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Diversität: Leitbild beschlossen

Veröffentlicht am 10. Mai 2019, 10:35 Uhr

Interview mit Prorektorin Professorin Dr. Angelika Epple

Am 7. Deutschen Diversity-Tag am 28. Mai wird die Universität Bielefeld ihr Leitbild Diversität als ersten Teil der diversity policy veröffentlichen. Im uni.intern-Interview erklärt die für Diversität zuständige Prorektorin Angelika Epple die Hintergründe.


Warum braucht es ein Leitbild Diversität für die Universität Bielefeld?

Prof. Dr. Angelika Epple.
Prof. Dr. Angelika Epple.
Die Universität arbeitet an einer diversity policy, um damit die positive Haltung der Institution gegenüber Diversität zu begründen und eine Handlungsgrundlage für den Umgang mit Vielfalt zu schaffen. Wir haben in den vergangenen zwölf Monaten universitätsweit das Leitbild Diversität als ersten Teil der diversity policy beraten lassen und die Ergebnisse der Diskussionen eingearbeitet. Am 7. Mai verabschiedete das Rektorat ein Leitbild, das in die Zukunft weist, den Handlungsanspruch, auf den die Institution sich verständigt hat, dokumentiert, und einen Rahmen festlegt,  um Organisationsstrukturen selbstkritisch zu überprüfen. Unser nächster Schritt wird nun sein, in dem zweiten Teil der policy, dem Diversitätsplan, konkrete Maßnahmen in ausgewählten Bereichen auszuarbeiten und umzusetzen.

Am 23. Mai findet auch die Kick-off Veranstaltung im Diversity-Audit „Vielfalt gestalten“ an unserer Universität statt. Welche Rolle spielt das Diversity-Audit für die Ausarbeitung der diversity policy?
Beim Kick-off Workshop wird sich unser Lenkungskreis für das Diversity Audit, in dem Wissenschaftler*innen, Funktionsträger*innen und Studierende vertreten sind, Ende Mai mit der externen Auditorin Dr. Daniela de Ridder über die Ziele im Audit und die dahin führenden Maßnahmen verständigen und eine Arbeitsstruktur für die kommenden Meilensteine aufbauen. Damit spielt das Audit eine wichtige Rolle für die diversity policy: Im Verlauf des Auditierungsprozesses erarbeiten wir Maßnahmen, die zugleich zentrale Bestandteile unseres Diversitätsplans werden. Im Rahmen unserer Ziele „Talente entfalten“, „kritisch reflektieren“, „für Vielfalt einstehen“ und „Qualität sichern“ werden die bessere Unterstützung von Erstakademiker*innen und Gesundheit bzw. Inklusion bei Studierenden und Personal wichtige Themen sein.

Anlässlich des 7. Deutschen Diversity-Tags und im Rahmen des Unijubiläums haben Sie sich aber auch vorgenommen, Studierende und die Stadt Bielefeld mit einzubeziehen.
Das ist richtig! Grundsätzlich waren Vertreter*innen der Studierenden ja bereits bei der Abstimmung des Leitbilds eingebunden und sind auch beim Audit beteiligt. Wir wollen aber am 28. Mai eine ganz besondere Veranstaltung ausrichten: Das 1. Diversity World Café der Universität Bielefeld, mit dem Thema „Diversität am Arbeitsplatz. Arbeitgebende aus der Region kennenlernen“. Dabei verbinden wir zwei Ziele: Studierenden mit vielfältigen Hintergründen wollen wir ermöglichen, potentielle Arbeitgeber*innen und weitere Einrichtungen kennenzulernen, die Diversität fördern. Wir hoffen, dass hier gute Diskussionen über Chancen und Herausforderungen von Vielfalt am Arbeitsplatz entstehen. Gleichzeitig stellen wir der lokalen Unternehmenslandschaft und Bielefelder Einrichtungen damit unseren Handlungsanspruch an Diversität vor. Übrigens planen wir auch einen Folgetermin im Herbst 2019, der dann Diversität in Lehre und Studium an unserer Universität auf den Prüfstand stellen wird.

Der Umgang mit Diversität betrifft aber nicht nur unsere Universität bzw. die lokale Umgebung. Welche Rolle spielt der Austausch mit anderen Universitäten?
Bundesweit entwickeln immer mehr Hochschulen Diversitätsstrategien, und der Austausch mit den Kolleg*innen ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Anlässlich der Veröffentlichung unseres Leitbildes Diversität laden wir deshalb am 6. Juni alle Mitglieder aus dem Netzwerk der Prorektor*innen und Vizepräsident*innen für Diversität an deutschen Hochschulen zu einem Treffen an die Universität Bielefeld ein. Ein besonderer Gast wird Professor Mathieu Schneider, Vizepräsident für Wissenschaft in der Gesellschaft an der Université de Strasbourg, sein, mit dem wir Vielfalt an Hochschulen im deutsch-französischen Vergleich diskutieren wollen.

Warum passiert gerade jetzt so viel im Arbeitsfeld Diversität?
Vielfalt wird in vielen Bereichen unserer Universität schon seit längerem durch sehr engagierte Initiativen in Fakultäten und Einrichtungen gefördert. Auf der Ebene der Zentralverwaltung gab es bereits 2011 den Austausch am „Bunten Tisch“ und eine AG Diversity. Wir haben uns dann seit Ende 2017 auf den Weg gemacht, die diversity policy zu planen und auszuarbeiten – und dies sind die ersten Ergebnisse. Wichtig werden aber vor allem die kommenden Monate, in denen wir im Audit an konkreten Maßnahmen arbeiten wollen.


Am 28. Mai veranstaltet der Trägerverein der Initiative Charta der Vielfalt zum siebten Mal den Deutschen Diversity-Tag. Die Charta der Vielfalt ist eine Arbeitgeberinitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen.

Weitere Informationen:

Interessierte, die in Arbeitsgruppen im Rahmen des Diversity Audits an konkreten Maßnahmen für die Förderung von Diversität an der Universität Bielefeld mitwirken möchten, können sich hier melden: diversitaet@uni-bielefeld.de.
Das Leitbild Diversität ab 28. Mai 2019 hier: Diversity Portal http://www.uni-bielefeld.de/diversity/index.html




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