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Wirtschaftswissenschaften Blog

Gründer erzählen aus der Praxis

Veröffentlicht am 29. November 2011, 00:00 Uhr

Die Gründungsgeschichte der PlasmidFactory

Am 17.11.2011 war

Herr Dr. Martin Schleef (Mitgründer und CEO der PlasmidFactory GmbH & Co. KG)

zu Gast in der Vorlesung „Grundzüge des Entrepreneurship“. Nach den bisherigen Vorlesungseinheiten, in denen Grundbegriffe, Zahlen/Daten/Fakten sowie die Theorie zu „Unternehmer, Chance, Gründungsprozess“ behandelt worden sind, gab es nunmehr die Chance, einen „echten“ Gründer in der Vorlesung zu begrüßen und von ihm aus erster Hand einen Praxiseinblick in die Gründung und den Aufbau eines Unternehmens zu bekommen.

Herr Dr. Schleef hat dazu einen außerordentlich interessanten Vortrag gehalten und dabei unter anderem über seine Motivation zur Unternehmensgründung berichtet, den Werdegang der PlasmidFactory mit diversen Hochs und Tiefs beschrieben, auf zentrale Schlüsselpersonen (Rechtsberater, Steuerberater, Bankbetreuer) verwiesen und seine persönlichen Maximen (insbes. was die Übernahme von Haftungen durch ihn persönlich bzw. seine Familie betrifft) dargelegt. Darüber hinaus durften die Zuhörer Tipps rund um Patente & Lizenzen mitnehmen, etwas über den praktischen Wert von Post-Its in Bilanzen auf das Unternehmensrating lernen und erfahren, dass die clevere Beschaffung von Betriebsmitteln (nämlich beispielsweise der Kauf von Fermentern aus den USA über ebay) spürbare Kapitaleinsparungen möglich macht (jedenfalls, sobald der Zoll von der prinzipiellen Ungefährlichkeit dieser „Bioreaktoren“ überzeugt worden ist). Nebenbei konnte man auch noch Wissenswertes zu Förderungen (und die damit verbundenen Ko-Finanzierungshürden), den Wert, weiter als aktiver Wissenschaftler wahrgenommen zu werden, und zu den Vorteilen einer Zusammenarbeit mit der Universität mitnehmen. Das Besondere an dem Vortrag war schließlich nicht nur die Vielfalt an Informationen und Anekdoten, sondern auch der lockere Vortragsstil und der trockene Humor, mit dem Herr Schleef das Auditorium unterhalten hat. Die Zuhörer wissen jetzt beispielsweise nicht nur Bescheid darüber, dass Mäuse zur Untersuchung von Tumor-Zellteilungen mittlerweile unbeschadet (und unrasiert) durchleuchtet werden können (und daher nicht beim Sezieren, aber halt etwas später am Tumor selbst sterben), sondern auch, dass Plasmide finanztechnisch nur vier Jahre halten und im Übrigen z.B. dazu genutzt werden könnten, um entkommene Labormäuse durch UV-Lichtbestrahlung unter Schränken in diversen Farben zum Leuchten zu bringen.

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