen auch nicht bloß um vereinzelte Äußerungen. Denn manche dieser Autoren waren (wie Locke und Mill) höchstpersönlich im Projekt des europäischen Kolonialismus und des transatlantischen Versklavungshandels verwickelt oder haben beidem (wie Kant und Hegel) durch ihre Theorien und Argumente Vorschub geleistet.

Wie sollten wir aber umgehen mit den Werken, in denen sich solche Bemerkungen oder Theorien finden, und den Autoren, die sie formuliert haben? Diese Frage steht im Mittelpunkt einer nicht nur fachphilosophischen, sondern auch öffentlichen Debatte, die gerade in den letzten Jahren besonders hitzig geführt wird. Abgesteckt wird der Raum in ihr vertretener Positionen durch zwei Extreme: Einige tun die Vorwürfe des Rassismus- oder der Kolonialapologetik gegenüber klassischen Autoren als absurd ab; andere hingegen drängen darauf, deren Werk aufgrund des Rassismus oder der Kolonialapologetik, die sie darin erblicken, in den Mülleimer der Geschichte zu werfen.

Zwischen diesen Extremen finden sich allerdings auch ambivalentere Positionen: So räumen manche zwar ein, dass sich rassistische oder kolonialapologetische Elemente im Denken klassischer Autoren finden. Sie argumentieren allerdings, dass es sich hierbei lediglich um deren persönliche Vorurteile handelt oder dass sie in ihrem Denken keinen zentralen Stellenwert haben. Andere argumentieren wiederum, dass rassistische oder kolonialapologetische Elemente keineswegs dem Denken der fraglichen Autoren äußerlich oder in diesem auch nur randständig seien. Vielmehr hängen jene Elemente mit ihren zentralen Ideen eng zusammen. Dieses Problem mag sogar Ideen betreffen, in denen viele heute noch aktuelles emanzipatorisches Potenzial erblicken: Ideen wie Person, Freiheit oder Fortschritt.

Insbesondere mit Blick auf solche Ideen drängen sich weitere Fragen geradezu auf: Hieße das Denken von Locke, Rousseau, Kant oder Hegel als Ganzes zurückzuweisen, weil es rassistische oder kolonialapologetische Elemente enthält, dann nicht das Kind mit dem Bade auszuschütten? Ließe sich das emanzipatorische Potenzial dieses Denkens vor seinen rassistischen oder kolonialapologetischen Elementen irgendwie ‚retten‘ und, wenn ja, wie? Mit solchen (und ähnlichen) Fragen wollen uns in diesem Workshop im Ausgang von klassischen Autoren wie Locke, Rousseau, Kant und Hegel ebensolche Fragen auseinandersetzen. Weil sie erlauben, diese Fragen in den Mittelpunkt der Auseinandersetzung zu rücken, werden uns dabei vor allem die Deutungen von Charles W. Mills, als Leitfaden dienen.

Dr. Daniel James Țurcaș ist Executive Director des Düsseldorf Institute for Philosophy of Public Affairs (IPPA) an der Heinrich-Heine-University Düsseldorf.

Prof. Dr. Michaela Rehm (sie/ihr)

Abteilung Philosophie
Universität Bielefeld
Universitätsstrasse 25
D-33615 Bielefeld
Tel.: 0049/521/106-4677

Gebäude X, A 4-104

[Studierende Abt. Phil.] Umschreibung in den Master ( 10.11.22 )

Per E-Mail eingestellt von stefan.gorissen@uni-Bielefeld.de:

Liebe Studierende,

am 15.11.2022 endet die Umschreibfrist für die Einschreibung in die
Masterstudiengänge.
Leider ist seit heute das Prüfungsamt der Fak. f. Geschichtsw., Phil. +
Theo. krankheitsbedingt unbesetzt.
Wir gehen aber davon aus, dass am Montag wieder jemand vor Ort sein wird.
Sollte es deshalb zu zeitl. Verzögerungen bei der Ausstellung Ihrer
Abschlussbescheinigung kommen, führt das für Sie zu keinen Problemen.
Mit dem Studierendensekretariat ist abgestimmt, dass Sie Ihren Antrag
auf Umschreibung auch nach dem 15.11.2022. einreichen können.
Voraussetzung ist allerdings, dass Sie den Zeugnisantrag fristgerecht
bis zum 15.11.2022 im Prüfungsamt eingereicht haben.

Herzliche Grüße
Stefan Gorißen

--
Prof. Dr. Stefan Gorißen
Universität Bielefeld
Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie, Abteilung Geschichtswissenschaft
Universitätsstraße 25
33615 Bielefeld
++49 521 106 3252

[Studierende Abt. Phil.] Woche der Berufsorientierung - Career-Service ( 08.11.22 )

Per E-Mail eingestellt von studienberatung2011@uni-Bielefeld.de:

Liebe Studierende,

vom 14.11. bis zum 18.11. findet die Woche der Berufsorientierung des Career-Service statt. Hierfür wurden zahlreiche Personen aus verschiedenen Bereichen wie der Wissenschaft, der Politik, der Nachhaltigkeit, der Kultur etc. eingeladen.

Informationen zum Programm und zur Anmeldung findet ihr im angehängten Dokument und auf der Homepage des Career-Service: https://www.uni-bielefeld.de/themen/career-service/studierende/bo-woche/.

Liebe Grüße

Niels

--------------------------------------------------------------
Niels Neier
Studentische Studienberatung
Abteilung Philosophie

Telefon: 0521 106-4589
E-Mail: studienberatung2011@uni-bielefeld.de

Büro: X-A4-111
Homepage: https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/philosophie/angebote-und-hilfsmittel/studienberatung/

Sprechzeiten:
Vor Ort: Dienstags von 10 Uhr bis 12 Uhr
Über Zoom und telefonisch: nach Vereinbarung

[Studierende Abt. Phil.] WICHTIG: Gastvortrag Anna Schriefl -- 02. November, 18.15 bis 19.45 Uhr in X-E0-222 ( 04.11.22 )

Per E-Mail eingestellt von steffen.koch@uni-Bielefeld.de:

Liebe Mitglieder der Abteilung Philosophie, liebe Gäste, liebe Studierende,

es hat sich leider eine Komplikation in Bezug auf den heutigen Gastvortrag von Anna Schriefl ergeben. Wegen einer Streckensperrung und einer daraus resultierenden mehrstündigen Verspätung wird Frau Schriefl es nicht rechtzeitig zu dem Vortrag schaffen. Nach gegenwärtiger Sachlage wird sie erst um ca. 19h bei uns in der Abteilung ankommen.

Wir machen deshalb Folgendes:
Alle, die zugegen sind und Lust haben, sind herzlich eingeladen, sich ab 19h mit Frau Schriefl und mir zu einem informellen Gespräch in der Kaffeelounge in der 4. Etage im X-Gebäude zu treffen und uns dann zum Abendessen im Bültmannshof zu begleiten. Vielleicht können wir auf diese Weise ja dennoch etwas über Aristoteles von ihr lernen. Eine Übertragung auf Zoom wird dann nicht stattfinden. Wir werden aber versuchen, einen digitalen Ausweichtermin für ihren Vortrag zu finden. Über diesbezügliche Details informiere ich Sie dann noch.

Ich hoffe sehr, trotz der geänderten Umstände noch ein paar von Ihnen und euch heute Abend anzutreffen. Es tut mir Leid, wenn diese spontane Änderung Ihre Pläne durchkreuzt - hier war leider höhere Macht im Spiel.

Herzliche Grüße,
Ihr und euer Steffen (Koch)

--
Dr. Steffen Koch
Abteilung Philosophie
Universität Bielefeld
Postfach 100131
D- 33501 Bielefeld
Zoom-ID: https://uni-bielefeld.zoom.us/j/7051460967
www.steffenkoch.org

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Koch, Steffen
Gesendet: Freitag, 28. Oktober 2022 09:05
An: Gaeste_Philosophie <gaeste.philosophie@uni-bielefeld.de>; Gastvortraege_Philosophie <gastvortraege.philosophie@uni-bielefeld.de>; Mitarbeiter <mitarbeiter.philosophie@uni-bielefeld.de>; Promovierende <promovierende.philosophie@uni-bielefeld.de>; studierende_10024@ekvv.uni-bielefeld.de
Cc: 'Anna Schriefl' <schriefa@hu-berlin.de>
Betreff: Gastvortrag Anna Schriefl -- 02. November, 18.15 bis 19.45 Uhr in X-E0-222

Liebe Mitglieder der Abteilung Philosophie, liebe Gäste, liebe Studierende,

mit dieser E-Mail möchte ich Sie gerne an den Gastvortrag von Anna Schriefl (Humboldt-Universität Berlin)) mit dem Titel "Aristoteles über die Materie-Begriffe seiner Vorgänger" erinnern, der am Mittwoch, dem 02. November 2022, von 18.15 bis 19.45 Uhr im Raum X-E0-222 stattfinden wird.

Es handelt sich bei dem Vortrag in erster Linie um eine Präsenzveranstaltung. Es wird jedoch zusätzlich die Möglichkeit einer Online-Zuschaltung bestehen. Hier sind die entsprechenden Einwahldaten:

https://uni-bielefeld.zoom.us/j/62776134460?pwd=WVZ4SVBoeENFYVpCbFZxL21DR0Vqdz09
Meeting-ID: 627 7613 4460
Passwort: GV22

Nach dem Vortrag ist im Bültmannshof (https://wirtshaus1802.de/) ein Tisch für uns reserviert. Es dürfen alle gerne mitkommen!

Anna Schriefl hat folgendes Abstract zur Verfügung gestellt:

Aristoteles gilt als erster Autor der griechischen Antike, der einen technischen Begriff für Materie verwendet. Er schreibt allerdings auch seinen Vorgängern Materie-Begriffe zu. Seiner Meinung nach erkennen bereits die frühesten Philosophen, dass Materie dem Entstehen und Vergehen von Einzeldingen zugrunde liegt. Sie erkennen seiner Meinung nach jedoch nicht, welche Rolle die Materie dabei genau spielt. Ein zentrales Defizit früherer Theorien liegt seiner Meinung nach darin, dass Materie nicht als potentielles Einzelding verstanden wird; ein weiteres Problem sei, dass seine Vorgänger nur eine Materie für alle Dinge annehmen. Ich werde in meinem Vortrag untersuchen, warum Aristoteles diese Punkte problematisch findet und wie er mit ihnen in seiner eigenen Theorie umgeht.

Herzliche Grüße,
Ihr und euer Steffen (Koch)

--
Dr. Steffen Koch
Abteilung Philosophie
Universität Bielefeld
Postfach 100131
D- 33501 Bielefeld
Zoom-ID: https://uni-bielefeld.zoom.us/j/7051460967
www.steffenkoch.org

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Koch, Steffen <steffen.koch@uni-bielefeld.de>
Gesendet: Montag, 23. Mai 2022 09:27
An: Gaeste_Philosophie <gaeste.philosophie@uni-bielefeld.de>; Gastvortraege_Philosophie <gastvortraege.philosophie@uni-bielefeld.de>; Mitarbeiter <mitarbeiter.philosophie@uni-bielefeld.de>; Promovierende <promovierende.philosophie@uni-bielefeld.de>; studierende_10024@ekvv.uni-bielefeld.de
Betreff: Gastvortrag Bettina Bussmann -- 25. Mai, 18.15 bis 19.45 Uhr in X-E1-203

Liebe Mitglieder der Abteilung Philosophie, liebe Gäste, liebe Studierende,

mit dieser E-Mail möchte ich Sie gerne an den Gastvortrag von Bettina Bussmann (Universität Salzburg) mit dem Titel "Epistemische Freiheit? Wie sollte die Philosophiedidaktik mit dem Vorwurf des „eurozentristischen Wissenschaftsimperialismus“ umgehen? Ein systematischer Annäherungsversuch" erinnern, der am Mittwoch, dem 25. Mai 2022, von 18.15 bis 19.45 Uhr im Raum X-E1-203 stattfinden wird.

Es handelt sich bei dem Vortrag in erster Linie um eine Präsenzveranstaltung. Eventuell wird jedoch zusätzlich die Möglichkeit einer Online-Zuschaltung bestehen. Falls Sie daran Interesse haben, melden Sie sich bitte bei mir (steffen.koch@uni-bielefeld.de).

Nach dem Vortrag ist im Bültmannshof (https://wirtshaus1802.de/) ein Tisch für uns reserviert. Es dürfen alle gerne mitkommen!

Bettina Bussmann hat folgendes Abstract zur Verfügung gestellt:

Die empirisch arbeitenden Wissenschaften (sciences) sind nicht nur in der öffentlichen Diskussion seit längerem unter Beschuss, sondern auch in der akademischen Welt. Die Kritik an ihnen ist äußerst vielfältig und kommt von Seiten radikaler Klimaleugner, esoterischer Wissenschaftskritiker, wissenschaftssoziologischen Warnern bis hin zu ehemals kolonisierten Ländern, die „epistemische Freiheit“ als Grundvoraussetzung für eine gerechte und humane Welt fordern. Das Ethos wissenschaftlicher Praxis gerät heute an vielen Stellen in Erklärungsnot. Dabei muss auf theoretischer Ebene die altbekannte Frage nach der Natur und der Reichweite wissenschaftlicher Arbeitsweisen und Erklärungen genauso gestellt werden, wie auf politischer Ebene die Frage, ob durch die Vorherrschaft und die Macht des „westlichen Wissenschaftsbetriebs“ andere, vor allem auch indigene, Wissensformen nicht nur unterdrückt werden, sondern dass die Fixierung auf bestimmte westliche Forschungsparadigmen zu einem verengten Verständnis führt, wie wir die Welt verstehen. Wissenschaftstheoretischen Fragen nach wissenschaftlichen Abgrenzungskriterien (Demarkationsproblem), dem Sein/Sollen-Unterschied und Diskussionen über die Natur und die Reichweite der Wissenschaften sind heutzutage besonders für die Hochschul- und die Schulausbildung notwendig. Der Großteil des Wissens, der an westlichen Schulen gelehrt und gelernt wird, ist durch wissenschaftliche Methoden gewonnen worden, über die noch zu selten in einer Weise reflektiert wird, die auch die oben aufgeführten Probleme anspricht. Deshalb sollte sich die Philosophiedidaktik mit den Problemen des Szientismus, den Vorwürfen des wissenschaftlichen Imperialismus und der Forderung nach epistemischer Freiheit verstärkt auseinandersetzen. Dies wird umso drängender, als dass durch interkulturelle Lerngruppen - wie von vielen Didaktikern gefordert - zunehmend nicht-westliches DenkerInnen und Theorien in die Philosophie- und Ethik- Curricula Eingang finden sollen, denen häufig ein anderes Wissens- und Wissenschaftsverständnis zugrunde liegt.
Ich möchte mich diesem komplexen Problemfeld nähern, indem ich a) die philosophische und lebensweltliche und Relevanz deutlich mache und b) systematische Unterscheidungen vorstelle, mit deren Hilfe für Hochschule und Schule kritisch-reflexive Materialien entwickelt werden können.

Herzliche Grüße,
Steffen Koch

--
Dr. Steffen Koch
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Postfach 100131
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