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Zwei weitere türkische Wissenschaftlerinnen finden Zuflucht an der Universität Bielefeld

Veröffentlicht am 11. Juli 2017, 10:50 Uhr
Prorektorin Epple: „Brücken bauen für Kolleginnen und Kollegen in Not“

Die Universität Bielefeld nimmt zwei weitere geflüchtete Wissenschaftlerinnen aus der Türkei auf. Die Finanzierung ist über die Philipp Schwartz-Initiative gesichert. Dadurch erhalten Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland die Möglichkeit, gefährdete Forschende im Rahmen eines Vollstipendiums für 24 Monate aufzunehmen. Damit sind dann insgesamt ein Philipp Schwartz-Stipendiat und drei -Stipendiatinnen an der Universität Bielefeld tätig. Bereits im Dezember 2016 wurden die ersten beiden Stipendien vergeben.


Die Universität Bielefeld bietet derzeit 13 geflüchteten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem Nahen Osten Zuflucht. Foto: Universität Bielefeld
Die Universität Bielefeld bietet derzeit 13 geflüchteten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem Nahen Osten Zuflucht. Foto: Universität Bielefeld
„Es ist unser Selbstverständnis die akademische Freiheit zu verteidigen und Brücken für unsere Kolleginnen und Kollegen in Not zu bauen. Die Universität Bielefeld ist ein offener wissenschaftlicher Reflexionsraum, der gerade gegen die Angriffe des Rechtspopulismus für eine demokratische Gesellschaft notwendig ist. Wir arbeiten daher kontinuierlich und intensiv daran, unser Netzwerk für geflüchtete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weiter auszubauen“, erklärt Professorin Angelika Epple, die als Prorektorin für Internationales und Diversität auch für dieses Thema verantwortlich zeichnet. „Diese Arbeit basiert immer noch auf sehr viel persönlichem Engagement einzelner Personen an der Universität, sei es bei den jeweiligen Mentorinnen und Mentoren in den Fakultäten oder am Welcome Centre. Wir haben ein großes Interesse daran, mit weiteren Hochschulen inner- und außerhalb Deutschlands und Stiftungen gemeinsam Lösungen zu erarbeiten“, ergänzt Eleni Andrianopulu, Leiterin des Welcome Centre der Universität, das zur Zeit 26 geflüchtete Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen betreut. Im Juni 2016 war die Universität Bielefeld dem Netzwerk Scholars at Risk beigetreten, dessen Ziel ist es, bedrohte Forschende zu schützen und Werte, vor allem die akademische Freiheit, zu stärken.

Aktuell haben 13 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen Zuflucht an der Universität Bielefeld gefunden. Weitere sieben konnten erfolgreich in andere Universitäten und Einrichtungen vermittelt werden. Die meisten kommen aus der Türkei, gefolgt von Syrien, Iran und Irak.
 
Die Philipp Schwartz-Initiative wurde von der Alexander von Humboldt-Stiftung gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt ins Leben gerufen und ermöglicht Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Deutschland die Verleihung von Stipendien für For-schungsaufenthalte an gefährdete Forscherinnen und Forscher. Finanziert wird diese Initiative durch das Auswärtige Amt, die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, die Fritz Thyssen Stiftung, die Gerda Henkel Stiftung, die Klaus Tschira Stiftung, die Robert Bosch Stiftung sowie die Stiftung Mercator.

Weitere Informationen:
PM der Humboldt-Stiftung:
Gefährdete Wissenschaftler erhalten Schutz in Deutschland: Philipp Schwartz-Initiative fördert 56 weitere Stipendiaten
https://www.humboldt-foundation.de/web/pressemitteilung-2017-17.html
PM Universität Bielefeld nimmt drei geflüchtete Wissenschaftler auf (13.12.2016):
https://ekvv.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/universit%C3%A4t_bielefeld_nimmt_drei_gefl%C3%BCchtete
Zur Philipp Schwartz-Initiative:
www.humboldt-foundation.de/web/dossier-philipp-schwartz-initiative.html
 
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