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Fakultätsübergreifende, interdisziplinäre Lehrveranstaltung: Spezialgebiete des ITM

Veröffentlicht am 13. Februar 2012, 00:00 Uhr

Um neue technische Produkte auf dem Markt erfolgreich zu positionieren, bedarf es einer intensiven Zusammenarbeit zwischen Techniker/-innen und Betriebswirt/-innen. Im Rahmen des Masterkurses „Spezialgebiete des Innovations- und Technologiemanagements“ im Wintersemester 2011/12 kam es zu genau einer solchen interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Master-Studierenden der Wirtschaftswissenschaften (WiWi) – mit einem Interessensschwerpunkt im Innovations- und Technologiemanagement bzw. Marketing – und Master-Studierenden der Informatik – die sich mit der Entwicklung Intelligenter Systeme (ISY) beschäftigen.

Die Studierenden der Technischen Fakultät hatten die Aufgabe, in Teams je einen Prototyp eines innovativen Produkts für ein „Intelligentes Wohnzimmer“ zu entwickeln. Ebenfalls in Gruppen erstellten die WiWis einen auf diese Produktideen zugeschnittenen Business Plan. Getreu dem Lehrveranstaltungs-Motto „Von der Idee zur Neuprodukteinführung“ wurden Markt-, Technologie- und Finanzanalysen erstellt und ein darauf basierendes Markteinführungskonzept entwickelt.

Betreut wurde die Lehrveranstaltung der Wirtschaftswissenschaften durch Fachvertreter aus den Bereichen des Innovationsmanagements (Prof. Stummer), des Marketings (Prof. Decker) und des Technologiemanagements (J.-Prof. Günther) sowie durch einen Vertreter aus der Unternehmenspraxis (Dr. Störmer).

Nach einer Einführungsveranstaltung zu Semesterbeginn, in der die Teams zusammengestellt und Themen zugeteilt wurden, begann die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den jeweiligen WiWi-und ISY-Gruppen. Bis zur Zwischenpräsentation Mitte Dezember galt es, mögliche Zielgruppen potenzieller Käufer zu identifizieren, Kosten und Erträge zu kalkulieren sowie eine Potenzialanalyse durchzuführen. Die Herausforderung bestand dabei nicht nur in der Anwendung des im Studium theoretisch erlernten Wissens, sondern auch in der Koordination der – aufgrund der unterschiedlichen (technischen wie wirtschaftlichen) Sichtweise auf die Problemstellung – heterogenen Teams, um einen gemeinsamen Lösungsweg zu erarbeiten. Tipps, Hilfestellungen bzw. Feedback von den Lehrveranstaltungsleitern gab es während des Semesters bei individuell vereinbarten Terminen sowie im Plenum bei der Zwischen- und der WiWi-Abschlusspräsentation im Januar. Die Arbeitsergebnisse wurden schließlich in einer Ausarbeitung zusammengefasst und Mitte Februar abgegeben.

Im Rahmen der Abschlusspräsentation der ISY-Gruppen (im ISY-Lab an der Universität Bielefeld) waren die WiWi-Teams als Gäste geladen und konnten zentrale Ergebnisse zunächst in einem 60-Sekunden-Teaser und danach ausführlicher bei einer Poster-Präsentation vorstellen. Erfahrungsberichte über die Zusammenarbeit zwischen den WiWi- und den ISY-Gruppen – und somit eine Reflektion der Schnittstellenproblematik zwischen technischen und betriebs­wirt­schaft­lichen Aufgabenstellungen – rundeten die Veranstaltung ab.

Durch das fakultätsübergreifende Lehrveranstaltungsangebot konnten die Teilnehmer/-innen zum einen praktische Einblicke in die Durchführung von Analysen erlangen, die während der Entwicklung neuer Produkte zur Vorbereitung einer möglichen Markteinführung notwendig sind. Darüber hinaus bietet die interfakultäre Kopplung zweier Veranstaltungen aber auch eine attraktive Chance, um die Schlüsselkompetenz zur interdisziplinären Kommunikation zu trainieren und weiter zu stärken. Aufgrund der positiven Resonanz dieses Lehrveranstaltungskonzeptes ist eine Wiederholung im Wintersemester 2012 geplant.

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Tags: itm
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