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Wirtschaftswissenschaften Blog

„Internationalisierung der F&E – Eine sinnvolle Strategie auch für Miele?“

Veröffentlicht am 30. Juni 2011, 00:00 Uhr

Vortrag von Herrn Dr. Störmer im Rahmen des Kurses Internationales Innovations- und Technologiemanagement

Am 26.04.2011 hielt

Herr Dr. Thorsten Störmer (Miele & Cie. KG)

einen Vortrag mit dem Titel „Internationalisierung der F&E – Eine sinnvolle Strategie auch für Miele?“ im Rahmen der Lehrveranstaltung „Internationales Innovations- und Technologiemanagement“ (LV-Leiter J.-Prof. Dr. Markus Günther). Dadurch konnte den Studierenden ein Einblick in die Praxis des internationalen Innovations- und Technologiemanagements eines großen und bekannten Unternehmens aus der Region geboten werden. In seinem Vortrag zeigte Herr Dr. Störmer die strategischen Rahmenbedingungen der Innovationsentwicklung sowie die Besonderheiten der Haushaltsgeräteindustrie auf, um anschließend mit den Studierenden die Vor- und Nachteile der Internationalisierung von Forschung und Entwicklung bei Miele zu diskutieren.

Die Miele & Cie. KG ist ein Familienunternehmen, das 1899 gegründet wurde und im Geschäftsjahr 2009/2010 einen Umsatz von 2,83 Mrd. € erreichte. Von den 16.600 Mitarbeitern ist rund ein Drittel im Ausland tätig. Ebenso werden von den zwölf Produktionsstätten vier außerhalb Deutschlands betrieben. Die Miele Cie. KG ist in drei strategischen Geschäftsfeldern aktiv: Küchengeräte International, Wäsche- und Bodenpflege sowie Professional. Das Familienunternehmen aus Gütersloh verfolgt neben der Strategie der Qualitätsführerschaft auch die Innovationsführerschaft, wodurch ein spannendes strategisches Spannungsfeld entsteht. Zudem besitzt das Unternehmen – im Vergleich zur Konkurrenz – eine hohe Wertschöpfungskette, vor allem um die technologische Kernkompetenz im Unternehmen zu halten und zu erweitern. Eine weitere auf den Innovationsprozess wirkende Herausforderung ist die steigende Produktkomplexität und die damit einhergehende Technologiekonvergenz.

Anhand der Haushaltsgeräte, einer Branche, die international durch ein steigendes Marktvolumen gezeichnet ist, zeigte Dr. Störmer die bestimmenden Rahmenbedingungen für die internationale Innovationstätigkeit auf. So ist diese stark internationalisierte und von Konsolidierung gezeichnete Industrie etwa aufgrund von geringen Markteintrittsbarrieren sowie geringen technologischen und emotionalen Differenzierungsmöglichkeiten sehr wettbewerbsintensiv.

Auf Grundlage der strategischen Rahmenbedingungen sowie der Besonderheiten der Haushaltsgeräteindustrie diskutierte Herr Dr. Störmer am Ende seines Vortrags mit den Studierenden die Vor- und Nachteile der F&E Internationalisierung der Miele & Cie. KG. Außerdem wurden gemeinsam potenzielle Zukunftsmärkte skizziert.

Herr Dr. Thorsten Störmer konnte durch seinen Vortrag, in dem die praktischen Erfahrungen mit dem theoretischen Rahmenwerk verbunden wurden, den Studierenden einen schönen und umfassenden Einblick in die Relevanz sowie die Herausforderungen internationaler Innovationstätigkeit bieten und es konnte der Schluss gezogen werden, dass die Vorteile einer Internationalisierung der Forschung und Entwicklung gegenüber den Nachteilen überwiegen.

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