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Erste Tipps bei Fragen und Sorgen zum Thema Homeoffice

Veröffentlicht am 23. März 2020, 10:15 Uhr
Viele Mitarbeiter*innen der Universität Bielefeld befinden sich aktuell als Vorsichtsmaßnahme gegen COVID-19 im Homeoffice. Ulf Kirse, Psychologe in der Beratungsstelle für Mitarbeitende und Führungskräfte und Julia Burian, Psychologin im Gesundheitsmanagement, geben erste Hinweise zum Arbeiten in der ungewohnten Umgebung.

Homeoffice braucht besonders viel Selbststeuerung:
  • Aufgaben strukturieren: To-Do-Liste und Prioritätenlisten aktualisieren und auch kleinere Erledigungen im Kalender terminieren
  • Pausen planen: Pausen sind wichtig, auch im Homeoffice.
  • Arbeitszeit zeitlich und räumlich so weit als möglich begrenzen: Arbeitszeiten vorab abstecken und Schreibtisch möglichst abseits des privaten Geschehens positionieren. Freizeitaktivitäten möglichst an einem anderen Ort in der Wohnung durchführen.
  • Gespräche mit Kolleg*innen verabreden: Auch ohne formalen Anlass zu Telefon- oder Videoterminen verabreden. Gespräche, auch kurze private Gespräche, sind für das Teambuilding und somit auch für reibungslose Arbeitsabläufe nützlich. Suchen Sie sozialen Austausch.
  • Soweit wie möglich Chancen nutzen: z. B. Arbeitsplatz auf den Balkon verlegen, Musik laufen lassen oder Arbeitszeit freier gestalten.
  • Zusatztipp: Während der Arbeitszeit „Bürokleidung“ tragen, die anschließend gewechselt werden kann.

Arrangement mit Partner*in und/oder Kindern
  • Absprachen treffen und gemeinsam planen: Bedürfnisse kommunizieren, miteinander abstimmen und Anforderungen entsprechend einplanen.
  • Erfahrungswerte sammeln: Reibungen im Ablauf akzeptieren und gegebenenfalls anpassen.
  • Kinder und Jugendliche passend einbeziehen: Altersangepasstes Verständnis fördern und die gemeinsame Bewältigung stärken. Konkrete Herausforderungen und Aufgabenstellungen helfen Kindern und Jugendlichen, sich auf eine Aktivität zu fokussieren.
  • Flexibilität nutzen: Sich bei der Betreuung der Kinder wenn möglich abwechseln und die Betreuung als aktive Pause von der Arbeitszeit nutzen.
  • Gelassen bleiben und Fehlertoleranz erhöhen: Konflikte sind normal. Hohe Erwartungen sind nur zusätzlicher Stress.

Umgang mit Angst und Panik

  • Angst akzeptieren: Angst ist eine normale Reaktion und von Person zu Person unterschiedlich in Stärke und Ausdruck. Ablenkung und Verdrängung sind legitime Mittel, um die Situation emotional zu bewältigen. 
  • Rationale Analyse: Was genau löst die Angst aus? Es kann helfen, sich ins Gedächtnis zu rufen, dass alle Sicherheitsvorkehrungen eingeleitet sind, die den spezifischen beängstigenden Ausgang vermeiden sollen.
  • Medienkonsum steuern: Zeitpunkte und Kanäle der Information bewusst wählen und schauen, wie viel Information Sie bewältigen können. Zeiten  festlegen, zu denen keine neuen Informationen aufgenommen werden, um Nachrichtenflut einzudämmen und Überwältigungsgefühle zu verhindern.
  • Ansprechpartner*innen finden: Gut tut der Austausch mit besonnen Personen, die die eigene Angst ernst nehmen, aber selbst nicht in Panik verfallen. Das können Familienmitglieder, Freunde*innen, Berater*innen oder auch Kolleg*innen sein, mit denen Sie regelmäßig über die aktuelle Situation kommunizieren.

Bei Fragen und Sorgen zum Thema Bewältigung der besonderen Arbeitssituation unterstützt Sie auch die Beratungsstelle für Mitarbeitende und Führungskräfte der Universität Bielefeld. Wenden Sie sich gerne  per E-Mail an die Berater*innen. Die Beratung erfolgt aktuell telefonisch, ist freiwillig und unterliegt der Vertraulichkeit. 

Alle Informationen finden Sie hier: https://uni-bielefeld.de/verwaltung/beratung-ma-fk/

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