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Personalnachrichten aus der Universität

Veröffentlicht am 30. Oktober 2018, 00:00 Uhr
•   Preis des Verbandes der Historikerinnen und Historiker für Professor Dr. Uwe Walter
•   Verdienstorden der Italienischen Republik für Dr. habil. Vito Gironda
•   Chemiker Dr. Petr Dementyev erhält Liebig-Stipendium des Verbands der Chemischen Industrie
•   Professor Dr. Johannes Grave in den Beirat der Klassik Stiftung Weimar berufen
•   Universität trautert um Professor Dr. Friedmar Apel
•   Neue Dekaninnen und Dekane in verschiedenen Fakultäten

Prof. Dr. Uwe Walter
Prof. Dr. Uwe Walter
Professor Dr. Uwe Walter, Professor für Allgemeine Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der Alten Geschichte, wurde vom Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e.V. für einen herausragenden wissenschaftlichen Aufsatz in der Epoche der Alten Geschichte ausgezeichnet. Die Auszeichnung war mit einer neuen Präsentationsform – einem „Historischen Quartett“ – auf dem diesjährigen Historikertag in Münster verbunden. Der Aufsatz „Mehr als Mythos und Konstruktion? Die römische Königszeit“ erschien 2016 in der Historischen Zeitschrift. Der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands ist das Vertretungsorgan der deutschen Geschichtswissenschaft in der Öffentlichkeit. Als Interessenvertretung mit zurzeit 3.300 Mitgliedern setzt sich der Historikerverband in vielfältiger Weise ein und steht als Fachverband im ständigen Dialog mit Hochschulen, hochschulnahen Einrichtungen und der Gesellschaft. Uwe Walter lehrt und forscht seit 2004 an der Universität Bielefeld.


Dr. Vito Francesco Gironda
Dr. Vito Francesco Gironda
Der Historiker Dr. habil. Vito Francesco Gironda, Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie, hat den Verdienstorden der Italienischen Republik (Ordensklasse Ritter-Cavaliere) erhalten. Der Verdienstorden (Ordine al Merito della Repubblica Italiana) ist die höchste Anerkennung, die die Republik Italien vergibt. Der italienische Staatspräsident würdigt mit dem Ordnen ausgewählte Persönlichkeiten, die sich in herausragender Weise auf dem Gebiet der Wissenschaft, der Literatur, der Künste oder der Wirtschaft verdient gemacht haben. Mit dem Orden würdigt Sergio Mattarella die wissenschaftliche Arbeit Girondas auf dem Gebiet der deutschen und italienischen Geschichte im 19. und frühen 20. Jahrhundert sowie seine erfolgreiche Arbeit für den institutionellen Dialog und Wissenschaftskontakte zwischen Italien und Deutschland. Vito Francesco Gironda kam in den 90er Jahren als Erasmus-Stipendiat nach Bielefeld. Nach seinem Studium der Geschichtswissenschaft wurde er 2002 in Bielefeld promoviert. Er lehrte und forschte an den Universitäten Bologna, Halle-Wittenberg und Mannheim. Seit 2009 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie der Universität Bielefeld. Der Historiker koordiniert seit 2012 den binationalen Masterstudiengang Geschichte Bielefeld-Bologna. 2016 habilitierte er sich in Italien (Wissenschaftliche Nationale Habilitation – ASN). Seit 2015 ist er Beauftragter des Rektors der Universität Bielefeld für die Beziehungen mit der Universität Bologna. Der Orden wird ihm am 29. November im Rahmen eines Empfangs vom italienischen Konsul Franco Giordani in Dortmund verliehen.


Dr. Petr Dementyev
Dr. Petr Dementyev
Dr. Petr Dementyev, Fakultät für Physik, hat das Liebig-Stipendium des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) erhalten. Jedes Jahr vergibt die VCI höchstens zehn dieser Stipendien. Die Förderung erlaubt ihm, eine eigene Forschungsgruppe an der Fakultät für Physik aufzubauen. Dementyevs neue Gruppe mit dem Namen „STREAMS“ befasst sich mit den physikalisch-chemischen Eigenschaften von ultradünnen künstlichen Membranen, mit denen sich auf molekularer Ebene chemische Gemische filtern lassen. Der Forscher kooperiert mit Professor Dr. Armin Gölzhäuser, ebenfalls Fakultät für Physik. Dementyev studierte Chemie an der Staatlichen Universität Nowosibirsk (Russland) und schloss seine Dissertation am Fritz-Haber-Institut in Berlin ab. An die Universität Bielefeld kam er 2016 als Postdoktorand der Arbeitsgruppe „Physik supramolekularer Systeme und Oberflächen“ von Professor Gölzhäuser. Das Stipendium fördert herausragende Nachwuchsforscher in der Chemie und beinhaltet die zusätzliche Finanzierung einer Doktorandin oder eines Doktoranden sowie wissenschaftlicher Geräte.

Prof. Dr. Johannes Grave
Prof. Dr. Johannes Grave
Professor Dr. Johannes Grave ist Anfang Oktober für vier Jahre in den Wissenschaftlichen Beirat der Klassik Stiftung Weimar berufen worden. Die Klassik Stiftung Weimar bildet ein einzigartiges Ensemble von Kulturdenkmalen. Mit ihren mehr als 20 Museen, Schlössern, historischen Häusern und Parks sowie den Sammlungen der Literatur und Kunst zählt sie zu den größten und bedeutendsten Kultureinrichtungen Deutschlands. Es ist ihr Ziel, mit den ihr anvertrauten Kulturgütern ein in Deutschland und der Welt wirksames Zentrum der Kultur, der Wissenschaft und der Bildung zu sein. Johannes Grave ist seit 2012 Professor für Historische Bildwissenschaft/Kunstgeschichte an der Universität Bielefeld. Grave ist Mitglied des Senats- und Bewilligungsausschusses für Sonderforschungsbereiche der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und engagiert sich im Aufsichtsrat der Kunsthalle Bielefeld.


Prof. Dr. Friedmar Apel
Prof. Dr. Friedmar Apel
Im Alter von 70 Jahren ist der Literaturwissenschaftler und Germanist Professor Dr. Friedmar Apel am 21. Oktober gestorben. Apel lehrte von 2000 bis zu seiner Emeritierung 2017 Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft der Universität Bielefeld. Er forschte vor allem zur europäischen Literatur- und Kulturgeschichte des 18. bis 20. Jahrhunderts, zur Romantik, Geschichte der Ästhetik und Theorie und Geschichte der Übersetzung. 2003 erschien sein erster Roman mit autobiographischen Zügen „Das Buch Fritze“, im Jahr 2009 erschien im Suhrkamp Verlag Apels zweiter Roman „Nanettes Gedächtnis“. Er schrieb regelmäßig und über viele Jahre Rezensionen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und editierte zahlreiche Bücher.
Apel war Mitinitiator der Vortragsreihe „Lektüre und Lektionen“, in der über viele Jahre hochkarätige Gegenwartsautorinnen und-autoren ihre Werke vorstellten und mit den Studierenden und Gästen diskutierten. Friedmar Apels Weg führte ihn von der Technischen Universität Berlin (Promotion 1977, Habilitation 1981) über Siegen, Atlanta (USA) und Regensburg 1987 an die damalige Universität-Gesamthochschule Paderborn. 2000 trat er die Nachfolge des Literaturwissenschaftlers Karl Heinz Bohrer in Bielefeld an.
Er war leidenschaftlicher Fußballer und bereicherte die Professorenmannschaft, solange dies seine Erkrankung zuließ.
Die Universität trauert mit seiner Frau und den vier Kindern.


Professor Dr. Moritz Kaßmann wurde am 17. Oktober als Senatsvorsitzender wiedergewählt. Seine Stellvertretung übernimmt Dr. Beate Lingnau, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät für Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft. Der Senat setzt sich aus zwölf Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern, vier akademischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Technik und Verwaltung sowie vier Studierenden zusammen. Das Gremium hat verschiedene Zuständigkeiten: Erlass und Änderung von Grundordnung und weiteren Ordnungen der Hochschule, Mitwirkung in der Hochschulwahlversammlung an der Wahl der Mitglieder des Rektorats sowie Empfehlungen und Stellungnahmen in Angelegenheiten von grundlegender Bedeutung für die Universität.

Neue Dekanin der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie ist seit dem 1. Oktober Professorin Dr. Antje Flüchter. Zum Prodekan wurde Professor Dr. Uwe Walter gewählt. An der Fakultät für Biologie wurden am 10. Oktober Professorin Dr. Dorothee Staiger zur neue Dekanin und Professor Dr. Jacob Engelmann zum Prodekan gewählt. An der Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft wurden Professorin Dr. Johanna Kißler zur Dekanin und Professorin Dr. Valerie Kastrup zur Prodekanin gewählt. An der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft wurden am 17. Oktober Professorin Dr. Petra Wagner zur Dekanin und Professor Dr. Ralf Schneider zum Dekan gewählt.

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